Für echte, gelebte Zweisprachigkeit

srjeda, 27. junija 2018 spisane wot:

Für ein neues Leitbild Bautzen 2030 fanden im Juni insgesamt acht von der Stadtverwaltung organisierte Veranstaltungen statt, auf denen die Einwohner ihre Ideen einbringen konnten. Gemeinsam mit der Domowina, dem Dachverband sorbischer Vereine, lud die Verwaltung am 4. Juni ins Haus der Sorben ein, um über die Themen Kultur und Sorben zu reden.

Kultur und Sorben gehören in gewisser Weise zusammen, doch lässt sich der sorbische Aspekt im Leben der Stadt Bautzen nicht nur auf die Kultur begrenzen. Rund 30 Interessenten waren gekommen, um an drei Tischen ihre Gedanken darüber auszutauschen. Da es in der Mehrzahl sorbische Bürger waren, stand doch recht schnell im Mittelpunkt der Gespräche, wie Bautzen ausgehend von der Kultur noch zweisprachiger werden kann. „Dabei gibt es eine ganze Menge zu bewahren und zu verteidigen“, wie Robert Lorenz betonte.

Besucher informierten sich darüber, wie Druckerzeugnisse entstehen

Bautzen (SN/bn/MiR). Der Domowina-Verlag in Bautzen besteht 60 Jahre. Zum 1. Juli 1958 wurden alle bis dahin bei deutschsprachigen Verlagen in der DDR existierenden sorbischen Abteilungen in einem eigenständigen Verlagshaus zusammengeführt. So wurden sorbische Schulbücher zuvor im Verlag Volk und Wissen hergestellt. Im Verlag Junge Welt erschien die damalige Pionier- und heutige Kinderzeitschrift „Płomjo“, und die Redaktionen der Tageszeitung Nowa doba sowie der Wochenzeitung Nowy Casnik gehörten zur Druckerei und dem Verlag der Domowina, die sich bis dahin auch um das Erscheinen sorbischsprachiger Literatur gekümmert hatte.

Folklore und Jazz in Schleife

srjeda, 27. junija 2018 spisane wot:

Sackpfeifen aller Art begeisterten die Besucher des 8. Dudelsackfestivals

Schleife (SN/bn). Vom 15. bis zum 17. Juni fand in Schleife das 8. Internationale Dudelsackfestival statt. Auf der Veranstaltung, welche der Kreisverband der Domowina „Jakub Lorenc-Zalěski“ gemeinsam mit der Gemeinde, dem Verein Sorbischer Kulturtourismus sowie dem Sorbischen Folkloreensemble Schleife im vierjährigen Turnus organisiert, erlebten Hunderte Zuschauer Dudelsäcke aller Arten und Bauweisen. Mehr als 200 Mitwirkende bewiesen, wie verschieden ihre Instrumente klingen können.

Unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann eröffnen der Dresdener Kammerchor und die Sinfonietta Dresden am Freitag, dem 20. Juli, im Bautzener Dom St. Petri den Lausitzer Musiksommer 2018. Unter der Überschrift „Hoffnung ewig. Ewig!“ erklingen Werke unter anderem von Heinrich Schütz, Béla Bartók, Melchior Franck und Arnold Schönberg. Wie viele andere kulturelle Höhepunkte dieses Jahres, welche die Stadt Bautzen selbst ausrichtet, steht auch der Musiksommer ganz im Zeichen des Jahrestages des Friedensschlusses zu Bautzen, der die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Heiligen Römischen Reich und dem Herzogtum Polen vor 1 000 Jahren beendete. Insgesamt sind zur 13. Auflage der 1994 ins Leben gerufenen Reihe 15 Veranstaltungen, darunter zwei Sonderführungen, in neun Orten der Oberlausitz an neun Tagen geplant.

Telegramm (27.06.18)

srjeda, 27. junija 2018 spisane wot:

Ausgleich für Mehrausgaben

Dresden. Sächsische Kommunen im zweisprachigen Siedlungsgebiet erhalten für ihre Aufwendungen für zweisprachige Beschriftungen oder Übersetzungen ab 2019 jährlich 5 000 Euro zusätzlich. Die Landesregierung hat die Mittel im neuen Haushalt eingeplant, wie die Vorsitzende des Rates für sorbische Angelegenheiten Sachsens Maria Michalk unter Berufung auf Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) mitteilt.

Bericht im Kreistag

Bautzen. Der Kreistag Bautzen behandelte in seiner Sitzung am 25. Juni den Bericht des Landrates zur Umsetzung der Satzung für die Wahrung, Förderung und Entwicklung der sorbischen Sprache und Kultur im Landkreis Bautzen im Jahr 2017. Der Bericht beinhaltet überwiegend Leistungen der Landkreisverwaltung sowie in deren Trägerschaft stehender sorbischer Einrichtungen und trifft weniger wertende Aussagen. Ein Schwerpunkt ist die zweisprachige Beschilderung.

