Gedichte und Schmungks von Kito Lorenc

srjeda, 24. junija 2015
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Welch ein Trost. Zwischen Zeitungen, Terminzetteln und Steuerbescheid hat ein kleines Buch Platz genommen: „Windei in der Wasserhose des Eisheiligen“. Ein Umschlag wie Leinen, der Titel witzig, Untertitel und Name vielversprechend. Braucht die Welt denn Lyrikbände? Gewiss, sie braucht. Man hat schließlich nicht oft Gelegenheit, sie vorgelesen zu bekommen. Darum lassen sich Verlage immer neue Schönkleider für ihre Editionen einfallen. Dem Poetenladen sei Dank, diese ist ein Handschmeichler.

Was es mit den Schmungks auf sich hat? Die Fußnote wird geliefert, gemeint ist Zusammengekochtes. Irgendwie erscheint das schelmische Gesicht von Kito Lorenc, liest man seine Vorbemerkung. „Das Leben zwischen Eros und Erosion nutzen für Gedichte, die auf Potjomkinsche Städte und Böhmische Dörfer wirken müssen wie Wind, Wasser, Eis: abträglich.“ Ein Glück, wir sollen unterhalten werden, auch wenns manchmal weh tut. So wie‘s Leben eben.

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