Telegramm (27.07.16)

srjeda, 27. julija 2016 spisane wot:

Neue Regionalsprecherin

Bautzen. Der Regionalverband der Domowina „Jan Arnošt Smoler“ Bautzen hat eine neue Regionalsprecherin. Die Stelle übernimmt Sonja Rehor aus Sollschwitz bei Wittichenau. Domowina-Geschäftsführer Bernhard Ziesch hatte Rehor – sie vertritt die bisherige Regionalsprecherin Katja Ließner, die in den Mutterschutz gegangen ist, bis Januar 2018 – dem Vorstand des Bautzener Domowina-Regionalverbands auf dessen Beratung am 7. Juli in Bautzen vorgestellt.

Radeln für eine klare Spree

Bautzen. Die Landtagsabgeordneten der Grünen Franziska Schubert (Sachsen) und Benjamin Raschke (Brandenburg) sind mit einem E-Tandem zu ihrer Sommertour „Für eine klare Spree“ am 25. Juli an der Spreequelle gestartet. Weitere Stopps waren unter anderem der Bärwalder See und Welzow, Ziel ist am 2. August Berlin. Thematisch widmet sich die Tour dem Ökosystem, wo Wasser- und Lebensqualität in, neben und auf der Spree gefährdet sind.

Zahl der Teilnehmer steigt

Sorbische Angelegenheiten achten

srjeda, 27. julija 2016 spisane wot:

Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat Anfang des Monats eine Delegation der Sorben mit dem Domowina-Vorsitzenden David Statnik an der Spitze empfangen.

Potsdam (SN/MkWj). In dem einstündigen Gespräch in der Potsdamer Staatskanzlei ging es unter anderem um die Zukunft der Lausitzer Braunkohleregion sowie um das sorbische Siedlungsgebiet. Nach dem neuen „Sorben/Wenden-Gesetz“ in Brandenburg hatten die Kommunen Gelegenheit, sich ihre Zugehörigkeit zum sorbischen Siedlungsgebiet bestätigen zu lassen. Im Innenministerium sind bislang 30 entsprechende Anträge eingegangen. Diese werden zurzeit von der Landesregierung geprüft. Auch die Domowina wird hierzu ihre Stellungnahme abgeben.

Nach dem Treffen fand David Statnik lobende Worte: „Brandenburg hat im Hinblick auf die Minderheitenförderung in letzter Zeit viel erreicht. Dafür danke ich der Staatskanzlei, den Fachministerien und dem Landtag.“

Film über Hanso Nepila jetzt online

srjeda, 27. julija 2016 spisane wot:

Rohne (AK/SN). Feldarbeit sollen die Schüler verrichten. „Seid ihr bereit? Lasst uns ernten“, forderte Michael Ziesch, Leiter des Regionalstudios Bautzen der Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (SAEK), Konzentration und Aufmerksamkeit ein. Im sorbisch-deutschen Mediencamp im Rohner Nepila-Hof ging es um den Alltag des Halbbauern und ersten sorbischen Volksschriftstellers Hanso Nepila-Rowniski (1766-1856). In vielen Szenen stellten acht Oberschüler und Gymnasiasten ehemaliger 5. und 6. Klassen aus Schleife und Bautzen sein Leben nach. „Ziel war es ­eine szenische Dokumentation zu erstellen, das Endprodukt eine DVD. Interressenten können sich den Film unter­dessen auf Youtube ansehen“, sagt die Or­ganisatorin und Koordinatorin der Domowina für sorbische Projekte im Kirchspiel Schleife Juliana Kaulfürst. Gemeinsam mit Michael Ziesch, Marie-Theres Robel sowie Franziska Robel hat sie das Projekt betreut. Finanziert wurde es aus Mitteln der Rahmenvereinbarung zwischen der Domowina und Vattenfall.

In Räckelwitz wird derzeit die Sporthalle saniert. Nachdem die Gemeinde Anfang des Monats die ersten Aufgaben vergeben hat, wird dort seit dem 11. Juli gearbeitet. Wie Bürgermeister Franz Brußk (CDU) informierte, hat die Rosenthaler Sorabia Bau GmbH die Hauptarbeiten übernommen. Derzeit bereiten Ronny Rolle, Georg Rehor und Johannes Schenker (von links) die Vorbereitungen für den Anbau. Dachdecker- und Zimmermannsarbeiten besorgt die Schmeckwitzer Firma Gerntke. Insgesamt kostet die Sanierung etwas mehr als eine Million Euro. Foto: Felix Haase

Bald mit sorbischem Namen?

srjeda, 27. julija 2016 spisane wot:

Frauen könnten womöglich bald ihren sorbischen Namen in Personaldokumente eintragen lassen. Darum bemühen sich sorbische Politikvertreter.

