Jubiläum in Seidewinkel gefeiert

Mittwoch, 24. Juni 2015 geschrieben von:

Bei 34 Grad Hitze blickte der Vorsitzende der Sorbischen Trachtengruppe Seidewinkel Uwe Schuster zur Festveranstaltung am 6. Juni auf 20 Jahre lebendiges Vereinsleben zurück.

Vorrangig widmet sich der Verein der Pflege und Präsentation sorbischen Brauchtums, dem Erhalt und der Restaurierung sorbischer Trachten und der Einstudierung alter sorbischer Tänze. Sein besonderes Anliegen bei den zahlreichen Auftritten ist es, die Trachten – wie zum Beispiel zur Hochzeit, Taufe, Trauer, Ostern und die Arbeitskleidung – in ihrer Vollständigkeit zu zeigen. Immer mit eingebunden sind Kinder des Ortes, die auf diese Weise mit den sorbischen Traditionen aufwachsen.

Wahlen zum letzten Termin

Mittwoch, 24. Juni 2015 geschrieben von:

Panschwitz-Kuckau (SN/MWj). Anders als angekündigt ist auf der vergangenen Verbandsversammlung des Verwaltungsverbandes Am Klosterwasser am 11. Juni kein neuer Vorsitzender gewählt worden. Nach dem Widerspruch einer Privatperson wurde das Thema von der Tagesordnung genommen. Der Widerspruch bemängelte, dass im Auswahlverfahren bereits eine Vor-Wahl stattgefunden hat, nach der noch zwei Kandidaten übrig geblieben waren. Zwischen diesen beiden sollten sich die Verbandsräte entscheiden. „Der Widerspruch war berechtigt“, sagt Verbandsvorsitzender Alfons Ryćer. Daraufhin haben sich am 11. Juni im nicht öffentlichen Teil der Sitzung zwei weitere Kandidaten vorgestellt.

Wer am Ende neuer Vorsitzender des Verwaltungsverbandes wird, entscheidet sich am 29. Juni. Das ist auch der allerletzte Termin, da die Amtszeit von Alfons Ryćer am 31. Juli endet und sein Nachfolger einen Monat vorher feststehen muss.

Unsere Landwirte verzweifeln nicht am Wetter

Mittwoch, 24. Juni 2015 geschrieben von:

Bautzen/Rosenthal (SN/JK). Die Wetterkapriolen dieses Jahres sind an Extremen nicht zu überbieten.

Nach einem spürbar trockenen und schneelosen Winter dürstete die Erde übers Frühjahr und dann entluden sich wiederum Unwetter mit dem ganz großen Angebot: Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Während sich mancher Kleingärtner noch schnell und problemlos auf diese Situation einstellen kann, haben landwirtschaftliche Großbetriebe nur noch wenig Spielraum.

Dresden isst bunt und sorbisch

Mittwoch, 24. Juni 2015 geschrieben von:
Dresden (cry/SN). Ein riesiger Stern aus Tischen und Bänken hatte sich am 10. Juni auf dem Dresdener Altmarkt ausgebreitet, bevölkert von rund dreitausend Menschen. Das Motto „Dresden isst bunt“ mit der Aussicht auf gemeinsames Essen, Reden, Fotografieren, auf Musik und Theater hatte sie angezogen. An 81 Tischen war von Amnesty International, Hochschulgruppe, Volkshochschule, Instituten, Handwerkerbetrieben, Theater und Vereinen so ziemlich alles dabei, auch der Sorbische Künstlerbund. Menschen aus vielen Ländern konnten am Sorbischen Tisch begrüßt werden. Marion Quitz war aus Leipzig gekommen, um mit ihren Liedern das Gastmahl zu bereichern. Ministerin Eva-Maria Stange (SPD) ließ es sich nicht nehmen, liebe Freunde in dieser kleinen sorbischen Enklave zu besuchen. Initiiert hat die gesamte Ak­tion die Firma GWT-TUD GmbH, unterstützt durch „Place to be e.V.“, „#WOD – Initiative weltoffenes Dresden“, „Dresden für Alle“ und viele weitere Partner.

Lange Kulturnacht mit Requiem

Mittwoch, 24. Juni 2015 geschrieben von:

Die Lange Nacht der Kultur in Bautzen hat am 13. Juni auch in diesem Jahr wieder Hunderte auf die Beine gebracht­. 19 kulturelle Einrichtungen, darunter das Sorbische National­Ensemble, das Sorbische Museum und das­ Deutsch-Sorbische Volks­theater beteiligten sich, und da ist noch Luft nach oben.

Bautzen (CS/CRM). So konnten das Zuseum und die Maria-Martha-Kirche diesmal aus personellen Gründen nicht teilnehmen. Dafür waren die Berufsakademie und das Antiquariat Keller neu mit dabei. Das Angebot war sehr vielfältig und reichte von Lesungen, über Vorträge bis zu musikalischen Beiträgen.

