Sorbische Kreisräte in ihrer Muttersprache verpflichtet

srjeda, 28. awgusta 2019
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Der Bautzener Landrat Michael Harig (Mitte) sowie Vinzenz Baberschke, David Statnik (alle CDU), Jan Budar (Sorbische Wählervereinigung) und Heiko Kosel (Die Linke, von links), die ihre Verpflichtung als neugewählte Kreisräte des Kreistages Bautzen in sorbischer Sprache abgelegt haben.  Foto: SN/Hana Schön Der Bautzener Landrat Michael Harig (Mitte) sowie Vinzenz Baberschke, David Statnik (alle CDU), Jan Budar (Sorbische Wählervereinigung) und Heiko Kosel (Die Linke, von links), die ihre Verpflichtung als neugewählte Kreisräte des Kreistages Bautzen in sorbischer Sprache abgelegt haben. Foto: SN/Hana Schön

Bautzen (SN/at). Der am 26. Mai gewählte neue Kreistag Bautzen erlebte am 12. August seine konstituierende Sitzung. Die Kreisräte wurden erstmals in deutscher und sorbischer Sprache verpflichtet, zum Wohle des Landkreises zu arbeiten und Schaden von ihm abzuwenden. Landrat Michael Harig (CDU) verlas die Verpflichtung, die die Mehrheit der anwesenden Kreisräte in Deutsch wiederholte. Daraufhin trug die Beauftragte für sorbische Angelegenheiten des Landkreises, Regina Schneider, diesen Text in sorbischer Sprache vor. Jan Budar (Sorbische Wählervereinigung), Heiko Kosel (Die Linke), Vinzenz Baberschke und David Statnik, aber auch Dr. Robert Böhmer (alle CDU-Fraktion) sprachen diese Worte in Sorbisch nach. Anschließend verpflichtete der Landrat jede Kreisrätin und jeden Kreisrat per Handschlag auf die Wahlperiode 2019–2024.

Dieses aus minderheitenpolitischer Sicht ermutigende Zeichen in dem „sorbischen Landkreis“ Sachsens dauerte nur kurz. Als einer der ersten Beschlüsse wurde der zu einer ergänzten Bekanntmachungssatzung gefasst. Im Kern geht es dabei um eine stärkere digitale Präsenz aktueller Informationen. Öffentliche Bekanntmachungen, auch Einladungen zu Sitzungen des Kreistages und seiner Ausschüsse werden nun nicht mehr in Printmedien erscheinen, sondern ab September neu auf der Internetseite des Landkreises veröffentlicht. Ob das ebenfalls in sorbischer Sprache geschieht, regelt die beschlossene Satzung nicht. Auf Nachfrage hieß es, die bisherige Praxis sorbischsprachiger Bekanntmachungen soll auch im Internet beibehalten werden. Eine Mitarbeiterin-Muttersprach­lerin des Amtes bestätigte, die Über­setzung künftig sicherzustellen.

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