Konzert im Schatten der Bäume

srjeda, 28. awgusta 2019 spisane wot:
Im Rahmen der Veranstaltungen zum Tag der Oberlausitz hat der sorbische Chor Budyšin am 25. August vor der Berggaststätte auf dem Czorneboh ein Konzert veranstaltet. Unter dem Dirigat von Michael Janze erklangen hauptsächlich sorbische Lieder. Bereits im vergangenen Jahr war ein Konzert des Chores an gleicher Stelle erfolgreich, weswegen es nun zu einer Neuauflage kam. Foto: SN/Matthias Bulang

Bildungsfahrt nach Liberec

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Bautzen (kl/SN). Ins tschechische Liberec führt die diesjährige Bildungsfahrt des Domowina-Regionalverbandes „Jan Arnošt Smoler“ am 4. Oktober. Darüber informierte der Regionalvorstand nach seiner Beratung am 13. August in Bautzen. Die Teilnehmer wollen zur Eröffnung des Sorbischen Kulturjahres 2019/2020 zugegen sein, die an diesem Tag stattfindet. Am Nachmittag, im Rahmen der Auftaktveranstaltung, soll eine Gedenktafel für die Sorbische Außenstelle des dortigen Gymnasiums nach dem Zweiten Weltkrieg enthüllt werden. Am Abend erklingt das Oratorium „Hro­dźi­šćo (Der Burgwall)“, vorgetragen vom Chor des Jugendensembles des Sorbischen Gymnasiums Bautzen und von Chor und Orchester des Sorbischen National-Ensembles.

Ein Kinoabend mit sorbischen Kurzfilmen findet im September im „Wassermann“ in Malschwitz statt. Das ist ein konkretes Ergebnis aus dem Projekt „Motivator zur Belebung der sorbischen Sprache“ des Regionalverbandes Bautzen im Rahmen des Sächsischen Mitmach-Fonds 2019.

Bautzen (SN/at). Der am 26. Mai gewählte neue Kreistag Bautzen erlebte am 12. August seine konstituierende Sitzung. Die Kreisräte wurden erstmals in deutscher und sorbischer Sprache verpflichtet, zum Wohle des Landkreises zu arbeiten und Schaden von ihm abzuwenden. Landrat Michael Harig (CDU) verlas die Verpflichtung, die die Mehrheit der anwesenden Kreisräte in Deutsch wiederholte. Daraufhin trug die Beauftragte für sorbische Angelegenheiten des Landkreises, Regina Schneider, diesen Text in sorbischer Sprache vor. Jan Budar (Sorbische Wählervereinigung), Heiko Kosel (Die Linke), Vinzenz Baberschke und David Statnik, aber auch Dr. Robert Böhmer (alle CDU-Fraktion) sprachen diese Worte in Sorbisch nach. Anschließend verpflichtete der Landrat jede Kreisrätin und jeden Kreisrat per Handschlag auf die Wahlperiode 2019–2024.

Sechs Kandidaten

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Cottbus (HA/SN). Sechs Personen kandidieren für die Wahl des Rates für Angelegenheiten der Sorben/Wenden in der Legislaturperiode 2019–2024 des Landtages Brandenburg. Darüber informierte der Wahlausschuss am 12. August in Cottbus. Sie alle wurden vom Domowina-Regionalverband Niederlausitz nominiert und durch dessen Regionalvorstand bestätigt. Leider haben andere sorbische/wendische Vereine oder Gremien keine Personalvorschläge unterbreitet.

Zur Wahl stellen sich Ute Henschel, Leiterin der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur in Cottbus, William Janhoefer, Vorsitzender des Regionalverbandes Niederlausitz, Birgit Kaufhold aus Spremberg, Delia Münch, Inhaberin der Trachtenschneiderei in Sielow, Katrin Schwela, Mitarbeiterin der Domowina, und Dieter Freihoff, derzeitiger ehrenamtlicher Beauftragter für sorbische/wendische Angelegenheiten des Landkreises Dahme-Spree.

Stätte der Begegnung und Erziehung

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Es hat einiges erlebt, das markante, nicht gerade kleine Gebäude in Schmerlitz, in dem tagsüber Kinderstimmen dominieren und am Abend und am Wochenende ein ruhigeres Leben­ einzieht.

Schmerlitz (JK/SN). Anfang August hatte der Schmerlitzer Ortschaftsrat zusammen mit der Leitung des Vereins „Lipa“ zu einer geselligen Runde anlässlich des 50. Jahrestages der Übergabe des Gebäudes eingeladen. Die Mehrzahl der zur Feststunde gekommenen Gäste waren ehemalige und derzeitige Erzieherinnen sowie Mitarbeiter und Freunde des ebenfalls im Hause tätigen gemeinnützigen Vereins „Lipa“.

