Jörg Funda ist neuer Bürgermeister

srjeda, 25. nowembera 2020 spisane wot:

Bei der Wahl am 1. November in der Gemeinde Schleife gewann der 55-Jährige ganz klar. Diese war notwendig geworden, nachdem Amtsinhaber Reinhard Bork (parteilos) nach zwölf Jahren Ende Juli in den Ruhestand gegangen war.

Schleife (CK/SN). Gegen 18.50 Uhr stand am Wahltag im Saal des Sorbischen Kulturzentrums in Schleife der neue Bürgermeister fest: Jörg Funda, der seit 1. August als Amtsverweser die Geschicke der Gemeinde führt, wird das in den nächsten Jahren auch als ihr Bürgermeister tun. Damit blieb die von manchem in Schleife und den Ortsteilen Rohne und Mulkwitz erwartete Überraschung aus.

Der 55-jährige CDU-Bewerber aus Rohne setzte sich klar gegen den mit dem Mandat der AfD angetretenen Mathias Lampe durch. Nach dem vorläufigen Wahlergebnis stimmten 970 Wähler (67,4 Prozent) für Funda. 447 Wahlberechtigte (30,9 Prozent) hätten lieber Lampe als den neuen Gemeindechef gesehen. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,24 Prozent.

Neues Juwel für den Schuster-Hof

srjeda, 25. nowembera 2020 spisane wot:

Trebendorf (AK/SN). Der Schuster-Hof in Trebendorf, um den sich die dortige Domowina-Ortsgruppe kümmert, soll im nächsten Jahr um ein weiteres historisches Gebäude wachsen. Die Gemeinde will die unter Denkmalschutz stehende Lehmfachscheune aus dem Jahr 1935 im Ortsteil Hinterberg umsetzen, der vom Tagebau Nochten abgebaggert wird. „Der Konzern LEAG finanziert das Projekt und unterstützt uns“, so Bürgermeister Waldemar Locke (CDU) auf der Gemeinderatssitzung am 4. November. Im nächsten Jahr soll die Scheune abgetragen und im Original wieder aufgebaut werden. In ihr könnte dann die Domowina-Gruppe historische Landwirtschaftsgeräte wie einen großen Wagen oder eine Dreschmaschine unterstellen. Beide stehen gegenwärtig unter freiem Himmel.

Kapazitäten waren fast ausgeschöpft

srjeda, 25. nowembera 2020 spisane wot:

Jeden Monat beschäftigen sich Statistiker mit Übernachtungszahlen der Urlaubsgebiete, sodass Erfolge oder Misserfolge abzulesen sind. Für das Lausitzer Seenland und die Oberlausitz sind nun positive Nachrichten hervorgegangen.

Klosterwasser ist nun ökologisch aufgewertet

srjeda, 25. nowembera 2020 spisane wot:

Neudörfel (SN/MWj). Am Klosterwasser bei Neudörfel (Landkreis Bautzen) hat die Landestalsperrenverwaltung in den vergangenen Tagen mit Ersatzpflanzungen begonnen. Für die Revitalisierung des Klosterwassers mussten 53 Bäume gefällt und mehrere Sträucher entfernt werden. Unmittelbar am Gewässer werden bis Mitte Dezember 113 standortgerechte Baum- und Straucharten gepflanzt, wie beispielsweise Silber- und Korbweiden, Schwarzerlen, Winterlinden, Hainbuchen, Haselnuss-, Weißdorn- und Schneeballsträucher sowie verschiedene Obstgehölze, wie Katrin Schöne von der Landestalsperrenverwaltung mitteilt.

Die Revitalisierung selbst begann im Herbst 2018 und ist seit Ende Oktober 2020 komplett abgeschlossen. Der Bund und der Freistaat Sachsen investierten dafür rund 2,1 Millionen Euro. Dabei wurde das Verteilerwehr umgebaut. ­Dadurch führt der Hauptarm des Klosterwassers auch bei Mittel- und Niedrigwasser nun wieder ausreichend Wasser, um Verkrautung und Verlandung ent­gegenzuwirken. Größere Abflüsse werden automatisch über die Flutmulde abgeleitet.

Servietten mit ober- oder niedersorbischen Liedtexten sind ab sofort in den Sorbischen Kulturinformationen in Cottbus sowie in Bautzen zu haben. Die Idee dazu kam von kreativen Köpfen des Cottbuser Vereins Studnja. Die Stiftung für das sorbische Volk unterstützte sie und Gestalter Manuel Zieran bei der Umsetzung. Foto: SN/Hana Schön

Wo bleibt der sorbische Spielfilm?

srjeda, 25. nowembera 2020 spisane wot:

Der Dokumentarfilm „Serby do kina! Pytanje za serbskimi filmami (Sorben ins Kino! Auf der Suche nach sorbischen Filmen)“ von Knut Elstermann sollte seine Premiere eigentlich auf dem Filmfestival Cottbus (FFC) feiern. Nach dessen Verschiebung wurde er im Magazin „Łužyca“ des RBB gezeigt.

