Bauer sucht Frau auf Sorbisch

srjeda, 26. januara 2022 spisane wot:

Das Vogelhochzeitsprogramm „Die falsche Braut“ kam gut an

Crostwitz (SN/CoR). Erst um ein Jahr verschoben, im Dezember dann zunächst abgesagt und eine gute Woche vor der Premiere dann doch noch auf den Spielplan gesetzt: das Vogelhochzeitsprogramm „Die falsche Braut“ des Sorbischen National-Ensembles (SNE). Mit lange anhaltendem Applaus bedankte sich das Premierenpublikum am 21. Januar bei Orchester, Ballett und Chor für die temperamentvolle Vorstellung. Ca. 400 Zuschauer erlebten in der zweifach ausverkauften Crostwitzer Mehrzweckhalle „Jednota“ die insgesamt drei Aufführungen des Singspiels in zehn Bildern. „Besonders möchte ich allen Mitwirkenden für die großartige Zusammenarbeit in diesen schweren Zeiten danken“, betonte SNE-Intendant Tomaš Kreibich-Nawka in seiner Begrüßung und nutzte die Gelegenheit, dem Publikum den neuen Chorleiter Tvrtko Karlović und den erst seit November hier tätigen Orchesterleiter Peter WesenAuer zu präsentieren.

Eine Fundgrube der Geschichte

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Obwohl das zweibändige Werk „Die Oberlausitz im Zweiten Weltkrieg“ bis auf die Titel keine einzige Abbildung enthält, hilft es den nachfolgenden Generationen, sich ein Bild von der Region vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg zu machen. Autor Michael Richter hat eine Überfülle Fakten zusammengetragen, die er auf 1 350 Seiten vor dem Leser ausbreitet. Eine wahre Fleißarbeit! Doch Unterhaltungsliteratur ist das nicht. Es ist eine wissenschaftliche Arbeit, die dennoch für den Laien über weite Strecken gut lesbar ist. Mit einer Einschränkung: Fast seitenlange Aufzählungen von Namen, Zahlen, Orten, Dienstgraden etc. wirken ermüdend. Spannend wird es immer dann, wenn Zeitzeugen zu Wort kommen.

Telegramm (26.01.22)

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Maćica ruft zur Diskussion auf

Bautzen. Mit der Frage „Sind nur ,Männer ewigen Gedenkens würdig‘?“ hat der sorbische wissenschaftliche Verein Maćica Serbska zur Diskussion über zwei Zeilen in der 2. Strophe der sorbischen Hymne aufgerufen. Hintergrund dafür sind Bemühungen, Frauen nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch in der Sprache sichtbarer werden zu lassen. Ein Vorschlag zur Änderung liegt dem Aufruf bei. Den Text der Hymne verfasste Handrij Zejler (1804–1872).

Juro Mětšk gestorben

Bautzen. Der bedeutende sorbische Komponist und Ćišinski-Preisträger Juro Mětšk ist im Alter von 67 Jahren am 20. Januar nach schwerer Krankheit im Hospiz Herrnhut gestorben, wie seine Ehefrau Ulrike Mětškowa der sorbischen Abendzeitung mitteilte. Der gebürtige Bautzener und Vertreter der sogenannten Neuen Musik wirkte seit 1986 als freischaffender Komponist.

Neue Mitglieder im Stiftungsrat

In den sorbischen Kindertagesstätten wurde der Brauch der Vogelhochzeit am 25. Januar auf traditionelle Weise gepflegt. ­Marlene Büttner und Noa Loch waren dabei als Braut und Bräutigam besonders stolz, in Panschwitz-Kuckau von neugierigen Zuschauern im Hochzeitszug in ihrer schicken Tracht bewundert zu werden. Die dortige Kindertagesstätte, deren Träger das Christlich-Soziale Bildungswerk ist, erfreute damit viele Dorfbewohner in der anhaltenden Corona-Zeit. Foto: Felix Haase

Konzeptentwurf liegt vor

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Eröffnung der sorbischen Nachwuchs- und Medienakademie verschoben

Bautzen (SN/JBo). Die im vergangenen Jahr angekündigte Gründung und Eröffnung einer sorbischen Nachwuchs- und Medienakademie hat die Stiftung für das sorbische Volk in Bautzen als deren Trägerin auf den 1. Juli verschoben. Das bestätigte den Serbske Nowiny die Verantwortliche der Stiftung für Marketing und Ko­operationen Hana Budar auf Anfrage. „Nachdem wir Michael Ziesch und einen Teil der Technik des im letzten Jahr geschlossenen Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanals SAEK übernommen hatten, haben wir schnell festgestellt, dass das Aufgabenspektrum einer solchen Akademie sehr vielfältig ist. Deshalb wollen wir die neue Struktur erst aufbauen, wenn auch ein Konzept für sorbische Medienpädagogik und -produktion sowie für eine schlüssige Finanzierung vorliegt“, erläutert Budar.

Strukturwandelprojekte bedroht

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Im März wollen die Ampelkoalitionäre den Entwurf des Bundesetats 2022 in den Bundestag einbringen. Im Sommer soll er dem Bundesrat vorliegen. Die damit verbundene vorläufige Haushaltsführung bis in die zweite Jahreshälfte bedroht sorbische/wendische Strukturwandelprojekte, die auf Fördermittel des Bundes aufgebaut sind.

