Telegramm (26.08.20)

srjeda, 26. awgusta 2020 spisane wot:

FUEN-Kongress abgesagt

Flensburg/Berlin. Die Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) hat ihren diesjährigen Kongress, der vom 15. bis 17. Oktober im italie­nischen Gorizia stattfinden sollte, aufgrund der andauernden Corona-Pandemie abgesagt. Als Ausgleich soll in diesem Jahr eine Delegiertenversammlung in Berlin stattfinden, wo die Mitgliedsvereine der FUEN die Tätigkeit der Union bilanzieren.

Im Sprach- und Ferienlager

Seifhennersdorf. Je 22 Mädchen und Jungen der 4. bis 9. Klassen beteiligen sich vom 21. bis 29. August am diesjährigen Sprach- und Ferienlager des Sorbischen Schulvereins in Seifhennersdorf. Obwohl aufgrund der Corona-Pandemie die Veranstaltung zunächst abgesagt war, widerriefen die Organisatoren dies. Im Querxenland Seifhennersdorf benötigen die Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz und müssen untereinander den Sicherheitsabstand einhalten.

Lang erwartetes Gespräch

Gleich mehrere sorbische Trachten aus Regionen der Ober- und Niederlausitz waren am 22. August in der Crostwitzer Kirche zu sehen. Dort heiratete der Ökobauer Ignaz Wessela Anna-Rosina Selmer aus Laasow. Die Brauttracht aus dem kleinen Ort bei Vetschau hatte sich die Braut nach Fotos und teilweise nach Origina­len neu schneidern lassen. Auch Serbske Nowiny wünschen den Jungvermählten alles Gute und Gottes reichen Segen auf ihrem gemeinsamen Weg durchs Leben. Foto: SN/Hana Schön

Auf Corona vorbereitet

srjeda, 26. awgusta 2020 spisane wot:

Sorbische Gesangvereine proben unter anderem auch virtuell weiter

Bautzen (SN/bn/JaW). Die sorbischen Laienchöre widmen sich wieder ihren Zielen und kehren allmählich auch zum Probenalltag zurück – soweit es möglich ist und soweit sie sich nicht mehr in der Sommerpause befinden. Die Gesangvereine richten sich dabei vorrangig nach den Vorgaben des Sächsischen Chor­verbandes. Unter anderem sollen die Sängerinnen und Sänger untereinander einen Abstand von mindestens zwei Metern­ einhalten. In geschlossenen Räumen darf maximal eine dreiviertel Stunde gesungen werden und danach muss 15 Minuten lang gelüftet werden. Alle Teilnehmer müssen sich in eine Teilnehmerliste eintragen.

Sich austauschen

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Bautzen (SN/at). Am 24. Juli 2021 startet die Domowina in das „Jahr der Regio­nalverbände“ (Lěto župow), das bis 2022 andauert. Dazu konstituierte sich am 18. August ein Vorbereitungsausschuss, dem Vertreter der Domowina-Geschäftsstelle, der Regionalverbände wie auch des Sorbischen Instituts angehören.

Hintergrund ist das hundertjährige Ju­biläum des Beschlusses der Delegiertenversammlung sorbischer Vereine vom 24. Juli 1921, sogenannte Unter­verbände (sorbisch župy) zu gründen, um die Arbeitsstruktur der Domowina zu verbessern. So entstanden die heutigen Regionalverbände „Jan Arnošt Smoler“ Bautzen, „Handrij Zejler“ Hoyerswerda und „Michał Hórnik“ Kamenz, die sich somit auf ihr einhundertjähriges Bestehen vorbereiten. In der Niederlausitz sollte der Unterverband „Hendrich Jordan“ Cottbus entstehen. Dort jedoch wurden erst nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitsfähige Domowina-Kreisverbände gebildet, so in Cottbus 1949/1950.

Gesprächskreis mit neuem Thema

srjeda, 26. awgusta 2020 spisane wot:

Der Gesprächskreis „Bautzener Land“ hat sich zum Ziel gesetzt, das Sorbische dort wiederzubeleben, wo es kaum noch eine Rolle spielt. Das Hauptaugenmerk liegt im östlichen Grenzbereich des sorbischen Siedlungsgebiets.

Bautzen (SN/bn). Das erste Treffen des Kreises in diesem Jahr fand am 20. August in der Bautzener Sundowner-Bar statt. Den späten Termin bedingte die Corona-Krise, welche auch dafür verantwortlich zeichnet, dass bislang alle für 2020 geplanten Aktivitäten des informellen Zirkels ausfallen resp. verschoben werden mussten.

