Weitere Hürde gemeistert

srjeda, 25. awgusta 2021 spisane wot:

Das Projekt „Sorbisches Wissensforum am Lauenareal“ hat eine weitere Hürde zu seiner Verwirklichung genommen.

Dresden (SN/JaW). Sachsen hat weitere konkrete Projekte für den Strukturwandel in den Braunkohlerevieren voran­gebracht, darunter auch das Sorbische Wissensforum am Lauenareal in Bautzen. Wie das Sächsische Staatsministe­rium für Regionalentwicklung mitteilte, hat eine interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) aus Vertretern aller Ministerien am 15. August „unter Leitung des Staatsministers für Regionalentwicklung Thomas Schmidt neun Projekte ausgewählt“, so Pressesprecher Frank Meyer. „Ich bin sicher, dass genau wie die Projekte der Landkreise und der Gemeinden auch die des Freistaates einen wichtigen Beitrag zur Strukturentwicklung im Lausitzer und im Mitteldeutschen Revier leisten werden“, sagte Minister Schmidt.

Lübben (SN/bn). „Lesen Sie sorbische Literatur oder hören Sie wendische Musik? Ob Ja oder Nein, das heutige erste sor­bische/wendische Literatur- und Musikfest ‚Wortschätze – Drogostki ze słowami – Słowne drohoćinki‘ in Lübben ermöglicht beides. Das facettenreiche Programm macht deutlich, dass Sprache und Kultur der Sorben/Wenden zentraler Bestandteil der Lausitzer Identität sind. Der Erhalt ihrer Kultur und Sprachen stiftet Identität, stärkt regionale Bindungen, steht für Vielfalt und ist eine Bereicherung für unser ganzes Land.“ So resümierte der Potsdamer Landesbeauftragte für Angelegenheiten der Sorben/Wenden und Kulturstaatssekretär Tobias Dünow die Premiere des sorbischen Literatur- und Musikfestes in Lübben.

Einer der geistigen Väter der Stiftung

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Schnell wurde auch in der Lausitz bekannt, dass am 12. August Kurt Biedenkopf 91-jährig verstorben ist. Für den in Lud­wigshafen Geborenen war die politische Wende, ebenso wie für viele Bürger der DDR, ein Neuanfang. Mit seiner Gattin Ingrid kam er nach Sachsen und wurde der erste Ministerpräsident des Freistaates nach dem Fall der Mauer. Nicht nur deutsche Politiker halten ihn für eine bedeutende Persönlichkeit für Sachsen, sondern auch sorbische.

„Kurt Biedenkopf war uns Sorben stets zugeneigt, entwickelte im Laufe der zwölf Jahre seines Wirkens als Ministerpräsident Sympathien und Verständnis für unsere – aus seiner Sicht – kleinen Sorgen“, äußert in seinem Buch „Leben im Zwiespalt 2“ Benedikt Dyrlich, der von 1990 bis 1994 SPD-Abgeordneter im Sächsischen Landtag war.

Ballack ist neuer Auswahltrainer

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Dissen (HA/SN). Die niedersorbische/wendische Fußballauswahl hat mit Sven Ballack einen neuen Trainer. Der 44-Jährige übernimmt das Ehrenamt von Horst Krautzig aus Sielow, so der Verein „Serb­ske balokoparje“. Krautzig musste aus privaten Gründen den Trainerposten niederlegen. „Ich habe sehr gern mit der Mannschaft gearbeitet. Nun geht es aber nicht mehr“, so Krautzig. Er war einer der Hauptinitiatoren zur Gründung des Fußball­vereins vor mehr als vier Jahren.

Sven Ballack ist in der Niederlausitz kein unbeschriebenes Blatt. Bereits in seiner Kindheit spielte er in verschiedenen Vereinen Fußball, unter anderem in Drewitz und Jänschwalde. Später schloss er sich Energie Cottbus als Betreuer und Jugendtrainer an. Mehr als 18 Jahre ist er als Schiedsrichter auf den Plätzen der Lausitz unterwegs. Einige Jahre war er auch Trainer der Eintracht Peitz. Nebenbei ist der Anlagenmechaniker sogar Bauer. Mit seinem Vater bewirtschaftet er „so nebenbei“ 180 Hektar Acker und Wiesen und hat mehr als 80 Rinder zu versorgen.

Neu-Jeßnitz (aha/SN). Vor gut 25 Jahren hat Monika Ziesch ihren sorbischen Trachtenfundus in Rosenthal gegründet. Ihr Ziel war es, die originale sorbische katho­lische Tracht den nächsten Gene­rationen zu erhalten. Mit ihren größeren und kleineren Puppen bietet sie einen Einblick in die Bräuche und Traditionen der katholischen Sorben. Unzähligen Frauen, Männern und Kindern hat sie in die­ser Zeit Teile der Trachten aus­geliehen. Um sich aber zu vergrößern, hat sie zusammen mit ihrem Ehemann Bernhard Ziesch in Neu-Jeßnitz eine Scheune zum neuen Fundus umgebaut und nach ihren Ideen gestaltet.

Vor dem Eingang in einen angebauten Wintergarten hat man einen schönen Ausblick auf einen grünen Garten. Ein Arbeitsraum schließt sich an. Dort sind alle Stühle weiß bezogen und in großen Schränken bewahrt Monika Ziesch die verschiedenen Trachten übersichtlich auf. Daneben befinden sich ein Um­kleideraum mit großem Spiegel und Sanitär­räume. Das Erdgeschoss misst 55 Quadratmeter.

