Medienangebote ausbauen

srjeda, 26. meje 2021 spisane wot:

Digitalisierungskonzeption soll öffentlich diskutiert werden

Bautzen (SN/JaW). Die Stiftung für das sorbische Volk hat bis 2025 jährlich rund 24 Millionen Euro aus dem Finanzierungsabkommen zwischen dem Bund und den Ländern Brandenburg und Sachsen zur Verfügung. Das bestätigte der Stiftungsdirektor Jan Budar auf der Online-Pressekonferenz am 20. Mai nach einer Beratung des Stiftungsrates.

Wie Budar ausführte, seien mit der Zustimmung des Brandenburger Kabinetts zum neuen Abkommen zwei Tage zuvor alle Hürden für die Unterzeichnung des neuen Vertrages aus dem Weg geräumt. „Damit ist auch die vorläufige Haushaltsführung aufgehoben“, sagte der Stiftungsdirektor. Nun werde daran gearbeitet, schnellstmöglich einen Termin zur gemeinsamen Unterzeichnung zu finden. „Wir hoffen, dass bis Ende Juni alles unter Dach und Fach ist“, kündigte die Vorsitzende des Rates der Stiftung für das sorbische Volk Susann Schenk an. „Wir sind sehr froh über diesen Abschluss, da wir die erste Generation sind, die im Gegensatz zu unseren Vorgängern etwas entwickeln und aufbauen können.“

Zahl der Befragten interessant

srjeda, 26. meje 2021 spisane wot:

Sichtweise der Sorben/Wenden Schwerpunkt für den LausitzMonitor 2022

Mit dem haben dessen Initiatoren Stefan Bischoff, MAS Partner Leipzig, und Dr. Jörg Heidig, Prozesspsychologe – Institut für Organisationsentwicklung GmbH Quitzdorf am See, nach 2020 zum zweiten Mal ein repräsentatives Meinungsbild der Menschen in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald, Spree-Neiße, Elbe-Elster, Bautzen und Görlitz sowie der kreisfreien Stadt Cottbus zum Strukturwandel im Lausitzer Revier nach der Braunkohle vorgelegt.

Der sorbische Blick spiegelt sich darin wie bereits im Vorjahr auch 2021 nur in geringem Maß wider. Mit zwei Aussagen aus dem im Internet nachlesbaren Studiensteckbrief kann Stefan Bischoff aufwarten, die das Sorbische betreffen: Zum einen sehen 56 Prozent der Befragten in der „Mehrsprachigkeit“ ein starkes bzw. mittelstarkes Lausitz-Thema, zwölf Prozent wissen damit nichts anzufangen. Für 61 Prozent verbindet das „Sorbische Weltkulturerbe“ die Ober- und Niederlausitz stark bzw. mittelstark.

Geschichte modern erzählt

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Auf dem Ćišinski-Pfad sorbischen Dichter als Menschen kennenlernen

Panschwitz-Kuckau (SN/MWj). Um sich mit Leben und Wirken des katholischen Priesters und eines der bedeutendsten sorbischen Dichter Jakub Bart-Ćišinski (1856–1909) bekannt zu machen, eignet sich Panschwitz-Kuckau wie kein zweiter Ort. Hier steht sein Geburtshaus, die Hauptstraße im Ort trägt seinen Namen ebenso wie die Grundschule, in ihr ist auch eine Gedenkstätte beheimatet, im Lippe-Park steht ein Denkmal und im benachbarten Ostro ist er begraben. All diese Stätten verbindet seit Neuestem die Šćežka Ćišinskeho, der Ćišinski-Pfad. Das Projekt im Rahmen der sächsischen Mit-Mach-Initiative hat die Ortsgruppe der Domowina vorgeschlagen. Verwirklicht haben es Jadwiga und Fabian Kaulfürst. Beide hatten nicht nur die Idee, sondern investierten auch Hunderte Stunden ­Arbeit. Herausgekommen ist ein Weg, der nicht nur verschiedene Stätten im Leben Ćišinskis verbindet, sondern dem Besucher auch den Menschen Jakub Bart mit all seinen Zweifeln, Ecken und Kanten auf moderne Art und Weise näherbringt.

Ein Gutachten facht auch die Diskussion um die Zukunft des SNE an

Bautzen/Görlitz (AK/SN/CoR/JaW). Für viel Unruhe im Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien sorgt derzeit ein nicht veröffentlichtes Theatergutachten. Wegen finanzieller Probleme hatte die ­Gerhart-Hauptmann-Theatergesellschaft Görlitz-Zittau GmbH jüngst einen entsprechenden Auftrag an die Münchner Beratungsfirma actori vergeben und der Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien die Finanzierung übernommen. Bereits vor zehn Jahren hatte der Görlitzer Landrat Bernd Lange (CDU) für ein Kulturraumtheater geworben. Anlass für die jetzigen Sparvorschläge war maßgeblich das Auslaufen des Kulturpakts 2022, durch das Sachsen die Finanzierung vor allem des Gerhart-Hauptmann-Theaters (GHT) sicherstellte. Das neue Gutachten empfiehlt unter anderem die Zusammenlegung der Schauspiel-Sparten Zittau und Bautzen mit künftiger gemeinsamer Intendanz in Bautzen sowie die Fusion der Orchester des Sorbischen National-Ensembles (SNE) und der Neuen Lausitzer Philharmonie.

