Rachlau am Czorneboh (Gemeinde Kubschütz) erinnert an Karl Traugott Schütze mit einer Gedenktafel. Schütze (1858–1938) war sorbischer Lehrer im Ort und gilt als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler der Oberlausitz seiner Zeit vor allem in der­ Schmetterlingskunde. Die Gedenktafel haben seine beiden Urenkel Annette und Peter Schütze am 25. August enthüllt. Zur Ehrung waren auch Schützes Ururenkel Jonathan und Josephine (von links) anwesend. Foto: SN/Matthias Bulang

Papst Franziskus in Rom ganz nahe gewesen

srjeda, 29. awgusta 2018 spisane wot:

Rom (jh/SN). 70 000 Ministranten aus der ganzen Welt haben an der diesjährigen 12. Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom vom 29. Juli bis 4. August teilgenommen. Unter den Pilgern waren auch 120 sorbische Mess­diener mit ihren Betreuern, unter ihnen mehrere sorbische Geistliche. Der Höhepunkt der Pilgerreise war eine Audienz mit Papst Franziskus am 31. Juli auf dem Petersplatz in Rom.

Bei Temperaturen um die 36 Grad Cel­sius­ mussten alle Pilger fast zwei Stunden vor dem Petersplatz warten, bevor ihnen die Polizei den Zutritt gewährte. Dabei schützten sie sich mit Sonnenschirmen, viel Wasser, Sonnenschutzcreme, Hüten und weiteren Hilfsmitteln vor der Sonne und der Hitze. Mehreren Gruppenleitern war aber die Wartezeit in der Sonne zu lang und sie begaben sich mit ihren Schützlingen lieber in den Schatten als auf den Platz. Die sorbische Gruppe erreichte dank den erfahrenen Geistlichen gesund und sicher die für sie vorgesehenen Plätze auf dem Petersplatz.

Museum und Parlament erörtert

srjeda, 29. awgusta 2018 spisane wot:

Crostwitz (SN/JaW). Der Vorstand des Domowina-Regionalverbandes Kamenz hat am 13. August die Zukunft des Ćišinski-Museums erörtert. Um es zu erhalten und weiter zu betreiben, seien langfristige Konzepte und Pläne notwendig.

Entspannteren Dialog beginnen

srjeda, 29. awgusta 2018 spisane wot:

„Doma we wućekach 1“ („Leben im Zwiespalt 1“) heißt der erste Teil der Autobiographie von Benedikt Dyrlich. Die Neuheit ist unlängst im Bautzener Domowina-Verlag erschienen und wurde am 23. August in der Smoler’schen Verlagsbuchhandlung vorgestellt.

Bautzen (SN/JaW). Anregungen, dieses Buch zu schreiben, waren negative Erfahrungen im Leben, erläuterte Benedikt Dyrlich den Anwesenden zur Buchpräsentation. „Ich war in der DDR und im Sorbischen chancenlos“, sagte der 68-jä­hrige sorbische Poet, Schriftsteller und Publizist. Zugleich äußerte er die Bitte, „endlich einen etwas entspannteren Dialog über die Sorben in der DDR zu beginnen und ihn auch weiter zu führen“. Und auch die damaligen Akteure sowie die Betroffenen sollten „anfangen, darüber zu reden und zu schreiben. Es handelt sich schließlich um eine Seite unserer sorbischen Historie“, sagte der Autor.

Familien wanderten und feierten

srjeda, 29. awgusta 2018 spisane wot:
Sehr gut besucht war am 18. August der Familiennachmittag, organisiert vom Sor­bi­schen evangelischen Verein und der Familie Krüger in Wuischke bei Hochkirch. Der Wanderung auf den Czorneboh schlossen sich auf dem Gehöft der Familie Paulick­ eine Andacht mit dem sorbischen Superintendenten Jan Mahling und ein musikalischer Abend mit der niedersorbischen Gruppe Kula Bula an. Vor allem für Kinder interessant war der Umgang mit einem Sportbogen. Foto: Robert Matschie

Ein Umdenken ist notwendig

srjeda, 29. awgusta 2018 spisane wot:
Axel Arlt

Die Partei Die Linke in Sachsen tut sich schwer damit, ihren sorbischen Mitgliedern eine selbstbestimmte, gleichberechtigte Teilhabe zuzugestehen, wenn es um die Kandidaten für jene Plätze der Landesliste geht, die nach der Landtagswahl ein Mandat im nächsten sächsischen Parlament verheißen.

