Literaturkirmes für den Nachwuchs

srjeda, 29. nowembera 2017 spisane wot:

Für seine mittlerweile 23. Literaturkirmes am 5. November in Crostwitz hatte sich der Domowina-Verlag Bautzen quasi eine Verjüngungskur verordnet und Bücher für Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt gestellt.

Crostwitz (SN/CoR). So viel Bewegung war selten auf einer Literarturkirmes. Und das lag vor allem am zahlreich mit Eltern oder Großeltern erschienenen jungen Publikum, das – manchmal sogar auf allen vieren durch Krautschicks Saal krabbelnd – für eine überaus lebendige Atmosphäre sorgte. Temperamentvoll auch gleich zu Beginn der musikalische Auftakt mit Anna-Maria und Mirko Brankatschk von den Floppy Dolls, es folgte die herzliche Begrüßung von Verlagsgeschäftsführerin Maria Matschie.

Ein dreifaches „Hoch“

srjeda, 29. nowembera 2017 spisane wot:

Die Laientheatergruppe Schönau-Cunnewitz hat zur Premiere der Komödie „Die fidele Kurklinik“ von Beate Irmisch am ersten Novemberwochenende einmal mehr mit Sprachwitz und Alltagskomik die Besucher im voll besetzten Saal in Schönau begeistert.

Schönau (aha/SN). In der Kurklinik geht es rund. Neuankömmling Opa Schmidt (Michael Suchi) möchte nach Hause, aber seine zänkische Schwiegertochter Theresia (Angelika Schön) hat nur eines im Sinn: Nach der Kur soll Opa ins Altersheim. Dann sind da noch die extravaganten Damen Elvira und Klara (Angelika Buder, Kerstin Mau). Beide wollen nur eines in ihrer Kur, nämlich einen Mann abschleppen. Und dieser Herr ist Daniel Wenk in der Rolle des Gigolos Gustav Schlink. Pech für ihn, dass seine Frau Agnes (Regina Scholze) überraschend zu Besuch kommt. Eifersüchteleien sind an der Tagesordnung. Da haben es Schwester Anna, Dr. Josef Richter und Masseur Heinz Kroschik (Regina Kurjat, Alojs Schenk, Raimund Zschorlich) schwer, die Wogen zu glätten. Doch spielt in Opas Leben Putzfrau Olga (Evelyn Schneider) eine entscheidende Rolle.

Für nachfolgende Generationen

srjeda, 29. nowembera 2017 spisane wot:

Naußlitz (aha/SN). Seit nunmehr zehn Jahren führt der Domowina-Regionalverband „Michał Hórnik“ Beratungen mit den Ortschronisten und Heimatforschern durch. Zur Zusammenkunft Mitte November im Kulturhaus Naußlitz waren auch die Einwohner eingeladen.

Sprache ist Menschenrecht

srjeda, 29. nowembera 2017 spisane wot:
Prof. Lojze Wieser

Allein in Europa leben in den derzeit 49 Staaten 200 autochthone und 200 zugewanderte Sprachen und Kulturen, wobei die Sprachen der migrierenden und emigrierenden Menschen noch nicht mitgerechnet sind. Das ergibt im Schnitt acht Kulturen und Sprachen pro Land. Demnach bilden die Minderheiten die Mehrheit und die Mehrheit ist die Minderheit. Es geht bei den Rechten der Minderheiten schon längst um die Frage des Rechtes auf konsequente Anwendung und Nutzung der Sprache für alle hiesigen und alle hergekommenen Menschen in allen Bereichen. Die meisten Sprachen und Kulturen mussten in der Geschichte schon immer ohne Territorium auskommen, nur einigen war das Privileg gewährt worden, einen eigenen „Nationalstaat“ zu gründen. Sprachen und Kulturen ohne Territorium, die bisher und bis heute überlebt haben, tragen die Zukunft in sich.

Selbstsicher neue Ufer erreichen

srjeda, 25. oktobera 2017 spisane wot:

Juro Mětšk und Lubina Hajduk-Veljković mit dem Ćišinski-Preis geehrt

Panschwitz-Kuckau (SN/JaW). Der sorbische Komponist Juro Mětšk aus Bautzen ist mit dem Ćišinski-Preis der Stiftung für das sorbische Volk 2017 geehrt worden. Er nahm den mit 7 500 Euro dotierten Preis für sein kompositorisches Schaffen und seine wissenschaftlichen Beiträge zur sorbischen Musik entgegen. Den Förderpreis zum Ćišinski-Preis, dotiert mit 2­­ 500 Euro, erhielt die 41-jährige Schriftstellerin Lubina Hajduk-Veljković aus Leipzig. Damit würdigte das Kuratorium ihren Beitrag zur Entwicklung moderner sorbischer Literatur und zeitgemäßer Lernmittel zur Sprachförderung.

