Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können. Viele Bautzener teilen ihre Erinnerungen mit dem Fotografen Rolf Dvoracek. Wie kaum ein anderer hat er über sechs Jahrzehnte das Leben und die Veränderungen in seiner Heimatstadt dokumentiert. Gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen, das machte wohl auch den großen Erfolg seiner diesjährigen Ausstellung im Museum Bautzen aus, die über mehrere Wochen verlängert werden musste. Und auch das Begleitbuch zur Ausstellung war schnell vergriffen. Dieses Buch mit kleinformatigen Fotos lieferte eigentlich nur die Erläuterungen zu den Fotografien, die großformatig in der Ausstellung zu sehen waren.

Nun finden sich etliche, aber nicht alle Bilder der Ausstellung in einem Bildband wieder. Dort spielen die Fotos erneut die Hauptrolle, die ihnen zukommt. Die sachkundigen, aber kurzgefassten Erläuterungen liefert die bekannte Denkmalpflegerin Christa Kämpfe. „Mein Bautzen“ heißt die Neuerscheinung aus dem Lusatia Verlag.

Telegramm (28.12.16)

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:

Zur Kultursenatorin gewählt

Dresden. Die Wissenschaftlerin des Sorbischen Instituts Bautzen Dr. Susanne Hose wurde als Mitglied des Sächsischen Kultursenats gewählt. Sie folgt in dieser Position Prof. Dr. Dietrich Scholze, der Dr. Hose auch vorgeschlagen hatte. Mit dem Jahr 2017 wird sie die sorbischen Interessen in diesem die sächsische Staatsregierung beratenden Gremium vertreten. Für sie ist wichtig, die sorbisch-deutsche Gegenseitigkeit zu beachten und weiterzuentwickeln.

Nachfolgerin bestimmt

Cottbus. Die Ethnologin Uta Henschel aus Lübbenau leitet ab Februar 2017 die Schule für niedersorbische Sprache und Kultur in Cottbus. Henschel arbeit gegenwärtig noch als Regionalsprecherin der Domowina für die Niederlausitz. Sie tritt die Nachfolge von Maria Elikowska-Winkler an, die diese einzigartige Bildungseinrichtung 1992 als Sachgebiet der Volkshochschule Cottbus gegründet hat. Der Findungskommission lagen fünf Bewerbungen vor.

Konzert ist der größte Gewinn

Der ewigen Liebe war der erste Kammermusikabend des Sorbischen National-Ensembles (SNE) Bautzen am 21. Dezember in der sanierten Röhrscheidtbastei gewidmet. 30 Besucher erlebten ein Programm in intimer Atmosphäre, das Liana Bertók mit Werken­ sorbischer und weiterer Komponisten zusammengestellt hatte. Zu erleben waren neben den Sängern Elmira Yakhina, Diana Ziesch, Peter Ziesch und Jae-Hyung Cho ebenso Solisten des Balletts des SNE. Foto: SN/Matthias Bulang

Teilnehmer sehr beeindruckt

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:

In Wales gesammelte Erfahrungen möglichst auf die Lausitz übertragen

Cardiff/Bautzen. (SN/MiR). Intensiver kann ein Austausch zwischen Minderheiten kaum sein. So resümieren alle Teilnehmer einer Studienreise, die zehn Sorben unlängst nach Wales führte. Dazu hatte Judith Walde, die stellvertretende Vorsitzende der Domowina, ein sehr anspruchsvolles Programm vorbereitet. „Wenn wir unsere Erwartungen und Diskussionen der vergangenen Jahre zur Erhaltung und Revitalisierung des Obersorbischen und Niedersorbischen ernsthaft umsetzen wollen, müssen wir einen Maßnahmenplan erarbeiten, der die verschiedenen Regionen, Lebens- und Gesellschaftslagen sowie auch die Rahmenbedingungen beachtet“, so David Statnik, Vorsitzender der Domowina.

Der Jugendverein Pawk hat am 17. Dezember in Radibor die Arbeit der vergangenen Monate bilanziert und die Weichen für die Zukunft gestellt.

Radibor (SN/JaW). Die Vorsitzende des Sorbischen Jugendvereines Pawk Franziska Grajzareck wertete die Arbeit der vergangenen zwölf Monate positiv. „Große öffentliche Höhepunkte hatten wir 2016 keine, weil wir uns eher auf die Festigung unserer Mitgliedschaft konzentriert hatten“, sagte sie den 15 zur Jahreshauptversammlung nach Radibor angereisten Mitgliedern. Dennoch führte der Verein gemeinsam mit Partnern einige Projekte durch, die auch von sorbischen Jugendlichen gut angenommen wurden, so zum Beispiel das alljährliche Kickerturnier in Ostro. Lehrreich war die Teilnahme am diesjährigen Kongress der Föderalistischen Union europäischer Minderheiten (FUEV) im Mai in Wrocław. Neben Vertretern der Domowina waren auch die Pawk-Vorsitzende Franziska Grajzareck und die Vertreterin der niedersorbischen Jugend Silva Oehlert dabei.

