Nach Versetzung wohl kein Ersatz

srjeda, 26. oktobera 2022 spisane wot:

Crostwitz/Nebelschütz (SN). Der in Crostwitz und Ostro wirkende sorbische Kaplan Dr. Jens Bulisch wird ab 1. November in Zittau eine neue Aufgabe antreten. Dazu wird der ehemalige evangelische Pfarrer, der 2018 zum Priester geweiht wurde, mit seiner Familie von Ostro nach Löbau umziehen. Aus Sicht des Bistums Dresden-Meißen ist diese Versetzung ein ganz normaler Schritt.

Die sorbische Vertretung Serbski Sejm hat „mit Enttäuschung und Unverständnis die Absicht der Leitung des Bistums Dresden-Meißen vernommen, den sorbischen Kaplan Dr. Jens Bulisch der sorbischen katholischen Kirchgemeinde in Ostro zu entziehen und außerhalb des sorbischen Siedlungsgebietes einzusetzen.“ Der Sejm kritisiert, dass „für Kaplan Dr. Bulisch kein sorbischsprachiger Ersatz vorhanden scheint“. Die Mitglieder des Serbski Sejm reklamieren gegenüber „den Verantwortlichen der katholischen Kirche in Sachsen Vertragstreue bezüglich der in Artikel 10 des Vertrags zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Sachsen eingegangenen Verpflichtung zur ,Pflege sorbischer Belange‘“.

Speicher gehört zum Reservat

srjeda, 26. oktobera 2022 spisane wot:

Lohsa (AK/SN). Das UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft darf sich im Gebiet der Gemeinde Lohsa erweitern. Hinzu kommt der Wasserspeicher Lohsa II. Dort werden größere Bereiche im westlichen Bereich als Schutzzone II ausgewiesen. Die Inseln im Wasserspeicher gelten künftig als Schutzzone I. Das hat die Mehrheit des Gemeinderates auf der Sitzung am 11. Oktober beschlossen. Zugestimmt wurde der Erweiterung mit der Maßgabe, dass bestehende Braunkohlen- und Sanierungsrahmenpläne zu beachten sind.

Nicht von der Erweiterung betroffen sind der Silbersee und der Mortkasee. Beide will die Gemeinde für die touristische Entwicklung offenhalten. „Wir wollen wieder Bootsverkehr auf dem Wasser ermöglichen und dafür auch eine Steganlage bauen“, sagte Bürgermeister Thomas Leberecht (CDU). All dies, so der Bürgermeister, wäre im Fall der Aufnahme beider Seen ins Biosphärenreservat nur begrenzt möglich.

Puschwitz (MiR/SN). Die Puschwitzer Feuerwehr bestand dieses Jahr am 8. Oktober genau 146 Jahre. Das ist zwar keine Jubiläumszahl, trotzdem war es genau an diesem Tag für die Einwohner der Gemeinde ein würdiger Grund zu feiern. Schließlich bekam die Feuerwehr ein neues Einsatzfahrzeug. Es wurde nach etwas ungewohnten Maßstäben des Tores des Gerätehauses gebaut. Das Auto ist etwas länger und niedriger als es Fahrzeuge sind, welche andere Gemeinden besorgen. „Vor drei Jahren, im November 2019“, so Bürgermeister Stanislaus Ritscher (Handwerk Puschwitz), „haben wir das Fahrzeug bestellt. Und auch wenn wir es jetzt haben, ist es noch nicht endgültig ausgestattet. Das wird aber nachgeholt.“ Das Fahrzeug, dessen Kauf der Landkreis Bautzen finanziell unterstützte, kostet rund 370 000 Euro.

Märchen mit kritischem Blick

srjeda, 26. oktobera 2022 spisane wot:

Die Sagenwelt der Lausitz und religiöse Verweise sind im Schaffen Jürgen Tiedes allgegenwärtig. Auch in seinem neuesten, selbstverlegten Buch „Goldmacher – Wie der Teufel versuchte, die Welt in seine Ordnung zu bringen“ spielen hiesige mythische Figuren und Bräuche wichtige Rollen. Neu hingegen ist der deutliche Gegenwartsbezug.

Akribische Recherchen zur Geschichte und Sagenwelt der Lausitz sowie etwas Fantasie sind die Zutaten, aus denen der Hoyerswerdaer Diplom-Kunstwissenschaftler und Autor Jürgen Tiede seit über zehn Jahren Märchen kreiert und veröffentlicht. Egal in welcher historischen Epoche diese spielen, setzen sich darin immer junge Menschen und Sagenfiguren mit den Anfechtungen des Teufels auseinander.

