Musik als Sprachvermittler

srjeda, 31. awgusta 2022 spisane wot:

Gelungene Premiere: das „1. Sorbische Sommerfest“ in Preititz

Preititz (SN/bn). „Die Motivatoren zur Schaffung von sorbischen Sprachräumen beleben und fördern das Sorbische in Regionen, in denen die sorbische Sprache im Alltag verloren gegangen ist. Sie wirken vor Ort und bilden Netzwerke Interessierter.“ So beschreibt die Domowina das Aufgabenspektrum der von ihr vor gut zwei Jahren ins Leben gerufenen beruflichen Stellung. Eines der wirksamsten Mittel der Sprachvermittlung ist die Musik. Sich dessen bewusst, hat der für die Gegend um Malschwitz zuständige Motivator Lucian Kaulfürst das „1. Sorbische Sommerfest“ in Preititz initiiert und gemeinsam mit vielen lokalen und regionalen Partnern organisiert. Ende Juli konnte er etwa 200 Gäste auf dem Hof des Gutshauses und Schlosses Preititz begrüßen.

Im Netz auch sorbisch?

srjeda, 31. awgusta 2022 spisane wot:

Internet-Auftritte Lausitzer Kommunen sind dabei sehr unterschiedlich

Am 15. Januar 2003 berichteten die Serbske Nowiny über die Einbeziehung des Sorbischen auf den Internetseiten Lausitzer Kommunen. Rund 20 Jahre später haben wir uns erneut auf einigen der damals untersuchten Webseiten umgeschaut und die Ergebnisse verglichen.

Bautzen/Cottbus (SN/pdź). Unsere Wanderung durch das Netz beginnen wir im Zentrum der Niederlausitz, auf der Homepage der kreisfreien Stadt Cottbus. Hier wird der Besucher mit der Zeile „Willkommen in Cottbus/Chóśebuz“ begrüßt. Aber nur, wenn für die Seite die deutsche Sprachversion eingestellt ist. Der Leser kann zwischen vier weiteren Sprachen auswählen, darunter ist Niedersorbisch. Prominent werden nun drei Rubriken angezeigt: gósći (Gäste), pśedewzarje (Unternehmer) und běrgarje (Bürger). Informationen und Links zu allen wichtigen niedersorbischen Institutionen sind ebenfalls angegeben. Vor 20 Jahren waren die Verweise zu dem, was in der Stadt sorbisch/wendisch ist, um ein Vielfaches geringer.

Die neue interdisziplinäre Abteilung des Sorbischen Instituts „Regionalentwicklung und Minderheitenschutz“ hat sich am 23. August in einer Online-Pressekonferenz vorgestellt.

Cottbus (SN/CoR). Alles in allem acht Mitarbeiter wollen sich unter Leitung von Dr. Lutz Laschewski zukünftig drei Themen widmen: der Revitalisierung des Niedersorbischen, der Inwertsetzung der sorbischen Kultur in der Lausitz sowie der Minderheitenpolitik. Institutsdirektor Dr. Hauke Bartels sieht den ersten Erfolg der langjährigen Bemühungen seines Hauses darin, dass „sorbische Themen zunehmend in Öffentlichkeit und Politik berücksichtigt werden“. Die neue Abteilung ist eines von sechs Projekten in Brandenburg, die aus dem Förderprogramm des Bundes „Sorbische Sprache und Kultur im Strukturwandel“ gefördert werden, und dies bis zum Jahr 2032 mit rund 6,2 Millionen Euro. „Wir wollen unsere Kompetenz hinsichtlich einer evidenzbasierten Politikberatung bereitstellen und sie weiter ausbauen“, bekräftigte Hauke Bartels.

Bautzen (SN/at). Mit dem sorbischen Dachverband Domowina machten sich dreißig junge Menschen im Alter von 17 bis 28 Jahren aus der Ukraine, Georgien und Deutschland Anfang August im Bautzener Haus der Sorben bekannt. Sie sind Teilnehmer eines vom Dresdener Verein wost organisierten Projekts.

Dabei vermittelte ihnen Madlena Di Sarno, Domowina-Referentin für Angelegenheiten des Dachverbandes, einen Überblick über die Sorben und deren nationale Organisation. Wie Marcel Braumann, Pressesprecher der Domowina, informierte, blickte die Referentin gemeinsam mit den Gästen in die Geschichte. Sie erläuterte ebenso die Strukturen sorbischer Institutionen, Gremien und Medien. In einem weiteren Punkt widmete sie sich den heutigen Schwerpunkten wie auch Herausforderungen in der Tätigkeit des Bundes sorbischer Vereine und Regionalverbände.

Astrophysik in Cunnewitz

srjeda, 31. awgusta 2022 spisane wot:

Viele Fragen und einige Antworten zum geplanten Zentrum für Astrophysik wurden gemeinsam Mitte August am Grill in Cunnewitz erörtert.

In unmittelbarer Nähe von Cunnewitz, Gemeinde Ralbitz-Rosenthal, laufen seit März diesen Jahres Probebohrungen des Deutschen Zentrums für Astrophysik (DZA). Diese Bohrungen sollen die Bestätigung dafür liefern, dass das geplante Einstein-Teleskop des DZA hier errichtet werden kann. Der geologische Untergrund in circa 250 Metern Tiefe liefere hier einmalige Bedingungen für wissenschaftliche Forschungen. Mit Hilfe des überdimensionalen Teleskops sollen Gravitationswellen gemessen werden, die Aufschluss über das Weltall, seine Entstehung und Struktur geben sollen. Die so gewonnenen Erkenntnisse können, wie die Anwesenden erfuhren, auf vielen Gebieten der Wirtschaft eingesetzt werden.

