Protest führte zum Rechtsruck

srjeda, 27. septembera 2017 spisane wot:

Im sorbischen Siedlungsgebiet dominiert die AfD die Bundestagswahlen

Bautzen (SN/at). Die Wahlen zum 19. Deutschen Bundestag brachten einen enormen Rechtsruck. Dazu trugen die Ergebnisse in der Oberlausitz wesentlich bei. Zwei Kandidaten der Alternative für Deutschland (AfD) werden mit einem Direktmandat, von insgesamt drei in Sachsen, dem neuen Bundestag angehören. Karsten Hilse, Polizeibeamter aus Lohsa, setzte sich gegen den CDU-Kandidaten Roland Ermer, Bäckermeister aus Bernsdorf, im Wahlkreis 156 Bautzen I durch. Malermeister Tino Chrupalla beendete die Abgeordnetenkarriere von Michael Kretschmer (CDU), zuletzt stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion, im Wahlkreis 157 Görlitz. Die AfD wurde in beiden Wahlkreisen stärkste politische Kraft vor den Christdemokraten, die gegenüber den Parlamentswahlen 2013 im Wahlkreis Bautzen 18,5 Prozent, im Wahlkreis Görlitz 17,4 Prozent der Stimmen einbüßten, und vor der Partei Die Linke.

Wirtschaftliche Zukunft im Blick

srjeda, 27. septembera 2017 spisane wot:

Die Domowina wird sich gründlich mit der Strukturentwicklung in der Lausitz befassen. Dazu veranstaltet sie im kommenden Jahr eine Konferenz, wie ihr Bundesvorstand am 15. September einstimmig beschloss.

Neue Mitglieder im Jugendbeirat

srjeda, 27. septembera 2017 spisane wot:
Der Sorbische Jugendbeirat in der Oberlausitz konnte Anfang September zwei neue Mitglieder in seinen Reihen begrüßen. Dazu überreichte Katharina Pöpel (Mitte) den Vertreterinnen der Jugendklubs aus Radibor und Nebelschütz, Antonia Wessela (links) und Lea Schefrig, die Aufnahmeurkunden. Somit sind in diesem Gremium bereits elf sorbische Jugendvereine vertreten. Foto: Clemens Škoda

Ministerin Kurth zu Gast im Rat

srjeda, 27. septembera 2017 spisane wot:

Dresden (SN/BŠe). Die sächsische Bildungsministerin Brunhild Kurth (CDU) war unlängst Gast des Rates für sorbische Angelegenheiten in Sachsen. Vor allem ging es bei dem Treffen um die geplante Umstrukturierung der sächsischen Bildungsagentur. Die Ministerin bekräftigte, dass alle Standorte, so auch der in Bautzen, grundsätzlich erhalten bleiben. Doch parallele und administrative Aufgaben sollen in Zukunft vereinfacht werden. Beim Bautzener Standort wolle man auf regionale Präsenz achten, was auch die bisherige Qualität der Arbeit weiter garantiere.

Den sorbischen schulischen Bereich sieht Brunhild Kurth als ganzheitliches Schulsystem, welches weiter in Bautzen erhalten werden soll. So sieht die Politikerin, dass das Konzept 2plus dem qua­litativsprachlichen Lehren entspricht. Die Vertreter­ des Rates forderten, dass diese Bildungsaufgabe sowie personelle Voraussetzungen garantiert werden und sich nach Bedarf verbessern sollten.

Offenheit signalisiert

srjeda, 27. septembera 2017 spisane wot:
Potsdam (SN/BŠe). Die Präsidentin des Landtages Brandenburg, Britta Stark (SPD), hat auf der öffentlichen Sitzung des dortigen Rates für Angelegenheiten der Sorben/Wenden am 5. September den 3. Landeswettbewerb Sprachenfreundliche Kommune eröffnet. Neben dem Bericht der Landesbeauftragten für die Angelegenheiten der Sorben/Wenden Ulrike Gutheil befasste sich der Rat vor allem mit der geplanten Kreisreform. Zurzeit hat Brandenburg 14 Kreise sowie die kreisfreien Städte Cottbus, Frankfurt an der Oder und Potsdam. Ab dem Jahr 2019 sind nur noch neun Landkreise und Potsdam als kreisfreie Stadt vorgesehen. Wie werden die sorbischen Interessen in Zukunft vertreten? Diese Frage erörterten die Räte zusammen mit Vertretern der Landkreise Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Oberspreewald-Lausitz, welche Offenheit für sorbische Angelegenheiten signalisierten. Zudem möchte der Rat beim Landtag eine Stellungnahme zur Kreisreform einreichen.

