22 neue Häuser in Radibor

srjeda, 29. julija 2020 spisane wot:

Radibor (SN/MkWj). Ein Bebauungsplan für insgesamt 22 Ein- und Zweifamilienhäuser beschäftigt gegenwärtig die Verantwortlichen der Gemeinde Radibor. Eine­ Vertreterin des Architekturbüros Panse konnte den Gemeinderäten auf ihrer­ Sitzung Mitte des Monats einen konkreten Plan präsentieren. Die Bau­fläche „Alte Bautzener Straße“ in unmittelbarer Nachbarschaft der Sport- und Mehrzweckhalle „Slavia“ ist fast vier Hektar groß und lässt sich gut an die öffent­lichen Medien anschließen. Gleich­zeitig ist noch nicht geklärt, wie die Siedlung an die Bornitzer Straße angeschlossen werden könnte. Nach den Worten der Mitarbeiterin des Architekturbüros laufen derzeit die genehmigungsrechtlichen Verfahren. Das betrifft den Umweltschutz ebenso wie den Arten- und Emissionsschutz. Im August sollen die Unterlagen öffentlich zur Einsicht ausliegen. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die endgültige Baugenehmigung im Mai vorliegt.

Die Sitzungen des Gemeinderates finden von nun an mittwochs 18 Uhr statt. Das wurde so beschlossen.

Kantaten statt Oratorium

srjeda, 29. julija 2020 spisane wot:

Im Bautzener Petridom sollte am 28. Juni eigentlich das Oratorium „Paulus“ erklingen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind aber derzeit chorsinfonische Aufführungen und Aufführungen mit großer Orchesterbesetzung nicht möglich. Deshalb wurden Kantaten und Psalmen von Felix Mendelssohn-Bartholdy mit kleiner Orchesterbesetzung, kleinem Chor und Solisten aufgeführt.

Bautzen (CS/SN). Den Orchesterpart übernahm das Orchester des Sorbischen National-Ensembles. Als Solisten konnten Christina Roterberg (Sopran) aus Berlin,­ die gebürtige Bautzenerin Stephanie Hauptfleisch (Alt) aus Dresden, Falk Hoffmann (Tenor) aus Leipzig und Sebastian Richter (Bass) aus Chemnitz gewonnen werden. Prof. Martin Stroh­häcker aus Dresden musizierte an der Eule-Orgel. Das Vokalensemble St. Petri übernahm den Chorgesang.

Um die geltenden Abstandsregeln einzu­halten, fand das Konzert zweimal hintereinander statt. Das Kirchengestühl war gut besetzt.

Solo für Violine

srjeda, 29. julija 2020 spisane wot:
Ludwigsburg (SN). Für eine CD mit sorbischer Musik für Violine und Klavier finden zurzeit in Ludwigsburg Aufnahmen statt. Im Mittelpunkt der von der Stiftung für das sorbische Volk geförderten CD steht die Violine als Soloinstrument. Die Edition beinhaltet in erster Linie Musik­stücke, die beinahe schon in Vergessenheit geraten sind. Darunter sind Kompositionen von Jurij Winar, Bjarnat Krawc und Jan Rawp sowie Hugo Raithel, der lange Zeit am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen wirkte. Ergänzt wird diese Auswahl durch Neuschöpfungen der zeitgenössischen sorbischen Komponisten Ulrich Pogoda und Jan Thiemann. Die von Anett Baumann (Violine) und Liana Bertók (Piano) eingespielte CD will der ENA-Musikverlag von Bertók Ende des Jahres herausgeben.

