Musikfestival vor Abschluss

srjeda, 24. oktobera 2018 spisane wot:

Česká Lípa (SN/bn). Das internationale Musikfestival Lípa Musica endet am 28. Oktober mit dem Abschlusskonzert „100 Jahre der Republik“ im Stadttheater Nový Bor. Anlässlich des Jahrestages der Gründung der Tschechoslowakei treten das Pavel Haas Quartett und Lukáš Vondráček mit Werken von Antonín Dvořák auf. Zuvor gastieren die Prager Kammersolisten gemeinsam mit Radek Babórak am Freitag im Saal des Sorbischen National-Ensembles in Bautzen mit Kompositionen von Edvard Grieg, Johann Sebastian Bach und Ludwig van Beethoven.

Im Rahmen des seit Mitte August laufenden Festivals präsentierte bereits eine Vielzahl von Künstlern beiderseits der Grenze unterschiedlichste Klänge. So verzauberten unter anderem die sorbische Thereministin Carolina Eyck und der Dresdener Pianist Christopher Tarnow unter der Überschrift „Ich spiele ohne Berührung ...“ das Publikum in der Basilika Aller Heiligen zu Česká Lípa, das SNE zeigte vor 250 begeisterten Zuschauern im Stadttheater Děčín sein Programm „Moja reja! (Mein Tanz!) – Schätze der sorbischen Lausitz“.

Die Nerven angespannt

srjeda, 24. oktobera 2018 spisane wot:
Marko Wenke

Am 27. Oktober läuft eine Frist ab, wie es sie so bei den Sorben noch nie gegeben hat: Bis zum Samstag haben die Menschen in der Lausitz und faktisch in ganz Deutschland Gelegenheit, sich in die Wählerliste für die Wahl des Serbski Sejm, des ersten frei gewählten Parlamentes des kleinsten slawischen Volkes der Welt, eintragen zu lassen. Einzige Voraussetzung ist das Bekenntnis zum sorbischen Volk bzw. zu den eigenen sorbischen Wurzeln.

Ich kann mich nicht entsinnen, wann zuletzt ein und dasselbe Problem die Sorben so entzweit hat. Natürlich haben die Initiatoren völlig recht, wenn sie beklagen, dass den Sorben Lehrer, Geistliche und Politiker fehlen. Gleichwohl bleiben sie bislang die Antwort schuldig, wie sie das ändern wollen. Die immer wieder gehörte Antwort: Lasst uns den Sejm doch erst mal wählen, dann bekommen wir alles geregelt, ist wohl ein wenig dürftig. Etwas anderes habe ich aber bislang nicht gehört. Die Argumente haben fast schon etwas Ideologisches: Man muss es nicht verstehen, man muss es einfach glauben.

Zejler-Preis nach Schleife

srjeda, 26. septembera 2018 spisane wot:

Ministerin Eva-Maria Stange würdigt die sorbische Sprache als einmalig

Kamenz (SN/MiR). Aller zwei Jahre verleiht das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst den Zejler-Preis für sorbische Sprache. In diesem Jahr ging er an Juliana Kaulfürst und Dieter Reddo. Damit wurde ihr Einsatz zum Erhalt des Schleifer Sorbisch gewürdigt. In dieser Sprache schufen beide in gemeinsamer Arbeit ein Wörterbuch mit ­1 000 Wörtern und ein Liederbuch, herausragende Sprachdokumente hat Juliana Kaulfürst aufgezeichnet.

Der Zejler-Preis ist Teil des Maßnahmeplans der Staatsregierung zur Ermutigung und zur Belebung des Gebrauchs der sorbischen Sprache.

Das Salz in der Suppe sein

srjeda, 26. septembera 2018 spisane wot:

Sorben wollen Prozess zum Strukturwandel in der Lausitz begleiten

Eine Konferenz zum Strukturwandel in der Lausitz aus sorbischer Perspektive durchzuführen ist eine schwierige Aufgabe, ist es doch ein sehr breit gefächertes Gebiet mit vielen Themen. Dennoch hat sich der Bund Lausitzer Sorben Domowina zusammen mit der Zukunftswerkstatt Lausitz daran gewagt und am 13. und 14. September zu einer zweitägigen Veranstaltung inmitten der Lausitz nach Senftenberg eingeladen. Als Gäste konnte man auch die brandenburgische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur Dr. Martina Münch und ihre sächsische Kollegin Dr. Eva-Maria Stange (beide SPD) gewinnen. „Der bevorstehende Strukturwandel in der Lausitz ist energie- und umweltpolitisch notwendig, somit gewollt und vor allem durch den Bund gesetzt. Dies verpflichtet den Bund auch dazu, sich während der gesamten Phase des Strukturwandels spürbar zu beteiligen“, sagte Ministerin ­Stange in ihrem Grußwort den etwa 150 Teilnehmern.

Lasst uns erst einmal wählen

srjeda, 26. septembera 2018 spisane wot:

Initiativgruppe für den Serbski Sejm auf Werbetour durch die Lausitz

Crostwitz/Radibor (SN/MkWj). Einen interessanten und kontroversen Abend erlebten all jene, die am 10. September der Einladung der Initiativgruppe für ein Sorbisches Parlament, den Serbski Sejm, gefolgt waren. Etwa 60 Interessenten aller Generationen waren in den Gasthof Krautschick nach Crostwitz gekommen.

