Trugschluss zum Tag der Sachsen

srjeda, 30. awgusta 2017 spisane wot:
Axel Arlt

Der Tag der Sachsen ist am ersten Septemberwochenende das sechste Mal in der Oberlausitz zu Gast. Nach Görlitz (1993), Hoyerswerda (1998), Zittau (2001), Weißwasser (2005) und Kamenz (2011) nun in Löbau. Erinnerungen werden wach an die Landesfeste in Weißwasser oder Kamenz mit ihrer starken sorbischen Präsenz, aber auch an die Sächsische Landesgartenschau 2012 auf dem Areal der alten Löbauer Zuckerfabrik.

Sind nun alle Wogen geglättet?

srjeda, 26. julija 2017 spisane wot:
Milenka Retschke

Haushoch schlugen seit Anfang Juli die Wellen über den Köpfen derer zusammen, die in Bautzen mit der Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur zu tun haben. Und das sind nicht gerade wenige. Schließlich haben Schüler, Studenten, potenzielle Lehramtsanwärter, Eltern und Lehrer, ja auch Journalisten ständige Verbindungen zum Amt. Und jetzt sollte es geschlossen werden? Besser gesagt umgesiedelt – nach Dresden. So jedenfalls der öffentliche Grundtenor der Meinungen in den vergangenen Wochen. Nun jedoch, mit einem einzigen Federstrich, legt sich der Sturm der Entrüstung und die Wogen glätten sich. „Die Regionalstelle Bautzen wird nicht geschlossen“, teilte Dirk Reelfs, der Pressesprecher des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus, mit. Ein Aufatmen nach dem wochenlangen Tauchgang? Oder vielleicht doch noch nicht? Schließlich ist weiterhin unklar, wie die künftige Regionalstelle gestaltet sein wird.

Mehr Berufe sollen profitieren

srjeda, 31. meje 2017 spisane wot:
Janek Schäfer

Die Absicht, eine sorbische Sprachschule zu gründen, sorgt derzeit bei den Sorben für Diskussionsstoff. Ist dieser Vorschlag wirklich so abwegig?

Etwas Mut gehört dazu

srjeda, 26. apryla 2017 spisane wot:
Axel Arlt

Sachsen hat ein neues Schulgesetz und die Bildungspolitiker der Koalitionsfraktionen von CDU und SPD schauen guter Dinge in die Zukunft. Von diesem Optimismus scheint auch manch sorbischer Vertreter ergriffen zu sein. In der Tat, einige sorbische Belange wurden in der Gesetzesnovelle beachtet. So werden beispielsweise dem Landeselternrat wie auch dem Landesschülerrat jeweils ein Vertreter aus den Schulen im sorbischen Siedlungsgebiet angehören. Auch in den Schulkonferenzen sorbischer Schulen oder solcher mit sorbischsprachigen Angeboten erhält die Interessenvertretung unseres Volkes eine beratende Stimme.

Förderung trägt gute Früchte

srjeda, 29. měrca 2017 spisane wot:
Janek Schäfer

Der Generationswechsel bei der Domowina setzt sich fort. Das ist eine positive Nachricht, die die Delegierten und Gäste von der Hauptversammlung der Domowina am 25. März in Hoyerswerda mit nach Hause nahmen. David Statnik ist als Frontmann bestätigt worden und bekommt im neuen Bundesvorstand einige neue junge Mitglieder zur Seite. Das ist gut so, denn ohne Jugend gibt es keine Zukunft.

Rote Karte für Minister Baaske

srjeda, 22. februara 2017 spisane wot:
Janek Schäfer

Was hat Brandenburg nicht alles getan und Kraft und Geld investiert, um das Sorbische zu stärken. 2014 erst wurde das neue Sorben/Wendengesetz beschlossen. Damit ist das Land zum Vorreiter geworden. Auch die Prüfung der Zugehörigkeit zum sorbischen/wendischen Siedlungsgebiet sucht seinesgleichen. Im Oktober 2016 wurde in Cottbus das 25-jährige Bestehen der Stiftung für das sorbische Volk gefeiert, an deren Entstehung und Finanzierung Brandenburg maßgeblich beteiligt ist. Auch Vertreter des Landes pflichteten damals wie heute dem bei, dass die Stiftung ein Erfolgsmodell sei und dass in Sachsen und in Brandenburg vieles für das Sorbische getan wurde und getan wird. Auch, dass das Sorbische eine Bereicherung sei und gefördert werden müsse. Das Wichtigste sei die Sprache, wurde betont.