Neues Schaffen in alter Spinnerei

srjeda, 29. julija 2020 spisane wot:

Hohe Backsteinbauten, ein ganzes Gelände voller Ausstellungshallen und Ateliers­ von Künstlern bietet die Baumwollspinnerei in Leipzig. Damit ist sie immer einen Besuch wert, zurzeit auch deswegen, weil Bilder von Lausitzern gezeigt werden. In der denkmalgeschützten Halle­ 14 präsentiert der Freistaat Sachsen seine Kunstkäufe. Dieses Jahr waren es 32 Werke von 30 Künstlern. Unter ihnen ist Jürgen Matschie aus Bautzen, von dem eine zwölfteilige Fotoserie mit dem Titel „Gut Geisendorf“ erworben wurde. Über ein Jahrzehnt fuhr der Fo­tograf immer wieder dorthin und hielt den Wandel der Tagebaulandschaft mit dem Herrenhaus in Brandenburg fest. Gezeigt wird außerdem das Ge­mälde „Gum“ von Annedore Dietze, die 1972 in Bischofswerda geboren wurde, ein Bild, das an Pfingstrosen erinnert. Von weiteren Künstlern, die in Sachsen leben oder einen Bezug zum Freistaat haben, sind Grafiken, Skulpturen, textile Werke, Installationen und Videos zu sehen. Auch frühere Ankäufe werden in der über 2 000 Quadratmeter großen Halle gezeigt. Fotos sind zahlreich ausgestellt.

So viel gab’s noch nie

srjeda, 29. julija 2020 spisane wot:
Janek Schäfer

Gleich zweimal steht das Sorbische zur Zeit im Mittelpunkt von Kampagnen der sächsischen Staatsregierung. Zum einen ist es die des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus „Sorbisch? Na klar.“, die im Februar an­gelaufen ist; zum anderen die Ende des Schuljahres ins Leben gerufene Kampagne „Čakamy na tebje! – Wir warten auf dich!“ des sächsischen Kultusministeriums. Ich finde es toll, denn in beiden Fällen ist das Sorbische auf großen Werbeflächen und sogar auf Bussen in der Region klar sichtbar. Deshalb auch der Staatsregierung und dem Ministerpräsidenten Sachsens Michael Kretschmer ein dickes Lob!

Mehr eigene Initiativen entwickeln

srjeda, 24. junija 2020 spisane wot:

Marko Suchy ist Vorsitzender des im Mai neu konstituierten sächsischen Rates für sorbische Angelegenheiten, der sowohl den Landtag als auch die Staatsregierung berät. Im Interview mit den Serbske Nowiny erläuterte er, worauf es in der Tätigkeit des Gremiums ankommt. Hier eine Zusammenfassung wichtiger Gedanken.

Bautzen (SN/at). Der sächsische Sorben-rat berät den Landtag und die Staatsregierung. Gegenüber dem Partnergremium in Brandenburg heißt das für Marko Suchy, „einerseits mehr Arbeit, andererseits jedoch ist die Zuordnung nicht ganz klar. Eigentlich müssten wir eine autonome Einheit zwischen Parlament und Regierung sein.“ Gemäß dem sächsischen Sorben-Gesetz ist die Tätigkeit des Rates durch die Staatsregierung finanziell sicherzustellen. „Das muss in Zukunft auch gesetzlich klarer bestätigt werden“, ist der Vorsitzende überzeugt. Zu erreichen gilt es weiterhin, dass die Landesregierung in ihrer Geschäftsordnung die Form der Zusammenarbeit mit dem Sorbenrat festschreibt, wie es im Parlament bereits praktiziert wird.

Diesmal breiter aufgestellt

srjeda, 24. junija 2020 spisane wot:

Preise für 47 Projekte in der Kategorie „Lebendige Zweisprachigkeit“

Der Ideenwettbewerb Sächsischer Mitmach-Fonds 2019 zum Strukturwandel im Lausitzer Revier war auch unter sorbischem Aspekt – mit der Sonderkategorie „Lebendige Zweisprachigkeit“ – ein großer Erfolg, Fortsetzung ist erwünscht und beabsichtigt.

In den Wochen der strengen Corona-Einschränkungen prämierten die Jurys der einzelnen Kategorien im Lausitzer Revier 313 Projektideen, 47 davon in der sorbischen Sonderkategorie. Gegenüber dem Initialwettbewerb 2019 versuchten sich sorbische Bewerber stärker auch in den Kategorien „Zukunft MINT“ für Kinder und Jugendliche sowie „ReWiR“ für zivilgesellschaftliches Engagement und wurden so zum Preisträger 2020.

