Eine faustdicke Überraschung

srjeda, 25. januara 2017 spisane wot:
Axel Arlt

Wer einen sorbischen Bildungsgipfel organisiert, der muss Neugier wecken. Das aber ist nicht so einfach. Viele Fakten und Missstände sind bekannt, mit denen sich sorbische/wendische Lehrer, Verantwortliche der Domowina, des Sprachzentrums WITAJ, des Sorbischen Schulvereins wie auch die Ausbilder künftiger sorbischer Pädagogen herumplagen müssen. Wie also kann solch eine Ausgangslage neugierig machen?

Die Organisatoren der Initiative Serb­ski Sejm nahmen diese Herausforderung an. Zudem sind einige von ihnen konstruktive Querdenker, die mit den vorweisbaren Ergebnissen ihres Handels überzeugen. Das gilt für den Verein „Stup dale“ in Dresden ebenso wie für die Gemeinde Nebelschütz. Warum also festgefahrene Sachverhalte nicht aus einer eher ungewohnten Perspektive betrachten, um neue Ansatzpunkte zu gewinnen? Schon die Teilnehmer können dabei ausschlaggebend sein.

Wie das wohl zusammenpasst

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:
Axel Arlt

Der Ausblick ins neue Jahr beginnt meist mit einem Rückblick ins vergangene. Einen willkommenen Anlass dafür bieten manchmal nur kurze Zeit zurückliegende Ereignisse. Ein solches ist die letzte Sitzung des Bautzener Kreistages im Jahr 2016. Fast buchstäblich auf die letzte Minute wurde die Berichterstattung darüber, wie die Satzung des Landkreises Bautzen zur Wahrung, Förderung und Entwicklung der sorbischen Sprache und Kultur seit der letzten Bilanz im Jahre 2014 verwirklicht wurde, verschoben. Wichtigere Themen hatten Vorrang.

Zu den in der Satzung festgeschriebenen Ausführungen des Landrates Michael Harig (CDU) berichtete erstmals die Beauftragte für sorbische Angelegenheiten des Landkreises Bautzen, Regina Schneider, über ihre Arbeit. Das eine ergänzte das andere, und darin liegt die neue Qualität dieser Bilanz. Welch einfache Erkenntnis: Es geht doch!

Ein Präsident könnte helfen

srjeda, 30. nowembera 2016 spisane wot:
Marko Wenke

Alles andere als staatsmännisch war das, was wir in Deutschland erleben mussten, als man nach einer geeigneten Person für das Amt des Bundespräsidenten suchte. Wie auf dem Jahrmarkt wurden Namen gehandelt und wieder verworfen, es sei denn, die Betroffenen winkten selbst ab. Offensichtlich reißt sich niemand um das Amt, das Joachim Gauck die vergangenen reichlich vier Jahre ausgeübt hat.

Nun also hat sich Frank-Walter Steinmeier bereit erklärt, nächstes Jahr in das Schloss Bellevue einzuziehen. Dabei hat der SPD-Politiker von vornherein gesagt, was ihm im Amt wichtig sein wird: Er will sich um die Einheit der Einwohner dieses Landes bemühen. Wenn man so die aktuelle Lage in unserem Land betrachtet, dann ist klar: Da wird er ordentlich zu tun haben. Sicher kommen ihm seine Erfahrungen als Außenminister zugute, die er auf internationalem Parkett in dieser Frage gesammelt hat.

An einem Strang ziehen

srjeda, 26. oktobera 2016 spisane wot:
Janek Schäfer

Die Stiftung für das sorbische Volk ist eine Erfolgsgeschichte. Diese Bemerkung fiel beim Festakt anlässlich des 25-jährigen Bestehens dieser Institution am 22. Oktober in Cottbus nicht nur einmal. Am besten umschrieben hat es die Beauftragte für sorbische/wendische Angelegenheiten des Landes Brandenburg Ulrike Gutheil. Sie hat recht, wenn sie sagt, dass 1991 keiner wusste, wie sich dies alles entwickeln würde und auch dass man heute rückblickend sagen könne, die Entscheidung, eine Stiftung zu gründen, war richtungweisend. Recht hat sie auch damit, dass die Stiftung so erfolgreich ist, weil Sorben und Geldgeber gemeinsam über die Arbeit der Institution beraten und auch die Entscheidungen gemeinsam treffen.

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