Gemeinsame Proben laufen

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In Vorbereitung auf die Aufführung der ersten sorbischen Pop-Oper „Carpe Noctem – Unendliche Nacht“ sind am 21. August die gemeinsamen Proben angelaufen. Unter­ anderem übten die Musiker um den künstlerischen Leiter Simon Heiduschka im Crostwitzer Hornig-Haus. Die sorbische Pop-Oper wird vom Musikerkollektiv „Trio a Kumple“ in Kooperation mit dem Sorbischen Jugendverein Pawk prä­sentiert. Geplant sind Vorstellungen am 10. und 11. September jeweils 19.30 Uhr sowie­ am 12. September um 15.30 Uhr in der Crostwitzer Mehrzweckhalle „Jednota“­. Für den 13. September ist am Vormittag eine Schülerveranstaltung ­vorgesehen. Karten gibt es im Vorverkauf bei Uhrmacher Jürgen Neck in Crostwitz, in der Bautzener Sorbischen Kulturinformation sowie online unter . Foto: Lea Krahl

20 Jahre Schulstreik in Crostwitz

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Crostwitz/Bautzen (SN/JaW). Am 9. August vor genau 20 Jahren begann in Crost­­witz eine Protestaktion, die als „Crost­witzer Schulstreik“ in die Geschichte eingegangen ist. Die Meinungen darüber, ob der Streik erfolgreich war oder nicht, sind heute wie damals geteilt.

Der damalige Domowina-Vorsitzende Jan Nuck ist heute noch unzufrieden mit dem Ausgang des Streiks. Auch die ehemalige Vorsitzende des Sorbischen Schul­vereins Ludmila Budar sowie der jetzige Domowina-Vorsitzende Dawid Statnik werten den Streik als „große Niederlage“. „Wir konnten weder die Crostwitzer noch die sorbische Mittelschule in Pansch­witz-Kuckau retten“, teilte Statnik in Erinnerung an den Schulstreik von 2001 mit und meint, dass sich die bittere Niederlage bis heute schädlich auf die sorbische Sprachsubstanz auswirke. Die Domowina will am 6. September an der ehemaligen Crostwitzer Mittelschule mit einer Veranstaltung an den Streik erinnern.

Elektronische Klänge am Steinbruch

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Zum dritten Male fand am 13. und 14. August das Festival Meta-Solis in Miltitz statt. Insgesamt zählte der veranstaltende Verein gleichen Namens etwa 100 Besucher. Am Freitag wurden mehrere Kurzfilme gezeigt, unter anderem die Produktionen „Smy (Wir sind)“ von Sophia Ziesch und Luisa Nawka sowie „Źiwa Žeńska (Die wilde Frau)“ von Hella Stoletzki. Im nachfolgenden Filmgespräch erfuhren die Zuschauer unter anderem­, dass beide Werke auf der Lausitzer Filmschau prämiert worden waren­. Samstags fanden zunächst einige Workshops statt, etwa zur Fermentation und zur Menstruation. Anschließend präsentierten die DJs Curl, Vido, Knytl, Ida Bux und Ignomus ihre Sets, das gesamte Spektrum des Techno sowie verwandter (Sub)Genres abdeckend. Außerdem stellte das sorbische Sythiepop/Indietronica-Duo Hara Crash eine repräsentative Auswahl seines Schaffens vor. Foto: Jan Wessela

In memoriam Juraj Kubánka

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Am 19. Juli verstarb Juraj Kubánka. Die „Legende des slowakischen Tanzes“, der „meisterliche Choreograph, Tänzer, Dramaturg, Librettist, Kulturarchäologe“ und der „beste Kenner der westslawischen Kultur“ – nur ein kleiner Ausschnitt all der lobenden Bezeichnungen, die er sich zeit seines Wirkens verdient hat – wurde im Jahr 1928 in Turie in der damaligen Tschechoslowakei geboren.

Nach dem Studium an der Hochschule der musischen Künste zu Bratislava in den­ Bereichen Theaterregie und Choreographie wurde er zunächst künstlerischer Leiter sowie leitender Choreograph des Ensembles für slowakische Volkskunst „SĽUK“. Seit den 1960er Jahren begann er, anfangs regelmäßig als Gast und ab 1971 als künstlerischer Leiter, Regis­seur und Chefchoreograph am Sorbischen National-Ensemble in Bautzen zu wirken. Diese Tätigkeiten in seiner „zweiten Heimat“, wie Juraj Kubánka die Lausitz nannte, übte er mit einigen Unterbrechungen bis ins Jahr 1999 aus.

Hoyerswerda (SiR/SN). Bunte Wimpelfahnen entlang der Straßen und Plätze, Pflanzkübel, Sitzmöglichkeiten und Veranstaltungen, die zur Belebung des historischen Stadtkerns beitragen sollen – so präsentiert sich unter Leitung des City­managements der diesjährige Altstadtboulevard noch bis zum 19. September in Hoyerswerda. Aufgrund der Corona-Pandemie passiert das in diesem Sommer freilich in etwas abgespeckter Form. Aber immerhin. Seit einiger Zeit sind auch die Pflanzkübel mit verschiedenen Slogans in mehreren Sprachen auf gelb leuchtenden Bannern versehen, die in Kooperation mit dem Gewerbering Stadtzukunft und dem Marketingverein Familienregion Hoyerswerda entstanden sind.

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