Domowina-Preis verliehen

Mittwoch, 24. Oktober 2018 geschrieben von:

Einzelpersonen und zwei Gruppen erhielten besondere Ehrung

Bautzen (SN). In diesem Jahr wurden drei Sorben für ihre Verdienste mit dem Domowina-Preis ausgezeichnet. Anfang Oktober ehrte David Statnik, der Vorsitzende des Dachverbandes sorbischer Vereine und Vereinigungen Bernhard Rentsch, Elisabeth Mehr und Alena Kubánková. „Ihr Engagement, ihre Leidenschaft und Kreativität sind Säulen, auf denen das Ansehen und die Kompetenz der Domowina basieren“, so David Statnik. Zu Beginn verlieh David Statnik an Jan Barth, Initiator der Witaj-Initiative, die Ehrenmitgliedschaft der Domowina. Jan Barth animierte die Anwesenden, im Engagement nicht nachzulassen, Eltern und deren Kinder für die sorbische Sprache zu begeistern.

Der Umfang sorbischer Bezeichnungen ist erweiterbar

Mittwoch, 24. Oktober 2018 geschrieben von:

In vielen Produkten der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB) sind zweisprachige Bezeichnungen im sorbischen/wendischen Siedlungsgebiet seit Langem Standard. Seit August 2018 können Interessenten auch im online verfügbaren Brandenburg Viewer der LGB nach Bezeichnungen in niedersorbischer/wendischer Sprache suchen.

Potsdam/Dresden (SN). Die Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg hat den Service auf den digitalen topografischen Karten des Brandenburg Viewers (https://bb-viewer.geobasis-bb.de/) vervollständigt. Wie Mitarbeiter Bernd Sorge im Gespräch mit der sorbischen Abendzeitung hervorhebt, „haben wir die analog vorliegenden Daten genutzt und sie nur in die digitale Version übertragen“. Er spricht von einer Eigeninitiative, „direkte Anstöße von außen gab es dazu nicht“. Auf den Einwand, dass auf den digitalen Karten Flüsse, Seen und Berge weiterhin nur in deutscher Sprache benannt sind, ergänzt Bernd Sorge: „Der Umfang der sorbischen Bezeichnungen ist noch erweiterbar.“

Die Region stärken

Mittwoch, 24. Oktober 2018 geschrieben von:

Das Regionalmanagement blickt auf erfolgreich verwirklichte Projekte

Königswartha (SN). Seit der Ernennung der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft (OHTL) vor mehr als zehn Jahren zur LEADER-Region wurden hier vielfältige und nachhaltige Projekte verwirklicht. Die Themen reichen von Infrastruktur über Tourismus bis hin zur Wirtschaft und privaten Maßnahmen, sie widmen sich definierten Zielen. Insgesamt fünf solche hat der Verein zur Entwicklung der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft bestimmt. So sollten sich die Maßnahmen mit regionaler Wertschöpfung, Lebensqualität, Zweisprachigkeit, Stärkung von Gemeinschaften oder Entwicklung der Natur auseinandersetzen. Das Regionalmanagement mit Sitz in Königswartha koordiniert in der Region das Europäische Programm LEADER. Dazu stehen jährlich einige Millionen Euro Fördermittel für die Entwicklung des ländlichen Raumes zur Verfügung.

Hochzeitsperlen begeistern

Mittwoch, 24. Oktober 2018 geschrieben von:

Mit der ersten Premiere besteht die neue Intendantin ihre Feuertaufe

Mit dem Programm „Sorbische Hochzeitsperlen“, der ersten Premiere der aktuellen Spielzeit, haben die Sänger, Tänzer und Instrumentalisten des Sorbischen National-Ensembles das Publikum vollauf begeistert. Nach dem lang anhaltenden Applaus, der zwei Zugaben nach sich zog, stimmten die Besucher das sorbische Vivat „Sława“ an. Dirigentin Judith Kubitz wurde zudem mit dem einen oder anderen Bravo bedacht. Ihre Handschrift war deutlich erkennbar, die Musiker agierten überaus dynamisch und leidenschaftlich. Die erste Produktion unter der Leitung der neuen Intendantin darf somit als großer Erfolg gewertet werden.

Nestor der neuen sorbischen Musik

Mittwoch, 24. Oktober 2018 geschrieben von:

Der bedeutende sorbische Komponist und Musikwissenschaftler Dr. Jan Raupp hätte am 17. November seinen 90. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass veranstalten an diesem Tag der ENA-Musikverlag und die wissenschaftlich-kulturelle Vereinigung Maćica Serbska gemeinsam mit dem Sorbischen National- Ensemble um 16.30 Uhr ein besonderes Gedenkkonzert im Bautzener Sorbischen Museum. Neben dem Chor des SNE unter der Leitung der Intendantin Judith Kubitz wollen sich unter anderem die Solisten Romy Petrick (Sopran) und Mikołaj Jan Walerych (Tenor), Liana Bertók am Flügel sowie Kinder und Jugendliche, darunter Preisträger des diesjährigen Talentwettbewerbs des SNE, ganz dem Schaffen Raupps widmen. Jurij Wuschansky wird das Konzert moderieren. Im Mittelpunkt steht Raupps kammermusikalisches und vokales Werk. Zu den Kompositionen, die erklingen sollen, zählen zum Beispiel „Variationen für Violine und Klavier“, „Słowjanska reja – Slawischer Tanz“ für Klavier zu vier Händen und der Liedzyklus „Brězow (Blösa)“ für Sopran und Klavier.