Der Nebelschützer Bürgermeister Thomas Zschornak (CDU) reflektierte für die Initiativgruppe die mittlerweile sieben Jahre währenden Bemühungen für das Ziel, die sorbische Sprache und Kultur langfristig zu erhalten. Zschornak ist ebenso wie Alexander Polk davon überzeugt, dass die Aussichten dafür umso besser seien, wenn die Sorben mit einem eigenen Parlament auch eine entsprechende Autonomie besäßen. Dann haben sie ein größeres politisches Gewicht und können selbst entscheiden, wie sie die staatlichen Mittel zum Wohl ihres Volkes am besten einsetzen.

Jubiläum am Steinbruch

srjeda, 26. septembera 2018 spisane wot:

Nukstock, das Festival der harten Klänge, ist inzwischen eine Institution

Traditionell am letzten Augustwochenende fand am Nucknitzer Steinbruch das Festival Nukstock Open Air statt. Der Verein barakka veranstaltete das zweitägige Evenement in diesem Jahr bereits zum 20. Mal. Die etwa 700 Besucher kamen überwiegend aus der Lausitz, aber auch Gäste, so aus Berlin, Hamburg, München oder Warschau, waren anzutreffen.

Literaten unterwegs in der Lausitz

srjeda, 26. septembera 2018 spisane wot:

Auch in diesem Herbst veranstaltet der Domowina-Verlag seine traditionelle Lesetournee. Seit dem 10. September stellten und stellen insgesamt 18 Autorinnen und Autoren ihre aktuellen Veröffentlichungen vor.

Vielseitige Künstlerin mit Jubiläum

srjeda, 26. septembera 2018 spisane wot:

Eva Ursula Lange hat in den zurückliegenden beinahe 70 Jahren wie kaum eine andere die sorbische bildende Kunst geprägt. Nach ihrer Ausbildung zur Töpferin in Görlitz studierte sie zunächst an der Hochschule für angewandte Kunst in Prag und anschließend an der Hochschule für Grafik und Buchkunst zu Leipzig, wo sie ihre akademische Qualifikation im Jahre 1956 mit dem Diplom abschloss. Zwei Jahren als Gestalterin am Verlag Volk und Wissen Berlin folgten vier weitere in diesem Beruf im Domowina-Verlag Bautzen. Danach wirkte sie freischaffend und verlieh unzähligen Büchern, Plakaten sowie zunehmend auch Alltagsgegenständen ihren unverkennbaren Charakter. Ihr Schaffen umfasst darüber hinaus Aquarelle und Ölgemälde, Zeichnungen sowie Ornamentik auf unterschiedlichen Stoffen. Besonders bekannt sind ihre Werke in den Bereichen Kalligraphie und Keramik.

Telegramm (26.09.18)

srjeda, 26. septembera 2018 spisane wot:

Sprach-App erweitert

Bautzen. Die Smartphone-App „Sorbisch leicht – Serbsce lochko“ wurde umfänglich erweitert. Darauf verweist das Sprachzentrum WITAJ in Bautzen. Zum Inhalt gehören nun alle obersorbischen Redewendungen aus den beiden CDs „Serbsce lochko 1“ und „Serbsce lochko 2“. Die Nutzer können sich den benötigten thematischen Wortschatz aus 30 Kurzlektionen auswählen und anhören.

Neue Mittel für Digitalisierung

Berlin. Der Stiftung für das sorbische Volk soll im Bundeshaushalt 2019 eine Summe von 273 000 Euro zur Verfügung stehen, um Maßnahmen zur Förderung der sorbischen Sprache in digitalen Medien zu unterstützen. Darauf verweist die Bundestagsabgeordnete Caren Lay (Die Linke) mit Blick auf den Haushaltsentwurf der Bundesregierung. Wie es aus dem Parlamentarischen Beirat der Stiftung heißt, sind insgesamt 600 000 Euro vorgesehen. Sachsen plant dafür 250 000 Euro, Brandenburg 77 000 Euro.

Schiemann: Lausitz jetzt fördern

Gelebter Minderheitenschutz

srjeda, 26. septembera 2018 spisane wot:

Ab 1. Januar 2019 sind die Beauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden in den Landkreisen Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Dahme-Spreewald sowie in der kreisfreien Stadt Cottbus hauptamtlich angestellt. Der entsprechenden gesetzlichen Regelung stimmte der Landtag Brandenburg am 19. September einhellig zu.

nawěšk

  • 21. jolka-swjedźeń w Nuknicy je nimo. Štož zwostanje su dopomnjenki na rjany žortny a zabawny wječor w Nukničanskej Brězanec bróžni. Někotre impresije serbskeho wječora w Nuknicy, kotrež je naša fotografowka-wolontarka Hanka Šěnec zhotowiła, wam tule
  • Serbske Nowiny-LND-Tuchmacherstr. 27 02625 Bautzen: Jolka 12.01.2019
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