Neue Führung stellt sich vor

srjeda, 29. awgusta 2018 spisane wot:

Sorbisches National-Ensemble ab dieser Spielzeit mit Doppelspitze

Bautzen (SN/bn). Im Sorbischen National-Ensemble hat am 1. August die Spielzeit 2018/2019 begonnen. Gleichzeitig trat die neue Intendantin Judith Kubitz ihren Dienst an. Somit wird das Haus ab die­ser Saison von einer Doppelspitze geführt, Diana Wagner übt weiterhin das Amt der kaufmännischen Geschäftsführerin aus. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 15. August stellte sich die neue Leitung vor und erörterte ihre kommende Aufgabenteilung ebenso wie den aktuellen Spielplan.

Unterstützung aus Parteien

srjeda, 29. awgusta 2018 spisane wot:

Zur Wahl des Sorbischen Parlaments sind noch weitere Vorschläge möglich

Sollen wir die Wahl des Sorbischen Par­laments/Serbski Sejm unterstützen oder nicht? Diese Frage stellten sich die Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Sorbische Linke/Serb­ska Lěwica in Sachsen ebenso wie jene, die im Arbeitskreis Sorben-Wenden beim Landesvorstand der SPD engagiert sind.

In der Sorbischen Linken führte das am 24. Juli zu einer umfangreichen Diskussion. Für die einen ist die Domowina die legitimierte Vertreterin des sorbischen Volkes, das ergebe sich schon aus ihrer­ Geschichte. Der geschichtliche Aspekt­ sei eine Seite, differenzierten andere. Jedoch verwiesen sie auch kritisch auf das Wirken des Dachverbandes als Verein nach der politischen Wende. Dort sei es der Domowina nicht gelungen, in we­sentlichen, für das Volk existen­ziellen Fragen den staatlichen Instanzen mit der für eine bedrohte Minderheit notwendigen Härte gegenüberzutreten.

Am 15. August wäre Annemarie Schierz 100 Jahre alt geworden. Dem Leben und Schicksal der Jüdin, die in Horka bei Crostwitz sorbisch aufwuchs und als junges Mädchen zum katholischen Glauben übergetreten war, setzte der sorbische Schriftsteller Jurij Koch 1963 mit seinem Erstlingswerk „Židowka Hana“ ein literarisches Denkmal. Wissen­schaftler arbeiten weiter daran, um zu erforschen, wie „Hana“ – so wurde sie im Dorf genannt – Opfer der Judenverfolgung in Deutschland wurde.

Bautzen/Horka (SN/at). Kochs Novelle „Židowka Hana“ interessierte den Historiker Dr. Hermann Simon, Gründungs­direktor der Stiftung Neue Synagoge – Centrum Judaicum in Berlin, im Jahr 1990 sehr. Wollte er doch eine Arbeit über Juden und Sorben schreiben. Simon konnte sich seinerzeit den Inhalt nicht erschließen, denn das Büchlein lag nur in sorbischer Sprache vor, und Jurij Koch war nicht bereit, das frühe, aus seiner späteren Sicht handwerklich nicht ausgereifte Werk ins Deutsche zu übertragen.

Das Thema Wolf sorgt in der Bevölkerung immer wieder für Spannungen und erhitzte Gemüter. Ende Juli hatte das Raubtier zwei Damhirsche durch Cunnewitz (Gemeinde Ralbitz-Rosenthal) gejagt und getötet.

Start ins neue Schuljahr

srjeda, 29. awgusta 2018 spisane wot:

Minister Christian Piwarz (CDU) ist vom Handlungsprogramm überzeugt

Bautzen (SN/MiR). Lehrermangel überall und Hoffnung auf Besserung. So sieht Sachsens Staatsminister Christian Piwarz (CDU) das sächsische Schulwesen. „In den Grund- und Förderschulen haben wir weiterhin einen hohen Lehrerbedarf. In den Gymnasien hingegen ist der Trend positiv“, so der Minister. Die Oberlausitz gehört neben Chemnitz zu den­ Regionen Sachsens, in denen die meisten Lehrer fehlen. Deshalb sollen dort Weiterbildungseinrichtungen für Seiteneinsteiger entstehen. „Erst in den kommenden Jahren werden wir Ver­änderungen spüren. Grundlage ist das sächsische Handlungsprogramm ,Nachhaltige Sicherung der Bildungsqualität in Sachsen‘. Im kommenden Jahr wird es gestartet und die Situation verbessern“, so der Minister. Sachsen konnte zum Schuljahresbeginn 2018/2019 an öffentlichen Schulen von insgesamt 1 100 nur 870 freie Stellen besetzen. 828 ausgebildete Lehrer und 1 071 Seiten­einsteiger hatten sich beworben. Unter ihnen waren zweihundert, die Lehramt außerhalb Sachsens studiert haben.

