Schwarz und Weiß unendlich

srjeda, 30. junija 2021 spisane wot:

Unter dem Titel „zeitschläge – von weiß bis schwarz“ eröffnete das Sorbische Museum Bautzen am 20. Juni eine neue Sonderausstellung. Obwohl das Museum über 60 Arbeiten der Künstlerin besitzt und im ständigen Austausch mit ihr steht, ist es erst die zweite Personalausstellung von Maja Nagel seit 30 Jahren hier am Haus. Zu sehen sind Zeichnungen und grafische Blätter.

Ein klassischer Konflikt

srjeda, 30. junija 2021 spisane wot:

Uraufführung eines jungen Großprojekts mit halbjähriger Verspätung

Bautzen (SN/bn). Die sorbische Pop-Oper „Carpe noctem – Unendliche Nacht“ sollte eigentlich bereits im März uraufgeführt werden. Nun steht mit dem 10. September der neue Premierentermin fest. An den darauffolgenden Tagen sind drei weitere Vorstellungen, davon eine nur für Schüler, geplant. Alle Aufführungen finden in der Crostwitzer Mehrzweckhalle „Jednota“ statt.

An Toni Bruck erinnert

srjeda, 30. junija 2021 spisane wot:
Cottbus (SN/CoR). Mit einem Filmnachmittag erinnerte das Wendische Museum Cottbus am 17. Juni an den im vergangenen Jahr plötzlich verstorben Filmemacher Dr. Toni Bruck. Gezeigt wurde aus dessen Doku-Reihe Kleine Sprachen in Europa der Film „Wenn Sprache stirbt – Die Kärntner Slowenen“. Die Veranstaltung fand im Rahmen des 3-Länder-Kunstprojekts WOBRAZE KRAJINY. ­BILDER EINER LANDSCHAFT. PODOBE POKRAJINE. WOBRAZY KRAJINY statt. Bereits im Vorfeld dessen hatte die Kuratorin des Wendischen Museums Christina Kliem mit Bruck ausgemacht, den Film im Rahmen des Projekts zu zeigen. Nun war statt seiner sein früherer Assistent und jetziger Filmproduzent Reiner J. Nagel zu Gast. Diesem hatte er einst den Weg ins Filmmetier geöffnet. Noch heute, so Nagel, gelten die inhaltlichen Maßstäbe, die Toni Bruck mit seiner Doku-Reihe über Minderheitensprachen gesetzt habe, auch wenn die Technik sich verändert hat. Die Sonderausstellung „Bilder einer Landschaft“ ist noch bis zum 11. Juli auf ihrer letzten Station in Cottbus zu sehen.

Beharrlichkeit zahlt sich aus

srjeda, 30. junija 2021 spisane wot:
Janek Schäfer

Nun ist es beschlossene Sache: Die Domowina will einen Verbund sorbischer Schulen gründen. Damit soll die Bildungsautonomie des sorbischen Volkes erreicht werden. Vorrangig geht es darum, den sorbischen Lehrernachwuchs zu sichern, die sorbische Sprache zu stärken und Mitbestimmung darüber, was an den Bildungsstätten im sorbischen Siedlungsgebiet geschieht, zu erlangen.

Das klingt gut und auch recht plau­sibel. Die Idee dazu ist aber schon etwas älter. Die ersten Überlegungen gab es vor 20 Jahren, als es in Crostwitz zum Schulstreik kam, um die dortige Mittelschule vor der Schließung zu bewahren. Wegen einiger Hürden jedoch platzte der damalige Traum vom „Sorbischen Schulnetz“. Vorrangig spielten die Gemeinden als Träger der Bildungseinrichtungen nicht mit und auch die Lehrerinnen und Lehrer­ standen der neuen Idee skeptisch gegenüber. Am Ende wurde neben der Crostwitzer nur wenig später auch die Mittelschule in Panschwitz-Kuckau geschlossen. Was für eine bittere Pille!

