Montag, 30. Dezember 2019

Digitalkonferenz der sorbischen Stiftung war nicht nur Bestandsaufnahme

Die digitale Welt wächst rasant. Was vor dreißig Jahren die Mühen um sorbische Schriftfonts waren, um beispielsweise die sorbische Zeitung am PC zu setzen, ist heute die digitale Kommunikation in obersorbischer oder niedersorbischer Sprache. Weil diese unendlich scheinende digitale Welt auch unter den Sorben und Wenden mehr und mehr zum Mittelpunkt jeglichen Austauschs wird, sind Prozesse und Programme notwendig, um diesen neuen Sprachraum fit, alltagstauglich zu machen. Aber wo anfangen? Was ist schon da, woran wird gearbeitet? Und wohin soll die Reise gehen? Fragen über Fragen, denen sich die Autoren eines digitalen Konzepts für die sorbischen Sprachen annehmen müssen. Die Stiftung für das sorbische Volk will so einen Fahrplan 2020 vorlegen. Deshalb lud sie am 30. November zur Kon­ferenz „Digitalisierung der sorbischen Sprache“­ ins Bautzener Hotel „Residence“, sozusagen zur Bestandsaufnahme.

Montag, 30. Dezember 2019

Anders als das Deutsche und andere slawische Sprachen kennt das Sorbische kein eigenes Wort für „Tracht“, es gibt lediglich verschieden spezifizierte „Kleidung“. Und diese klingt weder in sprachlicher Hinsicht nach Vergangenheit, noch gehört sie ihr an – solange es Frauen gibt, die täglich ihre sorbische Kleidung tragen.

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