Mit sorbischer Begleitung

srjeda, 25. awgusta 2021 spisane wot:

Kulturnachmittag im Findlingspark war Besuchermagnet

Nochten (SN/MWj). Sorbische Besucher des Findlingsparks in Nochten können sich nun auch in ihrer Muttersprache zu den einzelnen Bereichen führen lassen. Dafür gibt es eine sorbische Version des Audioguides, der bereits in deutscher, tschechischer und polnischer Sprache vorliegt. Vorgestellt wurde der sorbische Audiobegleiter am 7. August im Rahmen eines Kulturnachmittags auf der Parkwiese. Zu dieser ersten öffentlichen Veranstaltung nach mehreren Monaten aufgezwungener Schließung sind mehr als 400 Besucher auf das beliebte Areal in der Nähe des Boxberger Kraftwerks ge­kom­men. Sorbisches Publikum aus den Gemeinden des Verwaltungsverbands Am Klosterwasser war ebenso anwesend wie Interessenten aus Bautzen und Storcha und natürlich viele aus der Gegend rund um Nochten. Die dortige Ortsgruppe der Domowina hatte den Nachmittag mit unterstützt.

Es geht voran

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Ein futurologisches Symposium von Sorben und Deutschen

Kamenz (SN/CoR). Es war nicht nur ein futurologisches Symposium über Sorben und Deutsche, das am 15. August in der Kamenzer Klosterkirche St. Annen im Rahmen des 4. Sechsstädtebundfestivals „Kommen und Gehen“ unter dem Titel „Eine Atempause – Geschichte wird ­gemacht! // Wodychnjenje – stawizny nasta­nu!“ stattfand, sondern vor allem auch von und mit ihnen.

Auf Suche nach der Zukunft

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Neue Betreuergeneration im Sprachlager des SSV für die Zukunft

Seifhennersdorf (SN/MiR). Im Sprach­­la­ger des Sorbischen Schulvereins (SSV) in Seifhennersdorf herrscht eine angenehme Anspannung. 93 Schüler aus fast allen sorbischen Grund- und Oberschulen, einer die sorbische Sprache unterrichtenden Oberschule sowie des Sorbischen Gymnasiums arbeiten an ihrer Wochenaufgabe. Auch Kinder aus Dresden, die in sorbischen Familien aufwachsen, sind dabei. Immer etwa zehn Teilnehmer verschiedenen Alters befassen sich gemeinsam mit dem Thema „Zukunft“. Kilian Schmole, Schüler der 9. Klasse der Ralbitzer Oberschule, erläutert: „Jede Gruppe entwickelt eigene Ideen für einen mit dem Handy gedrehten Videoclip. Am letzten Sprachlagertag haben wir unseren Film gezeigt und uns die Clips aller anderen Gruppen angesehen.“ Für das beste Video gab es den „Sorbischen Oskar“. „Es hat großen Spaß gemacht, war jedoch auch richtig anstrengend, die anfängliche Idee dahin zu entwickeln, dass Motive, Text und szenische Darstellung wirken“, erläutert Patrizia Dittrich, Schülerin der 5.

Swoboda kiwa – Die Freiheit winkt

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„Wer die Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“, dies sagte Dr. Friedrich Pollack vom Sor­bi­schen Institut, George Santayana zitierend, bei der Eröffnung der Wanderausstellung „Swoboda kiwa! Die Freiheit winkt!“ im Bautzener Steinhaus. Diese ist dort bis zum 5. September zu sehen.

Telegramm (25.08.21)

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Blick in die Geschichte vertiefen

Cottbus. Mit Blick auf den 75. Jahrestag der Neu-Gründung der Domowina in der Niederlausitz am 8. September 1946 in Werben empfahl Dr. Peter Schurmann, Vorsitzender des Regionalverbandes Niederlausitz, sich vertieft mit der Domo­wina-Geschichte in Brandenburg zu beschäftigen. Anders als die Regionalverbände in Sachsen trägt der Niederlausitzer in seiner Bezeichnung keinen Namen einer historischen Persönlichkeit. Ob das so bleibt, soll der Diskussion in der Mitgliedschaft anheimgestellt werden.

Sorbische Delegierte

Dresden. Dr. Lubina Mahling aus Königswartha ist eine von zwei Delegierten aus Sachsen, die an der 11. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) vom 31. August bis 8. September 2022 in Karlsruhe teilnehmen werden. Die Veranstaltung sollte in diesem Jahr stattfinden, wurde aber wegen der Corona-Pandemie auf 2022 verschoben. Wie das Landeskirchenamt in Dresden mitteilte, benannte der ÖRK die sorbische Historikerin als eine der Vertreterinnen ethnischer Minderheiten.

Für internationale Beziehungen

Weitere Hürde gemeistert

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Das Projekt „Sorbisches Wissensforum am Lauenareal“ hat eine weitere Hürde zu seiner Verwirklichung genommen.

