Mit sorbischer Komödie ins Schwarze getroffen

srjeda, 27. nowembera 2019 spisane wot:

Schönau (BW/SN). Mit lang anhaltendem, stürmischem Beifall endete am Samstag, den 9. November, die Premiere der Komödie „Ludźo, njedźiwajće so“ (Leute, wundert euch nicht) im Gasthaus Schönau. Die Spieler der Laienspielgruppe Schönau-Cunnewitz hatten dieses Bühnenstück des Autors Franz Rieder in den vergangenen Monaten ins Sorbische übertragen, geprobt und nun uraufgeführt. Es wurde ein riesengroßer Erfolg. Zu diesem gratulierten ihnen die Vertreterin des Intendanten des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen Madleńka Šołćic, die Vorsitzende des Kamenzer Regionalverbandes der Domowina Rosalia Ziesch sowie Martina Noack und Marcel Haase von der Laienspielgruppe Crostwitz. Vor allem die Regisseurin des Stücks, Schauspielerin Petra-Maria Bulang-Wenzel vom Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen, welche mittlerweile seit 2010 die Laienspieler in Schönau und Cunnewitz auf ihre Rollen vorbe­reitet, war vom Erfolg berührt: „Es war großartig. Ich bin sehr glücklich und ich komme­ gern zu den Proben nach Cunnewitz.

Mit den Menschen vor Ort in Dialog zu treten ist das Ziel der Sorbischen Abende (Serbski wječor). Am Stadtrand von Hoyerswerda war Seidewinkel am 7. November die nächste Station. Eingeladen hatten wiederum die Domowina, der sächsische Rat für sorbische Angelegenheit und der Rat der Stiftung für das sorbische Volk.

Seidewinkel (SN/at). Die Seidewinkler sind gute Gastgeber, rund 40 Interessenten kamen aus Hoyerswerda, den umliegenden Orten sowie dem Dorf selbst. Domowina-Vorsitzender Dawid Statnik, der Vorsitzende des Domowina-Regionalverbandes „Handrij Zejler“ Marcel Braumann sowie Sonja Rehor, seit 1. November Regionalsprecherin der Domowina für das Gebiet dieses Regionalverbandes, haben viele Hinweise zu Angelegenheiten aufgenommen, bei denen die Anwesenden Unterstützung erwarten.

Andreas-Gryphius-Preis für Dyrlich

srjeda, 27. nowembera 2019 spisane wot:
Mit dem Andreas-Gryphius-Preis 2019 der Künstlergilde Esslingen wurde am 14. November der deutsch-sorbische Autor Benedikt Dyrlich (re.) für sein Gesamtwerk ausgezeichnet. Die Preisverleihung im Düsseldorfer Gerhart-Hauptmann-Haus übernahmen der Leiter der Fachgruppe Literatur der Künstlergilde Norbert Sternmut und deren erster Vorsitzender Rainer Goldhahn (li.). Mit dem Andreas-Gryphius-Preis werden Autoren ausgezeichnet, deren Publikationen „deutsche Kultur in Mittel-, Ost- und Südeuropa reflektieren“ und die „zur Verständigung zwischen Deutschen und ihren östlichen Nachbarn beitragen“. Foto: Monika Dyrlich

Verein plant weitere Höhepunkte

srjeda, 27. nowembera 2019 spisane wot:

Auf ein umfangreiches Schaffen kann der Sorbische evangelische Kirchenverein in diesem Jahr zurückblicken. Außerdem bereitet man sich auf den 200. Geburtstag von Dr. Jaroměr Hendrich Immisch vor.

Göda (SN/MkWj). Der Sorbische evangelische Kirchenverein hat seine Mitglieder zur Hauptversammlung – traditionell am Reformationstag – dieses Jahr nach Göda eingeladen. Dort ist mit Dr. Jaroměr Hendrich Immisch ein überaus verdienstvoller evangelischer Geistlicher begraben, dessen 200. Geburtstag man dieses Jahr begeht. Dementsprechend haben sich die Mitglieder vor ihrer Tagung auf dem Friedhof neben der Kirche versammelt, um Immisch mit einem kurzen Gottesdienst, musikalischer Umrahmung und einem Blumengebinde zu ehren. Immisch hat ab 1859 fast 40 Jahre in Göda gewirkt und unter anderem die Maćica Serbska mit gegründet.

Im Verbund nun viel stärker

srjeda, 27. nowembera 2019 spisane wot:

Das Kloster Sankt Marienstern hat einen neuen betrieblichen Leiter des Klostergutes. Dr. Hartwig Kübler hat die Geschäfte des landwirtschaftlichen Betriebs übernommen.

