Schwindende Sprachräume

štwórtk, 27. decembera 2018 spisane wot:

Bildungssystem Sorbisch in Sachsen und Brandenburg dringend prüfen

Bautzen (SN/JaW). Ein gemeinsamer Brief von Leitern sorbischer Institutionen und der Domowina-Verwaltung an die Kultusminister Britta Ernst (SPD) in Brandenburg und Christian Piwarz (CDU) in Sachsen sorgt derzeit für Diskussionen.

In dem Schreiben, das der Redaktion Serbske Nowiny vorliegt, kritisieren die Leiter – unterschrieben haben zwölf leitende Vertreter aller sorbischer Institutionen und zwei Vertreter der Domowina-Verwaltung aus der Ober- und Niederlausitz – besonders das Sprachniveau von Absolventen sorbischer Schulen. Erreichen wollen sie damit, dass die politischen Verantwortlichen reagieren und das Bildungssystem zum Guten beider sorbischer Sprachen verbessern. Deshalb fordern sie die beiden Ressortchefs auf, die Bildungssysteme „dringend zu überprüfen“. In den vergangenen Jahren, so heißt es im Brief, stelle man „einen deutlichen Rückgang der Zahl derer fest, die die sorbische/wendische Sprache auf hohem Niveau beherrschen“.

Umfrage bestätigt Domowina-Kurs

štwórtk, 27. decembera 2018 spisane wot:

Als sehr erfolgreich wertet der Vorsitzende der Domowina David Statnik die Ergebnisse der Umfrage, zu der der sorbische Dachverband im Herbst die Mitglieder sorbischer Vereinigungen aufgerufen hatte, sich zu beteiligen

Bautzen (SN/at). In der Umfrage wurden die Positionen der Domowina zur sor­bischen Sprache, Kultur und Tradition deutlich bestätigt. Rund 90 Prozent und mehr der Teilnehmer erachten die Bewahrung und Pflege dieser drei Bereiche als Hauptaufgaben der Organisation. 1 160 Personen, Mitglieder und rund ein Viertel Nichtmitglieder der Domowina, haben sich daran beteiligt. Ein Fünftel kam aus der Niederlausitz. 3 500 Fragebogen wurden gedruckt, davon kamen 665 ausgefüllt zurück, online waren es 495. „Wir freuen uns, das Ziel 1 000 geschafft zu haben“, betonte der Domowina-Vorsitzende im Pressegespräch. Das verleiht dem Ergebnis aus demoskopischer Sicht eine höhere Relevanz.

Sprichwörter in drei Sprachen

štwórtk, 27. decembera 2018 spisane wot:
Der tschechische Lyriker Milan Hrabal (rechts) hat Anfang Dezember seine Antho­logie sorbischer Sprichwörter im Bautzener Sorbischen Museum vorgestellt. Die Beson­derheit der Sammlung ist, dass sie neben den originalen Sinnsprüchen Übersetzun­gen ins Deutsche und Tschechische beinhaltet. Die Entscheidung, nicht auf vorhandene Entsprechungen zurückzugreifen, sondern den tatsächlichen Wortlaut wiederzugeben, fiel bewusst und soll einen Eindruck vom Denken der Sorben vermitteln. Das in einer Auflage von 300 Exemplaren von der Stadtbücherei Varns­dorf­ herausgegebene Büchlein ist beinahe vergriffen. Foto: SN/Matthias Bulang

Zuschüsse erhöht

štwórtk, 27. decembera 2018 spisane wot:

Görlitz (SN/bn). Auf seiner 112. Sitzung hat der Kulturkonvent des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien am 20. November die Beschlussvorlagen sämtlicher Tagesordnungspunkte einstimmig verabschiedet. Neben der Anpassung der Satzung, durch welche die Stadt Görlitz als freiwilliges Mitglied des Kulturraumes bestätigt wurde, stimmte das Gremium der Förderliste für das Jahr 2019 zu. Insgesamt stehen etwa 672 000 Euro für 38 Projekte respektive Veranstaltungen zur Verfügung. So sind zum Beispiel für das vom Bund der Lausitzer Sorben Domowina veranstaltete 13. Internationale Folklorefestival Lausitz 54 000 Euro und für die 54. Musikfesttage Hoyerswerda gut 18 000 Euro vorgesehen.

Gemeinsame Sitzung beider Räte

štwórtk, 27. decembera 2018 spisane wot:

Zu einer gemeinsamen Sitzung haben sich die Räte für sorbische Angelegenheiten Sachsens und Brandenburgs Anfang­ des Monats in der sächsischen Landeshauptstadt getroffen.

