Neue Schulordnung begrüßt

srjeda, 24. nowembera 2021 spisane wot:

Der Rat für Angelegenheiten der Sorben/Wenden (RASW) im Landtag Brandenburg hat am 3. November im Beisein von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) den Entwurf der novellierten Sorben/Wenden-Schulverordnung begrüßt.

Zwei Kocor 2.0- Preisträger

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Bautzen (sk/SN). Im Kompositionswettbewerb Kocor 2.0, den die Gesellschaft zur Förderung des Sorbischen National-Ensembles (SNE) anlässlich des Zejler-Kocor-Jahres 2022 ausgelobt hatte, informierte die Jury über zwei Gewinner.

Den mit 500 Euro dotierten 1. Preis erhält der aus Wittichenau stammende Lehramtsstudent Lukas Zschorlich (24) für sein Werk „Njesmjertnosć (Unsterblichkeit)“ für Orchester und Sopran-Solo. Die Uraufführung ist im Rahmen des Zejler-Kocor-Jahres für das Sinfoniekonzert des SNE-Orchesters im Mai 2022 vorgesehen.

Der Klavierlehrer Denny Hozman (34) aus dem tschechischen Liběšic bei Litoměřice gewann mit einer Komposition zu Handrij Zejlers „Nadźija, lubosć, wěra (Hoffnung, Liebe, Glaube)“, geschrieben für Solo-Gesang mit Klavierbegleitung, den mit 300 Euro verbundenen 3. Preis. Sein Werk soll im Herbst 2022 beim Sorbischen National-Ensemble erklingen.

Ein 2. Preis wurde nicht vergeben. Die Gesellschaft sieht in diesem Wettbewerb einen wichtigen Beitrag zur Belebung der sorbischen Musikkultur.

Hohe Ehrung für Bernhard Ziesch

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Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU, rechts) zeichnete den früheren Geschäftsführer der Domowina Bernhard Ziesch am 10. November in Berlin mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande für dessen jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für das sorbische Volk als nationale Minderheit, das friedliche Zusammenleben von Mehrheits- und Minderheitsbevölkerung und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von autochthonen Minderheiten aus. Unter seiner Leitung wurde innerhalb der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) die slawische Arbeitsgruppe mit dem Ziel des Meinungs- und Erfahrungsaustausches gegründet. Foto: BMI/Rene Bertrand

Rat mit Bitte an Bautzener Stadträte

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Der Rat für sorbische Angelegenheiten in Sachsen verschob seine geplante Beratung zugunsten eines gemeinsamen Treffens mit dem Partnergremium in Brandenburg auf Ende November.

Bautzen (SN/at). Der Rat für sorbische Angelegenheiten in Sachsen sowie der Rat für Angelegenheiten der Sorben und Wenden in Brandenburg haben sich in der Vergangenheit immer wieder zum Gedankenaustausch getroffen. Ein erneutes Treffen ist für den 26. November vorgesehen. Der Vorbereitung darauf diente dem sächsischen Gremium eine digital durchgeführte Arbeitsberatung am 18. November. Vor dem Hintergrund der sich schier unbegrenzt ausbreitenden vierten Welle der Corona-Pandemie verständigten sich die Ratsmitglieder darauf, das geplante Treffen vollständig online zu absolvieren, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Sakrale Denkmäler im Mittelpunkt

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Bautzen (ML/SN). Der Cyrill-Methodius-Verein beabsichtigt, im nächsten Jahr die Grabsteine des Seniors des Bautzener Domstifts Jakub Skala und des Kaplans und Schriftstellers Michał Róla auf dem Nicolaifriedhof Bautzen erneuern zu lassen. Das teilte Tru­dla Mahling, Vorsitzende des Denkmal-Ausschusses des sorbischen wissenschaftlichen Vereins Maćica Serbska (MS), auf der Beratung am 9. November mit.

Jakub Skala (1851–1925) war auch Vorsitzender der Maćica Serbska. Michał ­Róla (1841–1881) redigierte die Zeitschrift Katolski Posoł, schrieb viele volkskundliche Beiträge und übte die Funktion des Schriftführers der MS aus. Die beiden Geistlichen sind neben Michał Hórnik an der Westseite der Nicolaikirchenruine begraben. Mit einem hohen Grabdenkmal würden die Grabsteine von Skala und Róla nach der Erneuerung einen würdigen Anblick erhalten. Die Ausschuss-Mitglieder sprachen sich dafür aus, das Projekt zu unterstützen.