Investition in die Zukunft

srjeda, 27. septembera 2017 spisane wot:
In Schleife wurde am 21. September der Grundstein für das deutsch-sorbische Schulzentrum gelegt. Für 24 Millionen Euro entstehen bis Ende 2019 Grundschule, Oberschule, Aula, Bibliothek und eine Sporthalle. Der Freistaat fördert das Projekt mit 8,4 Millionen Euro, den Rest finanziert die LEAG. Zum Festakt kamen auch Landtagsabgeordneter Thomas Baum (SPD), Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) und Planer Bert Hoffmann (von links). Das Projekt ist Teil des Grundlagenvertrages zwischen Gemeinde und Vattenfall aus dem Jahre 2008. Foto: Andreas Kirschke

Vorstand fordert Projektmanager

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Crostwitz (KJu/SN). Die Unterschriftenaktion der Europäischen Bürgerinitiative Minority SafePack wird durch den Regionalverband „Michał Hór­­nik“ der Domowina unterstützt, heißt es nach der September-Sitzung des Regionalvorstandes in Crostwitz. Auf den Hauptversammlungen der Domowina-Gruppen und Vereine sollen recht viele Unterschriften gesammelt und an den Dachverband der Lausitzer Sorben übergeben werden.

Der Vorstand stellte fest, dass vor allem Kulturgruppen unter dem Dach des Regionalverbandes nicht nur einer stabilen künstlerischen Leitung bedürfen, sondern ebenso müsse ihnen in Verwaltungsangelegenheiten geholfen werden. Nur dann können sie ihre Tätigkeit weiterhin absichern. Als Beispiel wurde die seit 40 Jahren wirkende Laienspielgruppe Crostwitz genannt. Der Regionalvorstand erneuerte deshalb die Forderung seiner Vorsitzenden Rosalie Ziesch auf der diesjährigen Domowina-Hauptversammlung, Projektmanager einzusetzen.

Bewährtes muss erhalten bleiben

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Cottbus (HA/SN). Der Vorstand des Domowina-Regionalverbandes Niederlausitz befasste sich Anfang September erstmals mit der geplanten Kreisgebietsreform in Brandenburg und erörterte, wie die Sorben/Wenden und die Domowina darauf reagieren sollen. Primat hat, dass dem Niedersorbischen kein Schaden entsteht. Die politischen und kommunalen Bedingungen müssen dem entsprechen, dass die sorbische Sprache und Kultur weiterhin so entwickelt und gepflegt werden können, wie es derzeit möglich ist. Einverständnis herrschte darüber, dass der Regionalvorstand die Ansicht des Rates für Angelegenheiten der Sorben/Wenden teilt. Die Beauftragten für sorbische Angelegenheiten in der Stadt Cottbus und in den zweisprachigen Landkreisen sollen erhalten bleiben, die Finanzierung der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur ist zu klären. Zu überlegen sei, ob das Land Brandenburg die Trägerschaft des Niedersorbischen Gymnasiums Cottbus übernimmt.

Erfolg weckt Begehrlichkeiten

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25 Jahre bereits besteht in Cottbus die Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur. Wie viele deren Angebote nutzten und nutzen, wurde nicht gezählt, jedoch gewürdigt.

Unterstützung erwünscht

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Schleife (SN/at). Vor Ort in Schleife erfuhren die Mitglieder des Vorstandes Anfang September drei Vorschläge, wie die sorbische wissenschaftliche Gesellschaft Maćica Serbska die dortige sorbische Arbeit unterstützen könne. Da die Schüler der Schleifer Schulen meist nur den Domowina­-Regionalverband „Jakub Lorenc-Zalěski“ kennen und keine weiteren sorbischen Vereine oder Institutionen, wäre es an der Maćica zu zeigen, dass die sorbische Welt größer sei, schlug Gemeindepfarrerin Jadwiga Mahling vor. Förderlich wäre es nach ihren Worten ebenso, die Forderung nach einer sorbischsprachigen Qualifizierung der Witaj-Kindergärtnerinnen in Rohne zu unterstützen oder mit dem Verein Kolesko im Bereich Musik zusammenzuarbeiten.

Der Vorsitzende des Domowina-Regionalverbandes Manfred Hermasch verwies auf Probleme bei den Projekten Witaj und 2plus. Er erläuterte auch Bemühungen im Bereich der Sprache.

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