Kinder- und Jugendtheater vornan

srjeda, 26. awgusta 2015 spisane wot:

Bautzen (SN/CoR). Insgesamt 5 000 Zuschauer besuchten in der vergangenen Spielzeit sorbischsprachige Inszenierungen des Bautzener Deutsch-Sorbischen Volkstheaters. Den größten Zuspruch bekamen das Puppentheaterstück für Kinder „Mały wódny muž“ (Der kleine Wassermann) mit 1 140 Besuchern bei 23 Vorstellungen sowie die Uraufführung anlässlich des 50. Jubiläums des Sorbischen Kindertheaters „W putach Čorneho pana“ (In den Fängen des Schwarzen Herrn). Mit 1 020 Zuschauern in acht Aufführungen war das Jugendstück von Lubina Hajduk-Veljkovic insgesamt sogar etwas stärker besucht als die sorbische Hauptinszenierung „Mój wuměrjeny kraj“ (Mein vermessenes Land“). 929 Zuschauer sahen die Neuinszenierung des Stückes von Jurij Koch aus den 70er Jahren. In der nächsten Spielzeit steht der Klassiker zum Thema Heimatverlust in Deutsch auf dem Spielplan, unter anderem auch in Senftenberg.

Für die Mitwirkenden der „Passion 2015“ hat die heiße Phase begonnen. Am 12. September wollen ca. 70 Laienspieler, 90 Sängerinnen und Sänger des Chores Lipa sowie des Crostwitzer Kirchenchores, Musiker und nicht gezählte große und kleine Statisten im Garten des Crostwitzer Pfarrhofes zum dritten Mal nach 1995 und 2005 die Leidensgeschichte Jesu aufführen. Michael Ziesch und Peter Zahrodnik (vorn von links nach rechts) vom vierköpfigen Regie-Team haben alle Hände voll zu tun, um den Überblick bei der – auch logistischen – Herausforderung zu behalten. Foto: SN/Matthias Bulang

Ein bewegender Abschiedstag

srjeda, 26. awgusta 2015 spisane wot:

Boxberg (JoS/SN). „Der Abschied von einer langen wichtigen Arbeit ist immer mehr traurig als erfreulich.“ Diese Worte schrieb einst Friedrich von Schiller. Doch von Traurigkeit war im Ratssaal der Gemeinde Boxberg keine Spur, als dem scheidenden Bürgermeister bewegende Worte des Dankes und Erinnerungsgeschenke überbracht wurden. Alle hatten nur einen Inhalt: Was Roland Trunsch in 30-jähriger Amtszeit für Boxberg und die Ortsteile geleistet hat, das ist ein Lebenswerk, von dem alle profitieren: die Bürger, die Kindergärten, die Freiwilligen Feuerwehren, die Vereine, das Handwerk, die klein- und mittelständischen Unternehmen, jeder eigentlich, der Boxberg sein Zuhause nennt und der sich obendrein glücklich schätzt, mit dem Bärwalder See den größten See Sachsens vor der Haustür zu haben. Mit einem touristischen Komfort, der so nicht gleich wieder in der Region zu finden ist. Nichts entstand im Selbstlauf, aber der Tüchtige hatte auch Glück: Der große Steuerzahler ist in Boxberg nicht zu übersehen.

Quoos/Radibor (SN/CoR). Auf die Spuren der ersten sorbischen Lehrerin und Schriftstellerin Maria Kubasch (1890–1976) begaben sich am 31. Juli die Freunde der Smoler’schen Buchhandlung in Bautzen. Der jährliche Ausflug des Vereins – mittlerweile der 9. Smoler-Tag – führte rund 25 Literaturfreunde zunächst zum Geburtshaus von Maria Kubasch in Quoos nahe Bautzen. Ihre Biografin Trudla Malinkowa zeichnete nicht nur ein Bild der Lebensumstände von Maria Kubasch und ihrer Schwester, der Ärztin Dr. Agnes Thielmann, sondern auch des Dorfes zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Das Kubasch-Haus war etwas Besonderes im Dorf. Ein repräsentatives Wohnzimmer, ein Esszimmer und ein Dienstmädchen zeugten vom bürgerlichen Leben der Schwestern in einer­ Zeit, als der Ort noch weitgehend bäuerlich war. Konfessionell war Quoos traditionell geteilt, sorbisch gesehen bildete es eine Einheit. So gingen die Kubasch-Schwestern wie alle katholischen Kinder in Radibor zur Schule, während die evangelischen sich nach Luga begaben. Eine weitere Station in Qoos war das Geburtshaus Prof. Dr. Nikolaus Kretschmer (1891–1967).