Da im Haupthaus des Sorbischen National­-Ensembles gebaut wird, zogen die Künstler um in die Hammermühle. Weil die im Hof aufgebaute Bühne wegen des Gewitters und des Regens nicht genutzt werden konnte, traten das Orchester und der Chor im Inneren der Mühle auf. Die „Blunoer Hochzeit“ von Jan Bulank kam bei den gut gelaunten Gästen bestens an und die Darsteller machten aus den schwierigen Platzverhältnissen das Beste.

„La Dolce Vita“ vor dem Schloss

Mittwoch, 24. Juni 2015 geschrieben von:
Für die Schlossparkfestspiele in Vetschau übernahm das Sorbische National-Ensemble Bautzen auch in diesem Jahr die künstlerische Ausgestaltung. Unter dem Titel „La Dolce Vita“ waren am 20. Juni Arien so bekannter italienischer Komponisten wie Giuseppe Verdi, Gioachinu Rossini und Giacomo Puccini zu hören. Ballett und Orchester des SNE trugen ebenso dazu bei, dass die Künstler wie auch die nur 120 Besucher mit dem Abend mehr als zufrieden waren. Foto: Peter Becker

Gedichte und Schmungks von Kito Lorenc

Mittwoch, 24. Juni 2015 geschrieben von:

Welch ein Trost. Zwischen Zeitungen, Terminzetteln und Steuerbescheid hat ein kleines Buch Platz genommen: „Windei in der Wasserhose des Eisheiligen“. Ein Umschlag wie Leinen, der Titel witzig, Untertitel und Name vielversprechend. Braucht die Welt denn Lyrikbände? Gewiss, sie braucht. Man hat schließlich nicht oft Gelegenheit, sie vorgelesen zu bekommen. Darum lassen sich Verlage immer neue Schönkleider für ihre Editionen einfallen. Dem Poetenladen sei Dank, diese ist ein Handschmeichler.

Was es mit den Schmungks auf sich hat? Die Fußnote wird geliefert, gemeint ist Zusammengekochtes. Irgendwie erscheint das schelmische Gesicht von Kito Lorenc, liest man seine Vorbemerkung. „Das Leben zwischen Eros und Erosion nutzen für Gedichte, die auf Potjomkinsche Städte und Böhmische Dörfer wirken müssen wie Wind, Wasser, Eis: abträglich.“ Ein Glück, wir sollen unterhalten werden, auch wenns manchmal weh tut. So wie‘s Leben eben.

Neue Chance für die Bautzener

Mittwoch, 24. Juni 2015 geschrieben von:
Axel Arlt

Die zweisprachige Lausitz steht in wenigen Tagen wieder im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. In den beiden Orten Drachhausen in der Niederlausitz und Crostwitz in der Oberlausitz läuft der Countdown für das bereits 11. Internationale Folklorefestival „Łužica–Lausitz–Lusatia“ vom 9. bis 12. Juli 2015. Nun sorgen sich die Veranstalter weniger um den Besuch der Veranstaltungen am Freitag, Sonnabend und Sonntag. Hier gibt es eine bunte Palette und die Abende auf den Höfen, Freitag in Drachhausen und Sonnabend in Crostwitz, haben für viele Gäste aus nah und fern ihren besonderen Reiz.

Inspiration Volkslied

Mittwoch, 27. Mai 2015 geschrieben von:

Cottbuser Konferenz stellt den polnischen Ethnografen Oskar Kolberg vor

Cottbus (SN/CoR). Gleich eine ganze Delegation aus dem polnischen Poznań hatte sich am 9. Mai ins Cottbuser Stadthaus aufgemacht, um auf der dreitägigen Konferenz „Ethnizität, Identität, Regionalität – Oskar Kolberg als Begründer eines Europas der Regionen“ das Wissen um einen Forscher zu verbreiten, der zwar in Polen als Begründer der Volkskunde hochgeehrt, in Deutschland jedoch nahezu unbekannt ist – genauso unbekannt wie sein Beitrag zur sorbischen Volkskunde. Eingeladen hatten das Niedersorbische Kinder- und Jugendensemble und die Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur.

Erfolgreiche Jubiläumsfesttage

Mittwoch, 27. Mai 2015 geschrieben von:

Abschlusskonzert des Sinfonischen Orchesters Hoyerswerda begeisterte

Der Reigen der 50. Hoyerswerdaer Musikfesttage hat sich geschlossen. Am 10. Mai erlebten ca. 600 Besucher das mit Spannung erwartete und mit Begeisterung aufgenommene Abschlusskonzert mit dem Sinfonischen Orchester Hoyerswerda unter seiner neuen Leiterin Eva Meitner – die Krönung der Musikfesttage. Die variantenreiche Konzeption des Teams der Lausitz-Halle unter Carmen Hoffmann zu den Jubiläumsfesttagen zeigte großen Erfolg.

Rund 3 000 Besucher erlebten Musikfesttage, die viele Interessensgruppen ansprach. Liebhaber klassischer Musik genossen die Neue Lausitzer Philharmonie mit Werken von Wagner und Strauss, feierten im Mozartabend den brillanten Violinvirtuosen Valery Oistrach und waren von den großen Leistungen des seit 50 Jahren bestehenden Sinfonischen Orchesters Hoyerswerda tief beeindruckt.

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