Setzen noch stärker auf Prioritäten

srjeda, 29. julija 2020 spisane wot:

Bautzen (SN/JaW). Wie kann man die Förderung der Stiftung für das sorbische Volk noch stärker an Prioritäten aus­richten? Darüber berieten die sorbischen Mitglieder des Rates der Stiftung für das sorbische Volk auf ihrer Klausur am 10. und 11. Juli in Bautzen. Im Mittelpunkt standen besonders die Regionalisierung der Förderung sowie die Festigung sorbischer Sprachräume und sorbischer Identität. „Neben der Schaffung und Stärkung sorbischer Sprachräume ist jedoch auch wichtig, die Projektträger zu unterstützen und Nachwuchs zu werben.­ Aus den Prioritäten müssen wir nun konkrete Ziele sowie Vorgehens­weisen ableiten“, erläuterte der Direktor der Stiftung Jan Budar das Hauptanliegen in einem Interview mit unserer Abendzeitung. Zugleich verwies er darauf, dass Regionalisierung keinesfalls heißt, dass nur Aktivitäten im sorbischen Siedlungsgebiet gefördert werden. „Wir behalten auch weiterhin die sor­bischen Inseln außerhalb des Siedlungsgebiets im Blick. Dazu hat die Stiftung bereits 2015 ihre Förderrichtlinien erweitert“, so Budar.

Bautzen (SN/mwe). Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat am 17. Juli in Begleitung seines sächsischen Amtskollegen Michael Kretschmer (CDU) Bautzen und die Sorben besucht.

Nachdem beide Politiker im Schiller-Gymnasium Zeugnisse ausgeteilt und Gespräche mit Schülern und Lehrern geführt hatten, begaben sie sich zu einem Spaziergang in die Stadt. Im Sorbischen National-Ensemble (SNE) begrüßte sie die Geschäftsführerin des Hauses Diana Wagner. Winfried Kretschmann und seine­ Frau Gerlinde, Michael Kretschmer und seine Lebensgefährtin Annett Hofmann hatten sich beim Rundgang durch das Ensemble sehr für das Wirken der Künstler interessiert. „Ich bin sehr froh, dass der baden-württembergische Ministerpräsident uns besucht hat. Ich nutzte die Gelegenheit, ihn auf eine unserer Tournee-Veranstaltungen in seiner Heimat einzuladen“, sagte Wagner.

Änderung erst nach der Wahl 2021

srjeda, 29. julija 2020 spisane wot:

Die Änderung des Namensrechtsgesetzes wird es in der aktuellen Wahlperiode nicht mehr geben. Ob das Anliegen nach den Wahlen zum Deutschen Bundestag 2021 zum Ende gebracht wird, hängt nach Meinung der brandenburgischen Landtagsabgeordneten Kathrin Dannenberg (Die Linke) davon ab, dass der Druck der Minderheitenorganisationen sowie der Landesregierungen von Brandenburg und Sachsen auf Berlin­ nicht nachlässt.

Bautzen (SN/at). „Die Bundesregierung teilte mit, dass sie erst in der nächsten Wahlperiode über den Reformvorschlag entscheiden möchte“, heißt es in der Antwort der brandenburgischen Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Abgeordneten Kathrin Dannenberg zur Änderung des Namensrechtsgesetzes. Diese wäre notwendig, damit Sorbinnen und Wendinnen ihren Namen in der Muttersprache in den Personalausweis oder Pass eintragen lassen können.

Stephan Kühn: Vertane Chance

srjeda, 29. julija 2020 spisane wot:

Berlin/Bautzen (SN/JaW). Die Verpflichtungen umzusetzen, die aus der Europ­äischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen hervorgehen, ist vorrangig Aufgabe der Bundesländer und nur in kleinem Rahmen auch des Deutschen Bundestages. ­So heißt es in der Antwort des Präsidenten des Deutschen Bundestages Wolfgang Schäuble auf die kleine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Stephan Kühn, das Internetportal des Bundestages auch in den Sprachen der in Deutschland anerkannten Minderheiten auszustatten. Zugleich bittet Schäuble in dem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt, um Verständnis, dass es „ziemlich aufwendig ist, Webseiten in achtzehn Sprachen aktuell zu halten“. Die Internetseiten des Bundestages richten sich nicht nach „einer­ Repräsentativität der in Deutschland gesprochenen Sprachen, sondern nach möglichst breiter Verständlichkeit der Informationen“, so Schäuble.

