Neuer Rat nimmt Arbeit auf

Mittwoch, 29. Mai 2019 geschrieben von:

Geschäftsführung des Domowina-Verlags wird ausgeschrieben

Bautzen (SN/JaW). Der neue Rat der Stiftung für das sorbische Volk für die Wahlperiode 2019–2023 hat seine Arbeit aufgenommen. Unter Leitung des Vorsitzenden des Parlamentarischen Beirates der Stiftung, des sächsischen Landtagsabgeordneten Marko Schiemann (CDU), wählten die Ratsmitglieder am 7. Mai im Bautzener Haus der Sorben einstimmig Susann Schenk zur Vorsitzenden. In der Funktion des Stellvertreters folgt der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch auf den Bautzener Landrat Michael Harig (beide CDU). Ihm dankte die Vorsitzende Schenk nochmals für sein Wirken. Wie Wahlleiter Schiemann gegenüber den Serbske Nowiny ankündigte, soll noch ein weiterer Stellvertreter gewählt werden. „Es wäre gut, einen Stellvertreter aus der Nieder- und einen aus der Oberlausitz zu haben. So wäre eine gleichberechtigte Vertretung gewährleistet. Geklärt werden müssen dafür noch die rechtlichen Rahmenbedingungen“, erläuterte Schiemann auf Anfrage.

Schülertransport gehört dazu

Mittwoch, 29. Mai 2019 geschrieben von:

Zum Ende der Wahlperiode befasste sich der Kreistag Bautzen auf seiner letzten Sitzung am 13. Mai mit dem Bericht des Landrates zum Stand der Umsetzung der Satzung zur Wahrung, Förderung und Entwicklung der sorbischen Sprache und Kultur für das Jahr 2018.

Mit- statt gegeneinander

Mittwoch, 29. Mai 2019 geschrieben von:

Die Europäische Vereinigung von Tageszeitungen in Minderheiten- und Regionalsprachen (MIDAS) hat am 10. Mai den diesjährigen MIDAS-Preis und den Otto von Habsburg-Preis in Glücksburg vergeben.

Flensburg (SN/JaW). Den mit 1 000 Euro dotierten MIDAS-Preis erhielt Gabriel von Toggenburg. Er widmet sich in einer besonderen Serie in der deutschen Tageszeitung in Italien „Dolomiten“ europäischen Minderheitenthemen unter der Überschrift „Europäische Splitter“. Der in Wien lebende Toggenburg ist zugleich „einer der Initiatoren des Otto von Habsburg-Preises und ebenfalls ein langjähriger Unterstützer der MIDAS. 2008 organisierte er sogar einen Besuch der Vereinigung bei Otto von Habsburg“, sagte Dolomiten-Redakteur Hatto Schmit in seiner Laudatio.

„Wobrazy krajiny – Podobe pokrajine – Bilder einer Landschaft – Wobraze krajiny. Přechod – Prehod – Übergang – Pśechod 03“ lautet der Titel einer Ausstellung, die unlängst im Bautzener Sorbischen Museum eröffnet wurde und dort noch bis zum 25. August zu sehen sein wird. Anschließend hat das Publikum unter anderem in Ljubljana und Klagenfurt die Möglichkeit, die den jeweiligen räumlichen Gegebenheiten angepasste Exposition zu besuchen. Im Sommer nächsten Jahres soll die Finissage in Cottbus stattfinden. Die Ausstellung ist das Ergebnis eines trinationalen Projekts, das Künstlern verschiedener Gattungen aus der Lausitz, Kärnten und Slowenien ein gemeinsames Forum bietet. Die Schirmherrschaft üben die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange, die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg Dr. Martina Münch, der Minister für Kultur der Republik Slowenien Magister Zoran Poznič und der Kärntner Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser aus.

Telegramm (29.05.19)

Mittwoch, 29. Mai 2019 geschrieben von:

Gäste vom Goethe-Institut

Bautzen. 20 Teilnehmer aus zwölf Ländern besuchten auf Einladung des Goethe-Instituts am 22. Mai das Witaj-Sprachzentrum und die Domowina in Bautzen. Dort erfuhren sie über die Situation der Sorben, deren Sprache und die Bemühungen, Ober- und Niedersorbisch anzuwenden und im täglichen Leben zu verankern. Die Gäste unterrichten Angehörige der deutschen Minderheit in verschiedenen Ländern der Erde.

Abgebaggerter Dörfer gedacht

Nochten. Die Mitglieder des Domowina-Bundesvorstandes gedachten auf ihrer Sitzung am 12. Mai in Nochten der abgebaggerten sorbischen/wendischen Dörfer. Für den Domowina-Vorsitzenden David Statnik ist „ein Ende der Abbaggerung sorbischer Dörfer absehbar. Damit erfüllen wir eine Forderung unseres Programms ‚Domowina 2025‘“. Mühlrose sei der letzte Ort in Sachsen, der wegen der Braunkohle umgesiedelt werden soll, teilte die Domowina mit.

Ergebnisse werden vorgestellt

Ein Vierteljahrhundert gilt das Gesetz über die Ausgestaltung der Rechte der Sorben/Wenden in Brandenburg. Auf einer Festveranstaltung in Cottbus wurde die Entwicklung reflektiert.

