Neu-Jeßnitz (aha/SN). Vor gut 25 Jahren hat Monika Ziesch ihren sorbischen Trachtenfundus in Rosenthal gegründet. Ihr Ziel war es, die originale sorbische katho­lische Tracht den nächsten Gene­rationen zu erhalten. Mit ihren größeren und kleineren Puppen bietet sie einen Einblick in die Bräuche und Traditionen der katholischen Sorben. Unzähligen Frauen, Männern und Kindern hat sie in die­ser Zeit Teile der Trachten aus­geliehen. Um sich aber zu vergrößern, hat sie zusammen mit ihrem Ehemann Bernhard Ziesch in Neu-Jeßnitz eine Scheune zum neuen Fundus umgebaut und nach ihren Ideen gestaltet.

Vor dem Eingang in einen angebauten Wintergarten hat man einen schönen Ausblick auf einen grünen Garten. Ein Arbeitsraum schließt sich an. Dort sind alle Stühle weiß bezogen und in großen Schränken bewahrt Monika Ziesch die verschiedenen Trachten übersichtlich auf. Daneben befinden sich ein Um­kleideraum mit großem Spiegel und Sanitär­räume. Das Erdgeschoss misst 55 Quadratmeter.

Gemeinsame Proben laufen

srjeda, 25. awgusta 2021 spisane wot:
In Vorbereitung auf die Aufführung der ersten sorbischen Pop-Oper „Carpe Noctem – Unendliche Nacht“ sind am 21. August die gemeinsamen Proben angelaufen. Unter­ anderem übten die Musiker um den künstlerischen Leiter Simon Heiduschka im Crostwitzer Hornig-Haus. Die sorbische Pop-Oper wird vom Musikerkollektiv „Trio a Kumple“ in Kooperation mit dem Sorbischen Jugendverein Pawk prä­sentiert. Geplant sind Vorstellungen am 10. und 11. September jeweils 19.30 Uhr sowie­ am 12. September um 15.30 Uhr in der Crostwitzer Mehrzweckhalle „Jednota“­. Für den 13. September ist am Vormittag eine Schülerveranstaltung ­vorgesehen. Karten gibt es im Vorverkauf bei Uhrmacher Jürgen Neck in Crostwitz, in der Bautzener Sorbischen Kulturinformation sowie online unter . Foto: Lea Krahl

20 Jahre Schulstreik in Crostwitz

srjeda, 25. awgusta 2021 spisane wot:

Crostwitz/Bautzen (SN/JaW). Am 9. August vor genau 20 Jahren begann in Crost­­witz eine Protestaktion, die als „Crost­witzer Schulstreik“ in die Geschichte eingegangen ist. Die Meinungen darüber, ob der Streik erfolgreich war oder nicht, sind heute wie damals geteilt.

Der damalige Domowina-Vorsitzende Jan Nuck ist heute noch unzufrieden mit dem Ausgang des Streiks. Auch die ehemalige Vorsitzende des Sorbischen Schul­vereins Ludmila Budar sowie der jetzige Domowina-Vorsitzende Dawid Statnik werten den Streik als „große Niederlage“. „Wir konnten weder die Crostwitzer noch die sorbische Mittelschule in Pansch­witz-Kuckau retten“, teilte Statnik in Erinnerung an den Schulstreik von 2001 mit und meint, dass sich die bittere Niederlage bis heute schädlich auf die sorbische Sprachsubstanz auswirke. Die Domowina will am 6. September an der ehemaligen Crostwitzer Mittelschule mit einer Veranstaltung an den Streik erinnern.

Elektronische Klänge am Steinbruch

srjeda, 25. awgusta 2021 spisane wot:
Zum dritten Male fand am 13. und 14. August das Festival Meta-Solis in Miltitz statt. Insgesamt zählte der veranstaltende Verein gleichen Namens etwa 100 Besucher. Am Freitag wurden mehrere Kurzfilme gezeigt, unter anderem die Produktionen „Smy (Wir sind)“ von Sophia Ziesch und Luisa Nawka sowie „Źiwa Žeńska (Die wilde Frau)“ von Hella Stoletzki. Im nachfolgenden Filmgespräch erfuhren die Zuschauer unter anderem­, dass beide Werke auf der Lausitzer Filmschau prämiert worden waren­. Samstags fanden zunächst einige Workshops statt, etwa zur Fermentation und zur Menstruation. Anschließend präsentierten die DJs Curl, Vido, Knytl, Ida Bux und Ignomus ihre Sets, das gesamte Spektrum des Techno sowie verwandter (Sub)Genres abdeckend. Außerdem stellte das sorbische Sythiepop/Indietronica-Duo Hara Crash eine repräsentative Auswahl seines Schaffens vor. Foto: Jan Wessela

In memoriam Juraj Kubánka

srjeda, 25. awgusta 2021 spisane wot:

Am 19. Juli verstarb Juraj Kubánka. Die „Legende des slowakischen Tanzes“, der „meisterliche Choreograph, Tänzer, Dramaturg, Librettist, Kulturarchäologe“ und der „beste Kenner der westslawischen Kultur“ – nur ein kleiner Ausschnitt all der lobenden Bezeichnungen, die er sich zeit seines Wirkens verdient hat – wurde im Jahr 1928 in Turie in der damaligen Tschechoslowakei geboren.

