Kontinuität der Gewalt von rechts

srjeda, 27. nowembera 2019 spisane wot:

Bautzen (SN/bn). Am Volkstrauertag fand in der Gedenkstätte Bautzen der literarisch-musikalische Abend „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen“ statt. Der Schauspieler Roman Knižka rezitierte Texte, die aus verschiedenen Blickwinkeln die Entwicklung des Rechtsextremismus in Deutschland nach 1945 beleuchten. Beginnend mit der „antisemitischen Welle“ im Jahr 1959, der darauffolgenden Feststellung Konrad Adenauers, es sei „nichts zu befürchten“, bis hin zu den Anschlägen des Nationalsozialistischen Untergrundes „sind bislang etwa 200 Menschen ums Leben gekommen“, schloss Knižka.

Das Berliner Bläserquintett Ensemble Opus 45 umrahmte die Lesung musikalisch mit Werken von Paul Hindemith, György Ligeti und Pavel Haas. Der gemeinsamen Veranstaltung der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Stiftung Sächsische Gedenkstätten wohnten etwa 150 Gäste bei.

Hand in Hand – Gewinn für beide

srjeda, 27. nowembera 2019 spisane wot:
Axel Arlt

Für Kittlitz bei Löbau war es schon ein bewegendes Ereignis. Ein Musikwerk kehrt an den Ort zurück, in dem es vor 125 Jahren entstand. Gleichzeitig wird damit ein Kantor in Erinnerung gerufen, der 36 Jahre in der Kirchgemeinde wirkte und dort auch seinen Lebensabend verbrachte.

Korla Awgust Kocor, oder deutsch Karl August Katzer, ist allgemein gesagt der sorbische Nationalkomponist. Er lebte und wirkte zur Zeit der Romantik. Seine Werke bezaubern bis heute. Das bestätigten nicht zuletzt Musikerinnen des erweiterten Collegium musicum Zittau, das die orchestrale Begleitung zur Aufführung von Kocors geistlichem Oratorium „Sorbisches Requiem“ am 10. November in der Kirche zu Kittlitz und am 24. November in der Zittauer Johanniskirche übernommen hatte.

Kluger kreativer Widerstand

srjeda, 30. oktobera 2019 spisane wot:

Ćišinski-Preis an Maria Elikowska-Winkler und Förderpreis für Radio Satkula

Panschwitz-Kuckau (SN/CoR). Zum ersten Mal, seitdem die Stiftung für das sorbische Volk den Ćišinski-Preis aus der DDR-Staatstradition heraus in ihre Verantwortung übernommen hat, nahm sie die Verleihung der höchsten sorbischen Auszeichnung auch selbst vor. Susann Schenk, Vorsitzende des Stiftungsrates, übergab am 19. Oktober im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau der niedersorbischen Lehrerin und Journalistin Maria Elikowska-Winkler den mit 7 500 Euro dotierten Ćišinski-Preis sowie den Förderpreis (2 500 Euro) an das Team des Jugendmagazins Satkula des Sorbischen Rundfunks beim MDR. An der Festveranstaltung im Geburtsort des Dichters Jakub Bart-Ćišinski nahmen neben­ dem Vorsitzenden des Parlamentarischen Beirates und sächsischen Landtagsabgeordneten Marko Schiemann (CDU), der brandenburgischen parlamentarischen Beirätin Kerstin Kirch­eis, der Cottbuser Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe (SPD) auch der Direktor des MDR-Landesfunkhauses Dr. Sandro Viroli teil.

Besonderer Dank den Eltern

srjeda, 30. oktobera 2019 spisane wot:

Von der diesjährigen Auszeichnungsveranstaltung der Domowina

Bautzen (SN). Danke zu sagen für die geleistete Arbeit und vorbildliche Akteure zu ehren, das hat im Dachverband sorbischer Regionalverbände und Vereine Domowina eine gute Tradition. Mit Blick auf den Jahrestag ihrer Gründung am 13. Oktober 1912 verlieh deren Vorsitzender David Statnik gemeinsam mit den Vertretern der vorschlagenden Vereinigungen den Domowina-Preis, den Domowina-Nachwuchspreis sowie das Ehrenabzeichen der Domowina am Vorabend des Tages der deutschen Einheit im Bautzener Haus der Sorben.

Goldene Gedenktafel enthüllt

srjeda, 30. oktobera 2019 spisane wot:

„Jahr der Sorben“ in Liberec mit drei Premieren feierlich eröffnet

Liberec (SN). Mit der feierlichen Enthüllung einer goldenen Gedenktafel am Eingang des Hauses A der Technischen Universität Liberec (TUL) begann offiziell „Rok Lužických Srbů v Libereckém kraju“, das „Jahr der Lausitzer Sorben in der Reichenberger Region“. In den kommenden Monaten soll im Rahmen von insgesamt 33 Veranstaltungen die Kultur und Geschichte der Sorben – auch, aber nicht nur – in Nordböhmen im Mittelpunkt stehen. Neben Vorträgen, Konzerten und Workshops umfasst das Programm auch einige Exkursionen. Hauptverantwortlich zeichnet der Verein Societas Amicuum Liberec (SAL), zu den vielen Partnern zählen unter anderem der Dachverband der sorbischen Vereine Domowina, das Sorbische National-Ensemble, die Stiftung für das sorbische Volk, das Sorbische Museum sowie der Verein Společnost přátel Lužice (SPL – Gesellschaft der Freunde der Lausitz).

