In Schleife geht ein wichtiges Bauvorhaben zu Ende – nicht ohne Streit. Der deutsch-sorbische Schulkomplex Schleife ist bezugsfertig. Einen offiziellen Einweihungstermin gibt es derzeit noch nicht.

Slepo (AK/SN/MiR). Wolfgang Goldstein nimmt Abschied. Der langjährige Leiter der Schleifer Oberschule „Dr. Maria Grollmuß“ übergibt am 28. Februar den Staffelstab an seinen Nachfolger Jan Rehor und geht in Rente. Seit Montag haben die Schleifer Ober- sowie Grundschule ein neues Domizil. Nach mehrjähriger Bauzeit sind Schüler, Lehrer und weitere Mitarbeiter in den Deutsch-Sorbischen Schulkomplex umgezogen, von der Dorfmitte an die Peripherie. Mehr als 25 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert. Nun lädt die Oberschule Schleife am 28. Februar ab 10 Uhr zur Einweihung des Schulbetriebs ein.

Er blieb seinen Idealen treu

srjeda, 26. februara 2020 spisane wot:

Familienangehörige, Bekannte, frühere Mitarbeiter der Domowina und enge Wegbegleiter waren am 31. Januar in die Trauerhalle des Bautzener Taucherfriedhofes gekommen, um sich in Achtung und Anerkennung von Jurij Grós zu verabschieden. Der aus Wendischbaselitz gebürtige Sorbe, der sein Leben in den Dienst seines Volkes gestellt hatte, war am 28. Dezember 2019 im 89. Lebensjahr gestorben.

Erstmalig in der Öffentlichkeit

srjeda, 26. februara 2020 spisane wot:

Bautzen-Kenner auch in Brandenburg haben mit großem Interesse zur Kenntnis genommen, dass das dortige historische Bahnhofsgebäude wieder an Schönheit gewonnen hat. Aber auch in der Niederlausitz ist einer der vielen Bahnhöfe, die leider in den Jahren nach 1990 an Glanz und Bedeutung verloren haben – u. a. in Forst und Guben – wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt.

Gemeint ist der Großenhainer Bahnhof direkt neben dem neu gestalteten Cottbuser Hauptbahnhof. Von ihm fuhren ab 1870 Züge nach Großenhain als direkte Zugverbindung nach Sachsen. 1873 entstanden dann das Empfangsgebäude, die wichtigsten Räume im klassizistischen Stil, teilweise mit Stuck an den Decken. Doch diese Strecke wurde 1882 wieder eingestellt, das rotbraune Gebäude blieb als technisches Denkmal erhalten. Jetzt hat ein Cottbuser Bauunternehmen in das historische Bahnhofsgebäude wieder Leben gebracht. Es entstanden zwei Kunstgalerien – die „Galerie S“ und die „Galerie Brandenburg“.

Telegramm (26.02.20)

srjeda, 26. februara 2020 spisane wot:

Ortsgruppe verjüngt

Malschwitz. Die Domowina-Ortsgruppe Malschwitz hat Zuwachs bekommen. Auf der vorgestrigen Hauptversammlung nahm der Vorsitzende Klaus Petrenz fünf neue Mitglieder auf. Zugleich hat sich die Gruppe verjüngt. Domowina-Regionalsprecherin Katja Ließner wertete den Einsatz des Motivators für die Region als großen Erfolg. Lucian Kaulfürst konnte viele Menschen wieder für das Sorbische begeistern.

Personalpolitik ändern

Bautzen. Anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache am 21. Februar forderte der Domowina-Vorsitzende Dawid Statnik eine Stärkung der sorbischen Sprache in der Öffentlichkeit. Um auf Ämtern mit den Angestellten in Sorbisch kommunizieren zu können, sei es notwendig, dort die Personalpolitik zu ändern. Es dürfe nicht länger dem Zufall überlassen bleiben, ob auf dem Amt jemand Sorbisch beherrscht.

Erweiterten Kader nominieren

Mode, Musik und Tanz, geschöpft aus den sorbisch-deutsch-polnischen Traditionen des Dreiländerecks, neu gestaltet und ­präsentiert von Jugendlichen aus Jelenia Góra sowie Bautzen und Umgebung – dafür ernteten die Mitwirkenden der Modenschau „Szenische Musik – Hip.Fancy. Art“ am 21. Februar im Steinhaus Bautzen viel Beifall. Foto: SN/Hana Schön

Erneut Übergriffe

srjeda, 26. februara 2020 spisane wot:

Domowina hofft auf Gerichtsurteile mit abschreckender Wirkung

Schönau (SN/JaW). In der Oberlausitz ist es erneut zu Übergriffen auf sorbische Jugendliche gekommen. Wie die Polizei bestätigte, kam es am 8. Febraur in Schönau (Gemeinde Ralbitz-Rosenthal) zu „verbalen Auseinandersetzungen und Körperverletzungen“. Wie der erste Polizeihauptkommissar und Leiter des Görlitzer Direktionsbüros André Schäfer mitteilte, „wurden der Polizei in der Nacht zum Samstag körperliche Auseinandersetzungen an einer Lokalität in Schönau gemeldet“. Dabei wurden ein 20- und ein 21-Jähriger leicht verletzt.

