Gutes Gelingen, Herr Kretschmer

srjeda, 31. januara 2018 spisane wot:
Janek Schäfer

Der neue sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer sendet positive Signale in die Welt. Zumindest positiv für Minderheiten, besonders für die Sorben in Sachsen. Zum einen hat er die europäische Bürgerinitiative Minority SafePack unterschrieben, was sein Vorgänger im Amt Stanislaw Tillich bislang vermieden hatte. Das zeigt: Kretschmer weiß Bescheid!

Gespräche sind noch viele nötig

srjeda, 27. decembera 2017 spisane wot:
Axel Arlt

Was bringt das neue Jahr? Mit Blick auf die Europäische Bürgerinitiative Minority SafePack heißt es in der zweisprachigen Lausitz, 2018 dort nahtlos fortzufahren, wo die Bemühungen um recht viele Unterschriften im alten Jahr endeten. Dass die Domowina und die ihr angehörigen Vereine und Regionalverbände erklecklich dazu beitragen wollen, die für die Dänen, Friesen, Sinti und Roma sowie Sorben in Deutschland von der Föderalistischen Union europäischer Nationalitäten (FUEN) vorgesehene Zahl von 72 000 Unterstützerunterschriften zu erreichen, ist bekannt.

Zur ungefähren Halbzeit der Aktion jedoch droht für den sorbischen Bereich ein etwas ernüchterndes Zwischenfazit. Eine konkrete Zahl aller zumindest auf Listen erfassten bisherigen Unterschriften liegt bei der Domowina noch nicht vor. Die digitale Form erlaubt nur schwerlich zuzuordnen, ob der Unterstützer bzw. die Unterstützerin einer in Deutschland lebenden nationalen Minderheit angehören oder ob sie aus ihrem staatsbürgerlichen Verständnis her­aus unterschrieben haben.

Sprache ist Menschenrecht

srjeda, 29. nowembera 2017 spisane wot:
Prof. Lojze Wieser

Allein in Europa leben in den derzeit 49 Staaten 200 autochthone und 200 zugewanderte Sprachen und Kulturen, wobei die Sprachen der migrierenden und emigrierenden Menschen noch nicht mitgerechnet sind. Das ergibt im Schnitt acht Kulturen und Sprachen pro Land. Demnach bilden die Minderheiten die Mehrheit und die Mehrheit ist die Minderheit. Es geht bei den Rechten der Minderheiten schon längst um die Frage des Rechtes auf konsequente Anwendung und Nutzung der Sprache für alle hiesigen und alle hergekommenen Menschen in allen Bereichen. Die meisten Sprachen und Kulturen mussten in der Geschichte schon immer ohne Territorium auskommen, nur einigen war das Privileg gewährt worden, einen eigenen „Nationalstaat“ zu gründen. Sprachen und Kulturen ohne Territorium, die bisher und bis heute überlebt haben, tragen die Zukunft in sich.

Ernüchterndes Wahlergebnis

srjeda, 27. septembera 2017 spisane wot:
Axel Arlt

Der Schock sitzt tief und das ohnehin ramponierte Ansehen der Oberlausitz als braune Ecke in Deutschland bekommt mit der Bundestagswahl eine neue tiefe Schramme. Der Rechtsruck in der Gesellschaft, der in der Vergangenheit latent wahrgenommen wurde, widerspiegelt sich ungeschönt im Wahlergebnis. Die Wähler im Osten Deutschlands im Allgemeinen und in Sachsen und der Oberlausitz im Besonderen haben die Politiker eines Schlimmeren belehrt. Stimmenanteile zwischen 30 und 45 Prozent für die Alternative für Deutschland zeigen ungeschminkt, wie die Menschen wirklich denken.

Trugschluss zum Tag der Sachsen

srjeda, 30. awgusta 2017 spisane wot:
Axel Arlt

Der Tag der Sachsen ist am ersten Septemberwochenende das sechste Mal in der Oberlausitz zu Gast. Nach Görlitz (1993), Hoyerswerda (1998), Zittau (2001), Weißwasser (2005) und Kamenz (2011) nun in Löbau. Erinnerungen werden wach an die Landesfeste in Weißwasser oder Kamenz mit ihrer starken sorbischen Präsenz, aber auch an die Sächsische Landesgartenschau 2012 auf dem Areal der alten Löbauer Zuckerfabrik.