Potsdam (SN/at). Die schlechte Nachricht überbrachte Měto Nowak, Referent im Brandenburger Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, am Ende­ der digital durchgeführten Beratung des Rates für Angelegenheiten der Sorben/Wenden am 18. Januar. Das Bundesministerium des Innern habe über den Weg zum beschlossenen Bundeshaushalt 2022 informiert. Demnach soll der Haushaltsentwurf im März ins Par­lament eingebracht und abschließend durch den Bundesrat „im Sommer“ behandelt werden. „Das bedeutet, die vorläufige Haushaltsführung dauert bis in den Sommer an. Sorbische Strukturwandelprojekte können frühestens im August starten“, erläuterte Nowak.

Drei neue Titel eingespielt

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Die Vokalgruppe Serbski młodźinski oktet (Sorbisches Jugendoktett) spielte am 9. Januar im Ballroom-Studio Dresden drei neue Titel ein. Zu Gedichten von Beno Budar komponierte Měrćin Weclich die Melodien, die wiederum Johannes Gerstengarbe musikalisch bearbeitet hat. Die Musik spielten Mitglieder der in ganz Europa bekannten Dresdner Formation Banda Internationale ein, die 2017 auf dem Internationalen Folklorefestival auf dem Wessela-Hof in Crostwitz zu erleben war. Mit der Produktion der Stücke „Heja“, „Da, da, da“ und „Wjelbowančka“ hatte der Sorbische Rundfunk des MDR den Musikverlag Weclich beauftragt. Foto: Jan Mikol

Gericht fordert Nachbesserung

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Bautzen (SN/at). In der Domowina rückt eine außerordentliche Hauptversammlung näher. Das wurde nach einem Gespräch ihres Vorsitzenden Dawid Statnik mit den Spitzen der Regionalverbände und überregionalen Vereine am 17. Ja­nuar bekannt. Der Hintergrund ist, dass die von der 20. Hauptversammlung 2021 in Schleife beschlossene Satzungsänderung in einem Punkt vom Amtsgericht Dresden so nicht akzeptiert wird.

Der Artikel 8, Absatz 1 sei nicht konkret genug formuliert, kritisierte das Gericht. Dabei geht es darum, dass der Bundesvorstand weitere Vertreter im Sinne des § 26 BGB berufen darf, denen jedoch das Recht, die Domowina selbstständig juri­stisch zu vertreten, nicht übertragen wird. Diese wollte das „Vieraugenprinzip“ gewährleisten. Das muss nun klarer beschrieben werden, informierte der sorbische Dachverband.

Die beteiligten Vorsitzenden sprachen sich für eine außerordentliche Haupt­versammlung mit weniger Delegierten und nur einem Tagesordnungspunkt aus. Denn auch alle anderen Änderungen der Satzung sind noch nicht gültig.

Erfahrungsaustausch bleibt ein Ziel

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Hoyerswerda (SN/at). Im Rahmen des sorbischen Kommunalprogramms fördert der Freistaat Sachsen das Servicebüro für die sorbische Sprache in Hoyerswerda. Es hat sein Domizil im dortigen Haus der Domowina.

Aus Sicht von Dr. Jens Baumann, für dieses Programm im Staatsministerium des Innern zuständig, „ist die Nachfrage der sorbischen Kommunen an das Servicebüro konstant groß und bezieht sich auf viele Aspekte sorbischer Belange im kommunalen Alltag. Die Fortentwicklung der Sprache auch im behördlichen Alltag spielt eine wichtige Rolle.“ Das beobachtet Baumann auch für die Wahrnehmung kultureller Aktivitäten und die Vernetzung untereinander. „Ich freue mich, dass das Kommunalprogramm somit als ein regionaler Impuls direkt greifbar wird“, äußerte er gegenüber der sorbischen Abendzeitung nach seinem Besuch im Servicebüro am 19. Januar.

„Via Sorabica HoyWoj“

srjeda, 26. januara 2022 spisane wot:

Hoyerswerda (SN/at). Mit der Stadt Hoy­erswerda plant der dortige Domowina-Regionalverband „Handrij Zejler“ ein neues Projekt zu verwirklichen. Damit soll ein Weg entstehen, den Informationstafeln säumen, um Wissen über sorbische Spuren in der Stadt zu vermitteln. Mit diesem Vorhaben befasste sich der Regionalvorstand auf seiner Beratung am 20. Januar im Hoyerswerdaer Domowina-Haus. Einen umfangreichen ersten Entwurf für die auf diesem Pfad beabsichtigten Stationen hat das Vorstandsmitglied Werner Sroka erarbeitet. Umgesetzt werden soll das Ganze mit städtischen Partnern und einem Forschungsprojekt für Gymnasiasten. Auch über den Namen des Weges wurden erste Gedanken ausgetauscht, ein Beispiel lautet „Via Sorabica HoyWoj“.

Das Treffen nutzten die Vorstandsmitglieder des Weiteren dafür, um Termine für das neue Jahr abzustimmen. So sind vier Workshops zu sorbischen Bräuchen, drei Treffen des „Sprachleuchtturms“, ein Familiennachmittag sowie eine Fahrt des Regionalverbandes zum Dudelsackfestival nach Schleife vorgesehen.

nawěšk

nowostki LND