Unter dem Slogan „Hier gibt’s was auf die Ohren“ übergaben die Leiterin des Sorbischen Museums Bautzen Christina Bogusz, Filmproduzent Dr. Peter Simank, der Direktor der Stiftung für das sorbische Volk Jan Budar und Illustrator Stefan Hanusch (von links) dem Museum am 24. März den ersten Audioguide für Kinder, geeignet auch für Erwachsene. Foto: SN/Matthias Bulang

Telegramm (28.03.18)

Mittwoch, 28. März 2018 geschrieben von:

Parlamentarier benannt

Berlin. Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages haben Mitte März darüber befunden, wer sie im Parlamentarischen Beirat der Stiftung für das sorbische Volk vertreten wird. Als Mitglieder sind das Dr. Klaus-Peter Schulze (CDU) aus Spremberg und Gabriela Heinrich (SPD) aus Nürnberg. Als ihre Stellvertreter wurden Andreas Lämmel (CDU) aus Dresden und Stefan Zierke (SPD) aus Prenzlau (Uckermark) benannt.

Denkmal für Alojs Andricki

Ralbitz. Dem seliggesprochenen sorbischen Kaplan Alojs Andricki ein Denkmal zu setzen ist für den Cyrill-und-Methodius-Verein weiterhin ein wichtiges Vorhaben. Dies erweist sich als sehr emo­tionale Angelegenheit, wie auf der Jahreshauptversammlung des Vereins am 19. März in Ralbitz zu erfahren war. Bereits auf der Hauptversammlung 2017 in Wittichenau entbrannte dazu eine Debatte.

Hinweise für Kommunen

Hauptamtlich mit Vollzeitstelle

Mittwoch, 28. März 2018 geschrieben von:

In Brandenburg sollen die Rechtsvorschriften zur niedersorbischen Sprache und Kultur erneut ergänzt werden. Der Landtag in Potsdam überwies einen Gesetzentwurf der Fraktionen SPD und Die Linke am 7. März nach einer Debatte einstimmig in den Hauptausschuss.

Potsdam (SN/at). Die Beauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden in den zum sorbischen Siedlungsgebiet gehörigen Landkreisen Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald sowie der kreisfreien Stadt Cottbus sollen ab Januar 2019 hauptamtlich und mit einer Personal-Vollzeitstelle ausgestattet werden. Die Kosten dafür übernimmt das Land Brandenburg. Dazu muss das erst 2014 novellierte Sorben-/Wenden-Gesetz angepasst werden.

Leipzig (SN/bn). Auf der diesjährigen Buchmesse in Leipzig haben sich mit dem Neissufer Verlag und dem Verlag Gunter Oettel, beide aus Görlitz, dem Museum der Westlausitz Kamenz sowie dem Domowina-Verlag Bautzen vier Oberlausitzer Unternehmen präsentiert. Ihr Angebot wurde überwiegend gut angenommen. Seitens des Domowina-Verlags rief Walter Koschmals Monografie „Der Dichter – Kito Lorenc – dazwischen“ besonderes Interesse hervor. (Lesen Sie hierzu mehr auf Seite 4.)

Zukunft der Ćišinski-Gedenkstätte sichern

Mittwoch, 28. März 2018 geschrieben von:

Crostwitz (SN/MWj). Die Domowina will sich zusammen mit der Gemeinde Panschwitz-Kuckau und der Stiftung für das sorbische Volk dafür einsetzen, dass für die Ćišinski-Gedenkstätte in Panschwitz-Kuckau eine vernünftige Lösung gefunden wird, damit die Gedenkstätte weiterhin besteht und zugänglich bleibt. Das kündigte der Vorsitzende der Domowina David Statnik am 9. März auf der Hauptversammlung des Kamenzer Regionalverbandes der Domowina „Michał Hórnik“ in Crostwitz an. Zuvor hatte Gertrud Kuring kritisiert, dass sich derzeit für das Museum niemand verantwortlich fühlt.

Den fast 50 Delegierten trug die Vorsitzende des Regionalverbandes Rosalia Ziesch den Rechenschaftsbericht zur Tätigkeit in den vergangenen zwei Jahren vor. Sie zählte dabei einige Veranstaltungen auf, so das Familientreffen, Workshops zur sorbischen Tracht, Projekttage für Schüler, einen Schreibwettbewerb, Bildungsreisen und weiteres. An diesem bewährten Arbeitsplan soll auch künftig festgehalten werden.