Bemühungen zahlen sich aus

srjeda, 25. oktobera 2017 spisane wot:

Verdienstvolle Sorben mit Domowina-Preis und Ehrenabzeichen geehrt

Das Ehrenamt braucht mehr Anerkennung. Das fordert der Vorsitzende des Domowina-Regionalverbandes „Jakub Lorenc-Zalěski“ im Landkreis Görlitz Manfred Hermasch. Mit klaren Worten erinnerte er bei der Verleihung des Domowina-Preises 2017 und des Domowina-Ehrenabzeichens am 13. Oktober im Bautzener Haus der Sorben daran, dass ehrenamtliche Tätigkeit „nicht immer mit Beifall, Blumen und schönen Veranstaltungen verbunden ist“. Damit brachte Hermasch, der dieses Jahr zu den vier Domowina-Preisträgern gehört, viele der Anwesenden zum Nachdenken. Ein Jugendlicher und ein Team erhielten den Domowina-Nachwuchspreis. Zehn Domowina-Mitglieder wurden mit dem Ehrenabzeichen der Organisation geehrt.

Kito Lorenc wird uns fehlen

srjeda, 25. oktobera 2017 spisane wot:

Seine Werke zeugen von der Liebe zu Sprachen und dem sorbischen Volk

Es war nicht nur ein spätsommerlicher Nachmittag, an dem der sorbisch-deutsche Lyriker, Dramatiker und Übersetzer Kito Lorenc zu Grabe getragen wurde. Es war vor allem ein würdiger, liebevoller und auf alle Anwesenden warmherzig wirkender familiärer Abschied von einem Menschen, der eine große Lücke hinterlässt. Nicht nur Sorben mögen und schätzen seine Arbeiten, es sind unzählige Leser im In- und Ausland. „Die literarische Welt wird ärmer sein ohne seine magischen, überlegten, manchmal sehnsuchtsvollen, oft lustigen und possenhaften Gedichte, ohne seine akribisch zusammengestellten Arbeiten im Bereich der Literatur und ohne seine mannigfachen Übertragungen aus der Weltliteratur“, schreibt die Geschäftsführerin des Domowina-Verlags Maria Matschie in den Serbske Nowiny vom 26. September 2017. Dichterin Róža Domašcyna gedenkt seiner unter anderem mit den Worten: „Dort unter dem Czorneboh wohnte ein Mensch, der in der sorbischen Literatur zu Hause war wie kein anderer ...

Gelungene Kombination

srjeda, 25. oktobera 2017 spisane wot:

Konzertreihe „musica nova sorabica“ in spannender Fortsetzung

Kunst widerspiegelt (oder interpretiert) die Wirklichkeit. Oft erzeugt diese Widerspiegelung (oder Interpretation) regen Widerspruch. So auch der Musikstil, der „Neue Musik“ genannt wird. Natürlich pflegen ihn auch sorbische Komponisten der Gegenwart in sehr verschiedenen Ausprägungen. Auch in diesem Jahr fördert die Stiftung für das sorbische Volk, und zwar gemeinsam mit dem Sorbischen National-Ensemble und dem Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien, die Konzertreihe „musica nova sorabica“. Drei Musikabende an drei verschiedenen Veranstaltungsorten wurden konzipiert.

Wenn es so etwas wie eine sorbische Nationalerzählung gibt, ein Leitmotiv des eigenen Selbstverständnisses, quasi die Muttermilch sorbischer Sozialisation, dann ist es die Rede vom drohenden eigenen Aussterben – der Sprache, des Volkes, der Kultur. Dieses – von deutscher Seite jahrhundertelang prophezeite – vermeintliche Schicksal abzuwenden gilt alles Handeln.

Telegramm (25.10.17)

srjeda, 25. oktobera 2017 spisane wot:

Gut besuchter Fachtag 2plus

Crostwitz. Mehr als 150 Interessenten beschäftigten sich am 21. Oktober in der Crostwitzer Mehrzweckhalle Jednota mit der Konzeption 2plus. Das Sächsische Staatsministerium für Kultus hatte bereits zum zweiten Mal zum Erfahrungsaustausch eingeladen. Ausreichend Raum für Diskussionen gab es beim erstmaligen Welt-Café. Am Vortag waren Eltern zu einem speziellen Vortrag über zweisprachige Bildung gebeten.

Personalentscheidung für SNE

Bautzen. Ab 1. August 2018 wird das Sorbische National-Ensemble (SNE) wieder eine/n Intendantin/en haben. Der Rat der Stiftung für das sorbische Volk hat sich auf seiner außerordentlichen Sitzung am 19. Oktober in Cottbus für eine/n Kandidatin/en entschieden, teilt die Stiftung mit. Den Namen soll die Öffentlichkeit jedoch erst erfahren, wenn das Verfahren wirklich abgeschlossen und durch einen Vertrag bestätigt ist.

Slawischer Sprachatlas wächst

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