Eine faustdicke Überraschung

srjeda, 25. januara 2017 spisane wot:
Axel Arlt

Wer einen sorbischen Bildungsgipfel organisiert, der muss Neugier wecken. Das aber ist nicht so einfach. Viele Fakten und Missstände sind bekannt, mit denen sich sorbische/wendische Lehrer, Verantwortliche der Domowina, des Sprachzentrums WITAJ, des Sorbischen Schulvereins wie auch die Ausbilder künftiger sorbischer Pädagogen herumplagen müssen. Wie also kann solch eine Ausgangslage neugierig machen?

Die Organisatoren der Initiative Serb­ski Sejm nahmen diese Herausforderung an. Zudem sind einige von ihnen konstruktive Querdenker, die mit den vorweisbaren Ergebnissen ihres Handels überzeugen. Das gilt für den Verein „Stup dale“ in Dresden ebenso wie für die Gemeinde Nebelschütz. Warum also festgefahrene Sachverhalte nicht aus einer eher ungewohnten Perspektive betrachten, um neue Ansatzpunkte zu gewinnen? Schon die Teilnehmer können dabei ausschlaggebend sein.

Wie das wohl zusammenpasst

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:
Axel Arlt

Der Ausblick ins neue Jahr beginnt meist mit einem Rückblick ins vergangene. Einen willkommenen Anlass dafür bieten manchmal nur kurze Zeit zurückliegende Ereignisse. Ein solches ist die letzte Sitzung des Bautzener Kreistages im Jahr 2016. Fast buchstäblich auf die letzte Minute wurde die Berichterstattung darüber, wie die Satzung des Landkreises Bautzen zur Wahrung, Förderung und Entwicklung der sorbischen Sprache und Kultur seit der letzten Bilanz im Jahre 2014 verwirklicht wurde, verschoben. Wichtigere Themen hatten Vorrang.

Zu den in der Satzung festgeschriebenen Ausführungen des Landrates Michael Harig (CDU) berichtete erstmals die Beauftragte für sorbische Angelegenheiten des Landkreises Bautzen, Regina Schneider, über ihre Arbeit. Das eine ergänzte das andere, und darin liegt die neue Qualität dieser Bilanz. Welch einfache Erkenntnis: Es geht doch!

Ein Präsident könnte helfen

srjeda, 30. nowembera 2016 spisane wot:
Marko Wenke

Alles andere als staatsmännisch war das, was wir in Deutschland erleben mussten, als man nach einer geeigneten Person für das Amt des Bundespräsidenten suchte. Wie auf dem Jahrmarkt wurden Namen gehandelt und wieder verworfen, es sei denn, die Betroffenen winkten selbst ab. Offensichtlich reißt sich niemand um das Amt, das Joachim Gauck die vergangenen reichlich vier Jahre ausgeübt hat.

Nun also hat sich Frank-Walter Steinmeier bereit erklärt, nächstes Jahr in das Schloss Bellevue einzuziehen. Dabei hat der SPD-Politiker von vornherein gesagt, was ihm im Amt wichtig sein wird: Er will sich um die Einheit der Einwohner dieses Landes bemühen. Wenn man so die aktuelle Lage in unserem Land betrachtet, dann ist klar: Da wird er ordentlich zu tun haben. Sicher kommen ihm seine Erfahrungen als Außenminister zugute, die er auf internationalem Parkett in dieser Frage gesammelt hat.

An einem Strang ziehen

srjeda, 26. oktobera 2016 spisane wot:
Janek Schäfer

Die Stiftung für das sorbische Volk ist eine Erfolgsgeschichte. Diese Bemerkung fiel beim Festakt anlässlich des 25-jährigen Bestehens dieser Institution am 22. Oktober in Cottbus nicht nur einmal. Am besten umschrieben hat es die Beauftragte für sorbische/wendische Angelegenheiten des Landes Brandenburg Ulrike Gutheil. Sie hat recht, wenn sie sagt, dass 1991 keiner wusste, wie sich dies alles entwickeln würde und auch dass man heute rückblickend sagen könne, die Entscheidung, eine Stiftung zu gründen, war richtungweisend. Recht hat sie auch damit, dass die Stiftung so erfolgreich ist, weil Sorben und Geldgeber gemeinsam über die Arbeit der Institution beraten und auch die Entscheidungen gemeinsam treffen.

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