Berlin (SN/CoR/MkWj). Im Rahmen des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages Berlin 2017 fand am 25. Mai bei dem Konzert „Sichtungen“ in der dortigen St. Elisabeth-Kirche die Uraufführung des Stückes „rěc a wěra 2“ (Sprache und Glaube 2) statt, das der Berliner Komponist Sebastian Elikowski-Winkler für vier elektronische Orgeln und Live-Elektronik geschrieben hatte. Der Titel geht zurück auf den Choral „Zbudźenje za Serbow“ (Erwachen für Sorben) von Jan Kilian. Der erste Teil der Komposition wurde bei den Konzerten zur Jahreswende uraufgeführt, der dritte Teil folgt Anfang Juli bei den Randspielen in Zepernick.

Musiker mit Wurzeln und Visionen

srjeda, 31. meje 2017 spisane wot:

Lohsa (AK/SN). Kraftvoll sang das Vokalensemble „Klangwerkstatt Dresden – Vox sorabica“. Unter Leitung von Dirigent Gabriele Donà erklang in der Lohsaer Kirche Jan Paul Nagels niedersorbisches Volkslied „Buźćo wjasołe, muzikanty pśidu“ (Habt nun frohen Mut, Musikanten kommen). Damit eröffnete der Projektchor am 21. Mai die Gedenkstunde zu Ehren des Litschener Komponisten Jan Paul Nagel (1934–1997) zu dessen 20. Todestag. Zahlreiche Besucher folgten der Einladung des Fördervereins Begegnungsstätte Zejler-Smoler-Haus Lohsa, des ENA-Musikverlags Liana Bertók Bautzen und der Evangelischen Kirchengemeinde Lohsa.

Immer wieder erfreute das Vokalensemble mit Nagels Kompositionen aus dem Lohsaer Liederbuch. Seine „Variationen über eine alte sorbische Georgslegende“ und „Variationen über ein sorbisches Marienlied“ spielte Ulrike Scheytt an der Orgel. Anett Baumann an der Violine bot Auszüge aus Johann Sebastian Bachs „Partita in E-Dur“.

Krabat hinterlässt regionale Spuren

srjeda, 31. meje 2017 spisane wot:

Metlika/Nebelschütz (JK/SN). Das 16. Krabat-Fest im slowenischen Metlika gab der bereits guten Zusammenarbeit der Krabat-Vereine in der Lausitz und der Bela­ Krajina neue Impulse. Insbesondere sollen die regionalen Besonderheiten dem jeweiligen Partner noch näher gebracht werden. Das soll Grundlage und Ausgangspunkt für weitere Aktivitäten, besonders auf kulturell-touristischem Gebiet sein, aber auch Wirkung in wirtschaftlicher Kooperation zeigen.

Das diesjährige Krabat-Fest war eingebettet in das alljährlich im slowenischen Metlika stattfindende Fest Vinska Vigred (Weinfrühling). Dazu machten sich auch Tänzer der Schmerlitzer Volkstanzguppe sowie Mitglieder des Lausitzer Krabat e.V. auf den Weg, um dem dortigen Krabat-Verein Grüße aus der Lausitz zu überbringen.

Änderungen beschlossen

srjeda, 31. meje 2017 spisane wot:

Der Domowina-Bundesvorstand wird künftig an Freitagen beraten, nicht wie bisher an Samstagen. Das ist eine der Neuerungen, die das Gremium auf seiner ersten Sitzung nach der Hauptversammlung in Bautzen beschlossen hat.

Bautzen (SN/JaW). Die Mehrheit der Mitglieder des Domowina-Bundesvorstandes sprach sich für den Freitag als Tagungstag aus. Die Beratungen sollen 18 Uhr beginnen und bis spätestens 22 Uhr dauern. Den Inhalt der Beschlüsse müssen die jeweiligen Ausschüsse vorbereiten. Über deren Besetzung soll auf der nächsten Sitzung am 2. Juni in Cottbus beraten werden.

Großhennersdorf (CSTN/SN). Der 3. Workshop des deutsch-sorbischen Netzwerks Lausitzer Film- und Medienschaffender fand am 12. Mai im Rahmen des 14. Neiße-Filmfestivals im Großhennersdorfer Begegnungszentrum statt, unterstützt vom Sächsischen Filmverband e.V. und der Stiftung für das sorbische Volk.

Erstes Thema: Die Filmgattung Omnibusfilm und die Frage, welche Umsetzung sich wohl am besten für die Darstellung von Brauchtum eignet. Referentin war die international erfahrene Professorin Cathy de Haan. Ihr zur Seite Vera Schmidt, Produzentin von Ostpol e.V. Leipzig, die wertvolle Hinweise zur Filmförderung, Vermarktung und zu internationalen Koproduktionen gab. Höhepunkt des Treffens war die vom Cottbuser Eric Schiesko hervorragend moderierte Runde zum Selbstverständnis des Netzwerkes und die Präsentation der noch in Arbeit befindlichen Webseite für alle, die sich hier darstellen wollen. Jetzt gibt es auch eine Facebook-Gruppe.