LEAG bekräftigt Förderung

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:
Rohne (SN/JaW). Die Lausitz Energie Bergbau und Kraftwerke AG (LEAG) bekennt sich zur Verantwortung gegenüber den Sorben in der Lausitz. Das bekräftigten Vertreter des Unternehmens bei einem Arbeitsgespräch mit der Domowina am 2. Dezember in Rohne. Der mit Vattenfall geschlossene Vertrag zur Förderung des Sorbischen behält bis Ende 2017 seine Gültigkeit, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage betonte aber LEAG-Vorstandsmitglied Uwe Grosser, dass die Unterstützung nur entsprechend der finanziellen Möglichkeiten geleistet werden könne, „die in hohem Maße von den politischen wie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängen“. Die Domowina möchte die gute Zusammenarbeit mit Vattenfall mit der Nachfolgerin LEAG fortsetzen. Wie es nach 2017 weitergehen soll, werde im September erörtert,­ kündigte der Vorsitzende des Domowina-Regionalverbandes Görlitz Manfred Hermasch an.

Neues Projekt

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:

Bautzen (SN/at). Mit einem neuen Projekt möchte die Regionalsprecherin der Domowina für das Territorium des Regionalverbandes „Jan Arnošt Smoler“ Bautzen, Sonja Rehor, besonders junge Familien erreichen. Wie sie auf der Jahresabschlussveranstaltung des Regionalverbandes am 8. Dezember im Haus der Sorben betonte, soll der traditionelle Familiennachmittag, der 2016 in der Paulus-Schule in Königswartha stattfand, um ein eigenes Format für junge Eltern mit ihren Sprösslingen erweitert werden.

Als weitere Höhepunkte im Arbeitsplan 2017 nannte die Regionalverbandsvorsitzende Jana Peter die Domowina-Hauptversammlung im März in Hoyerswerda, das 12. Internationale Folklorefestival „Lausitz“ Ende Juni in Crostwitz und Drachhausen (Niederlausitz) sowie den 25. Herbstnaturmarkt auf dem Areal der Verwaltung des Biosphärenreservats Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft in Wartha, Gemeinde Malschwitz. Außerdem veranstaltet der Domowina-Regionalverband einen Tag der offenen Tür im Měrćin-Nowak-Haus in Nechern.

Sorabija Lipsk feierte 300. Geburtstag

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:

Am 10. Dezember 1716 wurde die „Sorabija Lipsk“ gegründet, so die Legende. Tatsächlich dauerte es fast ein Jahr, bis sich sechs sorbische Theologiestudenten in einem Predigerverein zusammengeschlossen hatten. Dort wollten sie das muttersprachliche Predigen üben, denn sorbische Schriftstücke gab es damals kaum. Diese Geschichte hörte man auf der großen Feier der Leipziger Studenten zum 300. Geburtstag ihres Vereins am 10. Dezember viele Male. Eingeladen waren auch ehemalige Mitglieder der Sorabija.

Ganz in der Tradition des Vereins begannen die Feierlichkeiten mit einem Gottesdient in der Nikolaikirche, denn die Stammkirche der Theologen, die Paulinerkirche, wurde zu DDR-Zeiten gesprengt und befindet sich derzeit als Teil der Universität im Wiederaufbau. Die Messe fand im „guten ökumenischen Geiste“ statt, so der sorbische Superintendent Jan Mahling. In seiner Predigt sagte Konzelebrant Prof. Peter Zimmerling: „Es ist wichtig und ergiebig, wenn Glaube und Wissenschaft gemeinsam schreiten. Schließlich sind dies keine Gegensätze, sondern zwei Seiten der gleichen Medaille.“

Erster Bildungsgipfel geplant

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:

Die Initiative Serbski Sejm veranstaltet Anfang 2017 den ersten sorbischen Bildungsgipfel. Er findet am 14. Januar im Bautzener Steinhaus statt.

Bautzen (SN/MkWj). „Der dramatische Niedergang der alltäglichen Verwendung der sorbischen/wendischen Sprache einerseits und das Erkennen der enormen Wichtigkeit der Sprache als identitätsstiftenden Pfeiler des sorbischen/wendischen Volkes andererseits alarmieren, dass keine Zeit mehr verloren gehen darf, die Geschicke des sorbischen/wendischen Gemeinwesens gerade in diesem Bereich selbstbestimmt in die Hand nehmen.“ So heißt es in einer Stellungnahme der Initiativgruppe zu dieser Veranstaltung.

Als ein erster Schritt zur angestrebten Bildungs- und Kulturautonomie soll der Bildungsgipfel allen Akteuren eine Plattform bieten, die heutigen Defizite zu benennen, ihre Ideen zur Verbesserung vorzustellen, miteinander zu diskutieren, um anschließend Lösungswege zu formulieren und einzufordern.

Berührungsängste abbauen

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:

In Wittichenau gibt es vielfältige Bemühungen um die Sprachpflege. Wie diese genau aussehen, erläuterte der Sorbenbeauftragte Stephen Rachel in seinem Jahresbericht dem Stadtrat.

Wittichenau (AK/SN). Zweisprachige Bildung wird in Wittichenau seit 2009 durchgängig vom Kindergarten bis zur Oberschule angeboten. Kindergärten, Grundschule, Oberschule, Kirche, Stadt und Vereine bemühen sich vielfältig um die sorbische Sprache. Dies unterstrich Sorbenbeauftragter Stephen Rachel, zugleich Bauamtsleiter der Stadt, am 14. Dezember zur Ratssitzung in seinem Jahresbericht für 2016. „Es ist wichtig, durchgängig und konsequent die Sprache zu pflegen. Ich bin froh, dass hier alle an einem Strang ziehen. Über Jahre war das nicht so“, zog er Bilanz.

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