Eine Ära geht zu Ende

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:

Domowina-Geschäftsführer Bernhard Ziesch in den Ruhestand verabschiedet

Der Geschäftsführer der Domowina Bernhard Ziesch wurde am 16. Dezember in den Ruhestand verabschiedet. Vertreter der Domowina-Verwaltung sowie anderer sorbischer Institutionen dankten ihm für sein langjähriges Engagement. Bernhard Ziesch hat das sorbische politische Leben fast drei Jahrzehnte mitbestimmt. In der Wendezeit zum Ende der DDR übernahm er im März 1990 den Domowina-Vorsitz und reformierte die Organisation zum heutigen Dachverband sorbischer Vereine. Nach einem kurzen Ausflug in die private Wirtschaft kehrte er an die Spitze der Domowina-Verwaltung nach Bautzen zurück. „Mehrere Mitarbeiter unseres Dachverbandes hatten mich geworben und letztlich auch überredet“, sagte Ziesch bei seiner Verabschiedung im Bautzener Haus der Sorben.

20. Advent mit der „Brigade“

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:

Jakub Jan Rybas „Böhmische Weihnachtsmesse“ begeisterte in Bautzen

Bautzen. Am Vorabend des vierten Advents fand in der Bautzener Michaeliskirche, in der kein Platz frei geblieben war, das inzwischen 20. vorweihnachtliche Konzert der 1. sorbischen Kulturbrigade statt. Unter der Leitung des Kirchenmusikdirektors und Domkantors Friedemann Böhme stellten der Chor des Sorbischen Gymnasiums Bautzen, das Orchester des Sorbischen National-Ensembles, die Organistin Gina Hentsch sowie vier Solisten Jakub Jan Rybas „Böhmische Weihnachtsmesse“ vor.

Der sorbische Superintendent Jan Mahling begrüßte in obersorbischer und deutscher Sprache. Freude statt Stress in der Zeit vor Heiligabend anempfehlend, hob er die herausragende Bedeutung des Werkes von Ryba hervor, vergleichbar mit dem „Weihnachtsoratorium“ Johann Sebastian Bachs. „Dieses traditionelle Konzert ist das mittlerweile 20. in unserer Kirche. Von den heutigen Chorsängern war 1996 noch keiner auf der Welt – ich möchte daher allen für diese Beständigkeit danken“, hob Mahling hervor.

Petrikirche und Stadtbrand 1634

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:

7. Folge

Das Jahr 1640 begann ruhig. Im Dezember waren nach der Kapitulation der Sachsen auch die Schweden abgezogen, und zwar nach Görlitz, unter anderem unter folgenden Bedingungen: Zerstörung der Tore (diese wurden verbrannt) und der vorgelagerten Rondelle als den wichtigsten Hindernissen für eine neuerliche schnelle Besetzung der Stadt, sowie Forderung nach Zahlung sogenannter Ranzionen. Dabei handelte es sich um Lösegelder für Gefangene oder wohl auch um den Freikauf einer ganzen Stadt. Der Rat berechnete und bezahlte diese inklusive den Kontributionen in Höhe von 21 592 Talern. Außerdem wurde auch die Schülerbastei, in der sich die Ratsschule befand, als wichtiger Teil der inneren Stadtbefestigung eingerissen. Zumindest aber war die Stadt damit bis auf Weiteres alle Besatzung los.

Am 9. Februar wählte das Ratskollegium turnusgemäß aus seinen Reihen den bisherigen Oberkämmerer Joachim Westphal zum neuen regierenden Bürgermeister .

Telegramm (28.12.16)

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:

Zur Kultursenatorin gewählt

Dresden. Die Wissenschaftlerin des Sorbischen Instituts Bautzen Dr. Susanne Hose wurde als Mitglied des Sächsischen Kultursenats gewählt. Sie folgt in dieser Position Prof. Dr. Dietrich Scholze, der Dr. Hose auch vorgeschlagen hatte. Mit dem Jahr 2017 wird sie die sorbischen Interessen in diesem die sächsische Staatsregierung beratenden Gremium vertreten. Für sie ist wichtig, die sorbisch-deutsche Gegenseitigkeit zu beachten und weiterzuentwickeln.

Nachfolgerin bestimmt

Cottbus. Die Ethnologin Uta Henschel aus Lübbenau leitet ab Februar 2017 die Schule für niedersorbische Sprache und Kultur in Cottbus. Henschel arbeit gegenwärtig noch als Regionalsprecherin der Domowina für die Niederlausitz. Sie tritt die Nachfolge von Maria Elikowska-Winkler an, die diese einzigartige Bildungseinrichtung 1992 als Sachgebiet der Volkshochschule Cottbus gegründet hat. Der Findungskommission lagen fünf Bewerbungen vor.

Konzert ist der größte Gewinn

Der ewigen Liebe war der erste Kammermusikabend des Sorbischen National-Ensembles (SNE) Bautzen am 21. Dezember in der sanierten Röhrscheidtbastei gewidmet. 30 Besucher erlebten ein Programm in intimer Atmosphäre, das Liana Bertók mit Werken­ sorbischer und weiterer Komponisten zusammengestellt hatte. Zu erleben waren neben den Sängern Elmira Yakhina, Diana Ziesch, Peter Ziesch und Jae-Hyung Cho ebenso Solisten des Balletts des SNE. Foto: SN/Matthias Bulang

Teilnehmer sehr beeindruckt

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:

In Wales gesammelte Erfahrungen möglichst auf die Lausitz übertragen

Cardiff/Bautzen. (SN/MiR). Intensiver kann ein Austausch zwischen Minderheiten kaum sein. So resümieren alle Teilnehmer einer Studienreise, die zehn Sorben unlängst nach Wales führte. Dazu hatte Judith Walde, die stellvertretende Vorsitzende der Domowina, ein sehr anspruchsvolles Programm vorbereitet. „Wenn wir unsere Erwartungen und Diskussionen der vergangenen Jahre zur Erhaltung und Revitalisierung des Obersorbischen und Niedersorbischen ernsthaft umsetzen wollen, müssen wir einen Maßnahmenplan erarbeiten, der die verschiedenen Regionen, Lebens- und Gesellschaftslagen sowie auch die Rahmenbedingungen beachtet“, so David Statnik, Vorsitzender der Domowina.