Schleife/Groß Düben/Trebendorf. Der Ausbau der modernen Breitbandtechnik für schnelles Internet kommt weiter voran. Dies unterstreichen die Bürgermeister der Gemeinden Schleife, Groß Düben und Trebendorf im aktuellen Amtsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Schleife. „Die Arbeiten im Bereich nördlich der Bahnlinie in Schleife sind abgeschlossen“, sagt der Schleifer Bürgermeister Jörg Funda (CDU). Die Tiefbau-Arbeiten in Schleife-Süd laufen derzeit und dauern bis Ende August an. Danach will die Telekom die Glasfaser einlegen und zugleich die Kabelverzweiger anschließen.

Ausgelassen nachhaltig

srjeda, 31. awgusta 2022 spisane wot:

Festival der Vielfalt elektronischer Klänge mit inhaltlichem Anspruch

Miltitz (SN/bn). Ausgelassen feiern und die brennenden gesellschaftlichen Themen der Zeit dennoch nicht außer Acht lassen ist das Konzept des Festivals Meta Solis. Am ersten Augustwochenende wurde es vom Verein, der sich nach diesem Event benannt hat, zum vierten Mal am Miltitzer Steinbruch veranstaltet. Von vornherein auf Nachhaltigkeit ausgerichtet – so werden vegetarische/vegane Speisen vor Ort aus regionalen Produkten zubereitet und verkauft, die feilgebotenen Getränke stammen von lokalen Herstellern –, stand dieses Jahr neben der Musik der Strukturwandel in der Lausitz, resultierend aus dem Ende des Braunkohleabbaus, im Mittelpunkt.

Wer war diese starke Frau, die zum Engel von Sibirien wurde? Welches geöffnete Zeitfenster nutzte sie, um sich zu einer so starken Persönlichkeit zu entwickeln? Was machte ihre Persönlichkeit aus?

Solchen und ähnlichen Fragen geht der Autor Dr. Dieter Rostowski aus Kamenz nach. In seiner 53-seitigen Broschüre „Elsa Brändström (1888–1948) – Engel von Sibirien“ zeichnet er den Lebensweg der Tochter eines schwedischen Diplomaten nach, die in St. Petersburg geboren, „... auch in der (sorbischen) Oberlausitz ihre Spuren hinterließ“. Der Autor ist familiär durch seine Schwiegertochter Beate R. mit der Heil- und Kur­stätte Marienborn in Schmeckwitz verbunden, die hier ihr Elternhaus hatte. Diese Schrift hat er also in persönlicher Verbundenheit verfasst.

Telegramm (31.08.22)

srjeda, 31. awgusta 2022 spisane wot:

Sommerferienkurs beendet

Bautzen. Zum Abschluss des diesjährigen internationalen Sommerferienkurses für sorbische Sprache und Kultur des Sorbischen Instituts wurde allen 51 ­Seminaristen eine Teilnahmeurkunde überreicht. 13 Kursisten hatten zudem erfolgreich ihre Prüfung bestanden und erhielten Zertifikate nach dem internationalen Referenzrahmen A1 bis B2.

Sorbische Delegierte

Karlsruhe. Dr. Lubina Mahling aus Königswartha nimmt auf Vorschlag der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens als sorbische Delegierte an der 11. Vollversammlung des Ökumenisches Rates der Kirchen teil, die vom 31. August bis 8. September in Karlsruhe stattfindet. Der Rat gilt seit seiner Gründung im Jahr 1948 als zentrales Organ der ökumenischen Bewegung. Ihm gehören 352 Mitgliedskirchen aus mehr als 120 Ländern an.

Bildungsreise nach Schweden

Abendzeitung droht personell auszubluten

srjeda, 31. awgusta 2022 spisane wot:

Redakteurinnen und Redakteure der Serbske Nowiny haben auch außerhalb des Domowina-Verlags gute Berufsperspektiven. Davon zeugen drei Abgänge zum 30. September. Die Stellen neu zu besetzen stellt sich als überaus schwierig dar. Damit verschärft sich die angespannte Lage in der Redaktion und die Zukunft der sorbischen Abendzeitung ist bedroht, zumal auch noch weitere Stellen vakant sind.

Bautzen (SN/at). Der bisherige Chefredakteur der Serbske Nowiny, Janek Schäfer, wird ab 1. Oktober als gehobener Redakteur in der Sorbischen Redaktion des Senders MDR arbeiten. Einen Tag nachdem er seinen Arbeitsvertrag unterschrieben hatte, informierte er die Redaktion über seine berufliche Zukunft. Die Aussage bestätigte unserer Zeitung Bogna Koreng, Leiterin des Studios Bautzen des MDR. Die Serbske Nowiny hatten am 5. Juli darüber informiert, dass Schäfer seinen bestehenden Vertrag als Chefredakteur der Serbske Nowiny und Abteilungsleiter für Zeitungen und Zeitschriften im Domowina-Verlag gekündigt hat.

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