Cottbus (SN/at). Viele, die zu diesem Rückblick und Ausblick am 27. Mai in die Cafeteria des Niedersorbischen Gymnasiums Cottbus kamen, hatten oder haben mit dem Entstehen oder der täglichen Umsetzung des brandenburgischen Sorben/Wenden-Gesetzes zu tun. Dieses nannte die Landesbeauftragte für Angelegenheiten der Sorben/Wenden Dr. Ulrike Gutheil (SPD) „Ausdruck des Brandenburger Grundverständnisses der Sorben/Wenden- und Minderheitenpolitik“. Im Juli 1994 vom Landtag Brandenburg beschlossen, wurde es im Januar 2014 erstmals novelliert. Daraus erwuchs die Funktion, die Staatssekretärin Dr. Gutheil gegenwärtig ausübt. „Es zeigte sich sehr schnell, dass dieses Amt seine volle Berechtigung hat“, konstatierte sie in ihrer Festrede.

Neue Image- Kampagne

Mittwoch, 29. Mai 2019 geschrieben von:

Dresden (SN/MkWj). Die Mitglieder des Rates für sorbische Angelegenheiten des Sächsischen Landtages haben zu ihrer Sitzung Mitte Mai die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva-Maria Stange (SPD), eingeladen. Mit ihr berieten sie den Stand um den mittlerweile 2. Plan der sächsischen Staatsregierung zur Erhaltung der sorbischen Sprache und Kultur. Die Staatsregierung plant unter anderem eine neue Image-Kampagne für die Sorben, wofür sie jedes Jahr 300 000 Euro eingeplant hat, wie Ratsvorsitzende Maria Michalk informierte. Die Verwirklichung des Projekts könnte sich aber noch hinziehen, da der Auftrag dazu wegen des finanziellen Umfangs europaweit ausgeschrieben werden muss. Dann soll ein extra dafür gebildeter Beirat die Arbeiten begleiten. Daher wird man wohl erst nach der Sommerpause mit den Arbeiten beginnen können, so Michalk.

Des Weiteren befasste sich der Rat mit dem viel diskutierten Verbandsklagerecht, das auch die Sorben für sich nutzen wollen. Dazu soll jetzt ein Gutachten erstellt werden.

Drei Sorben im Kreistag Bautzen

Mittwoch, 29. Mai 2019 geschrieben von:

Bautzen (SN/at). Dem neuen Kreistag des Landkreises Bautzen gehören drei sorbische Kreisräte an. Im Wahlkreis 12 – Crostwitz, Nebelschütz, Panschwitz-Kuckau, Räckelwitz, Ralbitz-Rosenthal, Elstra, Lohsa, Wittichenau – wurden bei den Kommunalwahlen am 26. Mai David Statnik (CDU) und Jan Budar (Sorbische Wählervereinigung) gewählt, Heiko Kosel (Die Linke) im Wahlkreis 6 – Malsch­witz, Weißenberg, Großdubrau, Radibor, Neschwitz, Puschwitz, Königswar­tha. 2014 waren es fünf Sorben, die in das Bautzener Kreisparlament einzogen.

Zur Wahl traten 34 Sorbinnen und Sorben für die demokratischen Parteien CDU, Die Linke, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, erstmals für die Lausitzer Allianz sowie für die Sorbische Wählervereinigung an. Letztere war in allen 14 Wahlkreisen mit Kandidaten vertreten.

Bei der Europawahl wurde die AfD in 36 Kommunen der 42 im sorbischen Siedlungsgebiet der Landkreise Bautzen und Görlitz stärkste Kraft. Nur in Wittichenau, Ralbitz-Rosenthal, Räckelwitz, Crostwitz, Nebelschütz und Panschwitz-Kuckau lag die CDU vorn.

Für drei Tage verwandelte sich der Siedlungsausschnitt „Stary lud“ am letzten Mai-Wochenende wieder in die Kulisse für das Fest des slawischen Mittelalters. Die Zeitreise begann gleich hinter dem Heimatmuseum Dissen. Familien in schlichten Leinen- und Wollkleidern, Krieger in voller Kampfrüstung, aber auch Edelleute in feinen Gewändern hatten hier ihr Lager aufgeschlagen. Mehr als 80 historische Handwerker brachten mittelalterliche Lebensrealitäten näher. Foto: Michael Helbig

Auswahl bekommt neuen Namen

Mittwoch, 29. Mai 2019 geschrieben von:

Die sorbischen/wendischen Auswahlmannschaften der Ober- und Niederlausitz wollen in den Vorbereitungen auf die 4. Europameisterschaften der nationalen Minderheiten enger zusammenarbeiten. Das wurde auf der Beratung des Domowina-Bundesvorstandes am 17. Mai im Besucherzentrum des Findlingsparks Nochten bekannt.

Nochten (SN/JaW). Das Gremium beschloss, dazu eine zehnköpfige Arbeitsgruppe „Europeada 2020“ zu gründen. Die jeweils fünf Vertreter aus der Nieder- und der Oberlausitz sollen zwei gemeinsame Auswahlmannschaften – eine der Männer und eine der Frauen – zusammenstellen, in denen beide Regionen gleichberechtigt vertreten sind.

Das geschah vor dem Hintergrund, dass sich die niedersorbische/wendische Auswahl darum bemüht hatte, die Sorben zur Europeada 2020 in Kärnten allein zu vertreten. Der Bundesvorstand lehnte das jedoch ab und beschloss, eine gemeinsame Mannschaft zu bilden.

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