Chor des NSG in Berlin

srjeda, 28. awgusta 2019 spisane wot:

Berlin (SN/JaW). Zum diesjährigen 21. Tag der offennen Tür im Bundesministerium des Innern am 17. und 18. August in Berlin haben sich erneut die vier anerkannten Minderheiten in Deutschland – die Dänen, Friesen, Sinti und Roma sowie die Sorben – präsentiert. So stellte sich zum Beispiel der Chor des Niedersorbischen/Wendischen Gymnasiums (NSG) in Cottbus auf der Bühne des Innenministeriums vor. Zuvor sprachen Vertreter der Minderheiten mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Prof. Dr. Bernd Fabritius über seine Aufgaben. Erläutert wurde auch die Initiative im Bundesrat, den Minderheitenschutz im Grundgesetz zu verankern.

Die Sorben vertraten in Berlin die Leiterin des Minderheitenbüros und ihre Assistentin Judith Scholze und Madlenka Kowar sowie die Leiterin der Sorbischen Kulturinformation Lodka in Cottbus Milena Stock.

Rohne (JoS/SN). Mit einem gemeinsamen Festwochenende Anfang August feierten die Rohner Schalmeienkapelle ihr 55-jähriges Bestehen und der dortige Njepilahofverein sein 20. Gründungsjubiläum. Der Vorsitzende des Njepilahofvereins Manfred Nickel erinnerte an die Meilensteine, die zum Wiederaufbau des Hofes gemeistert werden mussten: Die aufwendigen Verhandlungen mit 30 Erben Njepilas, die einvernehmlich beendet werden konnten, bewahrten den Hof vor dem Verfall. Zehn Personen gründeten den Verein im Mai 1999. Zu den Zielen des Vereins gehört unter anderem der Erhalt der Schleifer sorbischen Sprache. Bis 2006 blieb die Hauptaufgabe des Vereins die Rekonstruktion der Hofanlage. Das Anwesen des Halbbauern Hanzo Njepila erfuhr eine totale Neugestaltung, damals noch unter dem schwebenden Damoklesschwert der zu erwartenden Abbaggerung, die nun Geschichte ist.

Räckelwitz/Crostwitz/Ralbitz/Pansch­witz-Kuckau/Bautzen/Radibor (SN/CoR). Mit Segnung und Kulturprogramm empfingen zum Schuljahresbeginn die sorbischen Schulen feierlich ihre Erstklässler. An der Sorbischen Grundschule „Michał Hórnik“ in Räckelwitz lernen ab jetzt vierzehn Jungen und acht Mädchen das sorbische und das deutsche Alphabet­.

17 ABC-Schützen beginnen ihre Schulzeit in der Crostwitzer Grundschule „Jurij Chěžka“. „Die sprachlichen Voraussetzungen sind sehr gut. Obwohl Sorbisch nicht die Muttersprache eines jeden Kindes ist, beherrschen sie es doch so gut, dass sie ohne Probleme sorbisch­ alphabetisiert werden und auch in allen anderen Fächern dem Unterricht­ in sorbischer Sprache folgen können. Ist es doch unser Ziel, dass alle Schüler nach der 4. Klasse Sorbisch und Deutsch dem Alter entsprechend auf hohem­ Niveau beherrschen“, berichtet Schulleiter Mirko Schmidt.

Jubiläum als Familienfest

srjeda, 28. awgusta 2019 spisane wot:

Zernaer feierten mit vielen Gästen ihr 600-jähriges Bestehen

Zerna (SN/mwe). Zerna – der Ortsname wurde urkundlich erstmals im Jahre 1419 als „Czscherna“ erwähnt und ist abgeleitet vom sorbischen Wort sorna, Reh. Der sorbische Ortsname Sernjany benennt demnach die „Bewohner aus Zerna“. 1777 zählte die Ortschaft 24 Häuser.

Zerna, das sind heute an die 200 Einwohner, die der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal angehören. In den meisten Familien wird sorbisch gesprochen und immer mehr junge Leute bauen sich in der neuen Wohnsiedlung ihr Haus. Somit bekommt auch das sorbische Dorfleben mit der Pflege von Traditionen ein neues, sorbisches, authentisches Gesicht.

Das hatte sich auch zum diesjährigen Dorffest widergespiegelt. Die Zernaer nahmen es vom 2. zum 4. August als Anlass, das 600-jährige Bestehen ihres Dorfes mit vielen Besuchern würdig zu begehen. Gefeiert wird im Dorf regelmäßig alle zwei Jahre, und das nunmehr schon seit Jahrzehnten. In der Region war es immer ein kultureller und gesellschaftlicher Höhepunkt. In diesem Jahr sollte es jedoch ein besonderes Ereignis sein.

Regionales Festival der Vielfalt

srjeda, 28. awgusta 2019 spisane wot:

Das zweite Sechsstädtebundfestival „Kommen & Gehen“, veranstaltet vom Strahwalder Verein gleichen Namens, zeugte erneut von dem vielfältigen kulturellen Leben in der Region zwischen Kamenz, Bautzen, Löbau, Lauban, Görlitz und Zittau. Unter den insgesamt zehn Veranstaltungen waren auch solche mit sorbischem Schwerpunkt.

