Vater des „Hausbuches“

srjeda, 26. apryla 2017 spisane wot:

Das Oberlausitzer Hausbuch war seines Geistes Kind. Als Lektor im Domowina-Verlag entwickelte Dr. Frank Stübner in der Nachwendezeit ein Äquivalent zu den beliebten sorbischsprachigen Buchkalendern „Protyka“ und „Pratyja“. 1991 erreichte das Hausbuch erstmals seine Leser.­ Doch schon ein Jahr später konnte es im Domowina-Verlag nicht mehr erscheinen. Mit seinem damals wichtigsten Projekt, das Beiträge deutscher und sor­bischer Autoren vereinte, und vielen weiteren Ideen verließ Dr. Stübner seine bisherige Wirkungsstätte und gründete am 1. April 1992 einen eigenen, den Lusatia Verlag. Literatur aus der Lausitz mit den Menschen vor Ort über ihre Heimat, die Lausitz, zu produzieren, das war sein Programm. Wenige Tage nach der Leipziger Buchmesse, inmitten der Arbeiten für das Hausbuch 2018, erreichte uns die traurige Nachricht, dass Dr. Frank Stübner am 7. April nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahre verstorben ist.

Jurij-Brězan-Haus eröffnet

srjeda, 26. apryla 2017 spisane wot:

Krabatmühle Schwarzkollm hat neue Attraktion

Nach zwei Jahren intensiver Bauzeit weihte der Verein Krabatmühle Schwarzkollm e. V. am Gründonnerstag mit Gästen feierlich das Jurij-Brězan-Haus ein. „Es ist der Nachbau des ursprünglichen Wohnhauses der Familie von Gerhard Retschke aus Dubring. Original verwendet haben wir zum Beispiel Dachziegel und die typischen Kastenfenster. Originale Wand-Ziegelsteine des Dubringer Hauses haben wir im Fußboden des Jurij-Brězan-Hauses verbaut“, unterstreicht Tobias Zschieschick, Vorsitzender des Vereins Krabatmühle.

Hoyerswerda. „Die jetzige Generation sorbischer Eltern nutzt verstärkt ursorbische, traditionelle Vornamen“, meint Sprachwissenschaftler und Historiker Dr. Timo Meškank, Privatdozent am Institut für Sorabistik der Universität Leipzig. Nach einem Jahr Recherchen erstellte er jetzt das obersorbisch-niedersorbisch-deutsche Lexikon „Serbske předmjena. Serbske pśedmjenja. Sorbische/Wendische Vornamen“. Erstmals liegt damit ein autorisiertes, fachlich fundiertes Nachschlagewerk mit über 1 200 Vornamen vor. Herausgeber ist das WITAJ-Sprachzentrum Bautzen. Finanzielle Förderung kam durch die Stiftung für das sorbische Volk. Mit der Auflage von 300 Exemplaren geht die Broschüre jetzt an sämtliche Standesämter und Geburtskliniken in der Ober- und Niederlausitz. Auch Kindergärten, Grundschulen, Oberschulen und Gymnasien können das Lexikon bestellen­, ebenso Interessierte.

Telegramm (26.04.17)

srjeda, 26. apryla 2017 spisane wot:

51. Sorbisch-Olympiade

Seifhennersdorf. 70 Schüler und Schülerinnen der 6. Klassen aus neun Grund- und Oberschulen sowie vier Gymnasien aus der Ober- und Niederlausitz nahmen an der 51. Sorbischolympiade vom 24. bis 25. April in Seifhennersdorf teil. Träger des Wettbewerbes ist der Sorbische Schulverein, die Schirmherrschaft übernahm die sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU).

Festival zu aktuellen Fragen

Bautzen. Willkommen Anderswo III – unter diesem Slogan lädt das Bautzener Deutsch-Sorbische Volkstheater vom 4. bis 7. Mai zu einem Theaterfestival ein. Insgesamt neun Inszenierungen, Workshops und Diskussionen befassen sich mit einem aktuellen Thema. Wie finden Menschen, trotz großer Unterschiede, auf verschiedene Art und Weise zueinander? Die Veranstaltung wird für Teilnehmer und Interessierte dokumentiert.

