Schulverein mit Geschäftsführer

srjeda, 31. měrca 2021 spisane wot:

Bautzen (SN/JaW). Der Sorbische Schulverein (SSV) hat ab dem 1. April wieder einen Geschäftsführer. Wie die Vorsitzende des Bildungsvereins, Katharina Jur­k, mitteilte, übernimmt zum genannten Zeitpunkt Markus Bensch das Amt. Darauf hat sich der Vorstand des SSV auf seiner Online-Beratung am 22. März geeinigt. Der 35-Jährige hatte sich gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt. „Der aus dem sorbischen Ort Cunnewitz (Gemeinde Ralbitz-Rosenthal) stammende Diplompädagoge hat in den vergangenen Jahren im Ausland gelebt und gear­beitet. Unter anderem war er für die internationale Bildungsorganisation Coa­ches Across­ Continents tätig. Dort war der Sorbe für Koordinierungs-, Beratungs-, Bildungs- und Managementaufgaben zuständig, welche er in Eigenregie wahrgenommen hat“, ­heißt es dazu in einer Pressemitteilung des SSV.

Mit Fördermitteln vieles bewirkt

srjeda, 31. měrca 2021 spisane wot:

Ohne Fördermittel wären viele ­Gemeinden nicht in der Lage, ihre ­Projekte zu verwirklichen. Eine dieser Möglichkeiten ergibt sich aus dem ­Europäischen Programm Leader.

Königswartha (SN/BŠe). Neulich hat das Regionalmanagement der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft (OHTL) die kommunalen Politiker der Region über die Fördermittelperiode unterrichtet, welche zum Ende des Jahres 2020 geendet hat. Eigentlich wird diese Konferenz einmal jährlich an einem bestimmten Ort veranstaltet. Der Coronapandemie wegen musste der Austausch online erfolgen, informiert Regionalmanager André Köhler vom Büro in Königswartha.

Alte Kostbarkeit am Wegesrand erhalten

srjeda, 31. měrca 2021 spisane wot:

Nucknitz (SN/MWj). Altehrwürdige Besonderheiten sind oftmals auf den ersten Blick als solche nicht zu erkennen. Umso wichtiger ist es, sie zu erhalten, damit sie nicht verloren gehen. Gerade deshalb engagiert sich Roman Nuck aus Nucknitz in der Gemeinde Crostwitz für einen historischen Wegweiser an der Straße von Prautitz nach Storcha oder Nucknitz. Gleich an der Bushaltestelle am Abzweig nach Kopschin erblickt man den etwa zwei Meter hohen Granitstein – wenn überhaupt. Denn vielen fällt er überhaupt nicht auf, weil auf den ersten Blick an ihm nichts Besonderes ist.

Die Premiere des unlängst im Domowina-Verlag als Lizenzausgabe erschienenen Buches „Wohnjostroj za lišku (Ein Feuerwerk für den Fuchs“, von Sven Nordqvist gestalteten Diana Scholze, die das Original ins Sorbische übertragen hat, sowie Peter Brězan und Beno Scholze (von links) als „Petterson und Findus“ in Form einer virtuellen szenischen Lesung. Mehr als 130 Zuschauer wohnten der interaktiv konzipierten, unter anderem Videos und Spiele beinhaltenden Veranstaltung bei. Foto: SN/Hana Schön

Immersion auch für Erwachsene

srjeda, 31. měrca 2021 spisane wot:

1 000 neue Sprecher des Niedersorbischen bis zum Jahr 2040, das ist die ­Vision von Gregor Kliem, Maximilian Hasacki und Šarlota Kušcyc. Am 3. März präsentierten die Initiatoren ihr Projekt „Zorja“ (Morgenröte) der ­Öffentlichkeit.

Cottbus (SN/CoR). Seit mehr als zwanzig Jahren gilt das Witaj-Projekt als Schlüssel zur Revitalisierung des Niedersorbischen in der Niederlausitz – nun sollen nach den Kindern auch Erwachsene die Chance erhalten, durch intensives Eintauchen in die Sprache aktive Sprecher des Niedersorbischen zu werden. „Fakt ist, dass in der Niederlausitz fast nur denen möglich ist Sorbisch zu sprechen, die in sorbischen Institutionen arbeiten. Wenn wir eine kritische Masse Niedersorbisch-Sprecher erreichen wollen, müssen wir investieren. Immersion – auch für Erwachsene – ist der einzige Weg für uns in der Niederlausitz, weil die Sprache nicht mehr in den Familien weitergegeben wird“, erklärt Gregor Kliem.

