Weitere halbe Stelle ist notwendig

srjeda, 27. meje 2015 spisane wot:

Leipzig (SN/MiR). Am Institut für Sorabisitik an der Universität Leipzig studieren künftige Sorbischlehrer für Sachsen und Brandenburg. Über den Ablauf des Studiums sowie Chancen und Bedarf des Institutes, erkundigten sich am 22. Mai der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie Landesbeauftragter für Angelegenheiten der Sorben/Wenden in Brandenburg Martin Gorholt und sein sächsischer Kollege aus dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) Uwe Gaul (beide SPD). Prof. Dr. Eduard Werner, geschäftsführender Direktor des Institutes informierte über das Leistungsspektrum seiner wissenschaftlichen und Bildungseinrichtung. Zugleich erläuterte er mögliche Synergieeffekte zwischen der Sorabistik und der Forschungsstelle für Minderheitensprachen. Schnell wurde allen Beteiligten klar, welchen Wert die Werbung hat, um bei jungen Menschen Interesse am Lehrerberuf im Fach Sorbisch zu wecken. Für Martin Gorholt ist dies eine wichtige Aufgabe für die Zukunft.

Der diesjährige Muttertag war in Nebelschütz ein besonderer. Am 10. Mai wurde die neue Kindertagesstätte „Jan Skala – Bunte Steine“ offiziell übergeben. Bürgermeister Thomas Zschornak (CDU, rechts) erinnerte an den Werdegang des Projekte. Danach schauten sich viele Besucher die Einrichtung an. Die Kinder zog es vor allem ins Freigelände. SN/Matthias Bulang

Ratsmitglieder mit Verantwortung

srjeda, 27. meje 2015 spisane wot:

Harald Konzack hat 20 Jahre als Vor­sitzender die Geschicke des Rates für sorbische/wendische Angelegenheiten im Land Brandenburg gelenkt. Am 12. Mai verabschiedete er sich aus dieser­ Funktion.

Potsdam (SN/MiR). „Manchmal hätte ich am liebsten alles hingeworfen. Doch in dieser Funktion arbeitet man für die Erhaltung des sorbischen Volkes. Und das hat mich immer wieder angetrieben“, so Harald Konzack kurz vor Ende der letzten Sitzung des Rates in der 5. Legislaturperiode. Seine Kollegen dankten ihm mit herzlichen Worten für seine Arbeit. „Es ist mehr als großartig, was der Sorbenrat unter deiner Leitung erreicht hat“, so Ratsmitglied Angela Schurmann. „Nicht alle meine Wünsche sind in Erfüllung gegangen“, so Konzack. Gern hätte er noch mehr erreicht, was die Erweiterung bzw. die Präzisierung des zweisprachigen sorbischen Siedlungsgebietes angeht. Das erfordert eine hohe Sensibilität.

Minderheitenrechte achten

srjeda, 27. meje 2015 spisane wot:

60. FUEV-Kongress zu Gast bei der türkischen Minderheit in West-Thrakien

Komotini. Die türkische Minderheit in West-Thrakien, Griechenland, stand im Mittelpunkt des 60. Kongresses der Föderalistischen Union europäischer Volksgruppen (FUEV) in Komotini. Die Gastgeber wollten damit die Teilnehmer, die mehr als 30 Minderheiten aus 20 Ländern Europas vertraten, über ihre komplizierte Lage in der griechischen Gesellschaft informieren. Die Domowina vertrat eine junge Delegation.

Symposion zum Abschied

srjeda, 27. meje 2015 spisane wot:

Bautzen (SN/CoR). Mit einem internationalen Symposion unter dem Titel „Das Reine und das Vermischte – 15 Jahre danach“ wurde am 4. und 5. Mai im Sorbischen Institut Bautzen Dr. Elka Tschernokoshewa in den Ruhestand verabschiedet. 23 Jahre lang hatte sie dort die kulturwissenschaftliche Abteilung geleitet. Profiliert hat sie sich, auch international, durch die Entwicklung einer Theorie der Hybridität. Im Waxmann Verlag gibt sie seit dem Jahr 2000 die Reihe „Hybride Welten“ heraus. Zum Abschied überreichten die Herausgeber Dr. Ines Keller und Dr. Fabian Jacobs der Bulgarin, die ihr Abitur auf der Bautzener Sorbischen Erweiterten Oberschule ablegte, die als Band 8 der Reihe erschienene Festschrift „Das Reine und das Vermischte – 15 Jahre danach“ mit Beiträgen von über 30 Autoren .