Bergen (SN/mwe). Mehr als 50 Teilnehmer – unter ihnen haupt- und ehrenamtliche Bürgermeister des sorbischen Siedlungsgebietes, Vertreter des Bautzener und Görlitzer Landkreises, Mitarbeiter sorbischer Institutionen wie auch Vertreter von Vereinen und weitere Interessenten – trafen sich am 11. November in Bergen (Gemeinde Elsterheide) zu einer Fachtagung. Im Fokus der von Regina Schneider, der Beauftragten für sorbische Angelegenheiten des Landkreises Bautzen, organisierten Veranstaltung stand die lebendige sorbische Sprache. Unter dem Motto „In der Öffentlichkeit wirksame Zweisprachigkeit“ sprach sich auch der Bautzener Landrat Michael Harig­ (CDU) in seinen Grußworten für eine weitere angemessene finanzielle Unterstützung der Sorben aus. Nannte aber die Region Oberlausitz vor allem beim bevorstehenden Strukturwandel als Gesamtbild für die touristische Vermarktung.

Sorbische Malerin Maja Nagel zeigt Ausstellung in Hoyerswerda

Mit der Sonderausstellung „unerlöst“ der sorbischen Malerin und Grafikerin Maja Nagel setzt die Kulturfabrik Hoy­erswerda ihre Reihe „Kunstform Braugasse“ fort. Dies unterstrich Kurator Michael Kruscha zur Eröffnung am 1. November. Rund 20 Werke der Künstlerin sind bis 6. Januar in der Sonderausstellung zu sehen. Organisator ist die Kulturfabrik Hoyerswerda. Die Stiftung für das sorbische Volk fördert diese Ausstellung.

Kontinuität der Gewalt von rechts

srjeda, 27. nowembera 2019 spisane wot:

Bautzen (SN/bn). Am Volkstrauertag fand in der Gedenkstätte Bautzen der literarisch-musikalische Abend „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen“ statt. Der Schauspieler Roman Knižka rezitierte Texte, die aus verschiedenen Blickwinkeln die Entwicklung des Rechtsextremismus in Deutschland nach 1945 beleuchten. Beginnend mit der „antisemitischen Welle“ im Jahr 1959, der darauffolgenden Feststellung Konrad Adenauers, es sei „nichts zu befürchten“, bis hin zu den Anschlägen des Nationalsozialistischen Untergrundes „sind bislang etwa 200 Menschen ums Leben gekommen“, schloss Knižka.

Das Berliner Bläserquintett Ensemble Opus 45 umrahmte die Lesung musikalisch mit Werken von Paul Hindemith, György Ligeti und Pavel Haas. Der gemeinsamen Veranstaltung der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Stiftung Sächsische Gedenkstätten wohnten etwa 150 Gäste bei.

Hand in Hand – Gewinn für beide

srjeda, 27. nowembera 2019 spisane wot:
Axel Arlt

Für Kittlitz bei Löbau war es schon ein bewegendes Ereignis. Ein Musikwerk kehrt an den Ort zurück, in dem es vor 125 Jahren entstand. Gleichzeitig wird damit ein Kantor in Erinnerung gerufen, der 36 Jahre in der Kirchgemeinde wirkte und dort auch seinen Lebensabend verbrachte.

Korla Awgust Kocor, oder deutsch Karl August Katzer, ist allgemein gesagt der sorbische Nationalkomponist. Er lebte und wirkte zur Zeit der Romantik. Seine Werke bezaubern bis heute. Das bestätigten nicht zuletzt Musikerinnen des erweiterten Collegium musicum Zittau, das die orchestrale Begleitung zur Aufführung von Kocors geistlichem Oratorium „Sorbisches Requiem“ am 10. November in der Kirche zu Kittlitz und am 24. November in der Zittauer Johanniskirche übernommen hatte.

Kluger kreativer Widerstand

srjeda, 30. oktobera 2019 spisane wot:

Ćišinski-Preis an Maria Elikowska-Winkler und Förderpreis für Radio Satkula

Panschwitz-Kuckau (SN/CoR). Zum ersten Mal, seitdem die Stiftung für das sorbische Volk den Ćišinski-Preis aus der DDR-Staatstradition heraus in ihre Verantwortung übernommen hat, nahm sie die Verleihung der höchsten sorbischen Auszeichnung auch selbst vor. Susann Schenk, Vorsitzende des Stiftungsrates, übergab am 19. Oktober im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau der niedersorbischen Lehrerin und Journalistin Maria Elikowska-Winkler den mit 7 500 Euro dotierten Ćišinski-Preis sowie den Förderpreis (2 500 Euro) an das Team des Jugendmagazins Satkula des Sorbischen Rundfunks beim MDR. An der Festveranstaltung im Geburtsort des Dichters Jakub Bart-Ćišinski nahmen neben­ dem Vorsitzenden des Parlamentarischen Beirates und sächsischen Landtagsabgeordneten Marko Schiemann (CDU), der brandenburgischen parlamentarischen Beirätin Kerstin Kirch­eis, der Cottbuser Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe (SPD) auch der Direktor des MDR-Landesfunkhauses Dr. Sandro Viroli teil.

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