Telegramm (26.05.21)

srjeda, 26. meje 2021 spisane wot:

Trauer um Pfarrer Rehor

Kamenz. Der sorbische Pfarrer Clemens Rehor ist am 9. Mai 68-jährig im Malteser-Krankenhaus in Kamenz gestorben. Er war Pfarrer in Radibor und Crostwitz sowie Bautzener Dekan. Als Geistlicher wirkte er auch außerhalb der Kirche für sein Volk, so nach 1990 als Mitglied des Bundesvorstandes der Domowina und in deren Präsidium sowie im Rat der Stiftung für das sorbische Volk, dessen Vorsitzender er ein Jahr lang war.

Entscheidung Ende Juni

Bautzen. Über ein alternatives Fest als Ausgleich zum Internationalen Folklorefestival „Lausitz“, das in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, will der sorbische Dachverband Domowina Ende Juni befinden. Darüber informierte der Pressesprecher nach der Beratung der Leitung mit den Regio­nalsprecherinnen und Referenten am 5. Mai.

Kursangebot komplett

Der Monat Mai geizte zwar noch mit Sonne und angenehm warmen Temperaturen, doch am Pfingstmontag lud das Wetter trotz des Windes auch in der Lausitz zu einer Fahrradtour ein. Dafür ist ein verkehrssicheres Gefährt notwendig. Darum sowie um kleinere und größere Reparaturen kümmert sich Joachim Sende in seiner Räckelwitzer Fahrradgarage. Foto: Felix Haase

Sorbische Töpfe gut gefüllt

srjeda, 26. meje 2021 spisane wot:

Potsdam/Dresden (SN/at). Das Vierte Finanzierungsabkommen für die Stiftung für das sorbische Volk ist auf der Zielgeraden. Als dritter und letzter Partner bekannte sich die Landesregierung in Potsdam zu ihrer Verantwortung: Brandenburg stellt von 2021 bis 2025 jährlich insgesamt die Summe von 3,986 Millionen Euro zur Verfügung, knapp 900 000 Euro mehr als bisher. Das beschloss das Kabinett am 18. Mai. Wie die Kultur- und Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) unterstreicht, „erhöhen wir unsere Förderung der Stiftung für das sorbische Volk um fast ein Drittel – so viel wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr. Das ist ein wichtiges Signal, um die Arbeit der sorbischen/wendischen Einrichtungen zu stärken.“

Im Rahmen des am 20. Mai vom Sächsischen Landtag beschlossenen Doppelhaushalts 2021/2022 des Freistaates stehen in diesem Jahr 8,492 Mio. Euro und im nächsten Jahr 8,015 Mio. Euro für die Stiftung für das sorbische Volk, für In­vestitionen, den Zejler-Preis für die sorbische Sprache und die Imagekampagne „Sorbisch? Na klar.“ zur Verfügung.

Strukturwandel breiter diskutieren

srjeda, 26. meje 2021 spisane wot:

Probleme, mit denen sich die Verantwortlichen der Domowina wie auch der Stiftung für das sorbische Volk schon seit Jahren plagen, werden im Prozess des Strukturwandels nach dem Kohleausstieg erneut deutlich sichtbar.

Bautzen (SN/at). Darüber berichteten Teilnehmer eines digitalen Treffens, zu dem der Domowina-Vorsitzende, Dawid Statnik, am 11. Mai eingeladen hatte. Wie der sorbische Dachverband informierte, einigten sich Mitglieder des Domowina-Bundesvorstandes, der Räte für sorbische Angelegenheiten in Sachsen und Brandenburg, des Rates der Stiftung für das sorbische Volk und ihres Parlamentarischen Beirates in einer zweistündigen lebhaften Diskussion auf die weitere sorbische Vorgehensweise beim Strukturwandel. Die Debatte zusammenfassend sprach Dawid Statnik von einem „Konsens, dass unsere Sprache der wesentlichste Ausdruck sorbischer nationaler Identität ist und die regionalen Sprachräume ihr Fundament sind“.

Auf ein halbes Jahrhundert Bühnenerfahrung schaute der beliebte Musiker Měrćin Wec­lich (rechts) im April zurück. (Wir informierten darüber in der vergangenen ­Ausgabe.) Anlässlich dieses Jubiläums besuchte Dawid Statnik, Vorsitzender der ­Domowina, den Künstler am 3. Mai zu Hause in Kuckau und überreichte ihm die ­Medaille „Serbski dudak“ (Sorbischer Dudelsackpfeifer) als besondere Ehrung. „Mit seiner unermüdlichen und sehr produktiven Kreativität und Schaffenskraft vermittelte er Generationen von Kindern und Jugendlichen lebendiges Sorbisch und attraktives sorbisches Leben für Alltag und Feiertag“, unterstrich Statnik. Foto: Felix Haase

Sorbisch wichtiger Teil der Zukunft

srjeda, 26. meje 2021 spisane wot:

Das Sorbische und die Chancen der Lausitz beim Strukturwandel standen im Mittelpunkt eines Arbeitsgesprächs des Ostbeauftragten der Bundesregierung Marco Wanderwitz (CDU) mit Vertretern des Landkreises Bautzen und der Sorben am 11. Mai im Bautzener Haus der Sorben.

