Große Herausforderungen

srjeda, 29. decembera 2021 spisane wot:

Die 2. Digitalisierungskonferenz der sorbischen Stiftung fand online statt

Die sorbische digitale Welt wächst. Die weltweiten Entwicklungen geben die Richtung vor, an denen kein Weg vorbeiführt, um auch im Bereich der sorbischen Sprache und Kultur zukünftig nicht abseits zu stehen. Die 2. Digitalisierungskonferenz der Stiftung für das sorbische Volk, die am 4. Dezember rund 50 Interessenten und IT-Freaks an den heimischen Computer lockte, wollte nicht nur die Fortschritte seit der ersten Konferenz im Jahr 2019 aufzeigen. Vielmehr ging es auch darum, vorliegende vielfältige praktische Ansätze kennenzulernen, um an sie anzuknüpfen bzw. diese für die eigene Arbeit nutzen zu können.

Kurs: Strukturwandel im Jahr 2022

srjeda, 29. decembera 2021 spisane wot:

Den Haushaltsplan 2022 der Stiftung für das sorbische Volk beschloss deren Stiftungrat am 24. November ebenso wie die Förderrichtlinien für die Ober- und Niederlausitz zur Verwendung der Mittel nach Paragraf 17, Nr. 31 des Gesetzes über Strukturertüchtigungen in den Braunkohlerevieren.

Spracherhalt ist Kulturerhalt

srjeda, 29. decembera 2021 spisane wot:

Familien tragen eine große Verantwortung, wenn es darum geht, die sorbische Sprache an ihre Kinder, und somit an die nächste Generation, weiterzugeben. Das verdeutlichte der Oberbürgermeister von Hoyerswerda, Torsten Ruban-Zeh (SPD), in einem Interview, das die Serbske Nowiny in ihrer Weihnachtsausgabe veröffentlichten.

Als Junge wuchs Torsten Ruban-Zeh fünf Jahre in Moskau auf und lernte Russisch nicht nur in der Schule der damaligen Botschaft der DDR, sondern auch auf der Straße, wo er mit Gleichaltrigen spielte. Slawische Laute begegneten ihm wieder, als ihn im Jahr 2000 die Arbeit nach Hoy­erswerda führte. „Ältere Frauen kamen in sorbischer Tracht ins SB-Kaufhaus Globus einkaufen. Sie haben sich auch sorbisch unterhalten und mich angesprochen. Durch mein Russisch konnte ich das eine oder andere verstehen“, erinnert er sich. Ihn interessierte sofort, wer im Haus noch sorbisch spricht.

Krippe wuchs ganz allmählich

srjeda, 29. decembera 2021 spisane wot:

Familien stellen ihre Weihnachtskrippe meistens Heiligabend auf – und dann ist sie auch schon komplett. Anderswo fehlt in der Adventszeit höchstens das Jesuskind. In Panschwitz-Kuckau hatte man eine ganz besondere Idee. Und die wurde von den Bewohnern sehr gut angenommen.

Panschwitz-Kuckau (SN/MWj). Auffallend viele Menschen haben sich im Jahr 2021 in der Adventszeit in Panschwitz-Kuckau mindestens einmal pro Woche am späten Nachmittag auf einen Spaziergang durch den Ort begeben und dabei jedes Mal etwas Neues gesehen. Wo die Gemeinde vor zwei Jahren das alte und völlig marode Gasthaus abreißen ließ, steht seit dem ersten Sonntag im Advent nicht nur ein ansehnlicher und beleuchteter Weihnachtsbaum. Dort gibt es auch eine kleine Grotte, wo Stück für Stück eine Weihnachtskrippe entstand.

Drei Preise auf einen Schlag

srjeda, 29. decembera 2021 spisane wot:

Die Gewinner des sorbischen Nachwuchs-Literaturwettbewerbs – ein alle zwei Jahre stattfindendes Gemeinschaftsprojekt der Stiftung für das sorbische Volk und des Domowina-Verlags Bautzen – für das Jahr 2021 stehen fest.

Bautzen (SN/at/CoR). Mit diesem Ergebnis haben sicherlich auch die Jurorinnen und Juroren des Literaturwettbewerbs selbst nicht gerechnet: Die Medizinstudentin Annamaria Hadank war in allen drei Kategorien die erfolgreichste Teilnehmerin, zweimal ausgezeichnet mit dem ersten und einmal mit dem zweiten Preis. In der Kategorie (A) für Gedichte und lyrische Prosa wurde ihr der 1. Preis für die Gedichte „Powjaz“ (Seil), „Naši mužojo!“ (Unsere Männer), „Za tebje“ (Für dich), „Pizza“, „Žedźba“ (Sehnsucht) und „Raj“ (Paradies) verliehen, genauso wie in der Kategorie (C) Längere Prosa, Dramatik für die beiden Geschichten „Rabies – płaćizna wědy“ (Rabies – der Preis des Wissens) und „Čeji lěs?“ (Wessen Wald?). In der Kategorie (B) Kurzprosa war die Erzählung „Spytowanje“ (Versuchung) der Jury den 2. Platz wert.