Chor des NSG in Berlin

srjeda, 28. awgusta 2019 spisane wot:

Berlin (SN/JaW). Zum diesjährigen 21. Tag der offennen Tür im Bundesministerium des Innern am 17. und 18. August in Berlin haben sich erneut die vier anerkannten Minderheiten in Deutschland – die Dänen, Friesen, Sinti und Roma sowie die Sorben – präsentiert. So stellte sich zum Beispiel der Chor des Niedersorbischen/Wendischen Gymnasiums (NSG) in Cottbus auf der Bühne des Innenministeriums vor. Zuvor sprachen Vertreter der Minderheiten mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Prof. Dr. Bernd Fabritius über seine Aufgaben. Erläutert wurde auch die Initiative im Bundesrat, den Minderheitenschutz im Grundgesetz zu verankern.

Die Sorben vertraten in Berlin die Leiterin des Minderheitenbüros und ihre Assistentin Judith Scholze und Madlenka Kowar sowie die Leiterin der Sorbischen Kulturinformation Lodka in Cottbus Milena Stock.

Rohne (JoS/SN). Mit einem gemeinsamen Festwochenende Anfang August feierten die Rohner Schalmeienkapelle ihr 55-jähriges Bestehen und der dortige Njepilahofverein sein 20. Gründungsjubiläum. Der Vorsitzende des Njepilahofvereins Manfred Nickel erinnerte an die Meilensteine, die zum Wiederaufbau des Hofes gemeistert werden mussten: Die aufwendigen Verhandlungen mit 30 Erben Njepilas, die einvernehmlich beendet werden konnten, bewahrten den Hof vor dem Verfall. Zehn Personen gründeten den Verein im Mai 1999. Zu den Zielen des Vereins gehört unter anderem der Erhalt der Schleifer sorbischen Sprache. Bis 2006 blieb die Hauptaufgabe des Vereins die Rekonstruktion der Hofanlage. Das Anwesen des Halbbauern Hanzo Njepila erfuhr eine totale Neugestaltung, damals noch unter dem schwebenden Damoklesschwert der zu erwartenden Abbaggerung, die nun Geschichte ist.

Räckelwitz/Crostwitz/Ralbitz/Pansch­witz-Kuckau/Bautzen/Radibor (SN/CoR). Mit Segnung und Kulturprogramm empfingen zum Schuljahresbeginn die sorbischen Schulen feierlich ihre Erstklässler. An der Sorbischen Grundschule „Michał Hórnik“ in Räckelwitz lernen ab jetzt vierzehn Jungen und acht Mädchen das sorbische und das deutsche Alphabet­.

17 ABC-Schützen beginnen ihre Schulzeit in der Crostwitzer Grundschule „Jurij Chěžka“. „Die sprachlichen Voraussetzungen sind sehr gut. Obwohl Sorbisch nicht die Muttersprache eines jeden Kindes ist, beherrschen sie es doch so gut, dass sie ohne Probleme sorbisch­ alphabetisiert werden und auch in allen anderen Fächern dem Unterricht­ in sorbischer Sprache folgen können. Ist es doch unser Ziel, dass alle Schüler nach der 4. Klasse Sorbisch und Deutsch dem Alter entsprechend auf hohem­ Niveau beherrschen“, berichtet Schulleiter Mirko Schmidt.

Jubiläum als Familienfest

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Zernaer feierten mit vielen Gästen ihr 600-jähriges Bestehen

Zerna (SN/mwe). Zerna – der Ortsname wurde urkundlich erstmals im Jahre 1419 als „Czscherna“ erwähnt und ist abgeleitet vom sorbischen Wort sorna, Reh. Der sorbische Ortsname Sernjany benennt demnach die „Bewohner aus Zerna“. 1777 zählte die Ortschaft 24 Häuser.

Zerna, das sind heute an die 200 Einwohner, die der Gemeinde Ralbitz-Rosenthal angehören. In den meisten Familien wird sorbisch gesprochen und immer mehr junge Leute bauen sich in der neuen Wohnsiedlung ihr Haus. Somit bekommt auch das sorbische Dorfleben mit der Pflege von Traditionen ein neues, sorbisches, authentisches Gesicht.

Das hatte sich auch zum diesjährigen Dorffest widergespiegelt. Die Zernaer nahmen es vom 2. zum 4. August als Anlass, das 600-jährige Bestehen ihres Dorfes mit vielen Besuchern würdig zu begehen. Gefeiert wird im Dorf regelmäßig alle zwei Jahre, und das nunmehr schon seit Jahrzehnten. In der Region war es immer ein kultureller und gesellschaftlicher Höhepunkt. In diesem Jahr sollte es jedoch ein besonderes Ereignis sein.

Regionales Festival der Vielfalt

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Das zweite Sechsstädtebundfestival „Kommen & Gehen“, veranstaltet vom Strahwalder Verein gleichen Namens, zeugte erneut von dem vielfältigen kulturellen Leben in der Region zwischen Kamenz, Bautzen, Löbau, Lauban, Görlitz und Zittau. Unter den insgesamt zehn Veranstaltungen waren auch solche mit sorbischem Schwerpunkt.

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