„Wendische Kirchen zwischen Löbau und Lieberose“ ist der Titel der Wanderausstellung, die am 7. Mai in der Bautzener Michaeliskirche eröffnet wurde. Sie bildet den 2. Teil der Sonderausstellung „Fünf Jahrhunderte – Die Sorben und die Reformation“ des Sorbischen Museums Bautzen.

Bautzen (SN/CoR). Sowohl Direktorin Christina Bogusz als auch Kuratorin Andrea Paulik vom Sorbischen Museum hoben die Bedeutung des ersten Ausstellungsortes „als Zentrum des evangelischen sorbischen Lebens bis in die Gegenwart“ hervor. Bereits 1619 wurde die Michaeliskirche den Sorben übertragen. Sowohl über ihre als auch die Geschichte der anderen 20 sorbischen Stadtkirchen informiert die Schau auf insgesamt 14 Informationstafeln in deutscher und nieder- beziehungsweise obersorbischer Sprache: Bautzen (2), Löbau, Kamenz, Hoyerswerda, Senftenberg, Spremberg, Muskau, Forst, Cottbus, Calau, Luckau, Vetschau, Lübben, Lieberose, Friedland, Guben wie auch im heute polnischen Trzebiel, Lubsko und Żary. Fotografien des Bautzener Fotografikers Jürgen Matschie­ vervollständigen das Bild.

Mehr Berufe sollen profitieren

srjeda, 31. meje 2017 spisane wot:
Janek Schäfer

Die Absicht, eine sorbische Sprachschule zu gründen, sorgt derzeit bei den Sorben für Diskussionsstoff. Ist dieser Vorschlag wirklich so abwegig?

Betroffene unterstützen

srjeda, 26. apryla 2017 spisane wot:

Die LEAG hat mit ihrem neuen Konzept für einen Paukenschlag gesorgt

Cottbus/Bautzen (SN/BŠe). Das am 30. März vorgelegte Konzept für das Lausitzer Braunkohlerevier hat in den letzten Wochen für jede Menge Wirbel gesorgt. Vielmehr war es geradezu ein Paukenschlag. Demnach verzichtet die Lausitz Energie Kraftwerke AG (LEAG) auf einen Kraftwerksneubau am Standort Jänsch­walde und die Lausitz Energie Bergbau AG auf die Inanspruchnahme des Zukunftsfeldes Jänschwalde-Nord. In Nochten soll nach dem Abbaugebiet 1 nur ein Sonderfeld ausgekohlt werden. Dafür sollen Mühlrose weichen und 200 Einwohner ihre Heimat verlassen. Die Dörfer Rohne, Mulkwitz, Trebendorf und Schleife-Süd bleiben erhalten.

Vater des „Hausbuches“

srjeda, 26. apryla 2017 spisane wot:

Das Oberlausitzer Hausbuch war seines Geistes Kind. Als Lektor im Domowina-Verlag entwickelte Dr. Frank Stübner in der Nachwendezeit ein Äquivalent zu den beliebten sorbischsprachigen Buchkalendern „Protyka“ und „Pratyja“. 1991 erreichte das Hausbuch erstmals seine Leser.­ Doch schon ein Jahr später konnte es im Domowina-Verlag nicht mehr erscheinen. Mit seinem damals wichtigsten Projekt, das Beiträge deutscher und sor­bischer Autoren vereinte, und vielen weiteren Ideen verließ Dr. Stübner seine bisherige Wirkungsstätte und gründete am 1. April 1992 einen eigenen, den Lusatia Verlag. Literatur aus der Lausitz mit den Menschen vor Ort über ihre Heimat, die Lausitz, zu produzieren, das war sein Programm. Wenige Tage nach der Leipziger Buchmesse, inmitten der Arbeiten für das Hausbuch 2018, erreichte uns die traurige Nachricht, dass Dr. Frank Stübner am 7. April nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahre verstorben ist.

Jurij-Brězan-Haus eröffnet

srjeda, 26. apryla 2017 spisane wot:

Krabatmühle Schwarzkollm hat neue Attraktion

Nach zwei Jahren intensiver Bauzeit weihte der Verein Krabatmühle Schwarzkollm e. V. am Gründonnerstag mit Gästen feierlich das Jurij-Brězan-Haus ein. „Es ist der Nachbau des ursprünglichen Wohnhauses der Familie von Gerhard Retschke aus Dubring. Original verwendet haben wir zum Beispiel Dachziegel und die typischen Kastenfenster. Originale Wand-Ziegelsteine des Dubringer Hauses haben wir im Fußboden des Jurij-Brězan-Hauses verbaut“, unterstreicht Tobias Zschieschick, Vorsitzender des Vereins Krabatmühle.

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