Digitalisierung als Chance

srjeda, 26. awgusta 2015 spisane wot:

Institutstag, Bericht, neue Stellen – Sorbisches Institut treibt Reformen voran

Bautzen (SN/CoR). Dass es fast niemandem aufgefallen ist, dass das Sorbische Institut die Öffentlichkeit in diesem Mai nicht zum traditionellen Institutstag eingeladen hatte, wundert Dr. Hauke Bartels kaum. Der geschäftsführende Vertreter des Direktors will jetzt in die Offensive gehen. „Wir wollen uns aktiv mit dem leider oft negativen Image des Instituts auseinandersetzen, und das auf einem neu gestalteten Institutstag am 4. Dezember“, kündigt Dr. Bartels an. „Nicht einzelne Projekte, sondern das Institut insgesamt in seiner neuen Ausrichtung wollen wir dann präsentieren.“

Streit wegen brauner Spree

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Müllrose (SN/JaW). Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH hat über Monate der Öffentlichkeit ein brisantes Gutachten zur Verockerung der Spree vorenthalten. Das haben Recherchen des Nachrichtenmagazins Spiegel ergeben. Die Studie sei erst am 21. Juli und somit fast vier Monate nach der Ausfertigung am 31. März auf der Homepage des Behörde veröffentlicht worden. Laut Gutachten werden der Braunkohleförderung und dem Betrieb der Kraftwerke in der Lausitz mehr als 50 Prozent Schuld an der Verschmutzung angelastet, 30 entstünden durch Sanierungsarbeiten alter Tagebaue durch die LMBV.

Ans Licht gekommen war alles durch den Streit der Frankfurter Wasserwerke mit der LMBV wegen Kosten für den Neubau eines Wasserwerkes in Müllrose. Das bestehende hat das stark sulfatbelastete Spreewasser erreicht. Das neue sei nötig, da die Belastung bedrohlich nah am zulässigen Grenzwert liegt.

Radweg als wichtigstes Vorhaben

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Lehndorf (SN/MWj). Die Orte Lehndorf, Siebitz und Zschaschwitz in der Gmeinde Panschwitz-Kuckau haben einen gemeinsamen Ortschaftsrat. Bei der Wahl am 7. Juni wurden fünf Personen gewählt, welche die Interessen der Bürger vertreten wollen. Auf der konstituierenden Sitzung am 4. August wurde Stephan Handrick aus Lehndorf zum Ortsvorsteher gewählt. Der gelernte Schlosser arbeitet selbstständig im Baustoffhandel seines Vaters, bietet aber auch Dienstlei­s­tungen im Baugewerbe an.

Komunalpolitik ist für den 43-Jährigen Neuland. „Umso mehr war ich überrascht, so viele Stimmen bekommen zu haben“, sagt der Ehemann und Vater. Die Bildung eines Ortschaftsrates betrachtet Stephan Handrick wie die Gründung einer Firma, in der man auch erst lernen muss, auf eigenen Füßen zu stehen.

Bautzen (SN/CoR). Über hundert Angebote enthält der Veranstaltungskalender auf der Internetseite Tag der Oberlausitz vom 14. bis 30. August, darunter auch zwei sorbische. Hans Klecker, Mitinitiator des im letzten Jahr zum ersten Mal ins Leben gerufenen Heimattages am 21. August, sieht es positiv: „Ich freue mich, dass mit Polen, Sorben und Deutschen alle Nationalitäten vertreten sind und dass wir gemeinsam feiern können. Nur Einigkeit macht stark!“

Wie auch schon voriges Jahr nimmt der Sorbische Künstlerbund mit einer Lesung teil, diesmal mit Benno Budar am 30. August. Eher ungewöhnlich war die zweite Veranstaltung direkt am 21. August in der Bautzener Gaststätte „Culinarium“.

Lichter und Wunder der Schöpfung

srjeda, 26. awgusta 2015 spisane wot:

Rund 2 000 Gäste kamen am 15. und 16. August in das Ernährungs- und Kräuterzentrum des Christlich-Sozialen Bildungswerkes Sachsen e.V. (CSB) im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau zur Gartennacht am Samstagabend zum Kräutersonntag.

Panschwitz-Kuckau (DR/SN). Höhepunkt war das Anzünden von tausenden Kerzen und Fackeln. Jens Janeck, Nachtwächter zu Görlitz, führte mit seinen Söhnen Aaron und Ruben, die langsam in seine „Nachtwächter-Fußstapfen“ treten, und den „Glühwürmchen“ Melissa Saring und Nicole Keschke zu den Lichterbildern des Gartens.

Open-Air-Kino erfolgreich

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Nach den diesjährigen 3. Krabatfestspielen auf dem Gelände der Krabatmühle in Schwarzkollm war auch das diesjährige Open-Air-Kino sehr erfolgreich. Wie die Mitarbeiterin des Vereines Krabatmühle e.V. Birgit Sarodnick auf Anfrage mitteilte, haben­ insgesamt 1 170 Kinofans die vier Filmabende unter freiem Himmel besucht­. Am begehrtesten war der Film „Honig im Kopf“, viele haben sich auch die Aufzeichnung der Krabatfestspiele 2012 angeschaut. Foto: Ulrike Herzger

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