Ein Oratorium zum Jubiläum

srjeda, 30. oktobera 2019 spisane wot:

Voller Erfolg: Die Uraufführung des ambitionierten Werks „Hrodźišćo“

Jubiläen begeht der ehemals 1. Sorbische Kulturbrigade genannte, nunmehr als Sorbisches Jugendensemble bekannte Verein am Sorbischen Gymnasium Bautzen traditionell im großen Stil. Auch anlässlich des diesjährigen 70. Jahrestages der Gründung stellten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit vielen Partnern ein ganz besonderes, mehrere Monate umfassendes Programm auf die Beine. Höhepunkt desselben war die Uraufführung des Oratoriums „Hrodźišćo“ (Der Burgwall) am 28. September in der restlos ausverkauften Crostwitzer Mehrzweckhalle „Jednota“.

Wie haben Oma und Opa vor mehr als 100 Jahren im Kirchspiel Schleife geheiratet? Antwort darauf gibt jetzt eine Ausstellung im Sorbischen Kulturzentrum Schleife. Sorbischer können die Erinnerungen gar nicht mehr sein. Das Projekt geht bis in das Jahr 2013 zurück. Damals hatte die Domowina-Ortsgruppe Schleife eine Idee von Wolfgang Kotissek aufgegriffen, dass es sich doch lohnen würde, einmal das Fest der sorbischen Hochzeit im Kirchspiel Schleife über Jahrzehnte zurück zu verfolgen und zu dokumentieren. Sorbische Hochzeiten gab es viele, sie waren eine schöne Tradition im sorbischen Leben.

Telegramm (30.10.19)

srjeda, 30. oktobera 2019 spisane wot:

Verabschiedung „zeitnah“

Potsdam. Der von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen ausgehandelte Koalitionsvertrag für eine neue brandenburgische Landesregierung sieht vor, die Sorben/Wenden-Schulverordnung „zeitnah“ zu verabschieden. Stimmen die Gremien der beteiligten Parteien zu, will sich die sogenannte Kenia-Koalition stärker der Mehrsprachigkeit in der Bildung widmen, für Polnisch und Niedersorbisch Konzeptionen von der Kita bis zum Abitur erarbeiten.

Dyrlich auf der Buchmesse

Frankfurt am Main. Im Rahmen der diesjährigen Frankfurter Buchmesse präsentierte der Ludwigsburger Pop-Verlag seine Autoren, so auch Benedikt Dyrlich, mit ihren Werken. Der sorbische Dichter verwies dabei gleichzeitig auf die sorbisch-deutsche Anthologie mit Poesie von Mićo Cvijetić aus Belgrad, die er unter dem Titel „Donjebjesspěće – Himmelfahrt“ im Frühjahr gemeinsam mit Dorothea Scholze im Pop-Verlag herausgab.

Gedenken an Wilhelm Buck

Sorbisch auch in der Oberschule

srjeda, 30. oktobera 2019 spisane wot:

Die Grundschule „Am Adler“ und das Lessinggymnasium sind die einzigen staatliche Bildungsstätten in Hoyerswerda, in denen Sorbisch als reguläres Fach angeboten wird. Die Ortsgruppe der Domowina möchte das Angebot nun auf den Bereich der Oberschule ausweiten. 

Niedersorbisch hat Priorität

srjeda, 30. oktobera 2019 spisane wot:
Glasgow/Washington/Bautzen (SN/CoR). Das Forschungsprojekt SMiLE – Sustaining minoritized languages in Europe (Erhaltung von minorisierten Sprachen in Europa) – steht vor seinem Abschluss. Auf einem Workshop Anfang Oktober in Glasgow­ wurde bekannt gegeben, dass der Projektsponsor Minderheiten-Sprachgemeinschaften dem eine direkte Förderung zukommen lassen will. Im Laufe des Projekts entwickelte Aktivitäten sollen so weiter unterstützt werden. Projektdirektorin Dr. Mary Linn sagte, dass die offiziell ausgeschriebene Zuwendung in erster Linie in die Niederlausitz gehen sollte, um Sprachräume für neue Sprecher des Niedersorbischen zu schaffen. In Glasgow trafen sich die sechs Forschungsteams (Galizisch, Griko und Greko, Irisch, Okzitanisch, Nordfriesisch, Ober- und Niedersorbisch) mit den Projektträgern des Smithsonian Center for Folklife & Cultural Heritage, Washington. Veröffentlicht werden demnächst im Internet die Team-Antworten zu den Forschungsfragen. 2021 soll zum Abschluss ein Buch über die Frage „Wer rettet Minderheitensprachen?“ erscheinen.

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