Serbski Sejm: Per Liste zum Konsens

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Wartha (SN/at). Der Konsens mit dem sorbischen Dachverband Domowina hinsichtlich der Person, die die sorbischen Belange im neuen Rundfunkrat des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) vertreten soll, ist für den Serbski Sejm ein wichtiges Anliegen. Als Vertreter von dessen bisherigem Kultur- und Bildungsausschuss erläuterte Hagen Domaschke auf der Sejm-Sitzung am 8. Mai in War­tha, Gemeinde Malschwitz, dazu einen Vorschlag. Ausgehend von den Personalvorschlägen, die dem Serbski Sejm vorliegen werden, wählen dessen Mitglieder diese auf eine Liste. Die dabei entstandene Reihenfolge ist Ergebnis der Meinungsbildung innerhalb des Sejms. Die Liste soll dann der Domowina übergeben werden. „Wir haben den Anspruch, im Konsens mit der Domowina eine Persönlichkeit zu benennen, um diese nicht zu schwächen“, veranschaulichte Domaschke. Würden die Sejm-Mitglieder nur einen Personalvorschlag unterbreiten, „wäre die Domowina kaum handlungsfähig“.

Neue Stellen bei der Domowina

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Katrin Suchy-Zieschwauck (rechts) tritt am 1. Juli ihre neue Arbeit als Referentin der Domowina für Belange der Bildung und Nachwuchs-Förderung an. Sie arbeitete ­bisher als Rechtsanwältin und in leitender Funktion bei Institutionen in Bautzen und Hoyerswerda. Sie hat gute Verbindungen zu allen Bildungseinrichtungen in der Lausitz.

Weiter ist Marek Krawc seit dem 17. Mai neuer Dozent für Obersorbisch im Bautzener Sprachzentrum WITAJ. Der 49-Jährige ist ausschließlich für Obersorbisch-Kurse im WITAJ-Sprachzentrum angestellt worden. Marek Krawc ist als regelmäßiger Berichterstatter der Serbske Nowiny aus Prag sowie als Lehrer im Online-Sprachkurs in Uhyst/Spree bekannt. Beide Stellen wurden durch die verbesserte Finanzausstattung der Stiftung für das sorbische Volk möglich. Domowina/Marcel Braumann

Premiere für sorbisches Thema

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Wartha/Eberswalde (SN/at). Erstmals in der nun vierjährigen Kooperation der Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft mit der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) werden Studierende Ende Juni ein sorbisches Thema bearbeiten. Wie Prof. Dr. Benjamin Nölting, Projektverantwortlicher der HNEE, auf Anfrage bestätigte, untersucht eine Studierendengruppe, wie sorbische Belange in die Arbeit des Biosphärenreservates integriert werden.

Die Themenvorschläge unterbreitet die Reservatsverwaltung. Deren Leiter, Torsten Roch, hatte bereits in seinem Vortrag auf der Sitzung des Serbski Sejm am 8. Mai in Wartha auf die diesjährige Aufgabenstellung hingewiesen.

Insgesamt haben Studierende der HNEE seit 2018 zu zehn Themen im Biosphärenreservat geforscht. Schon im ­vergangenen Jahr, als coronabedingt ­keine Arbeit vor Ort möglich war, for­mulierten sie aufgrund ihrer Recherchen eine wichtige Handlungsempfehlung: Die sorbische Kultur solle mehr beachtet, geschätzt und einbezogen werden.

Statnik bisher einziger Kandidat

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Bautzen (SN/JaW). Dawid Statnik ist bisher der einzige Kandidat für das Amt des Domowina-Vorsitzenden. Die Wahl findet am 12. Juni auf Jahreshauptversammlung des Dachverbandes sorbischer Vereine in Schleife statt. Für die beiden Ehrenämter als Stellvertreter treten erneut Marko Hantschik und erstmals Dr. Hartmut Leipner an, bestätigte auf Anfrage die Domowina-Verwaltung. Weitere Vorschläge liegen nicht vor. Bis zum Wahltag können aber Domowina-Mitgliedsvereine und Verbände weitere Kandidaten vorschlagen.

Die bisherigen Kandidaten für die Wahlen in die verschiedenen Domowina-Gremien stellt der Dachverband laut Domowina-Pressesprecher Marcel Braumann auf seinem neuen Blog unter vor. Zugleich werden neue Informationen über die Jahreshaupt- und Wahlversammlung im Schleifer Deutsch-Sorbischen Schulzentrum unter dem Hashtag #slepo120621 veröffentlicht.

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