Nur die Spitze des Eisberges

srjeda, 29. julija 2015 spisane wot:

Antwort auf Kleine Anfrage zu sorbenfeindlichen Vorfällen liegt vor

Berlin/Bautzen (SN/at). Die Übergriffe auf sorbische Jugendliche im Herbst 2014 waren der innenpolitischen Sprecherin der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag Ulla Jelpke Anlass für eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung. Seit 9. Juli liegt die Antwort aus dem Bundesministerium des Innern (BMI) vor. „Ich bin froh darüber, dass die Bundesregierung die Beunruhigung sorbischer Vertreter angesichts einer Reihe von offensichtlich rechtsextrem motivierten sorbenfeindlichen Vorfällen ernst nimmt“, teilt Ulla Jelpke in einer ersten Reaktion mit.

Schleife (SN). Angesichts der angespannten Situation um die Fortführung des Braunkohletagebaus und der drohenden Zerstörung der evangelisch-sorbischen Identität wandten sich die Teilnehmer des Europäischen Bibeldialogs „Jan Hus und die (fast) vergessene Reformation“ an die Kirchengemeinde Schleife. Jan Hus „steht für die Widerstandskraft des Glaubens und den Mut zu überraschenden, neuen und nicht immer leichten Wegen der Kirche im Umbruch der Zeiten. Wir wünschen auch Ihnen diese Glaubenskraft und die spürbare Begleitung Gottes im Engagement für den Erhalt ihres Kirchspiels und für die Bewahrung der Schöpfung“, heißt es im Schreiben. Der Bibeldialog fand Ende Juni in Prag statt und wurde veranstaltet von der Union Evangelischer Kirchen in Deutschland und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa. Die Teilnehmer kamen aus Deutschland, Tschechien, Lettland, Polen, Rumänien, Österreich und den Niederlanden.

„Das hat ein Stück mit Liebe zu tun“

srjeda, 29. julija 2015 spisane wot:

25 Jahre lenkte Christian Schramm (CDU) zunächst als Bürgermeister, dann als Oberbürgermeister die Geschicke der Stadt Bautzen. Für sorbische Angelegenheiten hatte er immer ein offenes Ohr. Das widerspiegelt sich auch in einem Interview, das er zum Ende seiner Amtszeit Serbske Nowiny gewährte.

Sorbischunterricht evaluieren

srjeda, 29. julija 2015 spisane wot:

Cottbus/Potsdam (SN/MiR). Das Brandenburgische Ministerium für Jugend, Bildung und Sport (MBJS) kann bisher noch nicht sagen, wann die Evaluierung des bilingualen und Witaj-Unterrichtes in der Niederlausitz startet. „Wir hoffen, dass wir im September mit den Befragungen beginnen können“, so der Wunsch von Prof. Dr. Eduard Werner, Geschäftsführender Direktor des Institutes für Sorabistik an der Leipziger Universität. „Allein für unsere Studenten ist dies ein wichtiges Projekt. Sie können erarbeitetes Material in ihre Masterarbeiten einbeziehen.“ Institut sowie das Hamburger Unternehmen JS Moin sind die Auftragnehmer der Evaluierung. Das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) begleitet das Vorhaben. Bereits im Februar wollten Leipziger Mitarbeiter sowie Studenten des Institutes Schüler und Lehrer an mehr als 20 Schulen der Niederlausitz, in denen Sorbischunterricht erteilt wird, befragen. Doch die Fragebögen entsprachen den regulären Vorgaben, was die rechtlichen Vorschriften, vor allem in Sachen Datenschutz angeht, nicht.

Bautzen (Jos/SN/JK). Früher als in den vergangenen Jahren begann in diesem Jahr die Getreideernte in Deutschland. Bereits Ende Juni begannen die Land­wirte in den Früherntegebieten mit der Wintergerstenernte.

Auch die Lausitzer Landwirte haben mit der Ernte begonnen. Traditionell dreschen sie zuerst Wintergerste, bevor dann, in Abhängigkeit vom Reifegrad, entweder Raps oder Triticale folgen.

