Bautzen (am/SN/MiR). Im vergangenen Schuljahr tourte das Kunst- und Designlabor „Fabmobil“ durch die Lausitz. Acht Schulen des Landkreises Bautzen waren Nutznießer dieses lukrativen Angebots. Designer und Mitinitiator Sebastian Piatza interessierte Schüler der oberen Klassen für moderne Technik. Unter anderem stand der schwarze Bus einmal wöchentlich auf dem Hof des Sorbischen Schul- und Begegnungszentrums in Bautzen. Dort sowie an weiteren Ober- und Berufsschulen sowie Gymnasien des Landkreises kam es gut an. Deshalb hat das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) das Fabmobil für den Bundespreis kulturelle Bildung vorgeschlagen. „Wir haben viel Kraft investiert und freuen uns über die zur Nominierung gehörenden 5 000 Euro“, so der aus Cunnewitz stammende Piatza. Die derzeitige Hauptförderung durch die Bundesstiftung Kultur endet jedoch im September. Weitere Träger der Idee sind das SMWK sowie das Sächsische Staatsministerium für Kultus, die Sächsische Kulturstiftung sowie die PwC-Stiftung. Sie wollen das Projekt weiter fördern.

Das Schulmuseum „Korla August Kocor“ in Wartha (Gem. Malschwitz) lud am 30. Juni zum Tag der offenen Tür. Zugleich feierte der Trägerverein Radiška sein 20-jähriges Bestehen. Gäste aus Nah und Fern, sogar aus Hamburg und Berlin, kamen, um sich über die sorbische und die Geschichte der Schule des kleinen Ortes zu informieren, die ihnen der ehemalige Schüler und Publizist Sieghard Kosel (links) nahebrachte. Kinder erlebten sogar Unterricht, wie er vor einhundert Jahren war. Foto: Georg Helgest

Sorbisch ein Thema in Cambridge

srjeda, 25. julija 2018 spisane wot:

Cambridge (SN/bn). Die renommierte Fakultät für moderne und mittelalterliche Sprachen der Universität Cambridge richtete am 4. Juli die 8. Konferenz zur Sprachengefährdung aus. Unter der Überschrift „Language Revitalisation and Reversing Language Shift – Sprachrevitalisierung und Umkehr des Sprachwechsels“ erörterten insgesamt 26 Wissenschaftler, unter anderem aus Nigeria, Österreich, Neuseeland, Frankreich, den Niederlanden und den USA, mit welchen Strategien bedrohte Sprachen neu belebt werden können.

Sprachrevitalisierungsstrategien zielen darauf ab, die Anzahl der Sprecher einer bedrohten Sprache zu erhöhen. Sie sollen dazu beitragen, die bedrohte Sprache zu einer attraktiven und nützlichen Ressource für moderne Nutzer zu machen und können von Linguisten, dem Staat, Sprachaktivisten und den Sprechern selbst entwickelt und umgesetzt werden.

Wunsch geht nun in Erfüllung

srjeda, 25. julija 2018 spisane wot:

Räckelwitz (SN/MWj). Alle Ampeln für den neuen Räckelwitzer Hort stehen seit dem 17. Juli auf Grün. Der Staatssekretär im sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium Dr. Frank Pfeil überreichte Bürgermeister Franz Brußk den Fördermittelbescheid in Höhe von 1,35 Millionen Euro. Das entspricht 75 Prozent der Gesamtinvestition von knapp zwei Millionen Euro. Für die Gemeinde bleibt ein Eigenanteil von 469 000 Euro. Der soll mit 169 000 Euro aus liquiden Mitteln und mit 300 000 Euro Kredit finanziert werden. Die Baugenehmigung liegt bereits vor.

Die Fördermittel stammen aus dem Programm „Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum“. Ziel dieses Programms ist es, die innere Entwicklung von Dörfern zu fördern und so Neubauten auf der grünen Wiese zu vermeiden, so Dr. Pfeil. Alojs Mikławšk (MdL/CDU) fügte hinzu, dass nun ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung geht.

Rohne (AK/SN). Mit der CD „Slěpe jena rjana wjeska – Ludowe spiwy a kerluše ze Slěpjańskeje wósady (Schleife ist ein schönes Dörflein – Volks- und Kirchenlieder des Kirchspiels Schleife)“ bewahrt der Verein Kólesko e. V. das Vermächtnis der Mittellausitzer Kantorki. Dies unterstrich Manfred Hermasch, Mitgründer des Vereins Njepila-Hof Rohne e. V., auf der Vorstellung des Tonträgers vor gut einem Monat in Schleife.