Lehnen Registrierung strikt ab

srjeda, 26. februara 2020 spisane wot:

Berlin (SN/JaW). Der Minderheitenrat in Deutschland hat auf seiner Sitzung am 10. Februar in Berlin die Registrierung der Zugehörigkeit zu einer Minderheit strikt abgelehnt und scharf kritisiert. Das teilte der Vorsitzende des Gremiums Dawid Statnik auf Anfrage mit. Vertreter von Sinti und Roma haben festgestellt, dass die Berliner Polizei für ihre Kriminalstatistik die Zugehörigkeit von Personen zu ihrem Volk eingeschrieben hat und dies in Berichten verwendet hat. „So wurde diese nationale Minderheit auch überproportional in Polizeiberichten genannt“, erläuterte Statnik. „Wir bemühen uns darum, dass sich der Bundesinnenausschuss mit dieser Angelegenheit auseinandersetzt und dem Bundesinnenminister sowie der Innenministerkonferenz die Aufgabe erteilt, das zu ändern.“ Der Minderheitenrat will sich in dieser Angelegenheit ebenfalls an den Berliner Senat wenden. „Wir erwarten, dass Maßnahmen gegen dieses Vorgehen eingeleitet werden.“

Radiborer wählten neue Bürgermeisterin

srjeda, 26. februara 2020 spisane wot:

Radibor (SN/MkWj). Die Einwohner der Gemeinde Radibor haben am 9. Februar eine neue Bürgermeisterin gewählt. Dabei konnte sich unter den insgesamt vier Bewerbern Madeleine Rentsch aus Luppa durchsetzen. Mit 55,6 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen erreichte sie gleich im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Auf dem zweiten Platz folgte der Unternehmer Jovan Rehor aus Camina mit 32,4 Prozent. Katrin Suchy-Zieschwauck aus Quoos bekam 6,6 Prozent und Martin Wiener aus Radibor 5,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung war mit 74,1 Prozent verhältnismäßig hoch. Fast 1 900 Einwohner hatten ihre Stimme abgegeben,­ wie Wahlleiter Sebastian Handrick am Wahlabend im Saal der Gemeindeverwaltung­ verkündete. Der bisherige­ Bürgermeister Vinzenz Baberschke­ (CDU) war nach 27 Jahren im Amt nicht erneut angetreten.

Beim Wahlergebnis fällt auf, dass Madeleine Rentsch nicht nur in den Orten der früheren Gemeinde Milkel, für deren Freie Wähler sie im Gemeinderat sitzt, die meisten Stimmen errungen hat, sondern dass sie auch in Radibor mehr als die Hälfte der Stimmen auf sich vereinen konnte.

Erneut Unruhe im National-Ensemble

srjeda, 26. februara 2020 spisane wot:

Nicht nur die Nichtverlängerung des Vertrags von Andreas Pabst, seit 2016 Chordirektor im Sorbischen National-Ensemble, sorgt derzeit für Unruhe im Haus. Wellen schlägt auch ein Artikel in der Zeitschrift „Oper & Tanz“.

Ein Jahr sorbisches Parlament

srjeda, 26. februara 2020 spisane wot:

Nebelschütz (SN/MiR). Seit mehr als einem Jahr arbeitet nun das sorbische Parlament Serbski Sejm. Am 17. November 2018 hatte sich das Gremium in Schleife konstituiert. Die Initiatoren sehen das Parlament als erste demokratische Vertretung der Sorben. 24 Abgeordnete kümmern sich seitdem um Interessen der Sorben in der Ober-, Mittel- und Niederlausitz. Etwa 40 Mitglieder, Unterstützer des Parlaments und weitere Interessenten trafen sich am 6. Februar in Nebelschütz, um das einjährige Bestehen zu feiern. Dr. Martin Walde, der sich als Mitglied der Initiativgruppe neben weiteren Enthusiasten für ein sorbisches Parlament engagiert hatte, beschäftigte sich mit der Frage, weshalb es für die Sorben notwendig ist. Unter anderem ging es erneut um die Chance, dem kleinen Volk größere Selbstbestimmungsrechte zu ermöglichen. Zugleich setzte er sich mit dessen rechtlichen Grundlagen auseinander, um seine Ziele durchzusetzen.

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