Fassade wirbt für Sorbisch-Kampagne

srjeda, 25. nowembera 2020 spisane wot:
Mit einer künstlerisch gestalteten Fassade präsentiert sich die Kampagne „Sorbisch? Na klar.“ seit November in Bautzen. Mit dem Schriftzug „Witajće k nam do Łužicy! – Willkommen in der Lausitz!“ werden sowohl Einheimische als auch Gäste begrüßt. Das Motiv in den sorbischen Nationalfarben befindet sich an einer Häuserwand am Lauengraben. Dort ist es zugleich Bekenntnis zur geschichtlichen Bedeutung des Ortes, an dem bis 1945 das Serbski dom – Haus der Sorben – stand, das danach am Postplatz neu erbaut wurde. Gestaltet und an die Wand gebracht hat den Schriftzug der Leipziger Fassadenkünstler Philipp Weber. Die Kampagne „Sorbisch? Na klar.“ verantwortet das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Mehr dazu unter www.sorbisch-na-klar.de. Foto: SN/Hana Schön

Alter Vorschlag sorgt für Unmut

srjeda, 25. nowembera 2020 spisane wot:

Der Vorschlag der Domowina, ein sorbisches Medienzentrum zu errichten, sorgt für einige Unruhe.

Bautzen (SN/JaW). Die Diskussion um die Neufassung der Domowina-Arbeitsrichtlinien läuft. Das teilte der Domowina-Vorsitzende Dawid Statnik auf Anfrage der Serbske Nowiny mit. Seit Anfang Oktober liegen die neuen Zielvorgaben den Regionalverbänden und Vereinen bereits vor. Auch das Präsidium des Domowina-Bundesvorstandes hat den zweiten Entwurf schon durchgearbeitet und dem Bundesvorstand zur weiteren Bearbeitung eingereicht.

Gedenken an Mina Witkojc

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Der 45. Todestag der niedersorbischen Dichterin und Publizistin Mina Witkojc am 11. November war für Birgit Kaufhold, Petra Koark und Renate Harcke (von links) Anlass, an ihrem Grab auf dem Friedhof in Burg/Spreewald ihrer zu gedenken. Alle drei Frauen sind Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft Ethnische Minderheiten der Partei Die Linke wie auch der Domowina-Ortsgruppe Spremberg. An diesem Tag verwies die Bundesarbeitsgemeinschaft gleichzeitig auf die Brüche, die Mina Witkojc als Angehörige des kleinen slawischen Volkes zeitlebens im faschistischen Deutschland, aber auch in den Jahren nach der Befreiung erleben musste.

Foto: Bundesarbeitsgemeinschaft Ethnische Minderheiten

Rat kritisiert Sonderheft

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Bautzen (SN). Der sächsische Rat für sorbische Angelegenheiten einigte sich bei seiner online durchgeführten Arbeitsberatung Ende Oktober auf mögliche Themen für eine gemeinsame Sitzung mit dem brandenburgischen Rat für Angelegenheiten der Sorben/Wenden, die nach Möglichkeit im Januar 2021 stattfinden soll. Angedacht ist bei dieser Gelegenheit, sich unter anderem über die Erfahrungen mit den hauptamtlichen Beauftragten für sorbische Angelegenheiten in den Landkreisen sowie über die Weiterführung des Wettbewerbs „Sprachenfreundliche Kommune“ auszutauschen.

In einem Schreiben an die Sächsische Staatskanzlei kritisiert der Rat das anlässlich des 30. Jubiläums der Wiedergründung des Freistaates in deren Auftrag herausgegebene Sonderheft des „Mosaik“, in dem sorbische Sprache und Kultur sowie die sorbische Geschichte Sachsens mit keinem Wort erwähnt ­werden. Für die Zukunft spricht sich der Rat dafür aus, die sorbische Thematik als selbstverständlich in die allgemeine ­Öffentlichkeitsarbeit Sachsens einzubeziehen.

Jörg Funda ist neuer Bürgermeister

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Bei der Wahl am 1. November in der Gemeinde Schleife gewann der 55-Jährige ganz klar. Diese war notwendig geworden, nachdem Amtsinhaber Reinhard Bork (parteilos) nach zwölf Jahren Ende Juli in den Ruhestand gegangen war.

