Angebot an neuen Medien erweitern

srjeda, 27. januara 2016 spisane wot:

Bautzen (SN/JaW). Der Domowina-Verlag Bautzen soll sein Angebot an neuen Medien erweitern. Das geht aus einer Umfrage des Mannheimer Institutes für Marktforschung DIMA im Auftrag des Verlages hervor.

Leser der Serbske Nowiny waren sich einig, dass das Angebot der Zeitung im Internet nicht nur den Inhalt der Tageszeitung widerspiegeln soll, sondern auch zusätzliche Informationen. So könne der Verlag junge Leser gewinnen, heißt es im Endbericht. Serb­ske Nowiny werden in der Befragung als informativ, aktuell und bodenständig bezeichnet.

Neben dem Lob gab es jedoch auch Kritik für die sorbische Tageszeitung. So sind Nachrichten aus der Welt- bzw. Bundespolitik ohne sorbischen Bezug unter den Lesern nicht so erwünscht. Desweiteren sollten die Beiträge kritischer sein und mehr Hintergrundinformationen enthalten.

Die Laienspielgruppe des Vereins Bra­trowstwo begeisterte ihr Publikum am 9. Januar mit der Premiere des Stücks „Hdyž kokula woła/Wenn der Kuckuck ruft“ in Sollschwitz.

Sollschwitz (aha/SN/CoR). Seit der Gründung des sorbischen Vereins der Pfarrgemeinde Wittichenau Bratrowstwo 1898 ist das jährliche Fest Tradition, und auch nach der Neugründung 1994 hielten die Mitglieder daran fest. Vorsitzende Sonja Rehor konnte zum 22. Fest rund 120 der 150 Mitglieder im Sollschwitzer Kulturhaus begrüßen. Viele waren gekommen, um nach vier Jahren das neue Stück der Schauspielgruppe zu erleben. Damals hatte sie mit „Unsere Tanta Mia“ Erwartungen geweckt – die auch diesmal nicht enttäuscht wurden. Zum zweiten Mal führte Mirko Brankatschk, Schauspieler am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen, Regie. Schwierigkeiten zu meistern gab es einige. Dazu gehörte vor allem, das richtige Stück zu finden. Nach langem Suchen fiel die Entscheidung für die Komödie von Toni Bichler „Wenn der Kuckuck ruft“, die Benjamin Rehor ins Sorbische übertragen hat.

Ein Höhepunkt im Wirtschaftsleben der Lausitz bereits am Jahresanfang ist die alljährliche Handwerkermesse in Cottbus. In diesem Jahr fand sie zum 26. Mal statt.

Cottbus (HA/SN/JK). Die „HandWerker“ als fachorientierte Verbraucherausstellung präsentierte an zwei Tagen maßgeschneiderte handwerkliche Dienstleistungen und Angebote aus der Ober- und Niederlausitz aus Sachsen und den beiden Nachbarländern Tschechien und Polen. Der Mix aus Firmenpräsentation, Handwerkskunst, informativen Vorträgen, öffentlichen Prüfungen und Wettbewerben sowie ein buntes Rahmenprogramm sorgte auch in diesem Jahr bei 10 000 Besuchern für angenehme Unterhaltung und Information.

Im Zentrum des diesjährigen Rahmenprogramms standen am Sonnabend die Bäcker und am Sonntag die Fleischer. Wurden am ersten Tag Brote und Backwaren getestet, so standen am Sonntag Knacker im Visier der strengen Bewertungskommission.

In Berlin privat oder nicht?

srjeda, 27. januara 2016 spisane wot:

Panschwitz-Kuckau (SN/MWj). Die Teilnahme des Vorsitzenden des Verwaltungsverbands Am Klosterwasser Mirko Domaschke an dem Treffen im Berli­ner Kanzleramt am 21. Dezember 2015 sorgt nun in der Verbandsversammlung des Verwaltungsverbands für Missstimmung. Die Delegation aus drei Bürgermeistern und dem Verwaltungschef war auf Grund eines Briefes an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Thema Bewältigung der Flüchtlingswelle, den 49 Ober- und Bürgermeister des Landkreises Bautzen unterschrieben hatten, eingeladen worden.

Die Vogelhochzeit ist einer der beliebtesten Bräuche in sorbischen und zweisprachigen Kindertagesstätten der Oberlausitz. Vielerorts ziehen die Mädchen und Jungen an diesem Tag oder an einem der nächsten die Festtagstracht an und gestalten als sorbischer Hochzeitszug ein Programm. Aber auch ohne Tracht, wie hier in der kleinen Gruppe des Sollschwitzer Kindergartens, hatten Benno Eiselt, Vanessa Grutke (von rechts) und die anderen Kinder viel Spaß. Foto: SN/Matthias Bulang