Cottbus (SN/JaW). Sorbische Vertreter der Politik wollen ereichen, dass sorbische Frauen recht bald ihren Namen in offiziellen Dokumenten nutzen dürfen. Dies sei bisher nicht möglich. „Die gesetzlichen Vorschriften sehen das nicht vor“, teilte Domowina-Geschäftsführer Bernhard Ziesch auf Anfrage mit. Zwar bestehe ein Minderheitennamensänderungsgesetz, dieses sieht aber die Nutzung sorbischer Namen mit einem Suffix nicht vor. Das bestätigte auch eine Expertin des Bundesjustizministeriums auf einer Sitzung des beratenden Ausschusses für sorbische Angelegenheiten des Bundesinnenministeriums am 29. Juni in Cottbus.

Stimmungsvolle Rückblicke

srjeda, 27. julija 2016 spisane wot:

Fotografische Impressionen von Gerd Rattei im Rathaus Cottbus zu sehen

Cottbus. „Rückblicke & Ausblicke“ heißt eine aktuelle Ausstellung im Foyer des Cottbuser Rathauses. Sie befasst sich mit der 24-jährigen Geschichte der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur. Vier bis fünf Jahre hat der Cottbuser Fotograf Gerd Rattei das sorbische/wendische Leben in Cottbus und den Dörfern der Niederlausitz im Auftrag der Schule fotografisch begleitet. Bis Ende August sind nun 24 großformatige Farb- und zwölf Schwarz-Weiß-Fotografien zu sehen. Stimmungsvoll zeichnet Gerd Rattei „Rückblicke & Ausblicke“ mit seiner Kamera nach und es lohnt sich, diese aufmerksam zu betrachten.

Im Schiff über die Landesgrenze

srjeda, 27. julija 2016 spisane wot:

Senftenberg/Geierswalde (SN/JaW). Das Lausitzer Seenland hat eine neue Attraktion: eine Fahrgastschiffverbindung zwischen dem Senftenberger See und dem Geierswalder See. Seit dem 2. Juli befährt die Reederei Marianne Löwa diese Strecke mit dem Solarkatamaran „Aqua Phönix“. Kurz vor seiner Jungfernfahrt durch den Koschener Kanal wurde er nach altem Brauch mit Sekt getauft. Der Katamaran pendelt nun je nach Saison bis zu zwei Mal täglich zwischen dem Stadthafen Senftenberg und dem Anleger Geierswalde über die Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen hinweg. Zwischenstopps gibt es auf den Touren laut Fahrplan nicht.

Viele Freunde, Interessenten, Vertreter von Tourismus- und Zweckverbänden sowie der Politik – unter ihnen auch der Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz Siegurd Heinze (parteilos), Vertreter der Stadt Senftenberg, der 1. Beigeordnete des Bautzener Landrates Udo Witschas (CDU) und der Elsterheider Bürgermeister Dietmar Koark (CDU) – waren eigens zur Taufe gekommen.

Bautzen (SN/CoR). Im Rahmen des Smoler-Jahres bot die Smoler‘sche Buchhandlung in Bautzen auch den Deutschen eine Veranstaltung zum Jubiläum ihres Namensgebers an, zumal Jan Arnošt Smoler (1816–1884) selbst Bautzener war. Rund 20 Gäste, in der Mehrzahl freilich Sorben, fanden sich so am 7. Juli trotz Europameisterschafts-Halbfinale mit deutscher Beteiligung in der sorbischen Verlagsbuchhandlung ein.

Sorbische Petition in EU-Ausschuss

srjeda, 27. julija 2016 spisane wot:

Der Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments hat sich Mitte des Monats mit der eingereichten Petition der Lausitzer Allianz (LA) befasst, in der es um die Braunkohle geht.

Dresden/Bautzen (SN/CoR). Anfang Juli ist an der Dresdener Technischen Universität (TU) ein wissenschaftliches Sonderprojekt mit dem Titel „SorbenWissen“ mit ca. zehn Akteuren angelaufen. Weitere Partner unter der Projektgesamtleitung von Prof. Dr. Christian Prunitsch vom Institut für Slavistik sind der Professor für angewandte Linguistik (beide TU) Dr. Joachim Scharloth und das Sorbische Institut unter der Leitung des Interimsdirektors Dr. Hauke Bartels. Das Projekt soll der Förderung des wissenschaftlichen – hier vor allem des sorbischen – Nachwuchses dienen. Die finanziellen Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Qualifizierung von Wissenschaftsnachwuchs.

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