Ortsansicht verändert sich

srjeda, 26. julija 2023 spisane wot:

Panschwitz-Kuckau (SN/MWj). Der Mehrgenerationen-Treffpunkt, welcher auf dem Gelände der ehemaligen ­Gaststätte in Panschwitz-Kuckau entstehen soll, nimmt in den kommenden ­Monaten die ersten Konturen an. Nachdem im April 2020 die Gaststätte abgerissen wurde, beginnen in diesem Jahr die Arbeiten für den Spielplatz, den ­Pavillon und die Ladestation für Elektrofahrräder. Dafür hat der Gemeinderat in seiner Sitzung im Juli die ersten Bauaufträge erteilt.

Musikalischer Gipfelstürmer

srjeda, 26. julija 2023 spisane wot:

Als Schüler gehörte er zu den Besten beim Wettbewerb der sorbischen Talente in Bautzen und gewann dreizehnjährig 2017 beim Bundeswettbewerb in Paderborn als klassischer Gitarrist den 1. Platz. Damals war er schon Schüler am renommierten Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar: Matteo Hórnik aus Merka bei Radibor.

Gleich nach dem Abitur in diesem Jahr gab er ein atemberaubendes Solokonzert im Kulturgarten des Sorbischen National-Ensembles (SNE) und machte Alt und Jung mit den Meisterwerken für Gitarre der berühmtesten spanischen und lateinamerikanischen Komponisten und Interpreten bekannt. Spätestens da war klar: Matteo ist ein Gipfelstürmer.

Nebelschütz (SN/MWj). Ganz im Zeichen von Wegkreuzen, Gebetssäulen und weiterer öffentlicher Zeugnisse der religiösen Verbundenheit der Menschen in der sorbisch-katholischen Region stand am 15. Juli die zweite Radfahrt im Rahmen der derzeitigen Sonderausstellung des Sorbischen Museums „Čej’ da sy – Wessen bist du?“. Die Teilnehmer machten sich unter der Leitung von Tadej Šiman auf die etwas mehr als 20 Kilometer lange Strecke durch die Nebelschützer, Ralbitzer und teilweise Crostwitzer Kirchgemeinde. An vielen Stationen erfuhren sie Interessantes über Denkmäler des Glaubens.

Freie sorbische Schule – gerne!

srjeda, 26. julija 2023 spisane wot:
Marcel Brauman

Weil der deutsche Staat es in der Vergangenheit mit uns Sorbinnen und Sorben oft genug nicht gut meinte, neigen wir nun, da der Staat sich gebessert hat, zu der Meinung, das wirklich Gute müsse er vollbringen. Deshalb wird seit Jahren gebetsmühlenartig wiederholt, bei den Schulen dürfe man „den Staat nicht aus der Verantwortung entlassen“. Die Gründung einer freien sorbischen Schule, die es mit der sorbischen Sprache so ernst nimmt, wie wir es für unsere Zukunft brauchen, sei daher abwegig. Nun hat ausgerechnet der Direktor der Stiftung für das sorbische Volk, Jan Budar, im Gespräch mit unserer Zeitung genau so eine „private“ Bildungseinrichtung ins Gespräch gebracht, mit der Druck auf staatliche Schulen gemacht werden könnte – zum Wohle aller. Interessanterweise argumentiert Budar mit den „deutschen Nachbarn“, die es uns mit der Gründung freier – gesetzlich vom Staat mitfinanzierter – Schulen vorgemacht haben. Zum Beispiel da, wo der Staat seine Verantwortung abgeworfen und Schulen geschlossen hat.

Die Welt zu Gast in der Lausitz

srjeda, 28. junija 2023 spisane wot:

Internationales Folklorefestival: Neubeginn nach „bewährtem Konzept“

Crostwitz/Chrósćicy (SN/bn). Insgesamt 17 Kulturgruppen gestalten nach aktuellem Stand der Planung auf insgesamt elf Bühnen in Bautzen, Drachhausen und Crostwitz vom 6. bis 9. Juli das 14. Internationale Folklorefestival Lausitz. Wie Marko Kowar, der Vorsitzende des Vorbereitungskomitees der das Festival organisierenden Domowina, im Rahmen eines Pressegesprächs im Crostwitzer Gemeindeamt bezüglich der Vorbereitungen sowie des Ablaufs unterstrich, „setzen wir auf ein bewährtes Konzept. Nach vierjähriger Pause jedoch kann von Routine keine Rede sein. Nach der Pandemie war nicht sicher, welche der gewohnten Partner in diesem Jahr teilnehmen wollen und können“, verwies Kowar unter anderem auf Veränderungen in den Verwaltungen in Bautzen sowie Drachhausen. Sein Fazit: „Eigentlich beginnen wir fast ganz von vorn.“

