Oberlausitz als Atommüll-Endlager?

srjeda, 24. februara 2021 spisane wot:

Oberlausitz. Der 22. April 2013 war ein ganz besonderer Tag für Bautzen und Umgebung. An diesem denkwürdigen Datum – einem Montag – ereignete sich nämlich zwischen den Stadtteilen Salzenforst und Bolbritz, knapp sechs Kilometer westlich der Stadt, ein Erdbeben. Laut dem Internetportal volcanodiscovery.com erschütterte um genau 14.17 Uhr ein Stoß die Erdkruste.

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) präsentiert dieses Ereignis als Beleg dafür, dass sich auf einem schmalen Streifen, der sich bogenförmig von Demitz-Thumitz aus in Richtung Nordosten bis etwa Großdubrau erstreckt, eine seismisch aktive Zone – eine sogenannte „Störung“ – befindet. Grund genug für das LfULG, diesen Bereich – anders als es die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) getan hat – als möglichen Standort für ein Atommüll-Endlager auszuschließen.

Das Berliner Forschungsinstitut Facts & Files, die 4. Sächsische Landesausstellung „500 Jahre Industriekultur in Sachsen“ und die virtuelle Bibliothek Europeana sowie das Sorbische Institut und die Sächsische Staats- und Universitätsbibliothek veranstalteten am 18. und 19. Februar den 24-stündigen Transcribathon „Sachsen at Work“. Insgesamt wurden 140 historische Lausitzer Dokumente von 15 Teilnehmern in exakt 116.796 maschinenlesbare Zeichen transkribiert.SN/Hana Schön

Sorbische Mediathek literarisch

srjeda, 24. februara 2021 spisane wot:

Auf dem neuen YouTube-Kanal „SerbskiTV“ geht es seit dem 10. Februar literarisch zu. Mit einer Mediathek für sorbische Literatur hat der Sorbische Künstlerbund (ZSW) eine neue Online-Plattform errichtet, die zukünftig auch anderen Künsten offenstehen soll.

Bautzen (SN/CoR). Den Auftakt bilden 22 Videos von sieben Autor*innen, die aus ihren ober- und niedersorbischen Texten lesen – Dorothea Šołćina, Jěwa-Marja Čornakec, Měrka Mětowa, Křesćan Krawc, Jurij Koch, Lenka und Jan Kral. Die Auszüge entstammen Buchausgaben aus dem Domowina-Verlag Bautzen. Geordnet sind die Lesungen nach Genres sowie Lesealter. So gibt es unter anderem „Kurzgeschichten und Gedichte für Kinder“, „Jugendliteratur“, „Niedersorbische Lyrik“ oder „Naturwissenschaftliche Literatur“.

Geboren wurde die Idee aus der Not heraus, da keine öffentlichen Lesungen unter Pandemie-Bedingungen mehr möglich waren. Mit Unterstützung der Stiftung für das sorbische Volk entstand so in den vergangenen Monaten das neue Fenster zur sorbischen Literatur.

Lausitzer Künstlerhaus eröffnet

srjeda, 24. februara 2021 spisane wot:
Schlepzig (SN/CoR). Bereits Ende vergangenen Jahres hatte der Förderverein aquamediale e. V. im Rahmen des Ideen-Wettbewerbs „Kulturelle Heimat Lausitz“ des Brandenburger Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur eine Förderung erhalten, um ein unabhängiges, interdisziplinäres und zeitgenössisches Kunstzentrum in der Spreewaldgemeinde Schlepzig zu etablieren. Auf der digitalen Eröffnung des Lausitzer Künstlerhauses „Eisenhammer Schlepzig Słopišco“ am 31. Januar im historischen Denkmal Dorfmühle Schlepzig warb Kurator Harald Larisch auch für das neue Residenzprogramm, das zum ersten Mal für dieses Jahr ausgeschrieben wurde. Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler erhalten ein- bis zweimonatige Stipendien und sind Teil einer kreativen Gemeinschaft der jährlich wechselnden Spreewälder Kunstfestivals aquamediale und spektrale. Pro Monat wird die Arbeit mit 2 000 Euro sowie mietfreiem Arbeits- und Wohnraum unterstützt. Bewerbungen können bis zum 30. April eingereicht werden.

Zusätzliche Motivation

srjeda, 24. februara 2021 spisane wot:
Axel Arlt

Der Internationale Tag der Muttersprache am 21. Februar war der sächsischen Kulturministerin Barbara Klepsch Anlass, erneut auf die Imagekampagne „Sorbisch? Na klar.“ zu verweisen. Diese läuft seit gut einem Jahr und kann sich in der Öffentlichkeit inzwischen auf drei gut erkennbare Werbesäulen stützen. Sie sind abgesehen von den Aktivitäten im Online­Magazin gleichen Namens wichtig, um deutsche Mitbürger zu erreichen, die bisher wenig oder überhaupt noch nichts von der Sprache ihrer slawischen Nachbarn in der Oberlausitz wissen. Aber auch Menschen, die sich zwar als Sorben bekennen, der Sprache aber nicht mächtig sind, sind wichtige Adressaten der beiden „mobilen Botschafter“ – eines Busses der Regionalbus Oberlausitz GmbH und eines Trilex-Triebwagens der Länderbahn – sowie des „stationären“ am Giebel eines Hauses am Lauengraben in Bautzen.

