Bautzen (SN/bn). Das Jugendtheater des Sorbischen Gymnasiums am Deutsch-Sorbischen Volkstheater hat seine neue Inszenierung „Die Insel der Phantasie“ am 25. Januar erfolgreich vorgestellt. Das Publikum im ausverkauften großen Saal des Bautzener Burgtheaters spendete den jungen Darstellern lang anhaltenden Beifall und dankte ihnen so für ihre überzeugende Leistung.

Das Stück wurde von den Jugendlichen nach einer Idee des Regisseurs und Leiters der Gruppe Mirko Brankatschk entwickelt. Auch die Dialoge in insgesamt sieben Sprachen hatte der Schauspielnachwuchs selbst verfasst. Erstmals in der Geschichte des Jugendtheaters standen nicht nur die Gymnasiasten, sondern auch zwei Gäste auf der Bühne. Qasim Hamidi und Mojtaba Sarfaraz – beide waren ob des Krieges aus Afghanistan geflohen – entpuppten sich als die heimlichen Stars der Inszenierung, wiewohl auch die sorbischen Talente keineswegs enttäuschten.

Rat wartet auf Informationen

srjeda, 31. januara 2018 spisane wot:

Der skandalöse Zwischenfall, der im November in Rostock für Aufsehen gesorg­t hatte, war Thema der Sitzung der Rates für sorbische Angelegenheiten Brandenburgs in diesem Monat.

Potsdam (SN/MkWj). Auf dem Marineball hatte ein Reservist der Bundesmarine auf aggressive und nationalistische Art Ute Hentschel angegriffen. Die Sorbin hatte dort den Rat für Angelegen­heiten der Sorben und Wenden offiziell vertreten. Ratsvorsitzender Torsten Mack informierte auf der Beratung am 16. Januar, dass sich Vertreter der Marine wiederholt dafür­ entschuldigt haben. Dabei betonten sie, dass der betroffene Soldat nicht würdig­ sei, die Uniform der Bundeswehr zu tragen.

Werben mit neuem zweisprachigen Souvenir

srjeda, 31. januara 2018 spisane wot:

Bautzen (SN/JaW). Der Bund sorbischer Handwerker und Unternehmer wirbt mit einer Neuheit für die zweisprachige Lausitz und die Sorben. Das teilte die Vorsitzende des Vereins Monika Ziesch auf Anfrage der Serbske Nowiny mit.

Dabei handelt es sich um einen Anhänger. Den ließ der sorbische Handwerkerbund zu seinem 20-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr anfertigen. Aus diesem Anlass hat jedes Vereinsmitglied bei der Jubiläumsfeier am 2. Dezember 2017 einen solchen Anhänger bekommen.

„Solange ich kann, mache ich weiter“

srjeda, 31. januara 2018 spisane wot:

Hoyerswerda (SN/MWj). Anhänger der fünften Jahreszeit fragen sich dieser Tage wieder, welches Kostüm sie wohl dieses Jahr anziehen. Wer könnte da besser helfen als Christian Bulang in Hoyerswerda. Mit seinem Kostümverleih feiert er jetzt sein 30-jähriges Bestehen.

„Ich kann es gar nicht richtig glauben, dass schon so viele Jahre vergangen sind, dass ich hier mit etwas mehr als 100 Kostümen angefangen habe“, sagt der 72-Jährige. Der gebürtige Ostroer ist karnevalsverrückt wie am ersten Tag. Anstecken lassen hat er sich von seiner Frau Monika. Im Februar 1988 eröffnete er seinen Kostümverleih. In der ersten Zeit war der Ansturm riesig. Bis auf 1 500 Kostüme erweiterte Christian Bulang seinen­ Bestand. Zehn Jahre später gab es Ko­stüme auch im Supermarkt und natürlich im Internet, die Zahl der An­fragen ging zurück. Heute hat Christian Bulang genau 1 387 Kostüme, sodass immer noch jeder etwas für sich findet.

Sorben waren da

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Berlin/Dresden (SN). Auf der Grünen Woche in Berlin sowie auf der Reise­mes­se in Dresden waren auch in diesem Jahr Sorben vertreten. So zeigte die Sorbische Volkstanzgruppe Schmerlitz in Berlin an zwei Tagen Ausschnitte aus ihrem neuen Bühnenprogramm. Zum ersten Mal zu erleben war zur Grünen Woche am 28. Januar die sorbische Blaskapelle Horjany. Ihre Oberlausitzer Milcherzeugnisse präsentierte dort bereits am 23. Januar die Krabat Milchwelt aus Kotten.

Auf der Reisemesse in Dresden vom 26. bis 28. Januar hat neben der Stadt Bautzen auch der Imker Johann Scholze aus Cunnewitz für die Oberlausitz und die Sorben geworben.

Sorbisches Kulturjahr in Liberec

srjeda, 31. januara 2018 spisane wot:

Liberec (SN). Ein „Sorbisches Kulturjahr 2019-2020“ planen die Partner der Domowina anlässlich des 70. Jubiläums „Sorbisches Gymnasium in Liberec“ in der nordböhmischen Stadt. Darüber informierte Clemens Schkoda, Referent der Domowina für Kultur und Ausland. Der Dachverband sorbischer Vereine ist über die grundsätzliche Ausrichtung des Programms, das die Projektmanagerin Jana Vančatová gemeinsam mit dem Freund des sorbischen Volkes Milan Turek vorbereitet, unterrichtet.

