Der Chor des Sorbischen National-Ensembles präsentierte unter der Leitung von Andreas Pabst im Saal des Bautzener Sorbischen Museums „Meisterwerke der Chormusik“. Am 22. September glückte dem Klangkörper ein gelungener Abend zwischen Barock und Moderne. Zu den Höhepunkten gehörten Frank Martins „Credo“ und Jan Bulanks „W lěhwje“. Foto: Carmen Schumann

Von Hof zu Hof durchs Dorf

srjeda, 27. septembera 2017 spisane wot:

Ein Erlebnis der Extraklasse hatten die Besucher des Hoffestes in Schwarzkollm am 16. September. Was der hiesige Dorfklub zusammen mit weiteren Vereinen auf die Beine gestellt hat, war sehens- und hörenswert.

Schwarzkollm (BW/SN). Das dörfliche und landwirtschaftliche Leben erlebbar zu machen war Ziel des Hoffestes – und das ist bis ins letzte Detail gelungen. Hunderte Besucher konnten den ganzen Tag über auf der für den Verkehr gesperrten Hauptstraße bummeln, auf den einzelnen Gehöften verweilen und sich von musikalischen und weiteren Darbietungen unterhalten lassen. Unter anderem erlebten sie auf dem Hof der Familie Retschke ein fast ausschließlich sorbisches Programm der 3. und 4. Klasse der Hoyerswerdaer Grundschule Am Adler „Handrij Zejler“ unter Leitung der Lehrerin Regina Kummer.

Vierzig Jahre Einsatz

srjeda, 27. septembera 2017 spisane wot:

Crostwitzer Laientheatergruppe mit würdiger Jubiläumsfeier

Angefangen hatte alles im benachbarten Lehndorf, wo sorbische Studenten am 2. September 1877 die ländliche Bevölkerung so begeisterten, dass im Laufe der Zeit in vielen Orten Laienspielgruppen entstanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg aber gab es dann unter Paul Kmetsch eine neue und glanzvolle Ära. Vor genau 40 Jahren nahm der Slawist und Journalist Alfons Wićaz-Lehmann als ehrenamtlicher Leiter die Fäden wieder auf und gründete gemeinsam mit Rosalia Ziesch und anderen Theaterbegeisterten die Sorbische Laienspielgruppe Crostwitz. Wićaz-Lehmann ließ in seiner Festansprache am 2. September in der Mehrzweckhalle zu Crostwitz diese vier Jahrzehnte dauernde Erfolgsgeschichte vor zahlreichen Gästen Revue passieren.

Hummel Hanna fliegt über Land

srjeda, 27. septembera 2017 spisane wot:
„Hummel Hanna will helfen“ heißt die neue Inszenierung am Deutsch-Sorbischen Volkstheater für Kinder ab vier Jahren, die an Schulen und in Kindertagesstätten Sorbisch lernen. Premiere war in der Crostwitzer KiTa. Katharina Pöpel spielt Hanna nach einer Idee und in der Regie von Mirko Brankatschk. Foto: SN/Matthias Bulang

Ernüchterndes Wahlergebnis

srjeda, 27. septembera 2017 spisane wot:
Axel Arlt

Der Schock sitzt tief und das ohnehin ramponierte Ansehen der Oberlausitz als braune Ecke in Deutschland bekommt mit der Bundestagswahl eine neue tiefe Schramme. Der Rechtsruck in der Gesellschaft, der in der Vergangenheit latent wahrgenommen wurde, widerspiegelt sich ungeschönt im Wahlergebnis. Die Wähler im Osten Deutschlands im Allgemeinen und in Sachsen und der Oberlausitz im Besonderen haben die Politiker eines Schlimmeren belehrt. Stimmenanteile zwischen 30 und 45 Prozent für die Alternative für Deutschland zeigen ungeschminkt, wie die Menschen wirklich denken.