Schleife (CK/SN). Gegen 18.50 Uhr stand am Wahltag im Saal des Sorbischen Kulturzentrums in Schleife der neue Bürgermeister fest: Jörg Funda, der seit 1. August als Amtsverweser die Geschicke der Gemeinde führt, wird das in den nächsten Jahren auch als ihr Bürgermeister tun. Damit blieb die von manchem in Schleife und den Ortsteilen Rohne und Mulkwitz erwartete Überraschung aus.

Der 55-jährige CDU-Bewerber aus Rohne setzte sich klar gegen den mit dem Mandat der AfD angetretenen Mathias Lampe durch. Nach dem vorläufigen Wahlergebnis stimmten 970 Wähler (67,4 Prozent) für Funda. 447 Wahlberechtigte (30,9 Prozent) hätten lieber Lampe als den neuen Gemeindechef gesehen. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,24 Prozent.

Neues Juwel für den Schuster-Hof

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Trebendorf (AK/SN). Der Schuster-Hof in Trebendorf, um den sich die dortige Domowina-Ortsgruppe kümmert, soll im nächsten Jahr um ein weiteres historisches Gebäude wachsen. Die Gemeinde will die unter Denkmalschutz stehende Lehmfachscheune aus dem Jahr 1935 im Ortsteil Hinterberg umsetzen, der vom Tagebau Nochten abgebaggert wird. „Der Konzern LEAG finanziert das Projekt und unterstützt uns“, so Bürgermeister Waldemar Locke (CDU) auf der Gemeinderatssitzung am 4. November. Im nächsten Jahr soll die Scheune abgetragen und im Original wieder aufgebaut werden. In ihr könnte dann die Domowina-Gruppe historische Landwirtschaftsgeräte wie einen großen Wagen oder eine Dreschmaschine unterstellen. Beide stehen gegenwärtig unter freiem Himmel.

Kapazitäten waren fast ausgeschöpft

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Jeden Monat beschäftigen sich Statistiker mit Übernachtungszahlen der Urlaubsgebiete, sodass Erfolge oder Misserfolge abzulesen sind. Für das Lausitzer Seenland und die Oberlausitz sind nun positive Nachrichten hervorgegangen.

Klosterwasser ist nun ökologisch aufgewertet

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Neudörfel (SN/MWj). Am Klosterwasser bei Neudörfel (Landkreis Bautzen) hat die Landestalsperrenverwaltung in den vergangenen Tagen mit Ersatzpflanzungen begonnen. Für die Revitalisierung des Klosterwassers mussten 53 Bäume gefällt und mehrere Sträucher entfernt werden. Unmittelbar am Gewässer werden bis Mitte Dezember 113 standortgerechte Baum- und Straucharten gepflanzt, wie beispielsweise Silber- und Korbweiden, Schwarzerlen, Winterlinden, Hainbuchen, Haselnuss-, Weißdorn- und Schneeballsträucher sowie verschiedene Obstgehölze, wie Katrin Schöne von der Landestalsperrenverwaltung mitteilt.

Die Revitalisierung selbst begann im Herbst 2018 und ist seit Ende Oktober 2020 komplett abgeschlossen. Der Bund und der Freistaat Sachsen investierten dafür rund 2,1 Millionen Euro. Dabei wurde das Verteilerwehr umgebaut. ­Dadurch führt der Hauptarm des Klosterwassers auch bei Mittel- und Niedrigwasser nun wieder ausreichend Wasser, um Verkrautung und Verlandung ent­gegenzuwirken. Größere Abflüsse werden automatisch über die Flutmulde abgeleitet.

Servietten mit ober- oder niedersorbischen Liedtexten sind ab sofort in den Sorbischen Kulturinformationen in Cottbus sowie in Bautzen zu haben. Die Idee dazu kam von kreativen Köpfen des Cottbuser Vereins Studnja. Die Stiftung für das sorbische Volk unterstützte sie und Gestalter Manuel Zieran bei der Umsetzung. Foto: SN/Hana Schön

Wo bleibt der sorbische Spielfilm?

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Der Dokumentarfilm „Serby do kina! Pytanje za serbskimi filmami (Sorben ins Kino! Auf der Suche nach sorbischen Filmen)“ von Knut Elstermann sollte seine Premiere eigentlich auf dem Filmfestival Cottbus (FFC) feiern. Nach dessen Verschiebung wurde er im Magazin „Łužyca“ des RBB gezeigt.

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