Wenn die Landessatzung der sächsischen Linkspartei im Paragraf 7 fordert, dass die Repräsentanz und Mitwirkung der sorbischen Minderheit im Meinungs- und Willensbildungsprozess der Partei zu fördern ist, dann gilt das uneingeschränkt für die Landesliste zur Landtagswahl. Doch die Begehrlichkeiten nach einem gut dotierten Abgeordnetenmandat sind in den Kreis- und Stadtverbänden der Partei zu groß, um diese eigentlich solidarische Selbstverpflichtung mit Leben zu erfüllen. Das war auf dem Landesparteitag am 25. August in Hoyerswerda erneut zu erleben.

Kretschmer mahnt: Auch neue Wege gehen

srjeda, 25. julija 2018 spisane wot:

Mehr als 120 Leute waren der Einladung zum „Sachsengespräch“ gefolgt

Bautzen (SN/MkWj). Die Stühle im Saal des Hauses der Sorben in Bautzen reichten nicht, so viele Leute hatte die Veranstaltung „Sachsengespräch“ interessiert, zu der der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Domowina David Statnik Anfang des Monats geladen hatte. Mehr als 120 Leute waren der Einladung gefolgt, die sich dieses Mal speziell sorbischen Themen widmen wollte.

Gute Bilanz gezogen

srjeda, 25. julija 2018 spisane wot:

Eigene niedersorbisch/wendische Abteilung vorgeschlagen

Cottbus (HA/SN). Die Gründung des Domowina-Verlags (LND) vor 60 Jahren war für die Sorben/Wenden in der Niederlausitz von großem Nutzen. Dies zeigte die Feier am 29. Juni in Cottbus auf der Veranstaltung des Verlages mit Autoren, Lesern, Übersetzern, Herausgebern und Rezensenten deutlich. Den zirka 30 Gästen stellte die Geschäftsführerin Maria Matschie eine beachtliche Bilanz vor. Seit seiner Gründung im Jahre 1958 sind im Bautzener LND neben vielen Lehrbüchern auch unzählige weitere Publikationen in niedersorbisch/wendischer Sprache erschienen. Davon sind derzeit 150 Titel im verlagseigenen Lager vorhanden und werden natürlich auch zum Kauf angeboten. In den vergangenen Jahren verkauften sich am besten der Buchkalender Serbska protyka, das Deutsch-niedersorbisch/wendische Schulwörterbuch und die Terminologie von Tieren und Pflanzen. Im Jahr 2014 wurde das erste niedersorbisch/wendische E-Book herausgegeben und derzeit arbeitet man an der ersten niedersorbisch/wendischen App.

Telegramm (25.07.18)

srjeda, 25. julija 2018 spisane wot:

Gespräche zum Sorbischen

Panschwitz-Kuckau. Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) traf sich am 25. Juli mit Bürgermeistern der zweisprachigen Gemeinden des Verwaltungsverbandes Am Klosterwasser in Panschwitz-Kuckau. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Förderung und Gebrauch der sorbischen Sprache sowie die Sicherung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum.

Deutschlandreise beendet

Berlin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beendete seine Reise durch Deutschland mit einem Empfang in Berlin. Erschienen ist dazu ein Buch, in dem auch die Sorben vorkommen. Steinmeier hatte im November letzten Jahres Großenhain besucht, wo sich die Sorben ebenfalls vorgestellt hatten. Am Empfang am 26. Juni nahmen mehrere Vertreter von Minderheiten teil, unter ihnen Domowina-Vorsitzender David Statnik.

Dirigent verabschiedet

54 Kinder und Jugendliche haben abenteuerliche Ferientage im KieZ in Seifhennersdorf, im Sprachlager des Sorbischen Schulvereins (SSV) verbracht. Das zehntägige Programm bot mannigfache Chancen, aktiv die sorbische Sprache anzuwenden. Muttersprachler sowie auch Teilnehmer mit geringeren Kenntnissen erlebten so einen besonderen Sprachraum. Foto: SN/Matthias Bulang

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