Das Jahr der Sorben in der Region Liberec soll im Oktober 2019 beginnen. Die vorgesehenen inhaltlichen Schwerpunkte sind auf sorbische Geschichte und Bräuche, Buchkultur, Kunst, Schätze der Musik und des Theaters, Handwerk und Legenden, geistliche Kultur sowie die Lausitz und ihr Seenland – die Nieder- und Oberlausitz als touristisches Ziel überhaupt – ausgerichtet. Die tschechischen Partner möchten im April oder Mai 2020 eine Konferenz über die Gegenwart und die Vergangenheit veranstalten.

Werke von Marion Quitz in Cottbus

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Cottbus (HA/SN). Die Ausstellung „Reja do raja – Tanz ins Paradies“ mit Werken von Marion Quitz wurde am 25. Januar im Cottbuser Wendischen Haus eröffnet. Insgesamt sind 20 Gemälde und Tuschezeichnungen der aus Burg (Spreewald) stammenden Leipziger Malerin, Grafikerin und Musikerin zu sehen.

Die sich mit Musik, Tanz und dem entsprechender Kleidung auseinandersetzenden farbkräftigen Bilder stehen den Schwarzweißgrafiken gegenüber und „ergänzen einander in ihrer Ausschließlichkeit“, wie die Künstlerin das Konzept ihrer Schau erklärt.

Die Laudatio auf der Vernissage, zu welcher sich etwa 50 Interessenten einfanden, hielt der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der sorbischen Sprache in der Kirche Dr. Hartmut Leipner. Er hob vor allem die „impressionistischen Elemente“ in Marion Quitz’ Schaffen hervor, welches „ihre große Phantasie und ihre tiefen Gefühle“ ausdrücke.

Für den musikalischen Rahmen der Eröffnung sorgte Marion Quitz an mehreren Instrumenten sowie, niedersorbisch und englisch singend, sie selbst.

Die Ausstellung kann noch bis zum 20. April besichtigt werden.

Vier Premieren zu Ehren Heinz Roys

srjeda, 31. januara 2018 spisane wot:

Cottbus/Bautzen (SN/bn). Das „Besondere Konzert zur Jahreswende“ ist seit nunmehr 22 Jahren einer der Höhepunkte des musikalischen Winters. Im Mittelpunkt der diesjährigen Reihe, die von der Stiftung für das sorbische Volk gefördert und vom Kunstverein Hoyerswerda sowie dem Landratsamt Bautzen unterstützt wird, steht anlässlich seines 90. Geburtstages der Klittener Komponist Heinz Roy. Vier von fünf Verans­taltungen haben unter der Überschrift „ROY 90!“ bereits stattgefunden und das Publikum unter anderem mit vier Uraufführungen begeistert. Diese neuen Werke wurden exklusiv für das Konzert geschrieben und sollten Bezug zum Jubilar nehmen. Roy selbst komponierte sein „Nachtgebet, Opus 185“ für Flöte, Bratsche und Klavier, um seiner „tiefen Religiosität Ausdruck zu verleihen“. Das mit den Erwartungen des Zuhörers spielen­de elliptische Stück erinnert in seinem Duktus an die spätromantische Nocturne. „Für Angela“, eine Schöpfung Roys für Klavier solo, erklang im Rahmen der Reihe erstmals öffentlich, stellt aber nach Lesart des Komponisten dennoch keine Uraufführung dar.

Gutes Gelingen, Herr Kretschmer

srjeda, 31. januara 2018 spisane wot:
Janek Schäfer

Der neue sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer sendet positive Signale in die Welt. Zumindest positiv für Minderheiten, besonders für die Sorben in Sachsen. Zum einen hat er die europäische Bürgerinitiative Minority SafePack unterschrieben, was sein Vorgänger im Amt Stanislaw Tillich bislang vermieden hatte. Das zeigt: Kretschmer weiß Bescheid!

Bautzen (SN/CoR) Die Dirigentin Judith Kubitz ist neue Intendantin des Sorbischen National-Ensembles (SNE). Am 20. Dezember unterschrieb die in Bautzen geborene 49-Jährige, die weltweit Gastengagements bei namhaften Orchestern in Hamburg, Bremen, Dresden, Bogota, Johannesburg und Tokyo innehatte und zuletzt viele Jahre am Festspielhaus Baden-Baden dirigierte, den Vertrag mit dem SNE-Gesellschafter, der Stiftung für das sorbische Volk. Damit ist die Doppelspitze mit Geschäftsführerin Diana Wagner für die neue Spielzeit 2018/19 ab 1. August komplett. Für Stiftungsdirektor Jan Budar ist die Besetzung ein wichtiger Schritt in eine solide Zukunft des Ensembles: „Mit Judith Kubitz haben wir nicht nur eine international erfahrene Künstlerin für unser Haus gewonnen, sondern auch eine Sorbin mit einer klaren Vorstellung davon, wie das Ensemble in Zukunft zum Wohle der sorbischen Kunst und der Präsenz der sorbischen Kultur in der breiten Region wirken soll.“

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