Medienangebote ausbauen

srjeda, 26. meje 2021 spisane wot:

Digitalisierungskonzeption soll öffentlich diskutiert werden

Bautzen (SN/JaW). Die Stiftung für das sorbische Volk hat bis 2025 jährlich rund 24 Millionen Euro aus dem Finanzierungsabkommen zwischen dem Bund und den Ländern Brandenburg und Sachsen zur Verfügung. Das bestätigte der Stiftungsdirektor Jan Budar auf der Online-Pressekonferenz am 20. Mai nach einer Beratung des Stiftungsrates.

Wie Budar ausführte, seien mit der Zustimmung des Brandenburger Kabinetts zum neuen Abkommen zwei Tage zuvor alle Hürden für die Unterzeichnung des neuen Vertrages aus dem Weg geräumt. „Damit ist auch die vorläufige Haushaltsführung aufgehoben“, sagte der Stiftungsdirektor. Nun werde daran gearbeitet, schnellstmöglich einen Termin zur gemeinsamen Unterzeichnung zu finden. „Wir hoffen, dass bis Ende Juni alles unter Dach und Fach ist“, kündigte die Vorsitzende des Rates der Stiftung für das sorbische Volk Susann Schenk an. „Wir sind sehr froh über diesen Abschluss, da wir die erste Generation sind, die im Gegensatz zu unseren Vorgängern etwas entwickeln und aufbauen können.“

Zahl der Befragten interessant

srjeda, 26. meje 2021 spisane wot:

Sichtweise der Sorben/Wenden Schwerpunkt für den LausitzMonitor 2022

Mit dem haben dessen Initiatoren Stefan Bischoff, MAS Partner Leipzig, und Dr. Jörg Heidig, Prozesspsychologe – Institut für Organisationsentwicklung GmbH Quitzdorf am See, nach 2020 zum zweiten Mal ein repräsentatives Meinungsbild der Menschen in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald, Spree-Neiße, Elbe-Elster, Bautzen und Görlitz sowie der kreisfreien Stadt Cottbus zum Strukturwandel im Lausitzer Revier nach der Braunkohle vorgelegt.

Der sorbische Blick spiegelt sich darin wie bereits im Vorjahr auch 2021 nur in geringem Maß wider. Mit zwei Aussagen aus dem im Internet nachlesbaren Studiensteckbrief kann Stefan Bischoff aufwarten, die das Sorbische betreffen: Zum einen sehen 56 Prozent der Befragten in der „Mehrsprachigkeit“ ein starkes bzw. mittelstarkes Lausitz-Thema, zwölf Prozent wissen damit nichts anzufangen. Für 61 Prozent verbindet das „Sorbische Weltkulturerbe“ die Ober- und Niederlausitz stark bzw. mittelstark.

Geschichte modern erzählt

srjeda, 26. meje 2021 spisane wot:

Auf dem Ćišinski-Pfad sorbischen Dichter als Menschen kennenlernen

Panschwitz-Kuckau (SN/MWj). Um sich mit Leben und Wirken des katholischen Priesters und eines der bedeutendsten sorbischen Dichter Jakub Bart-Ćišinski (1856–1909) bekannt zu machen, eignet sich Panschwitz-Kuckau wie kein zweiter Ort. Hier steht sein Geburtshaus, die Hauptstraße im Ort trägt seinen Namen ebenso wie die Grundschule, in ihr ist auch eine Gedenkstätte beheimatet, im Lippe-Park steht ein Denkmal und im benachbarten Ostro ist er begraben. All diese Stätten verbindet seit Neuestem die Šćežka Ćišinskeho, der Ćišinski-Pfad. Das Projekt im Rahmen der sächsischen Mit-Mach-Initiative hat die Ortsgruppe der Domowina vorgeschlagen. Verwirklicht haben es Jadwiga und Fabian Kaulfürst. Beide hatten nicht nur die Idee, sondern investierten auch Hunderte Stunden ­Arbeit. Herausgekommen ist ein Weg, der nicht nur verschiedene Stätten im Leben Ćišinskis verbindet, sondern dem Besucher auch den Menschen Jakub Bart mit all seinen Zweifeln, Ecken und Kanten auf moderne Art und Weise näherbringt.