Überraschend gelungen

srjeda, 25. nowembera 2020 spisane wot:

Bautzen (SN/CoR). Gerade noch rechtzeitig vor dem zweiten Kultur-Lockdown brachte das Sorbische National-Ensemble am 31. Oktober mit „einRAUMwohnung“ die erste Ballettpremiere der aktuellen Spielzeit auf die Bühne. Auch inhaltlich standen die besonderen Umstände für die Kulturschaffenden – insbesondere Tänzer – in Zeiten von Corona im Mittelpunkt dieses besonderen Ballettabends. Tänzerische Reflexionen über die Auswirkungen der pandemischen Maßnahmen, über Isolation und Einsamkeit in den eigenen vier Wänden, über die Unmöglichkeit von Berührungen, über mediale und gesellschaftliche Reaktionen – dass eine Auseinandersetzung mit dem Virus in einem ästhetischen Genuss münden kann, das war die erste Überraschung des Abends, die 55 Zuschauer im ausverkauften Bautzener Burgtheater erleben durften. Die zweite war das schöpferische Potenzial der Ballettmitglieder.

Schadźowanka rein digital

srjeda, 25. nowembera 2020 spisane wot:

Das alljährliche Treffen der sorbischen Studierenden, Absolventen, Abiturienten samt Gästen „Schadźowanka“ fand dieses Jahr pandemiebedingt rein digital statt. Das Online-Format ermöglichte etwa 1 000 Teilnehmer – ein neuer Nachwende-Rekord.

Bautzen (SN/bn). Trotz einer solchen Premiere stets innewohnenden Schwierigkeiten vor allem technischer Natur darf die 146. Schadźowanka als voller Erfolg gewertet werden. Für die Realisierung zeichneten die Stiftung für das sorbische Volk, der Sächsische Ausbildungs- und Erprobungskanal (SAEK) sowie die beiden Regisseure Katka Pöpelec und Syman Hejduška verantwortlich.

Vor dem eigentlichen Programm stellte der Domowina-Verlag diverse Neuerscheinungen vor. Anschließend erinnerte sich im Rahmen eines sogenannten Warm-ups Beno Bělk an vergangene Treffen und sprach angesichts des neuen Formats von einem „Meilenstein“.

Leider mit Einschränkungen

srjeda, 25. nowembera 2020 spisane wot:
Axel Arlt

Funktionierende sorbische soziale Beziehungen sind ein hohes Gut. Gerade unter den Bedingungen der Corona-Pandemie jedoch sind sie stark eingeschränkt. Dass die Infektionen im Landkreis Bautzen immer noch zu den höchsten der ganzen Bundesrepublik zählen, ist gewiss keine beruhigende Nachricht.

Vor diesem Hintergrund ist eine Statistik ernüchternd, die der sorbische Dachverband Domowina erstellt hat. Erstmalig übermittelte das Landratsamt den Bürgermeistern und Kreisräten am ersten Novemberwochenende eine Liste aktueller Zahlen zu den Corona-Infizierten je Gemeinde. Dawid Statnik, Kreisrat der CDU und Vorsitzender der Domowina, stellte diese Zahl der jeweiligen Einwohnerschaft gegenüber und fand heraus, dass mehrere sorbische Kommunen prozentual die meisten infizierten Bewohner aufweisen.

Engagement im Mittelpunkt

srjeda, 28. oktobera 2020 spisane wot:

Fördern und bewahren das Sorbische in lebendiger Gemeinschaft

Bautzen (SN/JaW). Domowina-Vorsitzender Dawid Statnik hat am 9. Oktober im Bautzener Haus der Sorben 14 engagierte Ehrenamtliche geehrt. Den diesjährigen Domowina-Preis erhielten Elke Nagel aus Lohsa, Georg Scholze aus Neudörfel und Fritz Kschammer aus Drehnow. Den Domowina-Nachwuchspreis überreichte Statnik Damian Dürlich aus Neudörfel. Zugleich ehrte der Vorsitzenden Christa Dziumbla aus Burg (Spreewald), Maria Oschika aus Panschwitz-­Ku­ckau, Marka Ziesch aus Lehndorf, Heidemarie Richter aus Schleife, Silvia Stephan aus Schwarzkollm, Torsten Mack aus Cottbus, Jürgen Hanschke aus Briesen, Jürgen Njek aus Crostwitz, Bernhard Delenk aus Nebelschütz und Friedhard Schneider aus Großschweidnitz mit dem Ehrenabzeichen „Für besondere Leistungen bei der Verwirklichung des Programmes der Domowina“.

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