Auch Arbeitskreis lehnt Bismarck ab

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Bautzen (CS/SN). Der Arbeitskreis für sorbische Angelegenheiten beriet am 10. November unter anderem darüber, wie man sich zur Aufstellung eines Bismarck-Denkmals auf dem Czorneboh positionieren sollte und welche Empfehlungen dazu dem Stadtrat erteilt werden sollten. Einen Impulsvortrag hielt dazu Dr. Friedrich Pollack vom Sorbischen Institut. Er legte die Argumente dar, die gegen die Aufstellung des Denkmals auf dem Czorneboh sprechen. Aus geschichtlicher Sicht sprächen die Ambivalenz von Bismarcks Persönlichkeit, seine repressive Minderheitenpolitik sowie die fehlende lokalhistorische Bedeutung des Eisernen Kanzlers dagegen. Pollack stellte die Frage, wie eine zeitgemäße dialogische Erinnerungskultur aussehen könnte, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass der Czorneboh einen sorbischen Erinnerungsort darstellt, auf dem unter anderem sorbische Volks- und Sängertreffen stattfanden. Außerdem habe das Standbid keinen großen Denkmalswert.

Besitzer hofft auf sorbische Gäste

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Ein „Budyski Kebap Haus“ eröffnete Nihad Mohammed Anfang des Monats im ehemaligen Bistro am Bautzener Busbahnhof. Für den Kurden aus Syrien war lange klar, dass er sein Lokal sorbisch benennt. Die Sorben und deren Sprache lernte er kennen, als er einige Monate bei Braumanns in Luga, Gemeinde Neschwitz, wohnte. So kam am Tag der Eröffnung sein Freund Marcel Braumann gemeinsam mit dem Domowina-Vorsitzenden Dawid Statnik, um zu Mittag zu essen. „Budyski“ ist nur wenige hundert Meter vom Haus der Sorben entfernt. Deshalb hofft sein den Sorben zugeneigter Besitzer auf regelmäßige sorbische Besuche. Foto: Pětr Dźisławk

Stup dale bleibt „am Ball“

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Dresden (SN/MiR). Die Mitglieder des Dresdener Vereins Stup dale haben ihre diesjährige Jahreshauptversammlung erneut digital durchgeführt. Die Mitglieder nutzten die Chance, um zu diskutieren und abzuwägen. Obwohl auch dieser Verein coronabedingt weniger Einnahmen hatte, ist der Finanzplan ausgeglichen. Die wiedergewählte Vereinsvorsitzende Jadwiga Piatza warb um neue Mitglieder für den Vorstand. Sie erläuterte, welche Ideen in diesem Jahr verwirklicht werden konnten. Eine davon ist das Angebot, an der Volkshochschule in Dresden Sorbisch zu lernen. Nicht mehr stattfinden kann im Advent das gemeinsame Kekse backen und die lange geplante Puppentheatervorstellung. Weitere Themen waren die aktuellen Bedingungen zum Sorbischlernen in der Kindertagesstätte Geisingstraße und der Entwicklungsstand der Vereinswebseite. Für das kommende Jahr sind mehrere Projekte geplant: Vogelhochzeit, Faschingsfeier, Lesung mit Lubina Hajduk-Veljković, Frühjahrswanderung, Besuch der Krabatmühle in Schwarzkollm und „Schule im Grünen“.

Vier Forschungsprojekte im Fokus

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Hoyerswerda (SN/bn). „Der Institutstag ist eine Veranstaltung, mit der wir der Öffentlichkeit Einblicke in unsere Forschung ermöglichen. Erstmals findet er in Hoyerswerda sowie erstmals zeitgleich virtuell im Internet statt.“ Mit diesen Worten begrüßte der Direktor des Sorbischen Instituts (SI) Dr. Hauke Bartels Mitte November die Teilnehmer in der­ Hoyerswerdaer Kulturfabrik sowie vor den Bildschirmen. Insgesamt stellten sechs Wissenschaftler vier aktuelle Projekte des SI vor.

Corona fordert Kita-Träger heraus

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Die sorbischen Kindertagesstätten sind derzeit mit Änderungen konfrontiert. Corona-Erkrankungen jüngerer Kinder sowie unter dem Personal verlangen täglich Kreativität und Spontanität.

Crostwitz/Miltitz (SN/MiR). Derzeit müssen sich Kindertagesstätten steigender Inzidenz wegen an die neuen Corona-Bestimmungen halten. „Ganz gleich, welche Verordnungen von den Ländern oder vom Bund erlassen werden, sie fordern uns heraus“, erläutert Ronny Schkoda, Verantwortlicher für die Kitas beim Christlich-Sozialen Bildungswerk in Miltitz. „Wir denken, dass wir mit den derzeitigen Maßnahmen die Situation um die Pandemie beruhigen können.“ Sobald in Krippe, Kindergarten oder Hort festgestellt wird, dass sich ein Kind mit Corona infiziert hat, werden alle Eltern der Gruppe informiert. Dabei wird der Datenschutz beachtet.

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