Großbetrieb stärkt Sorbisch

srjeda, 28. junija 2023 spisane wot:

TDDK zeigt Flagge für unsere Sprache und inspiriert zum Mitmachen

Straßgräbchen/Nadrózna Hrabowka (SN/mb). Fast jeder Sorbe hat dieses unfreundliche „Hier wird deutsch gesprochen!“ schon mal erlebt. Die traditionell übertriebene sorbische Höflichkeit, dass eine größere Gruppe von Leuten bei Annäherung eines einzigen Deutschen sofort die eigene Muttersprache fallen lässt, hat viel mit solchen Situationen zu tun, die als Erniedrigung empfunden werden. Auch im Großbetrieb TDDK, in dem Kompressoren für Klimatechnik in Autos zahlreicher Hersteller produziert werden, kam es mal zu einer solchen Szene – im Pausenraum. Nun sind von den derzeit 950 Beschäftigten des Unternehmens im Besitz zweier japanischer Konzerne 40 Sorbinnen und Sorben. Eine davon ist Carolina Měršowa, für die es von Anfang an selbstverständlich war, im Gespräch mit sorbischen Kolleginnen und Kollegen die gemeinsame Muttersprache zu gebrauchen.

Gemeinsam sind WIR stärker

srjeda, 28. junija 2023 spisane wot:

Unter den Lausitzer Slawen wird derzeit vieles heftig diskutiert. Mal sind es eher lokale Angelegenheiten, wie jüngst z. B. die Zerstörung des öffentlichen Sportplatzes in Mühlrose /Trebendorf. Mal sind es eher grundsätzliche Fragen, wie zum Beispiel die nicht vorhandene Bildungsautonomie. Immer aber schwingt die Bedrohung der kulturellen und nationalen Existenz des sorbischen Volkes mit.

Zu 31. Mal seit 1990 lud der Vorstand des Domowina-Regionalverbandes Niederlausitz die Vertreter der Ortsgruppen, Vereine und Vereinigungen Anfang Juni zur Hauptversammlung ein. Sie fand in Straupitz statt. Damit blieb der Vorstand bei seinem Grundsatz, dass die Hauptversammlung abwechselnd im Territorium eines der ehemaligen vier Kreisverbände in der Niederlausitz tagt. Straupitz gehörte zum Kreisverband Calau/Lübben.

Ein komplexes Projekt

srjeda, 28. junija 2023 spisane wot:

Der Siegerentwurf für das Sorbische Wissensforum am Lauenareal steht fest

Bautzen/Budyšin (SN/MiP). Ein großer Meilenstein auf dem Weg zum Aufbau des Sorbischen Wissensforums auf dem Bautzener Lauenareal ist erreicht. Im Architektenwettbewerb hat sich die Fach­jury Anfang Juni für einen Entwurf entschieden. Gewinner ist das Münchener Architektur- und Stadtplanungsbüro bogevischs. Geschäftsführer Rainer Hofmann hat Mitte Juni die Siegerurkunde vom Direktor der Stiftung für das sorbische Volk Jan Budar im Haus der Sorben überreicht bekommen. Insgesamt hatten sich 108 Architekturbüros um den Auftrag beworben. 20 von ihnen wurden zum Wettbewerb eingeladen und 18 reichten die geforderten Entwurfsunterlagen ein. Der Jury gehörten vier Architekten und jeweils ein Vertreter der am Projekt beteiligten Institutionen an. Diese sind: die Stiftung für das sorbische Volk, das Sorbische Institut und das Sorbische Museum. In den Auswahlprozess eingebunden waren weitere Fachleute in beratender Funktion hinsichtlich Brand-, Denkmal- und Umweltschutz.

Die evangelischen Sorben sind ein Glaubensschatz der Lausitz. Sie sollten sich gemeinsam Gottes Wort sowie Gesang und Gebet in ihrer Muttersprache bewahren. Dies war die Botschaft des 77. Sorbischen Evangelischen Kirchentages am zweiten Juni-Wochenende in Schleife und Rohne. „Gott sieht die Konflikte und Auseinandersetzungen unter uns Menschen, aber er sieht sie in Liebe. Sehende Liebe führt zur Hilfe“, unterstrich Jan Malink, Superintendent im Ruhestand, in seiner Predigt beim Festgottesdienst.

Ein Projektchor unter Leitung von Gerald Schön und das Vokalensemble Kólesko (Spinnrad) begleiteten den Gottesdienst mit Gesang. Johannes Kral aus Leipzig musizierte auf der Orgel. Grußworte richteten Generalsuperintendentin Theresa Rinecker (Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz) und Oberlandeskirchenrat Dr. Thilo Daniel (Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens) an die Teilnehmer.

nowostki LND