Zejler-Preis ins Kirchspiel Schleife

Mittwoch, 25. April 2018 geschrieben von:

Dresden (SN/at). Mit dem Preis für sorbische Sprache, dem Zejler-Preis, werden 2018 Juliana Kaulfürst und Dieter Reddo aus dem Kirchspiel Schleife ausgezeichnet. Das gab die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange (SPD) bekannt. Die siebenköpfige Jury empfahl die Preisträger für ihren „herausragenden Beitrag zur Revitalisierung des Schleifer Sorbisch“, heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums. Nach Pfarrer Gerhard Werner (2014) und der Sprachwissenschaftlerin Dr. Irene Šěrak (2016), die sich um das Obersorbische verdient gemacht haben, werden 2018 zwei Personen ausgezeichnet, die wesentlich dazu beitrugen, dass der mündlich überlieferte Wortschatz des Schleifer Sorbisch aufgeschrieben und Interessenten in Buchform zur Verfügung gestellt wurde. „Ich freue mich, dass mit dem Zejler-Preis der kulturelle, historische und identitätsstiftende Wert ihres Engagements offiziell gewürdigt wird“, so die Ministerin.

Unterstützung einstimmig

Mittwoch, 25. April 2018 geschrieben von:

Landshut (SN). Die Europäische Freie Allianz (EFA) unterstützt die Wahlen der ersten demokratisch legitimierten Volksvertretung der Sorben oder Wenden und erkennt sie an. Eine entsprechende von der Lausitzer Allianz im Auftrag der Initiative für einen Serbski Sejm eingebrachte Deklaration nahmen die Teilnehmer der EFA-Hauptversammlung am 13. und 14. April im niederbayrischen Landshut einstimmig an. Wie die Lausitzer Allianz informiert, bedeutet dies, „dass die elf EFA-Abgeordneten im Europäischen Parlament den Prozess direkt begleiten“. Eine weitreichende Unterstützung durch europäische Gremien sei dadurch sichergestellt. So sollen Deutschland, Sachsen und Brandenburg aufgefordert werden, den basisdemokratischen Prozess zur Etablierung einer demokratisch legitimierten Volksvertretung der Wenden oder Sorben aktiv zu unterstützen. Zudem will die EFA internationale Wahlbeobachter für die öffentliche Stimmenauszählung entsenden.

Vorsitzender Hannes Wilhelm-Kell und der 2. Vorsitzende Ignaz Wessela vertraten die Lausitzer Allianz in Landshut.

Minority SafePack erfolgreich abgeschlossen

Mittwoch, 25. April 2018 geschrieben von:

Bautzen/Flensburg (SN/JaW). Es ist geschafft: Die Bürgerinitiative der Föderalistischen Union europäischer Nationa­litäten (FUEN) Minority SafePack hat mehr als eine Million Unterschriften gesammelt. Am 3. April genau um 24 Uhr endete die Unterschriftensammlung. Im Laufe eines Jahres hat die Dachorganisation europäischer Minderheiten – ihr gehört auch die Domowina, an – in 28 EU-Ländern 1 215 879 Unterschriften gesammelt, informierte FUEN-Präsident Loránt Vincze am 4. April voller Stolz auf einer Pressekonferenz in Flensburg.

Wie die FUEN mitteilt, sind die Haupthürden, die das Europäische Parlament an solche Bürgerinitiativen knüpft – in mindestens sieben EU-Mitgliedsstaaten das festgelegte Quorum zu erreichen und mindestens eine Million Unterschriften für die Initiative zu sammeln – damit erfüllt. „Die EU hat jetzt drei Monate Zeit, die Aktion zu prüfen und die abgegebenen Unterschriften zu kontrollieren.“

Initiative bereitet Wahl vor

Mittwoch, 25. April 2018 geschrieben von:

13 Mitglieder des Ältestenrates und der Initiative für eine demokratisch legitimierte Volksvertretung des sorbischen/wendischen Volkes trafen sich am 10. April in Neuwiese, Gemeinde Elsterheide, um letzte Fragen zum Serbski Sejm und die Schritte zu dessen Wahl zu klären.

Neuwiese (SN). Zunächst wurde festgestellt, dass durch die staatlichen Stellen erfreulicherweise keine Behinderung der Demokratiebewegung stattfindet. Da bisher jedoch auch keinerlei aktive Unterstützung gewährt wird, ist im Serbski Sejm zunächst von einer komplett ehrenamtlichen Tätigkeit der zukünftigen Abgeordneten, ohne jegliche Erstattung von Auslagen, auszugehen, heißt es in einer Mitteilung.

Neue Dokumentation

Mittwoch, 25. April 2018 geschrieben von:
Cottbus (MEW/SN). Der inzwischen dritte Teil der Tondokumentation zur niedersorbischen Sprache wurde am 25. April in Cottbus vorgestellt. Die Broschüre mit zwei CDs ist in Verantwortung der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur entstanden. Sie umfasst rund 60 Jahre alte Musikdokumente wie wendische Volksarien, Legenden und Kirchenlieder, auch einige Stücke aus der Mittellausitz. Die Originale werden im Sorbischen Kulturarchiv Bautzen aufbewahrt.