Debüt im Verlagsbestseller

srjeda, 26. oktobera 2022 spisane wot:
Lektorin Janina Mikwauschk, Redakteur Peter Scholze und Autorin Iris Brankatschk (von links) präsentierten am 6. Oktober in der Bautzener Smoler’schen Buchhandlung die neue Ausgabe des beliebten Hausbuches des Domowina-Verlages „Serbska Protyka 2023“. Malerin Iris Brankatschk gab ihr Debüt als Autorin und Heimatforscherin, und das zum Thema Teufelssteine in Pließkowitz. Foto: Carmen Schumann

Wegbereiter und Brückenbauer

srjeda, 26. oktobera 2022 spisane wot:
Axel Arlt

„Der diesjährige Zejler-Preisträger ist uns als förderlicher Macher ein Beispiel.“ Diese Worte wählte Domowina-Hauptgeschäftsführerin Judith Scholze in ihrer Laudatio für Wito Böhmak, dem diese hohe Ehrung als Informatiker und nicht als Sprachforscher zuerkannt wurde. Der Preis würdigt in Sachsen herausragende, beispielhafte Leistungen beim Lernen, Anwenden und Vermitteln der sorbischen Sprache. Die Jury wollte damit ein Achtungszeichen setzen, schließlich bedarf es noch weiterer großer Anstrengungen auf diesem Gebiet. Auch wenn die sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, vom „selbstverständlichen Dasein der sorbischen Sprache in der neuen digitalen Welt“ sprach, ist mit Selbstverständlichkeiten wenig zu erreichen. Allgemeine Feststellungen, wie zum Beispiel „das müsste gemacht werden“, bringen niemanden voran.

„Ganz neue Maßstäbe“

srjeda, 28. septembera 2022 spisane wot:

Stehende Ovationen für die Inszenierung „Z nadźiju do přichoda“ des SNE

Bautzen (SN/bn). Mit der Uraufführung der Inszenierung des Sorbischen National-Ensembles „Z nadźiju do přichoda“ (Mit Hoffnung in die Zukunft) am 16. September auf der Hauptbühne des Bautzener Deutsch-Sorbischen Volkstheaters konnten die Akteure der Ankündigung des Regisseurs und Choreografen Mirko Mahr entsprechen, der ein „Großprojekt enormen Aufwands“ versprochen hatte, und eine Produktion präsentieren, die als Novum in die Geschichte der sorbischen Bühnenkunst eingehen dürfte. Ein Stück, das seine Geschichte ausschließlich mit getanzten Szenen, Musik und Gesang erzählt, wurde so zuvor noch nie aufgeführt.

Erbe reicht in die Zukunft

srjeda, 28. septembera 2022 spisane wot:

Šwjela-Scheune Nochten als vielfältiger Begegnungsort feierlich eröffnet

Die frühere Nochtener Pfarrscheune lebt nach Restaurierung und Umsetzung als Ort der Kultur und Begegnung wieder auf. Sie trägt den Namen des sorbischen Pfarrers, Redakteurs und Sprachforschers Gotthold Schwela (Bogumił Šwjela, 1873-1948), der von 1908 bis 1913 hier wirkte. Nochten bewahrt und pflegt mit der Šwjela-Scheune die Erinnerung an ihn. „Historie, Kultur und ländliche Entwicklung sind zusammengeführt“, dankte der Boxberger Bürgermeister Hendryk Balko (Wählervereinigung Boxberg) am 16. September zur feierlichen Eröffnung den Ideengebern, Realisierern und Unterstützern, allen voran dem Verein Šwjela-Scheune Nochten e. V.: „Möge er viele neue Mitglieder, frische Ideen, lange Veranstaltungsabende haben.“ Für den Domowina-Vorsitzenden, Dawid Statnik, ist die Scheune Denkmal und Kulturort zugleich. „Sie ist nicht nur Geschichte. Sie ist immer auch ein Teil von uns“, bekräftigte er zur Eröffnung.

Die zweite Strophe der sorbischen Hymne „Rjana Łužica“ (Schöne Lausitz) hat bereits mehrmals Kritik hervorgerufen. Nun hat der sorbische Wissenschaftsverein Maćica Serbska (MS) einen konkreten Vorschlag zur Änderung vorgelegt und gemeinsam mit der Redaktion Serbske Nowiny ein Forum veranstaltet, auf dem verschiedene Varianten diskutiert wurden.

Ein Lernort der Inspiration

srjeda, 28. septembera 2022 spisane wot:

Christliches Gymnasium Johanneum feierte 30-jähriges Bestehen

Hoyerswerda (AK/SN). Das Christliche Gymnasium Johanneum Hoyerswerda steht für gelebte Ökumene, Toleranz, Weltoffenheit und Zusammenarbeit mit den Kirchgemeinden. Es stellt sich den Herausforderungen der Zukunft. „Unser Leitmotiv bleibt: Schola semper reformanda (Die Schule ist immer wieder zu reformieren)“, unterstrich der Schulleiter Günter Kiefer am 31. August in seiner Festrede in der Aula zur Festveranstaltung „30 Jahre Johanneum“. „Heute lernen insgesamt 601 Schüler hier. Davon sind 450 im Gymnasium, 151 in der Oberschule. 50 Lehrer unterrichten sie.“

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