Die CD ist das Resultat von fünf Jahren fleißiger akribischer Zusammenarbeit – geleistet von Dieter Reddo und Hartmut Hantscho, dem Vorsitzenden des Vereins Kólesko. „Die Volkslieder stammen unter anderem aus Mulkwitz, Mühlrose und Neustadt. Wir haben das erhalten, was wir erhalten konnten“, meinte Dieter Reddo. Der 77-jährige Trebendorfer sammelte seit Ende der 1950er-Jahre über 200 Lieder.

Mehr als 700 000 Euro erarbeitet

srjeda, 25. julija 2018 spisane wot:

Dresden/Bautzen (SN/mwe). Bei der diesjährigen Aktion „genialsozial – Deine Arbeit gegen Armut“ haben Schüler ab der 6. Klasse aus ganz Sachsen mehr als 700 000 Euro erarbeitet. Am 26. Juni beteiligten sich bereits zum 14. Mal Tausende junge Sachsen an dieser Aktion. Mehr als 30 000 Schülerinnen und Schüler aus über 270 sächsischen Schulen engagierten sich erneut für einen guten Zweck und suchten hierfür einen Arbeitsplatz.

45 Interessenten aus 12 Ländern nehmen am Sommerkurs für sorbische Sprache und Kultur 2018 unter Leitung von Dr. Fabian Kaulfürst in Bautzen teil. Noch bis zum 28. Juli nutzen sie das Angebot des Sorbischen Institus, die sorbische Sprache zu lernen. Zum Programm gehören täglicher Unterricht, Kommunikation sowie Vorträge. Besonders beliebt sind Begegnungen mit sorbischen Menschen und Exkursionen, so wie hier in die Smoler’sche Verlagsbuchhandlung. Foto: SN/Matthias Bulang

Auf sorbischen Spuren in Löbau

srjeda, 25. julija 2018 spisane wot:

Der bereits 11. Smoler’sche Tag führte den Verein Freunde der Smoler’schen Verlagsbuchhandlung Anfang Juli nach Löbau. Dort wandelten sie auf den Spuren bedeutender sorbischer Literaten.

Löbau (cyna/SN). Am ersten Juliwochenende begaben sich mehrere Mitglieder des Vereins Freunde der Smoler’schen Verlagsbuchhandlung auf einen Ausflug nach Löbau, um auf den Spuren der sorbischen Literatur deren Schöpfern August Theodor Rudolph Möhn, Michał Šewčik und vor allem Jurij Winger, der vor 100 Jahren verstorben ist, zu gedenken.

Jurij Winger hat uns nicht nur Erzählungen wie etwa die bekannte historische „Hronow – Eine sorbische Geschichte aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges“ hinterlassen. Er war auch Übersetzer und Verfasser von Reportagen sowie Theaterstücken. Ab 1903 war er bis zu seinem Tode Pfarrer in Löbau. Also besuchten die Vereinsmitglieder zunächst die katholische Kirche Mariä Namen, wo zuvor auch schon Šewčik gewirkt hatte.

Gelungenes Gemeindefest

srjeda, 25. julija 2018 spisane wot:

Sport, Kunst und kulinarische Spezialitäten in Nebelschütz

Nebelschütz (SN/bn). Das 21. internationale Gemeindefest in Nebelschütz zog am Wochenende vom 13. bis zum 15. Juli mehrere Hundert Besucher an. Im Mittelpunkt standen dieses Jahr der 50. Jahrestag der Partnerschaft zwischen der ortsansässigen Sportgemeinschaft und dem tschechischen Verein Sokol Roztoky sowie die Einweihung des sogenannten Partnerschaftsbaumes auf dem Festgelände. Letzterer ist eine Art Weganzeiger, welcher neben den Namen und Fahnen der Partnergemeinden resp. -städte in Deutschland, Polen, Tschechien und Ungarn auch die jeweilige Distanz angibt. In Anwesenheit offizieller Vertreter aus Roztoky, Heřmanice und Hlučín sagte der Nebelschützer Bürgermeister Thomas Zschornak (CDU): „Möge dieser Baum ein Zeichen unserer Verbundenheit sein und der Stärkung unserer Partnerschaft dienen.“

Gesang bei schönstem Abendrot

srjeda, 25. julija 2018 spisane wot:
Einen unbeschreiblichen Abend bescherte knapp 20 Interessenten am Singen die Gödaer Bjesada am 27. Juni. Die Bjesada-Mitglieder, die sich regelmäßig treffen, um sorbisch zu sprechen und die Sprache weiter zu lernen, veranstalteten im Garten der Gödaer Pfarrei einen Singeabend. Eingeladen hatten sie sich die Königswarthaer Bjesada. Bei schönstem Abendrot sangen sie gemeinsam sorbische Volkslieder. Einig waren sich alle, dass bald weitere solche Abende folgen sollen. Foto: SN/Matthias Bulang

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