Die Crux mit der Religion

srjeda, 27. januara 2016 spisane wot:
Cordula Ratajczak

„Ihr habt heute mutig das vollbracht, worüber wir schon lange nachgedacht haben“, rief die Beauftragte des Intendanten für das sorbische Theater des DSVTh Madleńka Scholze nach der gelungenen sorbischen Premiere des Stückes „Crux abo Zbóžnik pod łožom/Crux oder Der Heiland unterm Bett“ den jungen Darstellerinnen des sorbischen Jugendtheaters zu. Warum? Ein Sakrileg, die Schändung eines Andachtskreuzes, steht im Mittelpunkt. Tatsächlich erleben wir, wie unterschiedlich vier Heranwachsende sich zu Glaube und Tradition positionieren. Wie mutig muss man in der sorbischen Lausitz des 21. Jahrhunderts immer noch sein, um Religion und Glaube oder besser, den unterschiedlichen Umgang damit, zu thematisieren?

Smoler‘sche Wurzeln

srjeda, 30. decembera 2015 spisane wot:
Axel Arlt

Zwei Jubiläen nehmen unter den Vorhaben der sorbischen Vereine für das Jahr 2016 einen besonderen Platz ein: Der 200. Geburtstag von Jan Arnošt Smoler (Johann Ernst Schmaler) am 3. März sowie der 100. Geburtstag von Jurij Brězan am 9. Juni.

Dem Mitbegründer und späteren Vorsitzenden der sorbischen wissenschaftlichen Vereinigung Maćica Serbska Jan Arnošt Smoler war das Wirken für sein Volk eine Verpflichtung auf Lebenszeit. Als Student sammelte er in der Ober- und Niederlausitz sorbische Volkslieder. Später, als Redakteur und Verleger, kümmerte er sich um das gedruckte sorbische Wort. Und schließlich warb er unermüdlich – ebenso im slawischen Ausland – für die Vision eines sorbischen geistigen Zentrums in Bautzen. Das Haus der Maćica Serbska, auch Wendisches Haus genannt, konnte zwanzig Jahre nach seinem Tod 1884 endlich Realität werden. Diese Aufzählung entbehrt jeder Vollständigkeit. Dennoch hilft sie, Smolers Engagement für sein Volk etwas zu veranschaulichen.

Erneuerung ins Stocken geraten

srjeda, 25. nowembera 2015 spisane wot:
Janek Schäfer

Damit hatte nun wirklich keiner gerechnet: Auch nach der zweiten Bewerbungsrunde, die sehr aussichtsreich war, gibt es immer noch keinen neuen Chef für die Stiftung für das sorbische Volk. Wie bereits in der ersten Runde hatten auch diesmal die aussichtsreichsten Kandidaten ihre Bewerbung „aus persönlichen“ Gründen kurzfristig zurückgezogen.

Neue Kraft und neuer Mut

srjeda, 28. oktobera 2015 spisane wot:
Janek Schäfer

Alle zwei Jahre verleiht die Stiftung für das sorbische Volk die höchste Ehrung des sorbischen Volkes, den Ćišinski-Preis. Ausgezeichnet werden damit Persönlichkeiten für ihre herausragenden Verdienste um die sorbische Kultur, Kunst und Wissenschaft. Nichts ungewöhnliches, dass Engagierte geehrt werden, möchte man meinen. Dennoch war die Preisverleihung in diesem Jahr für mich persönlich etwas ganz Besonderes. Zum ersten Mal wurde mit diesem großen Preis ein sorbischer Journalist geehrt. Stolz macht mich zudem, dass der Geehrte, Manfred Ladusch, ein Mitarbeiter des Domowina-Verlages und der Serbske Nowiny war und ist.

An Smoler und Brězan erinnern

srjeda, 30. septembera 2015 spisane wot:
Axel Arlt

Wie schnell die Zeit vergeht stellen wir nicht nur daran fest, dass auch die Menschen in der Lausitz seit einem Vierteljahrhundert im vereinigten Deutschland leben. Im nächsten Jahr jedoch blicken die Sorben auf die runden Geburtstage zweier bedeutender Persönlichkeiten, die auch für die deutschen Nachbarn nicht uninteressant sind.