Der Jugendverein Pawk hat am 17. Dezember in Radibor die Arbeit der vergangenen Monate bilanziert und die Weichen für die Zukunft gestellt.

Radibor (SN/JaW). Die Vorsitzende des Sorbischen Jugendvereines Pawk Franziska Grajzareck wertete die Arbeit der vergangenen zwölf Monate positiv. „Große öffentliche Höhepunkte hatten wir 2016 keine, weil wir uns eher auf die Festigung unserer Mitgliedschaft konzentriert hatten“, sagte sie den 15 zur Jahreshauptversammlung nach Radibor angereisten Mitgliedern. Dennoch führte der Verein gemeinsam mit Partnern einige Projekte durch, die auch von sorbischen Jugendlichen gut angenommen wurden, so zum Beispiel das alljährliche Kickerturnier in Ostro. Lehrreich war die Teilnahme am diesjährigen Kongress der Föderalistischen Union europäischer Minderheiten (FUEV) im Mai in Wrocław. Neben Vertretern der Domowina waren auch die Pawk-Vorsitzende Franziska Grajzareck und die Vertreterin der niedersorbischen Jugend Silva Oehlert dabei.

LEAG bekräftigt Förderung

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:
Rohne (SN/JaW). Die Lausitz Energie Bergbau und Kraftwerke AG (LEAG) bekennt sich zur Verantwortung gegenüber den Sorben in der Lausitz. Das bekräftigten Vertreter des Unternehmens bei einem Arbeitsgespräch mit der Domowina am 2. Dezember in Rohne. Der mit Vattenfall geschlossene Vertrag zur Förderung des Sorbischen behält bis Ende 2017 seine Gültigkeit, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage betonte aber LEAG-Vorstandsmitglied Uwe Grosser, dass die Unterstützung nur entsprechend der finanziellen Möglichkeiten geleistet werden könne, „die in hohem Maße von den politischen wie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängen“. Die Domowina möchte die gute Zusammenarbeit mit Vattenfall mit der Nachfolgerin LEAG fortsetzen. Wie es nach 2017 weitergehen soll, werde im September erörtert,­ kündigte der Vorsitzende des Domowina-Regionalverbandes Görlitz Manfred Hermasch an.

Neues Projekt

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:

Bautzen (SN/at). Mit einem neuen Projekt möchte die Regionalsprecherin der Domowina für das Territorium des Regionalverbandes „Jan Arnošt Smoler“ Bautzen, Sonja Rehor, besonders junge Familien erreichen. Wie sie auf der Jahresabschlussveranstaltung des Regionalverbandes am 8. Dezember im Haus der Sorben betonte, soll der traditionelle Familiennachmittag, der 2016 in der Paulus-Schule in Königswartha stattfand, um ein eigenes Format für junge Eltern mit ihren Sprösslingen erweitert werden.

Als weitere Höhepunkte im Arbeitsplan 2017 nannte die Regionalverbandsvorsitzende Jana Peter die Domowina-Hauptversammlung im März in Hoyerswerda, das 12. Internationale Folklorefestival „Lausitz“ Ende Juni in Crostwitz und Drachhausen (Niederlausitz) sowie den 25. Herbstnaturmarkt auf dem Areal der Verwaltung des Biosphärenreservats Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft in Wartha, Gemeinde Malschwitz. Außerdem veranstaltet der Domowina-Regionalverband einen Tag der offenen Tür im Měrćin-Nowak-Haus in Nechern.

Sorabija Lipsk feierte 300. Geburtstag

srjeda, 28. decembera 2016 spisane wot:

Am 10. Dezember 1716 wurde die „Sorabija Lipsk“ gegründet, so die Legende. Tatsächlich dauerte es fast ein Jahr, bis sich sechs sorbische Theologiestudenten in einem Predigerverein zusammengeschlossen hatten. Dort wollten sie das muttersprachliche Predigen üben, denn sorbische Schriftstücke gab es damals kaum. Diese Geschichte hörte man auf der großen Feier der Leipziger Studenten zum 300. Geburtstag ihres Vereins am 10. Dezember viele Male. Eingeladen waren auch ehemalige Mitglieder der Sorabija.

Ganz in der Tradition des Vereins begannen die Feierlichkeiten mit einem Gottesdient in der Nikolaikirche, denn die Stammkirche der Theologen, die Paulinerkirche, wurde zu DDR-Zeiten gesprengt und befindet sich derzeit als Teil der Universität im Wiederaufbau. Die Messe fand im „guten ökumenischen Geiste“ statt, so der sorbische Superintendent Jan Mahling. In seiner Predigt sagte Konzelebrant Prof. Peter Zimmerling: „Es ist wichtig und ergiebig, wenn Glaube und Wissenschaft gemeinsam schreiten. Schließlich sind dies keine Gegensätze, sondern zwei Seiten der gleichen Medaille.“

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