Bautzen (SN/CoR). Mit einem literarischen und einem konzertanten Höhepunkt endete das 3-Länder-Kunstprojekt BILDER EINER LANDSCHAFT – ÜBERGANG 03 am 25. August im Sorbischen Museum Bautzen. „Wir freuen uns, dass ca. 3 200 Besucher sich die Ausstellung angesehen haben. Ich wünsche dem Projekt weiterhin viel Erfolg und ein interessiertes Publikum“, sagte Museumsleiterin Christina Bogusz auf der Finissage am Sonntag. Etwa 50 Musikliebhaber erlebten im Rahmen des Konzerts „Tšuga – alles fließt“ sechs Uraufführungen. So erklangen insgesamt vier Neukompositionen von Jan Cyž und Ulrich Pogoda sowie eine von Sebastian Elikowski-Winkler, der auch durch das Programm führte. Werke von Juro Mětšk, Detlef Kobjela und Bjarnat Krawc-Schneider rundeten das Konzert ebenso ab wie eine Neubearbeitung des sorbisch-slowenischen Volksliedes „Běži woda“ durch die Sängerin Walburga Walde sowie den Saxofonisten Gerold Gnausch. Beide sorgten zusammen mit der Pianistin Heidemarie Wiesner und dem Saxofon-Quartett modernsax berlin für die hohe Qualität der musikalischen Umsetzung.

Dunkle Wolken am Himmel

srjeda, 28. awgusta 2019 spisane wot:
Marko Wenke

Angesichts der Wahlen der Landtage von Sachsen und Brandenburg am 1. September komme ich mir vor wie vor einem Gewitter. Noch scheint die Sonne, doch am Horizont nähern sich dunkle Wolken mit Blitz und Donner. Auch wenn die neuesten Meinungsumfragen etwas besser aussehen als noch vor einer Woche, so ist es noch lange nicht sicher, dass die sächsische CDU stärkste politische Kraft im Freistaat bleibt. Denkbar ist auch, dass so etwas wie ein politisches Chaos ausbricht, sollte die AfD die Wahlen gewinnen. Und selbst wenn Ministerpräsident Michael Kretschmer mit einigen Stimmen Vorsprung als Sieger aus den Wahlen hervorgeht, wird er es sehr schwer haben, eine Regierung bilden zu können. In Brandenburg sieht es nicht besser aus. Dort liefern sich die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke und die AfD ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit völlig ungewissem Ausgang.

Im Gedenken an Kito Lorenc

srjeda, 31. julija 2019 spisane wot:

Bautzener Poesienacht mit dreiundzwanzig Dichtern in sechs Sprachen

Bautzen (SN/bn). „Heute gedenken wir des Internationalen Festes der sorbischen Poesie, das vor 40 Jahren vom damaligen Arbeitskreis sorbischer Schriftsteller in Ostro erstmalig veranstaltet wurde. Zugleich wollen wir an den vor zwei Jahren verstorbenen Kito Lorenc erin­nern“, begrüßte Benedikt Dyrlich etwa­ 50 Interessenten, die am 13. Juli die aus beiden Anlässen ausgerichtete „Bautzener Poesienacht“ in der Alten Wasserkunst besucht hatten. Dyrlich dankte allen Mitstreitern, die sich in den vergangenen Jahrzehnten für das Fest eingesetzt hatten und überreichte unter anderem Beno Budar und Alfons Wićaz-Lehmann stellvertretend eine Flasche Wein. Auch der ehemalige Direktor der Stiftung für das sorbische Volk Marko Suchy erhielt ein solches Geschenk. „Wir waren zwar selten einer Meinung, aber er war stets ein verlässlicher Partner und stimmte mit uns darin überein, dass das Fes­t der Poesie seitens der Stiftung gefördert werden muss“, so Dyrlich.

Nicht alles läuft bestens

srjeda, 31. julija 2019 spisane wot:

Eine sorbenpolitische Debatte erlebte der Sächsische Landtag in seiner vorletzten Sitzung der Wahlperiode 2014 – 2019 am 3. Juli. Anlass war der Antrag „Handlungsstrategie zur Stärkung der Rechte der Sorbinnen und Sorben – Chance für die Entwicklung der Lausitz als Kompetenzregion für europäische Minderheitenpolitik im Strukturwandelprozess nutzen“ der Links-Fraktion.

Um es vorwegzunehmen, dieser Antrag fand im Landtag keine Mehrheit. In der Debatte sprachen Vertreter der Fraktionen Die Linke, CDU und Bündnis 90/Die Grünen. Seine vorbereitete Rede gab der Abgeordnete Harald Baumann-Hasske (SPD) zu Protokoll. Die AfD-Fraktion ergriff das Wort zu diesem Thema nicht.

Ehrenamt als Triebfeder

srjeda, 31. julija 2019 spisane wot:

Finanzielle Folkloreförderung mit sehr unterschiedlicher Ausprägung

Crostwitz (SN/bn). Im Rahmen des Internationalen Folklorefestivals „Lausitz“ findet regelmäßig immer am frühen Samstagnachmittag ein Kulturforum statt. Dieses Jahr stellte die Frage „Wie werden Sie vom Saat / von der Öffentlichkeit unterstützt?“ den Schwerpunkt des Symposiums dar. Eingeladen waren Vertreter aller ausländischen Festival­teilnehmer sowie Studenten, Funktio­näre und Journalisten. Insgesamt acht Gruppen waren dem Aufruf gefolgt.

Die polnische Gruppe Zespół Pieśni i Tańca Ziemi Bolesławieckiej aus Bunzlau hatte eine Powerpoint-Präsentation vorbereitet, die zwar die eigentliche Frage der Veranstaltung nicht beantwortete, aber aufzeigte, dass das Ensemble selbst als Förderer fungiert. Alljährlich richtet es sein eigenes Festival „Festa Bałkańska“ aus, welches der Volkskunst der polnischen Regionen sowie Kroatiens, Serbiens und Bosnien-Herzegowinas eine Bühne bietet.

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