Dresden (SN/MkWj). Die jeweils fünf Mitglieder der Räte und die Abgeordneten beider Landtage, die als sorbenpolitische Sprecher ihrer Fraktionen fungieren, wurden zu Beginn vom Präsidenten des Sächsischen Landtages, Dr. Matthias Rößler, begrüßt. Er verwies auf den kulturellen Reichtum des sorbischen Volkes und die Bemühungen um den Erhalt der sorbischen Sprache, die in beiden Ländern verfassungsrechtlichen Schutz hat.

Anerkennung und ein interessanter Vortrag

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Bautzen (SN/at). Die Jahresendveranstaltungen der Domowina-Regionalverbände widerspiegeln in gewisser Weise auch den Altersdurchschnitt der Mitglieder. Unter diesem Aspekt erwies sich die Veranstaltung des Regionalverbandes „Jan Arnošt Smoler“ Bautzen am 6. Dezember als Treffen langjährig aktiver Domowina-Mitglieder. Das drückte sich auch darin aus, dass der Regionalvorstand Helmut Gros aus Singwitz und Georg Hanto aus Bautzen zur 70-jährigen Mitgliedschaft in der sorbischen nationalen Organisation gratulierte. Ein Leben lang sich für sorbische Interessen einzusetzen, gehört zur Maxime von Rosemarie Pinkau aus Wurschen. Was wäre das Martin-Nowak-Museum in Nechern, Stadt Weißenberg, ohne sie? Dafür ehrte die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Eva-Maria Stange (SPD) Rosemarie Pinkau mit der „Urkunde für verdienstvolle ehrenamtliche Arbeit zur Förderung des sächsischen Museumswesens“. Da sie an der Festveranstaltung im Oktober nicht teilnehmen konnte, überreichte ihr Lenka Thomas vom Regionalvorstand diese Urkunde.

Neues Domizil für Hort übergeben

štwórtk, 27. decembera 2018 spisane wot:

Sozusagen als schönes Weihnachts­geschenk hat kurz vor dem Fest eine große Investition in der Gemeinde Panschwitz-Kuckau­ ihren offiziellen Abschluss gefunden.

Handlungsbedarf in Sachsen

štwórtk, 27. decembera 2018 spisane wot:
Görlitz (SN). Die Auswirkungen des 2014 novellierten Sorben-Gesetzes im Land Brandenburg erörterten die Beauftragten für sorbische/wendische Angelegenheiten der Landkreise Görlitz, Bautzen, Dah­me-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und der kreisfreien Stadt Cottbus am 12. Dezember in Görlitz. In diesem Zusammenhang forderten die beiden Beauftragten aus der Oberlausitz, dass nach 20 Jahren auch das sächsische Sorben-Gesetz von 1999 dem seither weiterentwickelten europäischen Minderheitenrecht anzupassen sei.

Gesetzgeber muss handeln

štwórtk, 27. decembera 2018 spisane wot:

Die Ergebnisse der externen Evaluierung sorbischer Angebote in der Primar­stufe in Brandenburg sind nun öffen­tlich. Sie wurde im Auftrag des brandenburgischen Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport erarbeitet.

Cottbus (SN/MiR). Der geschäftsführende Direktor des Instituts für Sorabistik an der Leipziger Universität sowie Leiter des Projekts Prof. Dr. Eduard Werner hatte das Dokument Anfang Dezember im Cottbuser Stadthaus vorgestellt. Eingeladen hatte das Staatliche Schulamt Cottbus, von Seiten des Ministeriums war niemand anwesend. Die Wissenschaftler hatten den Stand, Verständnis sowie Gewinn der Sprache untersucht. 2017 lag das Dokument vor, nun wurden die Ergebnisse vorgestellt.

Niesky (SN/BŠe). Nach acht Jahren Bauzeit verkehren ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember zwischen Görlitz und Hoyerswerda wieder Züge. „Für die Re­gion ist dies ein Gewinn an Mobilität. Nur 18 Minuten Fahrzeit braucht der Zug von Görlitz nach Niesky. Damit sind wir konkurrenzlos gegenüber dem Auto“, unterstrich der Geschäftsführer und Sprecher der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) Arnulf Schuchmann in Niesky, wo die zum großen Teil neugebaute Strecke am 3. Dezember offiziell eingeweiht wurde. Und weil sich das Unter­nehmen klar zur Region bekennt, war es auch wichtig, für diese Linie RB 64 zum Anlass einen passenden Namen zu finden. Mit diesem soll sich die Region identifizieren. In einem Wettbewerb setzte sich schließlich „Seenland-Neiße Shuttle“ durch. Das ist auch in sorbischen Lettern „Shuttle jězorina-Nysa“ auf dem Regionalzug zu lesen.

nawěšk

  • Sernjany su swoju róčnicu prěnjeho naspomnjenja wsy před 600 lětami z wosebitym wjesnym swjedźenjom wuspěšnje woswjećili. Tule nańdźeće někotre fotowe impresije wo tym:
Zerna feierte unlängst die Ersterwähnung des Ortes vor 600 Jahren mit einem beson

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