Erstes Krabatfest in Kroatien

srjeda, 29. julija 2015 spisane wot:

Sveta Gera (SN/CoR). Schon seit geraumer Zeit pflegt der Krabat e.V. Beziehungen zu der Gegend, aus der sein Namensgeber, der historische Johann Schadowitz, stammt. Regionalentwicklung hat sich der 2010 gegründete Verein mit Sitz in Nebelschütz auf die Agenda geschrieben, und bekanntlich sind dieser internationale Kontakte durchaus förderlich. In diesem Jahr nun stand, nach bereits bestehender Kooperation mit einem slowenischen Verein, eine weitere Stufe auf dem Programm: Die Beziehungen zur kroatischen Žumberak-Region westlich von Zagreb sollten nicht nur in eine neue Kooperationsvereinbarung mit einem gerade erst gegründeten dortigen Krabatverein gegossen werden. Zum ersten Mal sollte das Krabatfest, das einmal im Jahr traditionell an wechselnden Orten der Lausitz stattfindet, nun im Krabat’schen Herkunftsland gefeiert werden. Und das natürlich mit starker Lausitzer Beteiligung.

Eine „Stadtralley“ durch sorbische Einrichtungen in Bautzen erlebten 40 Schülerinnen und Schüler der deutschen Minderheit aus dem polnischen Opole und Umgebung am 21. Juni. Diesen Sorbischen Tag hatte das WITAJ-Sprachzentrum auf Bitte der Gäste organisiert. Fünf Gruppen waren unterwegs, so auch in der Smoler’schen Verlagsbuchhandlung. Foto: Axel Arlt

Richtlinien auf dem Prüfstand

srjeda, 29. julija 2015 spisane wot:

Willmersdorf (SN/JaW). Die sorbischen Mitglieder des Rates der Stiftung für das sorbische Volk wollen die aktuell bestehenden Förderrichtlinien der Institution ändern. Deshalb haben sie Anfang Juli in Willmersdorf eine Klausur abgehalten. Auf der zweitägigen Klausur nahe Cottbus, an der auch die Leitung der Stiftungsverwaltung teilgenommen hat, wurden die Förderrichtlinien der Stiftung für das sorbische Volk auf den Prüfstand gestellt. Wie der Vorsitzende des Stiftungsrates Jan Budar auf Anfrage mitteilte, wurden in Willmersdorf konkrete Änderungsvorschläge erarbeitet.

Führungswechsel im Verband

srjeda, 29. julija 2015 spisane wot:

Panschwitz-Kuckau (SN/MWj). Der Verwaltungsverband Am Klosterwasser hat ab August einen neuen Vorsitzenden. Bei dessen Wahl am 29. Juni konnte sich Mirko Domaschke durchsetzen. Der 37-Jährige stammt aus Rosenthal. Nach dem Abitur am Sorbischen Gymnasium in Bautzen ging er zur Bundeswehr, wo er in verschiedenen Positionen eingesetzt war, unter anderem in Afghanistan. Zuletzt arbeitete der studierte Verwaltungsfachmann beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Die Wahlperiode des bisherigen Amtsinhabers Alfons Ryćer endet am 31. Juli. Auf die Ausschreibung seiner Stelle Ende Februar hatten sich sieben Interessenten beworben. Eine Arbeitsgruppe hatte zwei von ihnen in die engere Wahl gezogen. Weil einer der übrigen Kandidaten dagegen Widerspruch einlegte, musste sich die Verbandsversammlung bei der Wahl zwischen vier Kandidaten entscheiden.

Zwei Neulinge an der Spitze der Stadt Bautzen

srjeda, 29. julija 2015 spisane wot:

Neuer Oberbürgermeister Alexander Ahrens

Foto: SN/

M. Bulang

Dr. Robert Böhmer – neuer Finanzbürgermeister

Foto: C.

Schumann

Die Stichwahl um das Amt des Bautzener Oberbürgermeisters hat der parteilose Alexander Ahrens überraschend klar gewonnen. Die Stadt bekommt jedoch auch einen neuen Finanzbürgermeister. Der Stadtrat stimmte hier mit großer Mehrheit für Robert Böhmer.

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