Räckelwitz/Schleife (DŠ/SN/MiR/bn). Die immer stärkere Nutzung des Internets erfordert ein hohes Maß an Sicherheit. Das war Thema eines ersten Webinars für Schüler der Oberschulen „Michał Hórnik“ in Räckelwitz und „Dr. Maria Grollmuß“ in Schleife. In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien nahmen daran 14 Schüler und Schülerinnen aus Räckelwitz und 16 aus Schleife im Alter­ zwischen 13 und 15 Jahren teil. Der Bautzener Sächsische Ausbildungs- und Erprobungskanal (SAEK) kümmerte sich um ein stabiles Netz. In beiden Schulen wurde jeweils ein Unterrichtsraum mit entsprechender Webcam und Mikrofonen ausgestattet. Moderator Michael Ziesch, zugleich Leiter des SAEK in Bautzen, begrüßte zu dieser besonderen Form des Unterrichts nicht nur die Schüler und deren Lehrer, sondern auch Referenten der Polizei. In fast zwei Stunden erläuterten und verdeutlichten die Beamten, worauf Jugendliche bei der Internetnutzung achten sollten und wie sie sich schützen sollen. Zur Verdeutlichung dienten vor allem verschiedene Kurz­filme.

Gedenken an Měrćin Nowak

srjeda, 29. julija 2020 spisane wot:
Im Domowina-Regionalverband „Jan Arnošt Smoler“ Bautzen ist der sorbische Maler­, Schriftsteller und Publizist Měrćin Nowak-Njechorński unvergessen. Anfang Juni jährte sich sein Geburtstag zum 120. Mal. Am 6. Juli, dem 30. Todestag, ehrten ihn Mitglieder der Domowina-Ortsgruppe Wurschen/Nechern/Belgern gemeinsam mit Lenka Thomas vom Regionalvorstand und der hiesigen Domowina-Regionalsprecherin Katja Ließner an seinem Grab auf dem Gröditzer Friedhof. Die Vorsitzende der Domowina-Gruppe, Rosalia Kurfürst-Pinkau, erzählte dabei von den letzten Stunden des sorbischen Künstlers. Foto: Georg Helgest

Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde der evangelische Pfarrer und Sorbische Superintendent Jan Mahling am 19. Juli im Baut­zener Dom St. Petri in den Ruhestand verabschiedet. Anschließend dankten ihm auf dem Hof des Domstifts unter ander­em zahlreiche Kollegen, Repräsentanten der Bistümer Dresden sowie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Vertreter­ diverser Laienorganisationen, der Vorsitzende der Domowina Dawid Statnik und der Bautzener Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) für sein 37 Jahre andauerndes kirchliches Engagement. Foto: SN/Hana Schön

Mit Neugier in die weite Welt

srjeda, 29. julija 2020 spisane wot:

Abschlusszeugnisse für Schülerinnen und Schüler sorbischer Lehranstalten

Bautzen (SN/bn). Nach einem ereignisreichen Schuljahr wurden den Abiturienten des Sorbischen Gymnasiums Bautzen (SGB) am 3. Juli ihre Abschlusszeugnisse übergeben. Die Zeremonie fand „in einem zwar leider kleinen Kreise“ statt, dafür jedoch „mit zwei Premieren. Erstmals feiern wir im Saal des Bautzener Deutsch-Sorbischen Volkstheaters, und erstmals können eure Verwandten und Mitschüler das Ereignis live im Internet verfolgen“, begrüßte der Schulleiter des SGB René Jatzwauk die Maturanten, Lehrer­ und Mitglieder des Fördervereins des SGB. Insgesamt haben 45 Absolventen die Hochschulreife erlangt, acht von ihnen mit dem Prädikat „Sehr gut“.

Die Festrede hielt die Intendantin des Sorbischen National-Ensembles Judith Kubitz. Anekdotenreich reflektierte sie ihren schulischen und anschließenden beruflichen Werdegang und gab den Abiturienten den Rat: „Geht hinaus in die Welt und stillt eure Neugier. Bewahrt euch das Sorbische, es wird euch nicht zum Nachteil gereichen. Viel Glück!“

Bei Projekten steht sie zur Seite

srjeda, 29. julija 2020 spisane wot:
Hoyerswerda (SN). Diese Nachricht erfreute besonders die Vereine in der Mittellausitz, im Bereich der Domowina-Regionalverbände „Handrij Zejler“ Hoyerswerda und „Jakub Lorenc-Zalěski“ im Norden des Landkreises Görlitz: Seit dem 1. Juli steht ihnen mit Marka Suchy wieder eine Projektmitarbeiterin des sorbischen Dachverbandes zur Seite. Die 36-jährige Sollschwitzerin wird sich zum Beispiel darum kümmern, dass die sorbische Sprache in Projekte der Hoyerswerdaer und Schleifer Gegend eingebunden wird. Bisher arbeitete Frau Suchy im Bereich der Krabatmühle Schwarzkollm.

Das Verwaltungsgebäude des Verwaltungsverbandes Am Klosterwasser in Pansch­witz-Kuckau bekommt eine zweisprachige Beschriftung. Das Sorbische und das Deutsche sind dabei gleichwertig berücksichtigt.

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