Dresden (SN/JaW). Sachsen hat weitere konkrete Projekte für den Strukturwandel in den Braunkohlerevieren voran­gebracht, darunter auch das Sorbische Wissensforum am Lauenareal in Bautzen. Wie das Sächsische Staatsministe­rium für Regionalentwicklung mitteilte, hat eine interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) aus Vertretern aller Ministerien am 15. August „unter Leitung des Staatsministers für Regionalentwicklung Thomas Schmidt neun Projekte ausgewählt“, so Pressesprecher Frank Meyer. „Ich bin sicher, dass genau wie die Projekte der Landkreise und der Gemeinden auch die des Freistaates einen wichtigen Beitrag zur Strukturentwicklung im Lausitzer und im Mitteldeutschen Revier leisten werden“, sagte Minister Schmidt.

Lübben (SN/bn). „Lesen Sie sorbische Literatur oder hören Sie wendische Musik? Ob Ja oder Nein, das heutige erste sor­bische/wendische Literatur- und Musikfest ‚Wortschätze – Drogostki ze słowami – Słowne drohoćinki‘ in Lübben ermöglicht beides. Das facettenreiche Programm macht deutlich, dass Sprache und Kultur der Sorben/Wenden zentraler Bestandteil der Lausitzer Identität sind. Der Erhalt ihrer Kultur und Sprachen stiftet Identität, stärkt regionale Bindungen, steht für Vielfalt und ist eine Bereicherung für unser ganzes Land.“ So resümierte der Potsdamer Landesbeauftragte für Angelegenheiten der Sorben/Wenden und Kulturstaatssekretär Tobias Dünow die Premiere des sorbischen Literatur- und Musikfestes in Lübben.

Einer der geistigen Väter der Stiftung

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Schnell wurde auch in der Lausitz bekannt, dass am 12. August Kurt Biedenkopf 91-jährig verstorben ist. Für den in Lud­wigshafen Geborenen war die politische Wende, ebenso wie für viele Bürger der DDR, ein Neuanfang. Mit seiner Gattin Ingrid kam er nach Sachsen und wurde der erste Ministerpräsident des Freistaates nach dem Fall der Mauer. Nicht nur deutsche Politiker halten ihn für eine bedeutende Persönlichkeit für Sachsen, sondern auch sorbische.

„Kurt Biedenkopf war uns Sorben stets zugeneigt, entwickelte im Laufe der zwölf Jahre seines Wirkens als Ministerpräsident Sympathien und Verständnis für unsere – aus seiner Sicht – kleinen Sorgen“, äußert in seinem Buch „Leben im Zwiespalt 2“ Benedikt Dyrlich, der von 1990 bis 1994 SPD-Abgeordneter im Sächsischen Landtag war.

Ballack ist neuer Auswahltrainer

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Dissen (HA/SN). Die niedersorbische/wendische Fußballauswahl hat mit Sven Ballack einen neuen Trainer. Der 44-Jährige übernimmt das Ehrenamt von Horst Krautzig aus Sielow, so der Verein „Serb­ske balokoparje“. Krautzig musste aus privaten Gründen den Trainerposten niederlegen. „Ich habe sehr gern mit der Mannschaft gearbeitet. Nun geht es aber nicht mehr“, so Krautzig. Er war einer der Hauptinitiatoren zur Gründung des Fußball­vereins vor mehr als vier Jahren.

Sven Ballack ist in der Niederlausitz kein unbeschriebenes Blatt. Bereits in seiner Kindheit spielte er in verschiedenen Vereinen Fußball, unter anderem in Drewitz und Jänschwalde. Später schloss er sich Energie Cottbus als Betreuer und Jugendtrainer an. Mehr als 18 Jahre ist er als Schiedsrichter auf den Plätzen der Lausitz unterwegs. Einige Jahre war er auch Trainer der Eintracht Peitz. Nebenbei ist der Anlagenmechaniker sogar Bauer. Mit seinem Vater bewirtschaftet er „so nebenbei“ 180 Hektar Acker und Wiesen und hat mehr als 80 Rinder zu versorgen.

Neu-Jeßnitz (aha/SN). Vor gut 25 Jahren hat Monika Ziesch ihren sorbischen Trachtenfundus in Rosenthal gegründet. Ihr Ziel war es, die originale sorbische katho­lische Tracht den nächsten Gene­rationen zu erhalten. Mit ihren größeren und kleineren Puppen bietet sie einen Einblick in die Bräuche und Traditionen der katholischen Sorben. Unzähligen Frauen, Männern und Kindern hat sie in die­ser Zeit Teile der Trachten aus­geliehen. Um sich aber zu vergrößern, hat sie zusammen mit ihrem Ehemann Bernhard Ziesch in Neu-Jeßnitz eine Scheune zum neuen Fundus umgebaut und nach ihren Ideen gestaltet.

Vor dem Eingang in einen angebauten Wintergarten hat man einen schönen Ausblick auf einen grünen Garten. Ein Arbeitsraum schließt sich an. Dort sind alle Stühle weiß bezogen und in großen Schränken bewahrt Monika Ziesch die verschiedenen Trachten übersichtlich auf. Daneben befinden sich ein Um­kleideraum mit großem Spiegel und Sanitär­räume. Das Erdgeschoss misst 55 Quadratmeter.

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