Ein Denkmal für Caßlau

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„Rückkehr nach Caßlau“ heißt eine Granit-Skulptur, an der Robert Alger im August im Steinbruch Miltitz gearbeitet hat. Vor drei Jahren wandte sich der Verein Kultur- und Heimatfreunde Neschwitz e.V. an den Nebelschützer Stenleicht e. V., um den tschechischen Künstler für ein wichtiges Vorhaben zu gewinnen: Jenen 13 Bewohnern von Caßlau, die aus dem Zweiten Weltkrieg nicht zurückgekommen sind, wollen sie ein Denkmal setzen und gleichfalls an zwei Zwangsarbeiter erinnern, die am Ende des Krieges im heutigen Ortsteil von Neschwitz tragisch gestorben sind. Die Skulptur soll am 13. September in Caßlau übergeben werden. Foto: SN/Hana Schön

Termine schnell selbst eintragen

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Bautzen (SN/pdź). Marko Zieschwauck gewann im Wettbewerb Sächsischer Mitmach­fonds 2019 mit der Idee eines sorbischen digitalen Kalenders einen Preis in der Kategorie kleine Projekte. Weil er als Architekt nicht über die notwendigen Kenntnisse verfügte, um so eine­ App zu programmieren, suchte er sich zunächst eine sachkundige Unterstützung. „Glücklicherweise meldete sich die junge Sorbin Davina Suchy und bot mir Hilfe an“, erzählt Zieschwauck. Die 20-jährige Crostwitzerin erlernt den Beruf Mediendesignerin und spezialisiert sich dabei auf Werbung und Programmierung. So baute sie die App gemäß den Vorstellungen Zieschwaucks auf.

Unter dem Namen Serbski kućik (Sorbische Ecke) ist der digitale Kalender nun fast ein Vierteljahr erreichbar. Er füllt sich zunehmend. So trug das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen seine Vorstellungstermine bereits dort ein. Ob sie auch stattfinden, das liegt an Corona.

Neues Domizil

srjeda, 26. awgusta 2020 spisane wot:

Cottbus (WeM/SN). Der Vorstand des Ver­eins zur Förderung der wendischen Sprache in der Kirche traf sich unlängst zum ersten Mal im neuen Domizil. Seit August nutzen die Niederlausitzer sorbischen Christen drei Räume in der evangelischen Kirchgemeinde Klosterkirche im Pfarrhaus bei der Zinzendorf-Kirche in Cottbus-Schmellwitz. Damit hat die sorbische Gemeinde in der Niederlausitz von nun an einen festen Sitz, heißt es in einer Presseinformation des Fördervereins.

Bisher waren die Sorben/Wenden ständige Gäste, mussten privat oder bei anderen Institutionen und Vereinen anfra­gen, um dort ihre Veranstaltungen durchführen zu können.

Königswartha/Bautzen (SN). Das Denkmal in Königswartha für die sowjetischen und polnischen Soldaten wurde so erneuert, dass die ursprüngliche Inschrift wieder zu sehen ist: „1946 von sorbischen Studenten errichtet, 1980 erneuert­.“ Darüber informierte die Domowina, der Bund Lausitzer Sorben.

„Wir haben auf Initiative des sorbischen Schriftstellers Christian Schneider, des Regionalvorstandes und der Domowina-Ortsgruppe Commerau-Truppen-Königswartha am 8. Mai anlässlich des 75. Jahrestages der Beendigung des Zweiten Weltkrieges am Denkmal der Befreier gedacht. Ohne sie wäre das sorbische Volk untergegangen, dem die herrschenden Faschisten Sprache, Kultur und Organisation verboten hatten. Deshalb hatte die sorbische studierende Jugend den sowjetischen und polnischen Soldaten dieses Denkmal in dem Wissen aufgestellt, dass viele junge Männer aus Polen und der Sowjetunion ihr Leben auch für das sorbische Volk geopfert haben“, erklärt Katja Ließner, Domowina-Regionalsprecherin für das Gebiet des Regionalverbandes „Jan Arnošt Smoler“ Bautzen.

Ein Poetryslam, also ein literarischer Wettbewerb, war am 15. August der Höhepunkt eines kulturellen Wochenendes in Wittiche­nau. Etwa 170 Interessenten haben den literarischen Abend besucht. Sieben Jugendliche stellten ihre Texte vor. Als Ge­winner ging Benedikt Bierbaum aus Wittichenau hervor. Es war bereits das dritte kulturelle Wochenende, welches die Witti­chenauer Jugend gemeinsam organisiert hat. Foto: Gernot Menzel

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