Nach dem Studium an der Hochschule der musischen Künste zu Bratislava in den­ Bereichen Theaterregie und Choreographie wurde er zunächst künstlerischer Leiter sowie leitender Choreograph des Ensembles für slowakische Volkskunst „SĽUK“. Seit den 1960er Jahren begann er, anfangs regelmäßig als Gast und ab 1971 als künstlerischer Leiter, Regis­seur und Chefchoreograph am Sorbischen National-Ensemble in Bautzen zu wirken. Diese Tätigkeiten in seiner „zweiten Heimat“, wie Juraj Kubánka die Lausitz nannte, übte er mit einigen Unterbrechungen bis ins Jahr 1999 aus.

Hoyerswerda (SiR/SN). Bunte Wimpelfahnen entlang der Straßen und Plätze, Pflanzkübel, Sitzmöglichkeiten und Veranstaltungen, die zur Belebung des historischen Stadtkerns beitragen sollen – so präsentiert sich unter Leitung des City­managements der diesjährige Altstadtboulevard noch bis zum 19. September in Hoyerswerda. Aufgrund der Corona-Pandemie passiert das in diesem Sommer freilich in etwas abgespeckter Form. Aber immerhin. Seit einiger Zeit sind auch die Pflanzkübel mit verschiedenen Slogans in mehreren Sprachen auf gelb leuchtenden Bannern versehen, die in Kooperation mit dem Gewerbering Stadtzukunft und dem Marketingverein Familienregion Hoyerswerda entstanden sind.

„Straight Outta Crostwitz“ heißt eine neue Online-Serie des MDR. Dafür hat die Filmproduktionsfirma Katapult aus Berlin Mitte­ des Monats Szenen in Crostwitz und Singwitz auch mit sorbischen Darstellern gedreht. Die Serie erzählt vom Alltag einer sorbischen­ Familie, in der Konflikte zwischen den Generationen nicht ausbleiben. Im Gasthof Krautschick in Crostwitz drehte das Team mit dem Co-Regisseur Andreas Nowak von Silbermond am 14. und 15. August ein sorbisches Familienfest für die­ Serie­. Gezeigt wird sie Anfang nächsten Jahres in der ARD-Mediathek. Foto: Matthias Bulang

Die Mitglieder der Kunstinitiative ­„Im Friese e.V.“ und zahlreiche Unterstützer setzten Mitte August mit der Aktion KunstBus ein Zeichen für regionale Kunst und Kultur.

Hoyerswerda. (KD/SiR/SN) „Musik liegt in der Luft“, tönt es gut gelaunt durch den KunstBus, der Kurs auf Schwarzkollm nimmt. Sein großer Bruder mit der Nummer 1 steuert dagegen die Energiefabrik Knappenrode an. Beide Fahrzeuge pendeln zwischen sechs verschiedenen Kunststandorten im nördlichen Teil des Landkreises Bautzen und ermöglichen somit den Besuchern eine viel­­fäl­tige, abwechslungsreiche und angenehme Kulturreise, die zumindest in Hoyers­werda und der Region Premierencharakter hat. Eine gelungene Aktion, die auf große Resonanz stößt. Zu den Kulturstandorten gehörten auch die Kultur­kirche in der­ Gartenstadt Lauta, in Hoyerswerda das Schloss- und Stadtmuseum sowie das Zuse-Computer-Museum „ZCOM“ und die Kulturfabrik.

2. Sommerkurs in Budislav

srjeda, 25. awgusta 2021 spisane wot:

Tschechen und Sorben trafen sich nicht nur zum Lehren und Lernen

Budislav/Prag (SN/CoR). Zum zweiten Mal bereits veranstaltete der Prager Verein Společnost přátel Lužice/Freunde der Lausitz (SPL) einen Sommersorbischkurs. Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr, die eine Antwort auf den abgesagten Sommerkurs für sorbische Sprache und Kultur des Sorbischen Instituts darstellte, trafen sich in der Woche vom 8. bis zum 14. August im tschechischen Budislav bei Litomyšl rund 50 Tschechen und Sorben in wechselnder Besetzung – Lernende und Lehrende, zwölf Referenten und vier Familien mit Kindern. Für sieben Tage waren sie zu Gast im dortigen „Dům bratří Čapků“ – dem 1938 auf Initiative des tschechischen PEN-Gründers Karel Čapek entstandenen und im Jahr 2000 zum Kulturdenkmal erklärten „Haus der Brüder Čapek“.

Was bedeutet denn Freiheit?

srjeda, 25. awgusta 2021 spisane wot:

Bautzen (SN/bn). Unter der Überschrift „Muzyka sceniczna – Szenische Musik“ stellten insgesamt 22 Schülerinnen und Schüler aus Bautzen, Jelenia Góra sowie der Umgebung beider Partnerstädte am letz­ten Juliwochenende im Saal des Bautzener Steinhauses ein Programm vor, mit dem sie ihre Gedanken zum Thema „Freiheit“ künstlerisch zum Ausdruck brachten. Als Inspirationsquelle dienten ihnen dabei Ausschnitte aus Dr. Cordula Ratajczaks im Domowina-Verlag erschienener Fachpublikation „Nowa swoboda – Die neue Freiheit“, in der Sorbinnen und Sorben die politische Wende 1989 sowie deren Folgen reflektieren. Das zweimal präsentierte Programm war somit­ zugleich eine verspätete Buch­premiere.

słowo lěta 2022

nawěšk

nowostki LND