Aus der Not wurde Tugend

srjeda, 24. junija 2020 spisane wot:

Die Arbeitsweise in Vereinen hat sich in der Corona-Krise verändert

Bautzen (SN/BŠe). Die Arbeitsweise und Tätigkeit von Vereinen in der Zeit der Corona-Pandemie ist sehr beschränkt. Die Kontakte sollten ja auf das Nötigste beschränkt werden und somit konnten auch keine Treffen stattfinden. Daher wurde telefonisch oder per E-Mail die Arbeit fortgeführt, sodass die Aktivitäten nicht ruhen.

Unlängst hatten sich die Mitglieder der Vereins Sorbischer Kulturtourismus in Hoyerswerda zusammengefunden, allerdings mussten auch hier Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. „Der Fokus in Zeiten der Corona-Krise hat sich verändert. Die letzten Monate haben wir intensiv dazu genutzt, unsere Datenbank aufzuarbeiten, was aufgrund der Datenbestimmungen dringend von Nöten war“, erläutert der Vorsitzende des Vereins Peter Bresan. Aus der Not wurde sozusagen eine Tugend gemacht, denn die Arbeit war schon längst fällig; die Zeit hatte den Mitarbeitern stets ein Schnippchen geschlagen, sich auf die Sacharbeit zu konzentrieren.

Eine Tagung als Portal

srjeda, 24. junija 2020 spisane wot:

Aufgaben, Arbeitsweise und Perspektiven von Archiven im Fokus

Bautzen/Dresden/Marburg (SN/bn). „Bildarchive. Wissensordnungen – Arbeitspraktiken – Nutzungspotenziale“ ist die Überschrift einer Tagung, die seit dem 15. Mai und noch bis zum 10. Juli stattfindet. Diese gemeinsame interdisziplinäre Veranstaltung der Gruppe der Landesstellen und außeruniversitären Institute in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (DGV), vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde Dresden (ISGV) und dem Sorbischen Institut­ (SI) soll Wissenschaftlern, Forschern und Archivaren Möglichkeiten der Präsentation eigener Projekte sowie den Austausch untereinander ermöglichen. Kurzfristig haben die Organisatoren die eigentlich angedachte Präsenzveranstaltung transformiert, sodass sich die Tagung nunmehr digital in der virtuellen Welt des Internets zuträgt. Der Tagung soll eine auswertende Publikation folgen.

Die Spur der Kaurischnecke

srjeda, 24. junija 2020 spisane wot:

Unter dem sorbischen Titel „kóstkaty slěd“, wortwörtlich übersetzt „die knöcherne Spur“, beleuchtet die in Bautzen geborene und in Leipzig lebenden Künstlerin Karoline Schneider auf dem Gelände der ehemaligen Leipziger Baumwollspinnerei zurzeit Herkunft und kulturelle Bedeutung der Kaurischnecke.

Die kleinen weißen Schnecken kennt so manche/-r als Schmuck auf dem Geschirr der sorbischen Osterreiter. Durch ihre regelmäßige Form und Größe sind sie sehr gut geeignet, um zu größeren Ornamenten zusammengefügt zu werden. Ursprünglich stammen sie aus dem indopazifischen Raum und sind weltweit Bestandteil kultureller Praktiken, von denen manche nachweislich bis zu 6 000 Jahre vor unsere Zeitrechnung zurückverfolgt werden können. Sie wurden bzw. werden zum Beispiel wegen ihrer Seltenheit in bestimmten Regionen als Zahlungsmittel, durch ihre Ähnlichkeit zur Vulva als Fruchtbarkeitssymbol und wegen der Ähnlichkeit zum menschlichen Auge als Schutzzauber gegen den sogenannten „bösen Blick“ benutzt.

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