Vor der Bundestagswahl 2017

srjeda, 30. awgusta 2017 spisane wot:

Sorbische/Wendische Kandidaten kommen aus der Niederlausitz

Bautzen/Cottbus. Zur Bundestagswahl am 24. September wird es in der Oberlausitz keinen sorbischen Kandidaten geben, da die bisherige Abgeordnete Maria Michalk (CDU) nicht erneut antritt. Demgegenüber befinden sich in der Niederlausitz auf den Stimmzetteln im Wahlkreis 64 (Cottbus, Spree-Neiße) zwei sorbische Namen. Torsten Mack aus Cottbus, als Vorsitzender des Rates für Angelegenheiten der Sorben/Wenden in Brandenburg bekannt, ist Direktkandidat für Die Partei. Auf ihre sorbische Herkunft verweist auch Birgit Kaufhold aus Spremberg, die sich hier für Die Linke um das Direktmandat bewirbt und auf der Landesliste ihrer Partei auf Platz 5 steht.

Mehr Sorbisch auf Plakaten

De Maizière in Bautzen

srjeda, 30. awgusta 2017 spisane wot:

Am 9. August besuchte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erstmals Haus der Sorben in Bautzen.

Bautzen (SN/MkWj/JaW). Kurz, dafür aber intensiv war der Besuch des Bundesinnenministers Thomas de Maizière (CDU) im Bautzener Haus der Sorben. Der Minister hatte nicht einmal richtig Zeit, um alle Vertreter aus Politik und Gesellschaft im Saal des Hauses persönlich zu begrüßen, die der Domowina-Vorsitzende David Statnik zur Podiumsdiskussion eingeladen hatte. Deshalb erwähnte er sie sozusagen nur, darunter Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD), die beiden sorbischen Abgeordneten des Sächsischen Landtages Marko Schiemann (CDU) und Heiko Kosel (Die Linke) oder die Abgeordnete der CDU im Deutschen Bundestag Maria Michalk (CDU).

11. Bildhauerwerkstatt in Miltitz mit mehr als zehn Künstlern

Im Rahmen der 11. Internationalen Bildhauerwerkstatt am Miltitzer Steinbruch, veranstaltet von der Gemeinde Nebelschütz sowie dem Verein „steinleicht“, schaffen derzeit zehn Künstler aus Deutschland, Italien und Tschechien neue Skulpturen aus Holz, Metall oder Granit. Unter ihnen ist Robert Alger, der diesen Sommer die Rolle des künstlerischen Leiters einnimmt – oder aber auch nicht. Bosćan Nawka bat ihn zu einem Gespräch.

Sie sind inzwischen mit der Lausitz vertraut und haben sich auch schon an der Bildhauerwerkstatt beteiligt. Nun obliegt Ihnen die künstlerische Leitung – wirkt sich dies auf Ihr Schaffen aus?

Gymnasium Johanneum Hoyerswerda würdigte sein 25-jähriges Bestehen.

Das Christliche Gymnasium Johanneum in Hoyerswerda mit moderner Sporthalle und mit integrierter Oberschule seit Schuljahr 2016/2017 ist für die Zukunft gut aufgestellt. Dies unterstrich Martin Schmidt, Mitbegründer des Schulträgervereins, zur Feier des 25-jährigen Bestehens. „Motivation zur Gründung dieser Freien Schule 1992 durch die Evangelische Kirche der Schlesischen Oberlausitz war es, ein klares Zeichen für Toleranz, für Weltoffenheit und Vielfalt zu setzen“, sagte er. „Es ging um Akzeptanz verschiedener geistiger, politischer, kultureller Einstellungen.“ Die Gründung 1992 war ein Signal der Hoffnung nach der fremdenfeindlichen Gewalt im Herbst 1991 in der Stadt Hoyerswerda.

Mehrsprachig Poesie gelesen

srjeda, 30. awgusta 2017 spisane wot:

Verschiedene Generationen hören aus dem Vermächtnis Jurij Chěžkas

Hoyerswerda (bn/SN/MiR). Welche Texte liest ein Autor vor Kindern und Jugendlichen, welche vor Erwachsenen? Am 11. August trafen wohl alle anwesenden Autoren im Evangelischen Gymnasium Johanneum in Hoyerswerda die richtige Entscheidung. Denn Schüler der 10. und 11. Klasse zeigten großes Interesse an den Werken der anwesenden Dichter. Somit waren zwei Unterrichtsstunden gefüllt mit Worten in sorbischer, deutscher, tschechischer und arabischer Sprache. Schulleiter Günter Kiefer formulierte zur Begrüßung: „Worte sind Brücken. Deshalb freue ich mich, dass eine große Anzahl von Autoren mit unseren Schülern ins Gespräch kommen will. Schließlich fehlen den Menschen heute oftmals diese Brücken der Worte.“

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