Wo bleibt der sorbische Spielfilm?

srjeda, 25. nowembera 2020 spisane wot:

Der Dokumentarfilm „Serby do kina! Pytanje za serbskimi filmami (Sorben ins Kino! Auf der Suche nach sorbischen Filmen)“ von Knut Elstermann sollte seine Premiere eigentlich auf dem Filmfestival Cottbus (FFC) feiern. Nach dessen Verschiebung wurde er im Magazin „Łužyca“ des RBB gezeigt.

Überraschend gelungen

srjeda, 25. nowembera 2020 spisane wot:

Bautzen (SN/CoR). Gerade noch rechtzeitig vor dem zweiten Kultur-Lockdown brachte das Sorbische National-Ensemble am 31. Oktober mit „einRAUMwohnung“ die erste Ballettpremiere der aktuellen Spielzeit auf die Bühne. Auch inhaltlich standen die besonderen Umstände für die Kulturschaffenden – insbesondere Tänzer – in Zeiten von Corona im Mittelpunkt dieses besonderen Ballettabends. Tänzerische Reflexionen über die Auswirkungen der pandemischen Maßnahmen, über Isolation und Einsamkeit in den eigenen vier Wänden, über die Unmöglichkeit von Berührungen, über mediale und gesellschaftliche Reaktionen – dass eine Auseinandersetzung mit dem Virus in einem ästhetischen Genuss münden kann, das war die erste Überraschung des Abends, die 55 Zuschauer im ausverkauften Bautzener Burgtheater erleben durften. Die zweite war das schöpferische Potenzial der Ballettmitglieder.

Schadźowanka rein digital

srjeda, 25. nowembera 2020 spisane wot:

Das alljährliche Treffen der sorbischen Studierenden, Absolventen, Abiturienten samt Gästen „Schadźowanka“ fand dieses Jahr pandemiebedingt rein digital statt. Das Online-Format ermöglichte etwa 1 000 Teilnehmer – ein neuer Nachwende-Rekord.

Bautzen (SN/bn). Trotz einer solchen Premiere stets innewohnenden Schwierigkeiten vor allem technischer Natur darf die 146. Schadźowanka als voller Erfolg gewertet werden. Für die Realisierung zeichneten die Stiftung für das sorbische Volk, der Sächsische Ausbildungs- und Erprobungskanal (SAEK) sowie die beiden Regisseure Katka Pöpelec und Syman Hejduška verantwortlich.

Vor dem eigentlichen Programm stellte der Domowina-Verlag diverse Neuerscheinungen vor. Anschließend erinnerte sich im Rahmen eines sogenannten Warm-ups Beno Bělk an vergangene Treffen und sprach angesichts des neuen Formats von einem „Meilenstein“.

Leider mit Einschränkungen

srjeda, 25. nowembera 2020 spisane wot:
Axel Arlt

Funktionierende sorbische soziale Beziehungen sind ein hohes Gut. Gerade unter den Bedingungen der Corona-Pandemie jedoch sind sie stark eingeschränkt. Dass die Infektionen im Landkreis Bautzen immer noch zu den höchsten der ganzen Bundesrepublik zählen, ist gewiss keine beruhigende Nachricht.

Vor diesem Hintergrund ist eine Statistik ernüchternd, die der sorbische Dachverband Domowina erstellt hat. Erstmalig übermittelte das Landratsamt den Bürgermeistern und Kreisräten am ersten Novemberwochenende eine Liste aktueller Zahlen zu den Corona-Infizierten je Gemeinde. Dawid Statnik, Kreisrat der CDU und Vorsitzender der Domowina, stellte diese Zahl der jeweiligen Einwohnerschaft gegenüber und fand heraus, dass mehrere sorbische Kommunen prozentual die meisten infizierten Bewohner aufweisen.

Engagement im Mittelpunkt

srjeda, 28. oktobera 2020 spisane wot:

Fördern und bewahren das Sorbische in lebendiger Gemeinschaft

Bautzen (SN/JaW). Domowina-Vorsitzender Dawid Statnik hat am 9. Oktober im Bautzener Haus der Sorben 14 engagierte Ehrenamtliche geehrt. Den diesjährigen Domowina-Preis erhielten Elke Nagel aus Lohsa, Georg Scholze aus Neudörfel und Fritz Kschammer aus Drehnow. Den Domowina-Nachwuchspreis überreichte Statnik Damian Dürlich aus Neudörfel. Zugleich ehrte der Vorsitzenden Christa Dziumbla aus Burg (Spreewald), Maria Oschika aus Panschwitz-­Ku­ckau, Marka Ziesch aus Lehndorf, Heidemarie Richter aus Schleife, Silvia Stephan aus Schwarzkollm, Torsten Mack aus Cottbus, Jürgen Hanschke aus Briesen, Jürgen Njek aus Crostwitz, Bernhard Delenk aus Nebelschütz und Friedhard Schneider aus Großschweidnitz mit dem Ehrenabzeichen „Für besondere Leistungen bei der Verwirklichung des Programmes der Domowina“.

Das Sorbische National-Ensemble (SNE) hat um­fangreiche Um- und Ausbau­arbeiten eingeleitet. Nach deren Abschluss­ sollen die Künstler bessere Arbeits­bedingungen vorfinden und das Publikum höheren Komfort genießen.