Mai 1945 – Chance für einen neuen Anfang

srjeda, 27. meje 2015 spisane wot:

Crostwitz (SN/JK). Das Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 bot zugleich die Gelegenheit, auch in der Lausitz im Dritten Reich verbotene Organisationen neu zu beleben. Am 10. Mai 1945 traf sich in Crostwitz eine Handvoll patriotischer Sorben, um den ersten Schritt zur Neugründung der Domowina zu machen.

Im Zeichen der Niederlausitz

srjeda, 27. meje 2015 spisane wot:

Cottbus (SN/at). Ganz im Zeichen der zweisprachigen Niederlausitz stand die Tagung des Bundesvorstandes der Domowina am 9. Mai in Cottbus.

Die Leiterin des Sorbischen Sprachzentrums WITAJ Dr. Beate Bresan unterstrich in ihren Ausführungen zur Situation der zweisprachigen Bildung, dass die Domowina in der brandenburgischen Niederlausitz gegenüber der sächsischen Oberlausitz im Vorteil sei, denn sie habe dort einen Platz in der Schulkonferenz. Mit ihren­ Mitarbeitern richtet sie den Blick auf zwei Themenschwerpunkte: Die Evaluierung des Sorbisch-/Wendischunterrichts sowie die Novellierung der Verordnung über sorbische/wendische Schulen. Zum ersten Punkt betonte Dr. Bresan, dass es wichtig sei, die Kompetenzen der Schül­er in den Vordergrund zu stellen, weniger ihre Schwächen.

K(r)ampf an der Braunkohlefront

srjeda, 27. meje 2015 spisane wot:

Bautzen/Schleife (SN/JK). Die Themen Braunkohle, Energiewende, Klimaschutzabgabe und Strukturwandel bewegen die Gemüter in der Lausitz in den letzten Wochen und Monaten wie schon lange nicht mehr.

Dass aber die von vielen nachvollziehbaren Klimaziele recht schwere Nebenwirkungen haben, kommt besonders in der Lausitzer Energie- und Kohleregion zum Ausdruck. Weil eben immer noch nicht entschieden ist, wie und in welcher Höhe alte Kraftwerke mit Sonderabgaben belegt werden, kann sich der Energiekonzern Vattenfall nicht endgültig zum Verkauf seiner Braunkohlesparte in der Lausitz entschließen. An dieser Entscheidung hängen aber viele weitere Entscheidungen.

Uhyst gedenkt Pfarrer Schmutz

srjeda, 27. meje 2015 spisane wot:

Uhyst. „Uhyst schreibt Geschichte“ – mit seiner neuen Ausstellung erinnert der Förderverein Adelspädagogium Dannenberghaus-Uhyst an ein sorbisches Kapitel seiner Geschichte. Anlässlich des 300. Geburtstages des einstigen Uhyster Pfarrers Johann Friedrich Gottfried Schmutz (1715–1798) eröffnete Vereinsvorsitzende Johanna Gruner am 17. Mai eine Sonderausstellung, die dessen besondere Verdienste für die sorbische Sprache in den Fokus nimmt. Unter den fast 60 Gästen konnte sie auch eine stattliche Anzahl von Sorben begrüßen.

An das Schicksal der Zwangsarbeiter zur Zeit des 2. Weltkrieges erinnert in Nebelschütz im Landkreis Bautzen nun das Denkmal „Flammen und Tränen, Hoffnung und Leiden – Nadja“

Neleschütz (SN/MWj). Die vom tschechischen Künstler Robert Alger geschaffene Skulptur hat der Nebelschützer Pfarrer Benno Jakubasch am 10. Mai gesegnet. Den Anstoß zum Denkmal gab vor zwei Jahren der Besuch von Nikolai Tokarsky, dessen Mutter Nadja in der Ukraine verhaftet und in Nebelschütz zur Arbeit gezwungen wurde. Die heute 91-jährige Frau konnte zur Einweihung des Denkmals nicht selbst kommen. Ihr Sohn Nikolai war bei der Einweihung umso ergriffener und schämte sich auch seiner Tränen nicht, dass in der Lausitz an das Schicksal seiner Mutter und aller Zwangsarbeiter erinnert wird. Gerhard Korenk begrüßte Nikolai Tokarsky in dessen Muttersprache.

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