Mit Spannung erwarteten die Besucher der 142. Schadźowanka am 19. November in der Bautzener Stadthalle Krone die Studentenkabaretts. Besonders kritisiert wurde die Initiativgruppe Serbski Sejm, wie im Bild z. B. als Streitfall mit der Domowina. Zugleich­ zeigten die Studierenden auf, was passieren kann, sollten die Sorben zu lasch beim Anwenden ihrer Muttersprache im Alltag umgehen, und appellierten, auch Sorbisch zu sprechen, wenn sie in der Minderheit sind. Foto: SN/Matthias Bulang

Lehrer dringend gesucht

srjeda, 30. nowembera 2016 spisane wot:

Ohne Werbung geht nichts – mit ihr gelingt nicht immer alles

Crostwitz (SN/MiR). Was tun, wenn Lehrer fehlen? Diese Frage beschäftigt den Sorbischen Schulverein (SSV) bereits seit vielen Jahren. Auch am 12. November hörten etwa 85 Mitglieder in der Mehrzweckhalle „Jednota“ in Crostwitz von der Vereinsvorsitzenden Ludmila Budar, mit welchem Engagement sich der SSV dieser Problematik widmet. „Bis zum Jahr 2025 werden an den sorbischen sowie an Schulen mit Sorbisch-Unterricht 99 Lehrer fehlen. Und dies sind nur diejenigen, die pensioniert werden oder in Rente gehen“, erläutert die Vorsitzende. Dazu rechnet sie mit weiteren Engpässen. Schon jetzt kann das Konzept 2plus nicht vollumfänglich umgesetzt werden. Am Institut für Sorabistik der Leipziger Universität studieren weit weniger Lehramtsanwärter als erforderlich wären. 37 junge Leute hat der Verein in den vergangenen Monaten für ein Lehrerstudium geworben, sieben davon unterrichten bereits. Das reicht aber noch nicht.

Kochen mit einem echten Profi

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Apfelscheiben in Teig gebacken, Ragout fin aus Kalbfleisch und variantenreiche Schokobrownies – so sieht ein Siegermenü aus. Schüler der 5. Klasse der Sorbischen Oberschule Ralbitz haben den Wettbewerb „Kochen mit Thomas“ des Domowina-Verlags gewonnen. Und Thomas Lukasch, Chefkoch des „Wjelbik“ in Bautzen, ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Schülern zu kochen. Foto: SN/M. Bulang

Vorerst keine Novellierung

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Die Domowina-Verwaltung in Bautzen bekommt zu Beginn des neuen Jahres einen neuen Referenten.

Bautzen (SN/JaW). Peter Bresan wird neuer Referent für Wirtschaft und Infrastruktur beim Dachverband sorbischer Vereine Domowina. Das hat der Bundesvorstand am 5. November beschlossen. Wie Domowina-Vorsitzender David Statnik mitteilte, wurde er aus fünf Bewerbern ausgewählt. Der 33-jährige arbeitet derzeit im Bischof-Benno-Haus in Schmochtitz. Er übernimmt das Amt von Marko Kowar. Dieser ist ab dem 1. Januar 2017 zum Hauptgeschäfts­führer des Dachverbandes berufen worden.

Neue Vorsitzende

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Potsdam (SN/JaW). Susann Schenk ist neue Vorsitzende des Rates der Stiftung für das sorbische Volk. Auf der Herbsttagung des Gremiums am 22. November in Potsdam wurde die 40-jährige Sorbin einstimmig ins Amt gewählt, das sie bis zum Ende der Legislatur 2019 ausüben wird. Damit wurde erstmals eine Person mit der Leitung des Gremiums betraut, die außerhalb der Lausitz tätig ist. Schenk arbeitet als Generalsekretärin der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen FUEN in Flensburg.

Evangelischer Verein mit neuem Vorsitzenden

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Der Sorbische evangelische Verein hat einen neuen Vorsitzenden. In dieses Amt wählten die Vereinsmitglieder am Reformationstag den 47-jährigen Mato Krüger aus Wuischke.

Vorstandswahlen verschoben

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Dreikretscham (SN/JaW). Der Sorbische Künstlerbund (SKB) musste die Wahlen eines neuen Vorstandes verschieben. Grund: fehlende Kandidaten.