Telegramm (24.10.18)

Mittwoch, 24. Oktober 2018 geschrieben von:

In den Rundfunkrat delegiert

Cottbus. Marcus Koinzer wird die sorbischen/wendischen Vereinigungen in der Wahlperiode 2019–2023 im Rundfunkrat des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) vertreten. Der Bundesvorstand der Domowina delegierte den stellvertretenden Domowina-Geschäftsführer auf Vorschlag seines Regionalverbandes Niederlausitz. Koinzer folgt nach zwei Wahlperioden Babette Zenker als sorbisches/wendisches Mitglied des RBB-Rundfunkrats.

Lions verleihen Kaeubler-Preis

Bautzen. Den von ihm gestifteten, mit 5 000 Euro dotierten Kaeubler-Preis will der Lions Club (LC) Bautzen am 22. Januar 2019 zum zweiten Mal verleihen. Mit dieser Ehrung können Personen, aber auch Vereine, Initiativen oder Projekte gewürdigt werden, die sich der Förderung des Gemeinwohls widmen. Bis zum 9. November nimmt der LC Vorschläge entgegen, wobei auch sorbische respektive zweisprachige Empfehlungen ausdrücklich erwünscht sind.

1 030 Fragebögen ausgefüllt

Róža Domašcyna ist die diesjährige Laureatin des Literaturpreises des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Sachsen. Ministerin Dr. Eva-Maria Stange (SPD, rechts) übergab der Schriftstellerin die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung gestern, am 23. Oktober, in Hoyerswerda. Der Sächsische Literaturrat ehrt die sorbische Dichterin mit dem Preis vor allem für ihre zweisprachige Lyrik sowie ihre Nachdichtungen von Gedichten osteuropäischer Autoren. Foto: SN/Hana Schön

Unterstützung für Volksantrag

Mittwoch, 24. Oktober 2018 geschrieben von:

Bildungsthemen beschäftigten den Bundesvorstand der Domowina

Cottbus (HA/SN/at). Die Domowina unterstützt den Volksantrag für Gemeinschaftsschulen in Sachsen. „Ein Erfolg der Initiative könnte auch dem sorbischen Volk die Chance bieten, die Gemeinschaft aller Kinder und Jugendlichen in den Bildungseinrichtungen und in deren Umgebung besser und länger zu pflegen“, heißt es im Beschluss des Domowina-Bundesvorstandes auf der Beratung am 19. Oktober in Cottbus.

Die Entscheidung fiel den Mitgliedern des Bundesvorstandes auch diesmal nicht leicht, schließlich hatten sie das Thema bereits am 31. August erörtert. Daraufhin legte der Ausschuss für Bildung und Jugend ein Informationspapier vor, das die Standorte und Träger der sorbischen Schulen benannte und jeweils einige Argumente für die Gemeinschaftsschule und gegen sie beinhaltete.

Erneut Übergriffe auf Sorben

Mittwoch, 24. Oktober 2018 geschrieben von:

Anfang Oktober ist es erneut zu Übergriffen von rechtsgesinnten Deutschen auf sorbische Jugendliche vor einer Diskothek gekommen. Die Polizei schätzte die Lage falsch ein.

Schönau (SN/JaW). Der Staatsschutz ermittelt zu Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen, die sich am 5. Oktober in Schönau, Gemeinde Ralbitz-Rosenthal, ereignet haben.

Nachdem Polizeibeamte des Reviers Kamenz Personalien eines 19-jährigen Schlägers aus Bautzen aufgenommen hatten, kam es zu weiteren Auseinandersetzungen. Die Beamten nahmen Personalien weiterer vier Männer aus dem Raum Bautzen auf. Nach ersten Aussagen der Polizeibeamten „standen sich sorbisch- und russischsprechende Bürger gegenüber“. Wie Recherchen von Serbske Nowiny und weiterer sorbischer Medien ergaben, handelt es sich dabei um eine falsche Einschätzung. Bei den Bautzener Schlägern handelte es sich um deutsche Rechtsradikale, berichteten Zeugen der Auseinandersetzungen vor Ort. Ihren Aussagen nach waren die Täter vor allem an ihren sehr gut sichtbaren Symbolen erkennbar.

Bautzen (SN/MiR). Der Zauber wirkt seit fast 40 Jahren – es ist der Zauber des Burschen Kito. Das Deutsch-Sorbische Volkstheater (DSVTh) in Bautzen hat mit seinem Puppenensemble den sorbischen literarischen Klassiker für Kinder ab fünf Jahren inszeniert. Die Bühne wird beiderseits durch je einen Baum, deren Wipfel sich zueinander neigen, begrenzt. Ein großes Buch dient als Hintergrund, es zeigt das Titelblatt des Kinderbuches „Kito­ und die Tanzfiedel“ sowie nach und nach von Jutta Mirtschin illustrierte Landschaften, Orte und Begebenheiten. Davor agieren die Puppen. Es gibt zwei Varianten des Stücks, die eine ist komplett obersorbisch, in der anderen agieren die Puppen in sorbischer Sprache, Musiker Kito und der Erzähler sprechen aber deutsch. Auf Anregung von Ma­dlenka Scholze, Stellvertreterin des Intendanten für sorbisches Theater und Dramaturgin, gibt es eine Kooperation mit dem Sor­bischen National-Ensemble. So tritt Kito live mit der kleinen sorbischen Geige auf und spricht zum Publikum.

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