Musikalische slawische Brücke

srjeda, 27. januara 2016 spisane wot:
Cottbus (kf/SN). Die besonderen Konzerte zur Jahreswende unter der künstlerischen Leitung der sorbischen Pianistin Heidemarie Wiesner haben sich seit 1995 einen festen Platz im Lausitzer Kulturleben erobert. Die erfolgreiche Premiere 2016 fand am 7. Januar im Wendischen Haus Cottbus statt. Bereits zum dritten Mal stand Moderator und Komponist Sebastian Elikowski­Winkler, Träger des Ćišinski­Förderpreises 2015, Heidemarie Wiesner zur Seite. Ist sie verantwortlich für neue Kompositionen, sucht Winkler in Archiven nach noch ungehörtem sorbischen Material. Zu hören gab es so neben anderen slawischen Komponisten wie Tschaikowski und Chopin Neues und bisher Ungehörtes von Korla Awgust Kocor, Jan Raupp, Heinz Roy, Jan Cyž, Ulrich Pogoda, Detlef Kobjela sowie Elikowski­Winkler selbst. Zu Gast waren zwei hochkarätige Musiker: die aus der Ukraine stammende Geigerin Zoya Nevgodovska sowie der amerikanische Solohornist der Deutschen Oper Berlin Paul Sharp. „Die Melodien der sorbischen Musik faszinieren mich, ich spüre in allen Werken Folklore-Elemente.

Rein sorbischsprachige Veranstaltungen gibt es mehrere. Aber dass einige Hundert Menschen zusammen in einer Scheune feiern, ohne dass dabei ein deutsches Wort fällt, das gibt es nur in Nucknitz zum Jolkafest.

Nucknitz (SN/MWj). Das kleine Dorf Nucknitz in der Gemeinde Crostwitz ist einmal im Jahr der Nabel der sorbischen Welt. Dann wird die Scheune der Familie Bresan leergeräumt und ausgeschmückt, werden im stillen Kämmerlein Texte geschrieben und finden in der Baracke im Ort Chor- und Tanzproben statt. Zum 18. Mal hat die Dorfgemeinschaft am 16. Januar zum großen Jolkafest eingeladen und aus allen Himmelsrichtungen kamen Jung und Alt, um zu erleben, was es so kein zweites Mal gibt.

„Eine Frau hat immer recht?“

srjeda, 27. januara 2016 spisane wot:

SNE zeigt alles, was zur Vogelhochzeit gehört und mehr

Alles, was zur Vogelhochzeit und zur wendischen Fastnacht/Zapust in der Niederlausitz gehört, bietet das Sorbische National-Ensemble mit seinem diesjährigen Programm zu den beiden Bräuchen: beliebte sorbische Lieder, modern bearbeitet und gemeinsam mit dem Orchester flott vorgetragen, neue Tänze, Volkstrachten aus allen sorbischen Regionen, Humor und manche Überraschung. Alles spielt auf einer Spintehochzeit, die einst am Ende der Spintezeit in der Region um Wittichenau lustig gefeiert wurde. Jěwa-Marja Čornakec als Autorin zeigt dem Publikum, wie in Saalau der Brauch wiederbelebt werden soll. Das haben die dortigen Frauen und Mädchen in die Hand genommen und stellen dazu auch eine Hochzeitsbitterin (Alena Farkašowa). Dass die Männer davon nicht begeistert sind, ist verständlich, und so kommt es zu einem lustigen Duell zwischen den Geschlechtern: Wer kann am besten singen, tanzen und Witze erzählen? Die Zuschauer sollen entscheiden, und natürlich erhalten überall die Frauen die Mehrheit.

Ein Hörerlebnis der besonderen Art

srjeda, 27. januara 2016 spisane wot:

174 Gedichte, CD-Player, bequemer Sessel. Mehr braucht es nicht – na ja, vielleicht noch ein Glas Wein dazu. Und schon ist das Poesieerlebnis perfekt, wenn man glücklicher Besitzer der drei CDs mit Gedichten von Kito Lorenc ist. Hört man sich alle am Stück an, vergehen schon mal dreieinhalb Stunden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, man schafft es und ist berauscht, sogar ohne Wein. Der anderthalb Jahre jüngere Michael Lorenz hat die Gedichte des Bruders mit seiner unverwechselbaren Schauspielerstimme in Hörszene gesetzt. Er traf auch die Auswahl der zwischen 1959 und 2015 entstandenen lyrischen Texte und ordnete sie mit Leitgedichten zu Themenkreisen.

Die Crux mit der Religion

srjeda, 27. januara 2016 spisane wot:
Cordula Ratajczak

„Ihr habt heute mutig das vollbracht, worüber wir schon lange nachgedacht haben“, rief die Beauftragte des Intendanten für das sorbische Theater des DSVTh Madleńka Scholze nach der gelungenen sorbischen Premiere des Stückes „Crux abo Zbóžnik pod łožom/Crux oder Der Heiland unterm Bett“ den jungen Darstellerinnen des sorbischen Jugendtheaters zu. Warum? Ein Sakrileg, die Schändung eines Andachtskreuzes, steht im Mittelpunkt. Tatsächlich erleben wir, wie unterschiedlich vier Heranwachsende sich zu Glaube und Tradition positionieren. Wie mutig muss man in der sorbischen Lausitz des 21. Jahrhunderts immer noch sein, um Religion und Glaube oder besser, den unterschiedlichen Umgang damit, zu thematisieren?

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