Auf der Jahreshauptversammlung am 18. November in Dreikretscham hatten sich von 25 anwesenden Mitgliedern – der SKB hat insgesamt 119 Mitglieder – nur Jan Bilk für den Vereinsvorsitz und Bosćan Nawka für den Vorstand zur Wahl gestellt. Laut Statut müssen aber mindestens drei Kandidaten antreten. Da der bisherige Vorstand – István Kobjela (Vorsitzender), Benedikt Dyrlich, Alfons Lehmann-Wićaz, Michael Janze und Tomasz Nawka – nicht zur Wiederwahl antrat, und keine weiteren Kandidaten gefunden wurden, beschlossen die Anwesenden mit einer Gegenstimme, dass der bisherige Vorstand bis Ende April 2017 weiterarbeiten und noch Kandidaten für den neuen Vorstand finden solle.

Meister des zweisprachigen Theaters

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Benno Schramm (sorbisch Beno Šram), bis 1997 langjähriges, populäres Mitglied des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen, ist am 11. November mit 92 Jahren in Leipzig verstorben.

Geboren 1924 in Camina bei Radibor und ursprünglich Matrose bei der Handelsflotte, benötigte Benno Schramm nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue berufliche Herausforderung. Über das Laienspiel fand er 1948 zum gerade gegründeten Sorbischen Volkstheater. Nach dem Studium an der Leipziger Theaterhochschule spielte er zunächst am Stadttheater Bautzen und am Maxim Gorki Theater Berlin, später auch in Gera und in Leipzig, wo seine Familie lebte.

Schon 1952 hatte Schramm das Konzept für ein gemeinsames, bikulturelles Theater in der Oberlausitz entworfen. Als 1963 durch Fusion der beiden Bühnen das deutsch-sorbische Haus entstand, wurde er Oberspielleiter für die Sparte Schauspiel. Mit seiner Autorität als begnadeter Akteur und vielseitiger Regisseur trug er wesentlich dazu bei, dass sich die Theaterkultur der Sorben – trotz mancher Befürchtungen – dank künstlerischer Qualität behaupten konnte.

Forschungen werden fortgesetzt

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Bautzen (ML/SN). Die Panschwitzerin Trudla Kuring setzt ihre Forschungen zu sorbischen religiösen Denkmälern beim Domowina-Regionalverband „Michał Hórnik“ in der Pfarrgemeinde Ralbitz fort. Ehemann Alfons Kuring unterstützt sie dabei. In diesem Jahr befasste er sich mit solchen Denkmälern in Cunnewitz, Schönau, Schmerlitz und Laske. Ausführlich haben sich beide mit den Besitzern der Kreuze und Betsäulen unterhalten. Um zu jedem eine Dokumentation erstellen zu können, sammeln sie Material und fotografieren die Objekte. Das er­fuhren die Teilnehmer der Beratung des Denkmals­-Ausschusses der Maćica Serbska am 1. November in Bautzen.

John Petrick berichtete von weiteren Aktivitäten im Jahr 2016. So wurden für Pfarrer Jan Kilian in Döhlen eine Gedenktafel enthüllt, in Koschendorf bei Drebkau eine zweisprachiges Denkmal für den dort am 13. Mai 1889 geborenen sorbischen Landschaftsmaler und Porträtisten Alfred Janik eingeweiht. Der Künstler starb am 18. September 1968.

Erfolgreiche Konzeptsuche

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Forderungen und Aufgaben verändern sich im Laufe der Jahre. Deshalb sucht auch das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft nach neuen Konzepten.

Wartha (JK/SN). Das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide und Teiche arbeitet seit Beginn seiner Tätigkeit nach Konzepten. In diesen werden Ziele und Aufgaben des Reservats festgelegt. Die derzeitige erfolgreiche Arbeit der Biosphärenverwaltung basiert auf dem Konzept aus dem Jahre 2003. In den vergangenen Jahren haben sich neue Forderungen und Aufgaben für die zukünftige Arbeit ergeben. Die Arbeit der Zukunft im Reservat sollte nicht nur Aufgabe von Fachleuten und Wissenschaftlern sein. Gern möchte die Verwaltung des Reservats auch die Bewohner der Gemeinden im Umkreis einbeziehen. Deshalb hat man am 17. November zur Zukunftswerkstatt ins Haus der tausend Teiche eingeladen.

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