Ein Gutachten facht auch die Diskussion um die Zukunft des SNE an

Bautzen/Görlitz (AK/SN/CoR/JaW). Für viel Unruhe im Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien sorgt derzeit ein nicht veröffentlichtes Theatergutachten. Wegen finanzieller Probleme hatte die ­Gerhart-Hauptmann-Theatergesellschaft Görlitz-Zittau GmbH jüngst einen entsprechenden Auftrag an die Münchner Beratungsfirma actori vergeben und der Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien die Finanzierung übernommen. Bereits vor zehn Jahren hatte der Görlitzer Landrat Bernd Lange (CDU) für ein Kulturraumtheater geworben. Anlass für die jetzigen Sparvorschläge war maßgeblich das Auslaufen des Kulturpakts 2022, durch das Sachsen die Finanzierung vor allem des Gerhart-Hauptmann-Theaters (GHT) sicherstellte. Das neue Gutachten empfiehlt unter anderem die Zusammenlegung der Schauspiel-Sparten Zittau und Bautzen mit künftiger gemeinsamer Intendanz in Bautzen sowie die Fusion der Orchester des Sorbischen National-Ensembles (SNE) und der Neuen Lausitzer Philharmonie.

„Svatební a pohřební – Weddings and funerals“ ist das zweite Album des tschechischen Musikerkollektivs Lidová muzika z Chrástu. Wie der Titel nahelegt, interpretiert die Gruppe darauf traditionelle Hochzeits- und Klagelieder. Die Auswahl der insgesamt 30 Stücke erfolgte unter Berücksichtigung aller (historischen) Regionen Tschechiens. Sogar zwei deutschsprachige Weisen aus dem Sudetenland sowie ein Lied in der heute kaum noch gesprochenen Egerländer Mundart sind auf dem Tonträger zu finden. Außerdem wurden, auf die lange und freundschaftliche Beziehung zueinander verweisend, zwei Lausitzer Lieder aufgenommen, je eines auf Niedersorbisch und im Schleifer Dialekt. Das Kollektiv betritt mit den beiden letztgenannten Titeln keinesfalls Neuland, hatte es doch bereits mit dem vor etwa drei Jahren erschienenen Debüt „Za čěskimi horami (Jenseits der böhmischen Berge)“ eine Platte herausgebracht, die 25 teils stark bis hin zur Verfremdung und Dekonstruktion bearbeitete Volkslieder der Ober- und Niedersorben enthält.

Telegramm (26.05.21)

srjeda, 26. meje 2021 spisane wot:

Trauer um Pfarrer Rehor

Kamenz. Der sorbische Pfarrer Clemens Rehor ist am 9. Mai 68-jährig im Malteser-Krankenhaus in Kamenz gestorben. Er war Pfarrer in Radibor und Crostwitz sowie Bautzener Dekan. Als Geistlicher wirkte er auch außerhalb der Kirche für sein Volk, so nach 1990 als Mitglied des Bundesvorstandes der Domowina und in deren Präsidium sowie im Rat der Stiftung für das sorbische Volk, dessen Vorsitzender er ein Jahr lang war.

Entscheidung Ende Juni

Bautzen. Über ein alternatives Fest als Ausgleich zum Internationalen Folklorefestival „Lausitz“, das in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, will der sorbische Dachverband Domowina Ende Juni befinden. Darüber informierte der Pressesprecher nach der Beratung der Leitung mit den Regio­nalsprecherinnen und Referenten am 5. Mai.

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