Denkmal wird vorbereitet

Ostern 2017 in der zweisprachigen Lausitz war nicht nur lebendiges Brauchtum der 1 564 Osterreiter in den neun katholischen Prozessionen – im Bild die Nebelschützer –, die zu erleben tausende Besucher gekommen waren. Dazu gehörten ebenso das ökumenische Osterreiten in Zerkwitz bei Lübbenau und das Ostersingen. Dieser Brauch wurde in Ruben, Gemeinde Werben, nach sechzigjähriger Unterbrechung wiederbelebt. In Schleife trafen sich die Frauen in Kirchgangstracht, um auf den Singebänken vor der Kirche die Osterbotschaft zu verkünden. Das geschah dort zuletzt im Jahr 1956. Foto: SN/Matthias Bulang

Managerpool soll entstehen

srjeda, 26. apryla 2017 spisane wot:

Bald sind Tickets fürs Theater im SNE zu haben und umgekehrt

Dresden/Bautzen (SN/JaW). Die Stiftung für das sorbische Volk will gemeinsam mit dem Dachverband sorbischer Vereine Domowina einen Projektmanager-Pool aufbauen. Das hat der Rat der Stiftung für das sorbische Volk auf der Beratung am 4. April in Dresden beschlossen.

Kinderzeitschrift Płomjo ist 65

srjeda, 26. apryla 2017 spisane wot:
Bautzen (SN/MiR). Die sorbische Kinderzeitschrift Płomjo (Die Flamme) feierte in diesem Monat Jubiläum: Anfang April 1952, vor 65 Jahren, erschien die obersorbische Ausgabe „Płomjo“, einige Tage später die niedersorbische „Płomje“. Bis heute freuen sich sorbische sowie diese Sprache lernende Kinder monatlich auf „ihr“ Heft. Für Lehrer an sorbischen sowie die sorbische Sprache vermittelnden Schulen ist das Kindermagazin ein beliebtes Unterrichtsmittel. „Mit unserer Zeitschrift wollen wir Kinder unterhalten und bilden. Auf der einen Seite setzen wir auf beliebte Rubriken, wie Rätsel und unsere Reihe ,Feliks und Florian‘, auf der anderen bieten wir aktuelle Themen. So haben wir uns unter anderem mit der Migration in Deutschland befasst, stellen gleichzeitig das Leben der Kinder in anderen Ländern vor“, schildert der verantwortliche Płomjo-Redakteur Peter Scholze. Im aktuellen Heft geht es um die Geschichte der Zeitschrift und um Ausblicke in die Zukunft. Bis zum 7. Juli läuft ein Wettbewerb für Schüler der 1. bis 7. Klassen.

Sorbische Fachschule begeht Jubiläum

srjeda, 26. apryla 2017 spisane wot:

Seit 25 Jahren bildet die Sorbische Fachschule für Sozialpädagogik Erzieher und Erzieherinnen aus. Dies war Grund für ein Treffen jetziger und ehemaliger Schüler, Lehrer und Schulpartner.

Anlässlich des Welttages des Buches ist es zu einer guten Tradition geworden, dass Schulklassen die Smoler’sche Verlagsbuchhandlung in Bautzen besuchen. Am 24. April war die Klasse 5/1 des Sorbischen Gymnasiums Bautzen dort zu Gast. Die Leiterin der Buchhandlung Annett Scholze erläuterte ihnen, wie ein Buch im Verlag entsteht. Ebenso wurde über das Sorbische Wörterbuch von Franz Krahl sowie das Sorbische Kulturlexikon gesprochen. Foto: SN/Matthias Bulang

Fest verankert im Schulgesetz

srjeda, 26. apryla 2017 spisane wot:

Im neuen sächsischen Schulgesetz wurden einige sorbische Belange beachtet. Zum neuen Schuljahr wird das Schulgesetz etappenweise umgesetzt. Zufrieden hingegen ist nicht jeder.

Dresden (SN/MiR). Der Vorsitzende der Domowina David Statnik sieht das neue sächsische Schulgesetz vor allem positiv. „Mit der Änderung des Gesetzes haben wir mehrere Neuheiten, die dem sorbischen Volk erweiterte Möglichkeiten bieten, im Schulwesen Einfluss auszuüben. Gemeinsam mit dem Land, den Gemeinden und Schulen wollen wir uns darum kümmern, die Förderung der sorbischen Sprache für die Zukunft auszurichten.“

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