Europareisen mit Krabat verbinden

Mittwoch, 25. April 2018 geschrieben von:

Krabat-Reisen sind Vision des unlängst gegründeten Reisebüros von Schadowitz in Slowenien. Vergangene Woche hat sich die Verantwortliche Wirkungsstätten Krabats in der Lausitz angeschaut.

Bautzen/Metlika (SN/BŠe). Auf den Spuren von Krabat zu reisen ist Ziel des unlängst gegründeten Reisebüros von Schadowitz in Slowenien. Sladana Stamenkovski ist die Hauptverantwortliche für die unterschiedlichen Touren. Mitte April hat sie zusammen mit Monika Bračika aus der Region Žumberak im kroatisch-slowenischen Grenzgebiet die Lausitz besucht. Die Unternehmerin und Nachkommin von Johann von Schadowitz alias Krabat ist hier öfters unterwegs. Ihre Ideen sind vielfältig. Ziel ist es die verschiedenen Wirkungsregionen Krabats wirtschaftlich und touristisch zu vernetzen. Letzteres nimmt nun weiter Form an. In der slowenisch-kroatischen Grenzregion gibt es bereits drei Reiseangebote. Doch auch Dresden und die Lausitz sollen in den Fokus rücken.

Gemeinde will Kulturstätte nicht verlieren

Mittwoch, 25. April 2018 geschrieben von:

Räckelwitz (aha/SN). Nachdem die Traditionsgaststätte „Zum Inselteich“ in Räckelwitz zum Eigentum der Brüder Henry und Marcus Szczepaniak wurde, bemühten sich beide, diese auch gastronomisch weiterzuführen. Jedoch fand sich dafür selbst nach einem Jahr kein geeigneter Interessent. Daher entschlossen sie sich, die obere Etage, wo sich bisher der Saal mit 135 Plätzen befand, in zwei separate Vierzimmerwohnungen umzubauen. Die Planungsunterlagen wurden eingereicht. Die Räckelwitzer Gemeinderäte befassten sich auf ihrer Sitzung am 12. April mit einer Stellungnahme zu diesem Bauantrag.

Bei dem Sinfoniekonzert des Sorbischen National-Ensembles wurde am 12. April im Deutsch-Sorbischen Volkstheater die Sinfonie Nr. 6 Op. 166 von Heinz Roy (rechts) uraufgeführt. Die Komposition besteht aus fünf Sätzen. Drei teils überraschend dissonante „Elegien“ flankieren ein klassisch anmutendes „Nocturno“ sowie ein spätromantisch geprägtes „Scherzo – Tristesse“. ­Außerdem erklangen Werke von Benjamin Britten, Karl Jenkins und Georg Friedrich Händel. Foto: SN/Matthias Bulang

Sorbische Kunst im Schloss

Mittwoch, 25. April 2018 geschrieben von:

Die traditionsreichen Musikfesttage Hoyerswerda finden dieses Jahr zum 53. Mal statt. Zwei der insgesamt zwölf Veranstaltungen haben einen sorbischen Schwerpunkt.

Hoyerswerda (SN/bn). Der erste von zwei sorbischen Beiträgen im Rahmen der diesjährigen 53. Musikfesttage Hoy­erswerda war das literarisch-musikalische Programm „Bin Hanka aus dem Sorbenland, so nennen alle mich ...“. Im Saal des Schlosses der Stadt musizierten die Pianistin und Dozentin an der Dresdener Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Christine Hesse sowie die Violinistin der Dresdener Staatskapelle Annette Thiem, während Ines Hommann, ebenfalls aus der sächsischen Landeshauptstadt, moderierte und rezitierte.

Mit Krabat auf der Ortenburg

Mittwoch, 25. April 2018 geschrieben von:

Das 17. Krabatfest fand zum ersten Mal in Bautzen statt

Bautzen (SN/bn/MiR). Bereits zum 17. Mal fand das Krabatfest statt. Erstmals richteten der Krabat-Verein, der Förderverein Brauchtumspflege, das Sorbische Museum Bautzen, das Sorbische National-Ensemble (SNE), das Deutsch-Sorbische Volkstheater (DSVTh) sowie der Landkreis die Veranstaltung am 15. April in Bautzen aus. Auf der Ortenburg traten verschiedene sorbische Gruppen, darunter die Schwarzkollmer Brauchtumsgruppe „Krabat“, die Schmerlitzer Volkstanzgruppe und das Folkloreensemble Sprjewjan, mit Volksliedern und -tänzen auf. Das Programm moderierte die Leiterin des Regionalstudios des MDR Bogna Koreng. Regionale Erzeuger landwirtschaftlicher sowie handwerklicher Konsumgüter präsentierten ihr Angebot, das von Molkereiprodukten bis hin zu Spezialitäten der Braukunst reichte.

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