Bautzen (SN/bn). „Das ist der Augenblick, auf den wir lange gewartet haben. Nach etwa vier Jahren des Planens und Prüfens können wir die Umwandlung der Gebäude hin zu einer tatsächlichen Spielstätte in Angriff nehmen“, erklärte der Direktor der Stiftung für das sorbische Volk, Jan Budar, auf einer Pressekonferenz in der Röhrscheidtbastei vor Beginn der Baumaßnahmen das Ziel derselben.

Notwendig sei vor allem ein neuer Ballettsaal. „Der jetzige Flachbau auf der Äußeren Lauenstraße entspricht hinsichtlich der Sanitäranlagen, der Elektrik und der Notausgänge dem Stand der 1970er Jahre. Nach ausführlichen Untersuchungen haben wir festgestellt, dass ein Komplettabriss mit anschließendem Neubau günstiger ist als eine Sanierung“, führte Budar weiter aus.

Ein kraftvolles Signal

srjeda, 28. oktobera 2020 spisane wot:

Anhörung im Europäischen Parlament mit positivem Feedback

Brüssel (SN/JaW). Vorschläge, wie die EU-Gesetzgebung Minderheitenrechte sowie die sprachliche und kulturelle Vielfalt in Europa fördern könne, standen im Mittelpunkt einer öffentlichen Anhörung der Bürgerinitiative Minority SafePack (MSPI) der Föderalistischen Union europäischer Nationalitäten (FUEN) am 15. Oktober im Europäischen Parlament in Brüssel. An der Anhörung nahmen dabei Abgeordnete mehrerer Ausschüsse meistens digital teil. Das Wort ergriffen haben auch Vertreter des Europarates und der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte. Sie äußerten ihre Besorgnis über die Minderheitenrechte und zugleich ihre Unterstützung für die Initiative.

Das 5. Leben der Energiefabrik

srjeda, 28. oktobera 2020 spisane wot:

Industriedenkmal in Knappenrode integriert auch sorbische Geschichte

Knappenrode (SN/CoR/mwe). Gleichwer­tig deutsch-sorbisch grüßt den Besucher ab jetzt von Weitem schon die Energie­fabrik Knappenrode. Nach dreijährigem Umbau mithilfe von knapp 15 Millionen Euro Fördergeldern wurde am 15. Oktober das neue Sächsische Industriemuseum feierlich eröffnet. „Dieses Museum war einmal die modernste Brikettfabrik Deutschlands. Bergbau, Energie und Kameradschaft haben eine Lausitzer Epoche geprägt. Ich hoffe, dass viele Besucher in Zu­kunft erkennen, was die Menschen hier geleistet haben, welche Schmerzen und wie viele Verluste an sorbischem Siedlungsgebiet damit verbunden waren“, erklärte der Bautzener Landrat Michael­ Harig (CDU) zur Eröffnung und dankte vor allem seiner Beigeordneten Birgit Weber, die das Projekt in ihrer Verantwortung betreute.

Wer die Ortsnamen Wartha und Lömischau hört, denkt bei Wartha wahrscheinlich zuallererst an die Naturmärkte, die dort im Frühjahr und Herbst stattfinden, wenn nicht gerade Pandemie herrscht, und an das „Haus der tausend Teiche“. Und der Ruf Lömischaus beruht vor allem auf dem hervorragenden Leumund, den die Gaststätte „Zur guten Laune“ besitzt.

Der frühere Chefredakteur der „Nowa doba“, Sieghard Kosel, ist in Wartha geboren und aufgewachsen und wohnt noch immer in dem idyllischen Ort, der mittlerweile, ebenso wie Lömischau, zu Malschwitz eingemeindet worden ist. Wer könnte also besser über die Vergangenheit der beiden nahe beieinander gelegenen Dörfer berichten, wenn nicht der gestandene Journalist und Lokalpatriot? Es ist wichtig, das Wissen und die Erinnerungen der Älteren festzuhalten, denn nur wer die Vergangenheit kennt, weiß das Geschaffene zu schätzen.

Telegramm (28.10.20)

srjeda, 28. oktobera 2020 spisane wot:

Nowy Casnik mit Chefredakteurin

Bautzen/Cottbus. Stefanie Krautz ist ab 1. Januar 2021 neue Chefredakteurin des Nowy Casnik, der ältesten Zeitung der Region. Sie übernimmt die Redak­tionsleitung von Dr. Viktor Zakar. Er hatte die Funktion nach dem Weggang von Gregor Wieczorek übergangsweise inne. Die 45-jährige Cottbuserin hatte nach dem Abitur am Niedersorbischen Gymnasium an der Berliner Humboldt-Universität und an der Minderheitenuni­versität Åbo akademi in Finnland studiert. Seit 2004 ist die muttersprachliche Niedersorbin/Wendin bereits für die Redaktion des Nowy Casnik tätig.

Sorbische Sonderbriefmarke

nawěšk

  • „Njewěsta njewjesta“ rěkaše ptačkowasny program Serbskeho ludoweho ansambla 2022. Pokazali su jón ansamblowcy a ansamblowče jeničce tři razy w Chróšćanskej "Jednoće" – korony dla. Tule namakaće hišće někotre fotowe impresije lětušeho ptačokwasneho pr