Sorbische Literatur international

srjeda, 31. měrca 2021 spisane wot:

Bautzen (SN/bn). Sorbische Literatur vor allem, aber nicht nur für Kinder weltweit zugänglich zu machen, ist das Ziel des Projekts „Po nowych pućach do swěta – Auf neuen Wegen in die Welt“. Das Vorhaben ist gewissermaßen eine Familienangelegenheit, welche die Schriftstellerin Lubina Hajduk-Veljkovićowa koordiniert. „Unser Sohn Branko meinte, meine Bücher sollten in andere Sprachen übersetzt werden. Nun haben wir die Zeit gefunden, das Projekt in die Wege zu leiten. Für die Übertragung der Texte in die benachbarten slawischen Sprachen, ins Englische und Finnische haben wir bereits Mitstreiter gefunden“, so Hajduk-Veljkovićowa.

Neben gedruckten und gebundenen Versionen – die Gestaltung übernimmt ein Illustrator aus England – sollen auch Hörbücher erscheinen. Das erste unter dem Titel „W dolinje při rěce 1: Mali přećeljo (Im Tal am Fluss 1: Kleine Freunde)“, eingelesen von der Schauspielerin Gabriela Maria Schmeide, befindet sich derzeit in der letzten Produktionsphase.

Ein ganz wichtiges Signal

srjeda, 31. měrca 2021 spisane wot:
Barbara Klepsch

Die sorbische Sprache und Kultur sind ein wichtiger Teil sächsischer Identität. Seit dem 23. März gibt es von Seiten des Freistaates Sachsen erneut eine feste Zusage zur finanziellen Absicherung. Ich freue mich sehr darüber, dass die Förderung der sorbischen Sprache, Kultur und Identität mit dem Beschluss zum Vierten Abkommen über die gemeinsame Finanzierung der Stiftung für das sorbische Volk für die nächsten fünf Jahre gesichert ist. Das ist von enormer Bedeutung für die Stiftung. Es ist aber auch wichtig für uns als Freistaat – und für den Umgang mit Minderheiten in Europa. Der nächste Schritt ist die Unterzeichnung durch die Ministerpräsidenten von Sachsen und Brandenburg und durch den Bundesinnenminister.

Sprachkurs für unterwegs

srjeda, 24. februara 2021 spisane wot:

Trilex-Triebwagen als Botschafter der sorbischen Sprache unterwegs

Die Imagekampagne für die sorbische Sprache „Sorbisch? Na klar.“ geht auf die Schiene. Ganz in ihrem Sinne ist ein Trilex-Dieseltriebwagen der Länderbahn gestaltet, der seit dem 9. Februar auf der Strecke zwischen Görlitz und der sächsischen Landeshauptstadt verkehrt. An eben diesem Tag wurde der interessierten Öffentlichkeit der Zug vorgestellt, der dazu in den Bahnhof Bautzen eingefahren war.

In memoriam Peter Čačko

srjeda, 24. februara 2021 spisane wot:

Schriftsteller, Übersetzer, Kulturmittler – Abschied von einem Freund

Der slowakische Schriftsteller und Freund des sorbischen Volkes ­Peter Čačko ist im Alter von 85 Jahren aus der Welt geschieden. Lesen Sie hier Worte der Würdigung des sorbischen Dichters und ehemaligen Chefredakteurs der Serbske Nowiny Benedikt Dyrlich sowie der langjährigen Geschäftsführerin des Domowina-Verlags Maria Matschie.

Wir, etliche sorbische Autorinnen und Autoren, haben einen wunderbaren Freund und unermüdlichen Förderer in der Slowakei verloren: Der herausragende Publizist, Literaturkritiker, Lektor, Verleger und Nachdichter Peter Čačko ist am 6. Februar 2021 in Bratislava verstorben.

Netzwerk im Entstehen

srjeda, 24. februara 2021 spisane wot:

In oder ohne Tracht: Wie modern soll das Sorbische in Erscheinung treten?

Cottbus (SN/bn). Unter der Überschrift „Sorbisches / Wendisches auf modernen Festivals“ haben seit Jahresbeginn diverse Lausitzer Veranstalter, Künstler und Kulturschaffende bislang zwei Mal digital getagt, um die Frage zu erörtern, wie die Präsenz der Sorben und ihrer Kultur etwa im Rahmen von Open-Air-Konzerten erhöht werden könnte. Weitere Schwerpunkte der Treffen waren potenzielle Synergien und Kooperationen sowie Konzepte zur pandemiekonformen Organisation von Festivals.

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