Erfolgreicher Musiksommer

srjeda, 29. awgusta 2018 spisane wot:

Unter der Überschrift „Landschaften – Krajiny“ fand der 13. Lausitzer Musiksommer statt. Etwa 2 900 Besucher haben­ die insgesamt 15 Veranstaltungen vom 20. Juli bis 5. August in acht verschiedenen Spielorten respektive -stätten besucht.

Durch die Augen eines Kindes

srjeda, 29. awgusta 2018 spisane wot:

Trotz des derzeit eher rückläufigen Interesses am klassischen Buch erscheint Monat für Monat eine schier unüberschaubare Anzahl an Publikationen. Umso bemerkenswerter in diesem Zusammenhang sind jene Enthusiasten, die ihre­ Werke auf eigene Kosten selbst verlegen und versuchen, sie dem Leser mit im Vergleich bescheidenem Werbeaufwand nahezulegen. „Katta – Lausitzer Kindheitsgeschichten“, das Debüt von Hagen P. Kaden, gehört in diese Kategorie. Warum sich kein Verlag dazu bereit erklärt hat, es unter seinem Dach zu veröffentlichen, ist genauso unverständlich wie nachvollziehbar: Einerseits beinhaltet das Buch teils äußerst detaillierte Geschich­ten aus dem Alltag in der DDR kurz nach ihrer Gründung, andererseits spielen diese in einem sehr spezifischen, lokalen Rahmen.

Telegramm (29.08.18)

srjeda, 29. awgusta 2018 spisane wot:

Ehrenamtler des Monats

Bautzen. Ludwig Sachße aus Radibor wurde als erster Bürger des Landkreises Bautzen als „Ehrenamtler des Monats“ geehrt. Landrat Michael Harig überreichte die Auszeichnung am 21. August. Ludwig Sachße betreut seit dreizehn Jahren eine Schülergruppe aus der Grund- und Oberschule Radibor, mit der er Bänke und Nistkästen baut. Diese Ehrung soll zukünftig monatlich verliehen werden.

Sieger im Orgelwettbewerb

Armagh. Der sorbische Organist Johannes Krahl aus Dobranitz, Gemeinde Göda, gewann den Internationalen Orgelwettbewerb Northern Ireland Inter­national Organ Competition Mitte August im nordirischen Armagh. In der dortigen St. Patrick’s Cathedral überzeugte er die Juroren mit seinem Spiel und setzte sich gegen die Konkurrenz durch. Die dreizehn Teilnehmer kamen u. a. aus Italien, China, Frankreich, der Schweiz, England und Deutschland.

Acht Auftritte in Peru

Erfolg bestätigt

srjeda, 29. awgusta 2018 spisane wot:

Bautzen (SN/JaW). Die Europäische Bürgerinitiative der Föderalistischen Union europäischer Nationalitäten (FUEN) zur Stärkung von Minderheitenrechten auf der Ebene der Europäischen Union Minority SafePack (MSPI) ist als erfolgreich anerkannt worden. Insgesamt 1 128 385 Unterschriften sind von den nationalen Behörden aller 28 EU-Mitgliedsstaaten als gültig bestätigt worden, informierte die FUEN in einer Pressemitteilung am 30. Juli. In elf Ländern wurde die geforderte Unterschriftenzahl erreicht, jedoch nicht in Deutschland.

Domowina-Vorsitzender David Statnik nennt den Erfolg der MSPI eine große Errungenschaft. „Ich freue mich sehr, dass die Initiative erfolgreich war. Ich danke allen, die sie unterschrieben haben – Sorben, Freunden und Politikern –, die unsere Angelegenheit unterstützt haben. Auch wenn wir in Deutschland die erforderliche Unterschriftenzahl nicht erreicht haben, trugen wir dennoch zum Erfolg der Mission bei.“

Potsdam (SN). Zweisprachige Bildung in Brandenburg stand im Mittelpunkt einer Gesprächsrunde des Brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) und der Beauftragten der Landesregierung für sorbische/wendische Angelegenheiten Ulrike Gutheil mit Ver­tretern der Sorben/Wenden am 10. August in Potsdam. Die Sorben/Wenden vertraten neben dem Domowina-Vorsitzenden David Statnik der stellvertretende Domowina-Geschäftsführer Marcus Kointzer, der Vorsitzende des Beirates für sorbische/wendische Angelegenheiten Brandenburgs Torsten Mack sowie der Direktor der Stiftung für das sorbische Volk Jan Budar.

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