Mit Minister Piwarz beraten

Neue zweisprachige Wahlformulare

srjeda, 27. junija 2018 spisane wot:

Mit der Novelle der Kommunalwahlordnung im Freistaat Sachsen wurden für die Briefwahlen weitere deutsch-sorbische Formulare eingeführt. Damit entspricht das Sächsische Staatsministerium des Innern nicht nur dem sächsischen Sorbengesetz, sondern gleicht die Zweisprachigkeit im Kommunalwahlrecht derjenigen im Landeswahlrecht an.

Bautzen/Dresden (SN/at). Immer wieder kam es bei den Bürgermeister- oder Gemeinderatswahlen in den vergangenen Jahren in der zweisprachigen Lausitz zu Be­schwerden, dass die zugesandten Wahlunterlagen nicht in deutscher und sorbischer Sprache ausgefertigt waren. Mit diesen Eingaben hatten sich sowohl der Rat für sorbische Angelegenheiten wie auch die Domowina als Dachverband sorbischer Vereine zu befassen. Zudem liegen im Landeswahlrecht, das die Wahl des Sächsischen Landtages regelt, bereits mehr Formulare zweisprachig vor, als es bisher im Kommunalwahlrecht verankert war. Eine Angleichung sah auch das Ministerium als geboten an und informierte den Sorbenrat bereits im Juni 2017 über das Vorhaben.

Ljouwert (SN/bn). Ljouwert, niederländisch Leeuwarden, eine der beiden europäischen Kulturhauptstädte 2018, war vom 20. bis zum 24. Juni Gastgeber des 63. Kongresses der Föderalistischen Union europäischer Nationalitäten (FUEN). Das wichtigste Thema war die Initiative Minority SafePack (MSPI). „Unsere größte Herausforderung ist zu unserem größten Erfolg geworden“, sagte Loránt Vincze, Präsident der FUEN, „nun müssen wir entscheiden, wann wir an die Kommission der Europäischen Union herantreten, um die Anliegen von über 1,3 Millionen Bürgern vorzubringen. Es ist an der Zeit, dass Minderheitenschutz zu einer Angelegenheit der EU wird.“

Crostwitz (SN/mwe/JaW). Der Domowina-Regionalverband Kamenz sollte seinen Namen „Michał Hórnik“ behalten. Darüber waren sich die Mitglieder des Vorstandes auf ihrer Beratung am 6. Juni in Crostwitz einig. Bis zur nächsten Hauptversammlung des Verbandes sollten sich dazu aber auch die Mitglieder der einzelnen Domowina-Ortsgruppen äußern. Die Diskussion über eine mögliche Namensänderung in „Serbski kraj“ (Sorbisches Land), die ein einzelnes Mitglied auf der Jahreshauptversammlung am 9. März ins Rollen brachte und damit für Zündstoff auch in anderen Regio­nalverbänden sorgte, bleibt weiterhin aktuell.

Der Regionalverband will auch künftig die Gemeinde Panschwitz-Kuckau tatkräftig bei der Neueinrichtung des Ćišinski-Museums unterstützen. Das hat der Vorstand einstimmig beschlossen. Neben neuen Räumen müssen auch die Bewirtschaftung sowie die Besetzung mit Personal geregelt werden. Zur Klärung der Sachverhalte will sich Domowina-Vorsitzender David Statnik bald mit Bürgermeister Markus Kreuz (CDU) treffen.

Bereits zum 13. Mal lud der Sorbische Schulverein (SSV) zum Familienfest ein. Etwa 200 Kinder, Eltern und Großeltern waren am 10. Juni nach Horka geeilt, um gemeinsam zu feiern.

Horka (SN/MiR). Am Sportplatz in Horka staunten Gäste des dortigen Sportlerheims nicht schlecht, als sich Wiese und Zelt mit fröhlichem Kinderlachen füllten. Einige Gäste nutzten die Gelegenheit, um sich auf dem Festgelände umzusehen und sich mit Bekannten zu unterhalten. Die ehemalige Inhaberin der Sportlergaststätte Käthe Müller saß mitten im Festzelt und sagte: „Für uns ist dieses Fest jedes Jahr etwas Besonderes. Hier feiern nämlich alle Generationen miteinander, so wie es bei uns Brauch ist.“ Und der Horkaer Benno Domaschke versicherte: „Unsere Enkel sind jedes Jahr dabei. Dieses Fest hat für uns Tradition.“

Zum Tag der offenen Tür gewandert

srjeda, 27. junija 2018 spisane wot:
Auf eine etwas andere Weise hat ein Grüppchen Interessenten am 9. Juni den Tag der­ offenen Tür im Martin-Nowak-Neumann-Haus in Nechern bei Weißenberg ­begangen. Auf Einladung des Bautzener Regionalverbandes der Domowina „Jan ­Arnošt Smoler“ versammelten sich die Teilnehmer am Grab Martin Nowak­Neumanns in Gröditz. Von dort wanderte die Gruppe nach Nechern, wo zum Tag der offenen Tür weitere Gäste begrüßt wurden. Foto: SN/Matthias Bulang

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Zerna feierte unlängst die Ersterwähnung des Ortes vor 600 Jahren mit einem beson

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