Sind nun alle Wogen geglättet?

srjeda, 26. julija 2017 spisane wot:
Milenka Retschke

Haushoch schlugen seit Anfang Juli die Wellen über den Köpfen derer zusammen, die in Bautzen mit der Regionalstelle der Sächsischen Bildungsagentur zu tun haben. Und das sind nicht gerade wenige. Schließlich haben Schüler, Studenten, potenzielle Lehramtsanwärter, Eltern und Lehrer, ja auch Journalisten ständige Verbindungen zum Amt. Und jetzt sollte es geschlossen werden? Besser gesagt umgesiedelt – nach Dresden. So jedenfalls der öffentliche Grundtenor der Meinungen in den vergangenen Wochen. Nun jedoch, mit einem einzigen Federstrich, legt sich der Sturm der Entrüstung und die Wogen glätten sich. „Die Regionalstelle Bautzen wird nicht geschlossen“, teilte Dirk Reelfs, der Pressesprecher des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus, mit. Ein Aufatmen nach dem wochenlangen Tauchgang? Oder vielleicht doch noch nicht? Schließlich ist weiterhin unklar, wie die künftige Regionalstelle gestaltet sein wird.

Mehr Berufe sollen profitieren

srjeda, 31. meje 2017 spisane wot:
Janek Schäfer

Die Absicht, eine sorbische Sprachschule zu gründen, sorgt derzeit bei den Sorben für Diskussionsstoff. Ist dieser Vorschlag wirklich so abwegig?

Etwas Mut gehört dazu

srjeda, 26. apryla 2017 spisane wot:
Axel Arlt

Sachsen hat ein neues Schulgesetz und die Bildungspolitiker der Koalitionsfraktionen von CDU und SPD schauen guter Dinge in die Zukunft. Von diesem Optimismus scheint auch manch sorbischer Vertreter ergriffen zu sein. In der Tat, einige sorbische Belange wurden in der Gesetzesnovelle beachtet. So werden beispielsweise dem Landeselternrat wie auch dem Landesschülerrat jeweils ein Vertreter aus den Schulen im sorbischen Siedlungsgebiet angehören. Auch in den Schulkonferenzen sorbischer Schulen oder solcher mit sorbischsprachigen Angeboten erhält die Interessenvertretung unseres Volkes eine beratende Stimme.

Förderung trägt gute Früchte

srjeda, 29. měrca 2017 spisane wot:
Janek Schäfer

Der Generationswechsel bei der Domowina setzt sich fort. Das ist eine positive Nachricht, die die Delegierten und Gäste von der Hauptversammlung der Domowina am 25. März in Hoyerswerda mit nach Hause nahmen. David Statnik ist als Frontmann bestätigt worden und bekommt im neuen Bundesvorstand einige neue junge Mitglieder zur Seite. Das ist gut so, denn ohne Jugend gibt es keine Zukunft.

Rote Karte für Minister Baaske

srjeda, 22. februara 2017 spisane wot:
Janek Schäfer

Was hat Brandenburg nicht alles getan und Kraft und Geld investiert, um das Sorbische zu stärken. 2014 erst wurde das neue Sorben/Wendengesetz beschlossen. Damit ist das Land zum Vorreiter geworden. Auch die Prüfung der Zugehörigkeit zum sorbischen/wendischen Siedlungsgebiet sucht seinesgleichen. Im Oktober 2016 wurde in Cottbus das 25-jährige Bestehen der Stiftung für das sorbische Volk gefeiert, an deren Entstehung und Finanzierung Brandenburg maßgeblich beteiligt ist. Auch Vertreter des Landes pflichteten damals wie heute dem bei, dass die Stiftung ein Erfolgsmodell sei und dass in Sachsen und in Brandenburg vieles für das Sorbische getan wurde und getan wird. Auch, dass das Sorbische eine Bereicherung sei und gefördert werden müsse. Das Wichtigste sei die Sprache, wurde betont.

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