Vielfältige Sprachförderung

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Stiftung für das sorbische Volk prämiert Projekte mit insgesamt 80 000 Euro

Bautzen (SN). Im Rahmen des erstmals von der Stiftung für das sorbische Volk ausgeschriebenen Ideenwettbewerbes „Rěč wjaza – Rěc zwězujo – Sorbisch verbindet“ wurden Anfang Dezember 24 von insgesamt 66 eingereichten Projekten Geldpreise im Wert von 80 000 Euro in toto zuerkannt.

Debüt gelungen

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Der aus dem sorbischen Rundfunk bekannte Redakteur Milan Greulich nennt sich zwar als Musiker rokotak (Drosselrohrsänger), doch seine Musik ist alles andere als der mit dem sorbischen Vogelnamen assoziierte Lärm. Nein, sein Debütalbum „Riech an Blumen (und merk dir ihre Namen)“ ist eine Sammlung zwölf ruhiger und melodischer Lieder, deren Atmosphäre sich in den Texten widerspiegelt.

Die Lieder strahlen verschiedenste Nuancen von Melancholie aus. Sie bergen Müdigkeit und Enttäuschung, doch auch Leichtigkeit und Fröhlichkeit. Der Blick zurück richtet sich gleichzeitig auf die Gegenwart: „Kannst du denn auch die alten Lieder nicht mehr hören / Ohne zu denken – ich weiß nicht, ob wir hier noch dazugehören“. Nie erwächst daraus aber die Klage „Früher war alles besser“. So heißt es: „Kannst du denn auch die alten Fotos nicht mehr sehen? / Weil du ja weißt, in Wirklichkeit war es nur etwa halb so schön“, oder auch: „Denn auch die guten alten Zeiten sind nur alt / Auch wer den Wald trotz all der Bäume sieht, sieht eben doch nur Wald.“

Telegramm (29.12.21)

srjeda, 29. decembera 2021 spisane wot:

Kampagne bis 2024 weiterführen

Dresden. Die Imagekampagne „Sorbisch? Na klar.“ soll im sächsischen Doppelhaushalt 2023/2024 fortgeführt werden. Das äußerte Christina Flume vom Staatsministerium für Kultur und Tourismus auf der Online-Sitzung des sächsischen Rates für sorbische Angelegenheiten am 15. Dezember. Flume verwies zudem auf eine positive Entwicklung der Kampagne in den sozialen Netzen.

Mehr über Minderheiten wissen

Berlin/Bautzen. Wissen über die hiesigen nationalen Minderheiten Dänen, Friesen, Sorben sowie Sinti und Roma soll an allen Schulen in Deutschland vermittelt werden. Ein Dokument mit den inhaltlichen Grundlagen für Unterrichtsmaterialien haben die Mitglieder des Minderheitenrates beim Bundesministerium des Innern während ihrer Online-Beratung am 1. Dezember erörtert.

Stärker auf die Sprache achten

Der Brandenburgische Landesbeauftragte für Angelegenheiten der Sorben und Wenden Tobias Dünow (rechts) hat unlängst der ersten Beigeordneten der Stadt Senftenberg Teresa Stein (links) die Tafel „Deutsch-sorbische/wendische Stadt“ überreicht. ­Zugleich startete Dünow ein Projekt mit dem Wissenschaftsverein Maśica Serbska zur Information über sorbische/wendische Geschichte und Kultur, indem er der Leiterin der Senftenberger Stadtbibliothek Kerstin Bischoff das erste Medienpaket mit ­Infomaterialien übergab. Weitere 15 erhalten kommunale Bibliotheken im sorbischen Siedlungsgebiet. Foto: Max Baganz

Sorbisches Gesangsfest 2.0

srjeda, 29. decembera 2021 spisane wot:

Festjahr 2022 zu Ehren von Kocor und Zejler nimmt Gestalt an

Bautzen (SN/CoR). Gut gefüllt mit mehr als zwanzig Veranstaltungen ist bereits der Kalender für das Festjahr 2022 zu ­Ehren von Kocor und Zejler. Anlass sind der 150. Todestag des Dichters Handrij Zejler (15. Oktober 1872) und der 200. Geburtstag des Komponisten Korla ­Awgust Kocor (3. Dezember 1822). Am 1. Dezember lud die Domowina zu einer Pressekonferenz ein, um die Öffentlichkeit über den derzeitigen Planungsstand zu informieren.

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