Nein zu Minority SafePack

srjeda, 27. januara 2021 spisane wot:

EU-Kommission sorgt mit Entscheidung gegen MSPI für Skandal

Brüssel/Flensburg/Bautzen/Bozen (SN/JaW). Die Europäische Kommission sieht keinen Handlungsbedarf, neue Rechts­akte zum Schutz nationaler und sprachlicher Minderheiten auf Basis der Bürgerinitiative Minority SafePack (MSPI) umzusetzen. Das hat das Gremium am 15. Januar unter https://ec.europa.eu/transparency/regdoc/rep/3/2021/DE/C-2021-171-F1-DE-MAIN-PART-1.PDF veröffentlicht. Wie aus dem 25-seitigen Schreiben hervorgeht, hält die Kommission in allen neun eingereichten Punkten der MSPI „keinen zusätzlichen Rechtsakt für erforderlich“.

Dieser Entschluss ruft bei Angehörigen von nationalen Minderheiten scharfe Kritik hervor. Es ist nicht nur die Rede von einer vertanen Chance, sondern auch von einem politischen Skandal, da die Europäische Kommission so auch mehr als eine Million Unterstützer der MSPI und den Willen des Europäischen Parlaments einfach ignoriert, das mehrheitlich für die Unterstützung von MSPI votiert hatte.

Rechtsklarheit ist notwendig

srjeda, 27. januara 2021 spisane wot:

Serbski Sejm sieht sorbisches kirchliches Leben bedroht

Seit dem 1. Januar 2021 bildet die evangelische Kirchgemeinde Göda/Hodźij gemein­sam mit den Kirchgemeinden Bischofs­werdaer Land, Demitz-Thumitz, Burkau, Pohla-Uhyst am Taucher und Gaußig/Huska ein Schwesterkirchenverhältnis. Es entstand auf Grundlage eines Bescheids des Landeskirchenamtes der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (EVLKS) von Ende Dezember 2020 und beruht auf dem Kirchgemeindestrukturgesetz aus dem Jahr 2018.

Bautzen (SN). Die sorbischen Vorhaben im Koalitionsvertrag der sächsischen Staatsregierung sollten nunmehr weiter und konsequent umgesetzt werden. Darauf verständigten sich mehrere sorbische Mitglieder der Koalitionsparteien CDU, Bündnis 90/Die Grünen und SPD am 14. Januar 2021 in einer Videokonferenz. Darüber informierten die Landesarbeitsgemeinschaft der Grünen „Sorbisches Leben“ und der Landesarbeitskreis „Sorben/Wenden“ der sächsischen SPD.

Neugier für Aufgaben

srjeda, 27. januara 2021 spisane wot:

Katharina Jurk ist neue Vorsitzende des Sorbischen Schulvereins

Crostwitz (SN/MiR). Ehemalige und neue Mitglieder des Sorbischen Schulvereins, geladene Journalisten und weitere Gäste ließen es sich nicht nehmen, sich von Ludmila Budar als Vorsitzender des Sorbischen Schulvereins zu verabschieden. 30 Jahre hat sie in diesem Amt gewirkt. Vergangenen Samstag nun übergab sie das Zepter und damit auch die Verantwortung für 98 Mitarbeiter sowie knapp 590 Kinder, die in den Kindertages­stät­ten des SSV betreut werden, an die jüngere Generation. Zugleich gratulierte sie Katharina Jurk zur Wahl als ihrer Nachfolgerin. Gemeinsam mit Ludmila Budar verabschiedete sich ebenfalls der bisherige Vorstand des SSV, bis auf Benno Hoyer (Referent beim Sächsischen Staats­mi­nisterium für Kultus), der gemeinsam mit Jennifer Dünnbier (Lehrerin am Nieder­sorbischen Gymnasium Cottbus) als Stellvertreter der Vorsitzenden wirken wird. Im Vorstand werden ebenso Roman Grzyb, Alena Hitzke, Johannes Rehde,­ Diana Schäfer und Kathleen Komolka mitwirken.

Digitale Premiere mit Rekord

srjeda, 27. januara 2021 spisane wot:

Das 23. Jolka-Fest in Nucknitz brachte die Datenleitungen zum Glühen

Nucknitz. Das alljährlich Anfang Januar vom Dorfklub Nucknitz ebenda veranstaltete Jolka-Fest gehört seit nunmehr 23 Jahren zu den kulturellen und bezüglich seiner Besucher meistfrequentierten Höhepunkten der Lausitz. In gewohntem Rahmen war eine Durchführung dieses Jahr nicht möglich, sodass die Veranstaltung am 16. Januar erstmals digital in einem virtuellen Saal vonstatten ging. Bislang hatten die Organisatoren auf Liveübertragungen im Internet verzichtet. Das dementsprechend neue Format stieß unerwartet auf einen solch hohen Zuspruch, dass die Datenkapazität vollkommen ausgelastet war. Insgesamt wurden während der Übertragung etwa 2 000 Zuschauer registriert, die auf Youtube verfügbare Aufzeichnung verzeichnete innerhalb einer Woche ebenso viele Zugriffe. Die technischen Ansprüche meisterte die Mannschaft um den Regisseur Michał Cyž unter anderem mit der finanziellen Unterstützung durch die Stiftung für das sorbische Volk.

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