„Svatební a pohřební – Weddings and funerals“ ist das zweite Album des tschechischen Musikerkollektivs Lidová muzika z Chrástu. Wie der Titel nahelegt, interpretiert die Gruppe darauf traditionelle Hochzeits- und Klagelieder. Die Auswahl der insgesamt 30 Stücke erfolgte unter Berücksichtigung aller (historischen) Regionen Tschechiens. Sogar zwei deutschsprachige Weisen aus dem Sudetenland sowie ein Lied in der heute kaum noch gesprochenen Egerländer Mundart sind auf dem Tonträger zu finden. Außerdem wurden, auf die lange und freundschaftliche Beziehung zueinander verweisend, zwei Lausitzer Lieder aufgenommen, je eines auf Niedersorbisch und im Schleifer Dialekt. Das Kollektiv betritt mit den beiden letztgenannten Titeln keinesfalls Neuland, hatte es doch bereits mit dem vor etwa drei Jahren erschienenen Debüt „Za čěskimi horami (Jenseits der böhmischen Berge)“ eine Platte herausgebracht, die 25 teils stark bis hin zur Verfremdung und Dekonstruktion bearbeitete Volkslieder der Ober- und Niedersorben enthält.

Telegramm (26.05.21)

srjeda, 26. meje 2021 spisane wot:

Trauer um Pfarrer Rehor

Kamenz. Der sorbische Pfarrer Clemens Rehor ist am 9. Mai 68-jährig im Malteser-Krankenhaus in Kamenz gestorben. Er war Pfarrer in Radibor und Crostwitz sowie Bautzener Dekan. Als Geistlicher wirkte er auch außerhalb der Kirche für sein Volk, so nach 1990 als Mitglied des Bundesvorstandes der Domowina und in deren Präsidium sowie im Rat der Stiftung für das sorbische Volk, dessen Vorsitzender er ein Jahr lang war.

Entscheidung Ende Juni

Bautzen. Über ein alternatives Fest als Ausgleich zum Internationalen Folklorefestival „Lausitz“, das in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, will der sorbische Dachverband Domowina Ende Juni befinden. Darüber informierte der Pressesprecher nach der Beratung der Leitung mit den Regio­nalsprecherinnen und Referenten am 5. Mai.

Kursangebot komplett

Der Monat Mai geizte zwar noch mit Sonne und angenehm warmen Temperaturen, doch am Pfingstmontag lud das Wetter trotz des Windes auch in der Lausitz zu einer Fahrradtour ein. Dafür ist ein verkehrssicheres Gefährt notwendig. Darum sowie um kleinere und größere Reparaturen kümmert sich Joachim Sende in seiner Räckelwitzer Fahrradgarage. Foto: Felix Haase

Sorbische Töpfe gut gefüllt

srjeda, 26. meje 2021 spisane wot:

Potsdam/Dresden (SN/at). Das Vierte Finanzierungsabkommen für die Stiftung für das sorbische Volk ist auf der Zielgeraden. Als dritter und letzter Partner bekannte sich die Landesregierung in Potsdam zu ihrer Verantwortung: Brandenburg stellt von 2021 bis 2025 jährlich insgesamt die Summe von 3,986 Millionen Euro zur Verfügung, knapp 900 000 Euro mehr als bisher. Das beschloss das Kabinett am 18. Mai. Wie die Kultur- und Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) unterstreicht, „erhöhen wir unsere Förderung der Stiftung für das sorbische Volk um fast ein Drittel – so viel wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr. Das ist ein wichtiges Signal, um die Arbeit der sorbischen/wendischen Einrichtungen zu stärken.“

Im Rahmen des am 20. Mai vom Sächsischen Landtag beschlossenen Doppelhaushalts 2021/2022 des Freistaates stehen in diesem Jahr 8,492 Mio. Euro und im nächsten Jahr 8,015 Mio. Euro für die Stiftung für das sorbische Volk, für In­vestitionen, den Zejler-Preis für die sorbische Sprache und die Imagekampagne „Sorbisch? Na klar.“ zur Verfügung.

Strukturwandel breiter diskutieren

srjeda, 26. meje 2021 spisane wot:

Probleme, mit denen sich die Verantwortlichen der Domowina wie auch der Stiftung für das sorbische Volk schon seit Jahren plagen, werden im Prozess des Strukturwandels nach dem Kohleausstieg erneut deutlich sichtbar.

Bautzen (SN/at). Darüber berichteten Teilnehmer eines digitalen Treffens, zu dem der Domowina-Vorsitzende, Dawid Statnik, am 11. Mai eingeladen hatte. Wie der sorbische Dachverband informierte, einigten sich Mitglieder des Domowina-Bundesvorstandes, der Räte für sorbische Angelegenheiten in Sachsen und Brandenburg, des Rates der Stiftung für das sorbische Volk und ihres Parlamentarischen Beirates in einer zweistündigen lebhaften Diskussion auf die weitere sorbische Vorgehensweise beim Strukturwandel. Die Debatte zusammenfassend sprach Dawid Statnik von einem „Konsens, dass unsere Sprache der wesentlichste Ausdruck sorbischer nationaler Identität ist und die regionalen Sprachräume ihr Fundament sind“.

Auf ein halbes Jahrhundert Bühnenerfahrung schaute der beliebte Musiker Měrćin Wec­lich (rechts) im April zurück. (Wir informierten darüber in der vergangenen ­Ausgabe.) Anlässlich dieses Jubiläums besuchte Dawid Statnik, Vorsitzender der ­Domowina, den Künstler am 3. Mai zu Hause in Kuckau und überreichte ihm die ­Medaille „Serbski dudak“ (Sorbischer Dudelsackpfeifer) als besondere Ehrung. „Mit seiner unermüdlichen und sehr produktiven Kreativität und Schaffenskraft vermittelte er Generationen von Kindern und Jugendlichen lebendiges Sorbisch und attraktives sorbisches Leben für Alltag und Feiertag“, unterstrich Statnik. Foto: Felix Haase

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