Am 3. März 2016 begehen wir den 200. Geburtstag von Jan Arnošt Smoler (deutsch: Johannes Ernst Schmaler), einem der wichtigsten Vertreter der sorbischen nationalen Wiedergeburt. Smoler gehörte 1847 nicht nur zu den Mitbegründern der sorbischen wissenschaftlichen Vereinigung Maćica Serbska. Er ist uns als Redakteur der Tydźenske Nowiny und später der Serbske Nowiny ebenso bekannt, als dass er sich als Verleger in Bautzen um die Verbreitung des gedruckten sorbischen Wortes große Verdienste erworben hat. Smoler war es, der bis zu seinem Tod 1881 keine Mühe scheute, um auch im Ausland Spenden für den Bau des Serbski dom, des Wendischen Hauses einzuwerben.

Fördern oder sich nur schmücken?

srjeda, 26. awgusta 2015 spisane wot:
Janek Schäfer

Die Ferien in Sachsen sind vorbei, der Schulalltag hat begonnen. Sicherlich haben sich die Schüler einiges zu erzählen.

Fehlen werden da sicher nicht die Erinnerungen an das Sprachlager des Sorbischen Schulvereines (SSV) in Seifhennersdorf. Zehn aufregende Tage haben 32 Kinder dort verlebt. Dafür hat sich der SSV ein dickes Lob verdient. Der hat nämlich überlegt, was man den Kindern Neues und pädagogisch Wertvolles bieten kann. So machten sich die Teilnehmer unter Profi-Anleitung mit der Fotografie, dem Theater und Gesang bekannt. Die Angebote waren sorbischsprachig und förderten auch Talente zutage. So setzt der SSV nicht nur auf Erholung, sondern auch auf innovative Ideen zur Sprachentwicklung und Sorbischförderung.

Bewahrenswerte Momente

srjeda, 29. julija 2015 spisane wot:
Janek Schäfer

Alles ist vorbei. Die Welt war zum XI. Internationalen Folklorefestival Lausitz 2015 für vier Tage zu Gast in der Lausitz. Was uns und allen Gästen nun davon bleibt, sind schöne Erinnerungen an einzigartige Momente voller Kultur in Bautzen, Drachhausen und Crostwitz.

Neue Chance für die Bautzener

srjeda, 24. junija 2015 spisane wot:
Axel Arlt

Die zweisprachige Lausitz steht in wenigen Tagen wieder im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. In den beiden Orten Drachhausen in der Niederlausitz und Crostwitz in der Oberlausitz läuft der Countdown für das bereits 11. Internationale Folklorefestival „Łužica–Lausitz–Lusatia“ vom 9. bis 12. Juli 2015. Nun sorgen sich die Veranstalter weniger um den Besuch der Veranstaltungen am Freitag, Sonnabend und Sonntag. Hier gibt es eine bunte Palette und die Abende auf den Höfen, Freitag in Drachhausen und Sonnabend in Crostwitz, haben für viele Gäste aus nah und fern ihren besonderen Reiz.

Konzepte, die nichts verändern

srjeda, 27. meje 2015 spisane wot:

Johannes Krahl

Nachdem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) seinen Plan zur Klimaschutzabgabe für ältere Kohlekraftwerke nach Protesten von Betroffenen und aus den eigenen Reihen gemindert hat, sind zwar die Energiewirtschaftswellen etwas geglättet, für die direkt Betroffenen vor Ort aber hat sich nichts verändert.

Nach wie vor sind längst fällige Entscheidungen zu Fragen der Grubenerweiterungen in Welzow und Nochten und damit für die anstehende Umsiedlung von rund 2 500 Bewohnern offen. Die mangelnde Entschlossenheit der deutschen Politik hat auch die Bemühungen des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall um den Verkauf seiner Lausitzer Braunkohlesparte verunsichert. Damit einhergehen nicht zu realisierende Vorhaben aus den Grundlagenverträgen der Gemeinden Schleife und Trebendorf mit Vattenfall. Wichtige Projekte und Vorhaben zum Erhalt der sorbischen Kultur und Sprache im Schleifer Kirchspiel, vor allem der Neubau des Schulzentrums, geraten ins Stocken oder können nicht realisiert werden.

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