Glaube und Gemeinschaft gestärkt

srjeda, 26. junija 2019
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Teilnehmer des Heimattages zogen von der Kirche Groß Särchen durch den Ort.  Foto: Andreas Kirschke Teilnehmer des Heimattages zogen von der Kirche Groß Särchen durch den Ort. Foto: Andreas Kirschke

Der 13. Sorbische Evangelische Heimattag der Region Hoyerswerda fand am 23. Juni in Groß Särchen statt. Unter den Teilnehmern war der Initiator Joachim Nagel.

Groß Särchen (AK/SN). Der Sorbische Evangelische Heimattag in der Region Hoyerswerda stärkt Christen im Glauben. Er ermutigt zur Bewahrung der sorbischen Sprache und der Gemeinschaft. Dies war am 23. Juni die Botschaft des 13. Heimattages in Groß Särchen. Seit 2007 findet er statt, Jahr für Jahr wechselt der Ort. Initiator war Joachim Nagel, 1992 bis 2012 Pfarrer der Evangelischen Johanneskirchengemeinde Hoyerswerda-Altstadt mit den umliegenden Dörfern.

„Liebe erlöst die Welt. So wie die Liebe seiner Mutter Krabat vom Schwarzen Müller erlöst, so erlöst die Liebe Jesu uns Menschen“, nahm Superintendent Jan Mahling im deutsch-sorbischen Abendmahlsgottesdienst in seiner Predigt Bezug auf die Krabat-Sage. Musikalisch begleitete der Chor Seidewinkel unter Leitung von Kerstin Lieder den Gottesdienst. Teilehmer aus Groß Särchen, Hoyerswerda, Zeißig, Bergen und weiteren Orten zogen nach dem Gottesdienst begleitet von den Königswarthaer Blasmusikanten in die Gaststätte „Zur Weintraube“. Später, auf Krabats Neuem Vorwerk, sang der Gemischte Chor Groß Särchen. Traditionell stiegen zum Ende des Tages Luftballons in den sorbischen Farben Blau, Rot und Weiß in den Himmel.

Zu Gast beim Heimattag war auch Initiator Joachim Nagel. Seit 2012 lebt er in Polen. „Drei der vier Glocken in der Groß Särchener Kirche tragen sorbische Inschriften: Glaube, Hoffnung, Liebe. Wenn man sie hört, ergibt das einen wunderbaren Dreiklang“, meinte er in seinem Grußwort über die sorbischen Spuren von Groß Särchen. Zum ersten Mal zu Gast war Theresa Rinecker, seit Oktober 2018 neue Generalsuperintendentin des Sprengels Görlitz der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz. „Sie feiern heute ein Fest der Sprache und der Bräuche. Sie gestalten damit Herkunft und Heimat lebendig“, richtete sie ihre Grußworte an die Teilnehmer. „Die Suche nach den eigenen Wurzeln verbindet viele Menschen. Die Suche nach den eigenen Wurzeln offenbart Zukunftspotenzial“, unterstrich Marcel Braumann, Vorsitzender des Domowina-Regionalverbandes „Handrij Zejler“ Hoyerswerda. „Wer aufgehört hat, Sorbisch zu sprechen, freut sich, dass heute seine Enkel wieder Sorbisch können und im Kindergarten spielerisch erlernen.“

wozjewjene w: SN Deutsch
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