Bildungskonferenz im Herbst

Mittwoch, 28. März 2018 geschrieben von:

Die Akzeptanz der Domowina in der Niederlausitz hat weiter zugenommen. Für Landrat Harald Altekrüger ist die nationale Organisation gar stärkster Motor im sorbischen Leben.

Döbbrick (HA/SN). Für Harald Altekrüger (CDU) ist die Sache eindeutig: „Der stärkste Motor im sorbischen Leben ist die Domowina. Sie ist deshalb in diesem Bereich der Kommunalpolitik unsere wichtigste Partnerin“, betonte der Landrat des Landkreises Spree-Neiße auf der Hauptversammlung des Domowina-Regionalverbandes Niederlausitz am 9. März in Döbbrick, einem zur kreisfreien Stadt Cottbus gehörenden Dorf.

Familientreffen bot Neues

Mittwoch, 28. März 2018 geschrieben von:

Der Domowina-Regionalverband „Michał Hórnik“ Kamenz und das WITAJ-Sprachzentrum luden Anfang März zum Familientreffen nach Crostwitz ein. Sorbische und deutsche Familien nutzten das Angebot mit großer Freude.

Keine Chance für Serbski sejm

Mittwoch, 28. März 2018 geschrieben von:

Rohne/Neschwitz (SN/JaW). Der Sprecher des Ältestenrates für die Niederlausitz Dr. Hartmut Leipner sieht keine Chance mehr für ein sorbisches Parlament – Serbski sejm. Das sagte er unserer Zeitung. „Die Initiativgruppe hat keine Verbindung zum Volk. Es ist eine isolierte Gruppe sorbischer Intellektueller ohne Volksnähe.“ Deshalb wollen sich die Niederlausitzer Räte künftig dem „Ausbau der demokratischen Vertretung der Wenden und Sorben sowie auf die Wahlen zum Rat für Angelegenheiten der Sorben und Wenden im Jahr 2020 in Brandenburg konzentrieren“, schreibt Leipner in einer Pressemeldung.

Der Ältestenrat beschloss am 10. März in Rohne, dass er den derzeitigen Weg der Initiative „Serbski sejm“ nicht mehr unterstützen könne. Das Gremium „sieht personell und sachlich keine Möglichkeit, kurzfristig Wahlen durchzuführen“, heißt es. Es fehle an „organisatorischer und finanzieller Absicherung“.

Keine Lichtshow zu Ostern

Mittwoch, 28. März 2018 geschrieben von:

Bautzen (CK/SN). Die geplante Brücke vom Parkplatz an der Schliebenstraße zur Ortenburg soll künftig zu Ostern mit einer Lichtshow illuminiert werden. Damit könne in der Osterstadt Bautzen ein weiterer Höhepunkt gesetzt werden. Der Arbeitskreis für sorbische Angelegenheiten des Bautzener Stadtrats lehnte diese Pläne in seiner Sitzung am 14. März kategorisch ab. In der Nacht von Karsamstag zum Ostersonntag werde die Auferstehung Jesu als höchstes Fest des christlichen Kirchenjahres begangen. Dies sei unvereinbar mit einem Spektakel für Touristen, hieß es. Die Lichtshow sei zu anderen Anlässen möglich.

Radibor (SN/MkWj). „Solche Leute würden wir heute dringend brauchen.“ Dieses Fazit von Ludmila Budar hatte wohl so mancher im Kopf, als er nach der Gedenkveranstaltung anlässlich des 50. Todestages von Michał Nawka in Radibor wieder nach Hause ging. Mehr als fünfzig Besucher waren am 16. März zur Veranstaltung im Pfarrgemeindesaal gekommen, zu der der Cyrill-und-Metho­dius-Verein und die Maćica Serbska gemeinsam eingeladen hatten.

In Kurzvorträgen erfuhren die Teilnehmer vom unglaublichen Schaffensspektrum des Radiborers Michał Nawka, der am 16. März 1968 gestorben war. Ludmila Budar berichtete von den Problemen, die der „fleißige und mutige sorbische Patriot“ mit den Nationalsozialisten und später mit der sozialistischen Obrigkeit hatte, weil er sich nicht der staatlichen Linie beugen wollte.

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